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Der Teufel im AT

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 19:14
von Helmuth
Zippo hat geschrieben: Di 24. Mär 2026, 16:12 Und selbst diese Propheten sprechen von Satan, der z. Bsp. dem Engel des HERRN widersteht. Sach 3,1...Die Propheten sind doch auch Bestandteil des Tanach, das mußt du mal lesen.
Diese Zeugnisse sind insgesamt zu schwach, um sie mit dem tatsächlichen Teufel eindeutig zu identifizieren. Das eine Argument Larsons, dass Namen keinen Artikel haben, war hieb- und stichfest. Es ist damit kein bestimmtes Geschöpf gemeint. Überprüfe es doch, anstelle auf eigener Auslegung zu beharren.

Wenn wir nach dem suchen, der Jesus in der Wüste versucht hat, der auch der Teufel dem Wesen nach ist, dann sind die Zeugnisse, die über dämonische Wirkungen berichten, für mich aufschlussreicher, als sich auf die mageren Textstellen des AT mit dem Begriff "Shatan" zu stützen.

Da sich das Thema schon über mehrere Bereiche zu streuen beginnt, kann man es hier als eigenes Thema gesondert untersuchen. Hier aber wieder im Bibleforum, weil mich andere als christliche Lehren, allen voran die unseres Herrn Jesus, nicht interessieren. Jesus hat zum Thema ohnehin das meiste zu sagen.

Meine Vorgabe:
Die Existenz des Teufels soll nicht in Frage gestellt werden, sonst wird diese Diskussion nutzlos. Das wäre unerwünschte Glaubenskritik. Die Stellen des NT, wo Jesus über Teufel bzw. Dämonen redet, sind umöglich nur sinnbildhaft für das Böse in uns zu deuten

Den Teufel also derart zu relativieren oder in den Bereich der Psychologie des eigenen Geistes zu verfrachten, wie es manche versuchen, wäre für mich daher nicht satisfaktionsfähig zu diskutieren. Diesen Punkt sehen aber doch viele nicht so, denke ich.

Meine Arbeitsthese:
Man kann dem Wesen und der Existenz des Teufels bereits anhand des AT auf die Spur kommen, also auch ohne die strittigen Stellen mit dem Begriff "Shatan". Das wäre das positive Ziel dieses Threads.

Zuletzt ein Anliegen:
Ich ersuche sich nicht in Auffassung gegen Auffassung festzufahren, welches dann keine Ende findet, sondern lasst uns alles anhand des Wort Gottes untersuchen. Dieses sei die Entscheidungsinstanz über die Haltbakeit bzw. Verwerfung theologischer Ansichten. Kommen wir nicht überein, lassen wir es stehen und haben halt in dem Punkt kein Ergebnis.

Re: Der Teufel im AT

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 22:24
von ProfDrVonUndZu
Es gäbe einige überraschende Bezüge, die sich über das NT erschließen lassen. Aber das willst du vermutlich nicht hören.

Re: Der Teufel im AT

Verfasst: Mi 25. Mär 2026, 06:50
von Helmuth
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Di 24. Mär 2026, 22:24 Es gäbe einige überraschende Bezüge, die sich über das NT erschließen lassen. Aber das willst du vermutlich nicht hören.
Das NT ist hier nicht ausgeschlossen, da wir Jesu Worte nur aus dem NT haben. Ich beginne aber mit dem AT gemäß Themensetzung, das manche vielleicht auch nicht hören wollen, dem Auftreten der Schange im Garten Eden.

Wir sind übereingekommen, dass feststeht, dass es sich um ein Feldtier (Tier des Feldes) handelt, wie es aus dem Text hervorgeht. Sie ist ein gewöhnliches biologisches Lebenwesen (hebr. chaja):
1. Mo 3,1 hat geschrieben: Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott JHWH gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr sollt nicht essen von jedem Baum des Gartens?
Zum Paradoxon des Sprechens diese Frage: Warum muss es zwingend die Schlange sein, die gesprochen hatte? Klar, das steht so geschrieben und für Eva enstand auch der akustische Eindruck sie höre diese Schlange sprechen. Und so wird es erzählt und später niedergeschrieben.

Es wird sich höchstwarhhrscheinlich um einen Zauberakt des Teufels handeln. Das war den ersten Menschen noch nicht bewusst. Woher hätten sie das wissen sollen? Der Teufel manipulierte die Schlange gekonnt, dass er Eva diesen Eindruck vermittelt. So löst sich das Paradoxon des Sprechens auf. Gesprochen hat konkret der Geist des Teufels, den man nicht sehen kann.

Von einer sichbaren Erscheinung lesen wir auch nichts bei der Verführung Jesu, wohl aber, dass der Teufel ihn konkret angesprochen hatte. Bei Jesus hätte ein visueller Zaubetrick sicher nichts genützt, sodass man Jesus auf diese infantile Art wie Eva täuschen hätte können.

Der Teufel bediente sich dort der intellektuellen Methode Jesus über das Wort Gottes zu fangen und dazu durfte er es auch nicht entstellen, wie bei Eva, denn Jesus kannte das Wort wohl besser als jeder andere Mensch.

Also zitierte er in diesem speziellen Fall das Wort Gottes sogar korrekt, wandte es aber missbräuchlich an, um Jesus damit herauszufordern bzw. hinters Licht zu führen. Aber auch diese Masche funktionierte nicht.

Ich gehe gesichert davon aus, dass die Engel Gottes mit Mächten ausgestattet sind, die uns Menschen fremd und unzugänglich sind. Für uns sind es Wunder. Und wenn auch der Teufel ein gefallener Engel ist, so hat er immer noch Macht genug, die er jedoch gegen den Menschen einsetzt um sie einzuvernehmen. Petrus sagt über ihn:
1. Pet 5,8 hat geschrieben: Seid nüchtern, wacht; euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.
Nun zu einem nicht gefallenen Engel und seinem Auftritt im NT. Ein gewisser Gabriel konnte bewirken, dass Zacharias eine Zeitlang stumm wurde. Er hatte also Macht auf die Stimmbänder eines Menschen solchen Einfluss auszuüben, dass er auf umgekehrte Weise nicht sprechen konnte. Das ist eine Macht, die der Engel erhalten hat.

So hilft uns insofern das NT am besten, das uns keine Einzelfälle an Zeugnissen liefert, welche Mächte Geister der anderern Schöpfung (sowohl Engel als auch Dämonen) auf Menschen ausüben können, wobei die Macht Jesu allen klarerweise überlegen ist.