Dürer als christlicher Maler und Seher

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Klee
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Registriert: Fr 17. Feb 2023, 08:52

Dürer als christlicher Maler und Seher

Beitrag von Klee »

Bei dem Beitrag „der Hase“ sind mir seine „Betenden Hände“ in Erinnerung gekommen. Echte sind eigentlich wertvoller als gemalte. Reliefs habe ich oft in einem Ferienjob verkauft. Es kam jedesmal ein Gefühl hoch, das ich nicht richtig beschreiben kann, vielleicht wie „heißer Draht“ zu irgendwas anderem als nur fromm gefaltete Hände.

Dank des Internets sah ich viele seiner Werke. Nilpferd und Hase, wie kam er nur dazu?
Mit den vielen frommen Bildern, mit denen er sein Geld als Maler verdiente, war noch etwas mehr drin, wie die apokalyptischen Reiter und viele Bilder zu der Offenbarung des Johannes. Anführen könnte man, in seiner Zeit war einigen nach „Weltende“ zumute. Dazu gab es in Kirchen viele Malereien, die darauf hindeuten, auch über das „himmlische Jerusalem“. Aus solchen Motiven schließe ich, dass etliche die Bibel anders lesen konnten. Die jüdische Wissenschaft war damals auf einem hohen Stand, wie es Kenntnisse Martin Luthers und Meinungen von damaligen Philosophen zeigen.

Dürers Wappenbilder sagen etwas über seine Überlegung. Oben der „prächtige Gockel“, unten ein wütender Löwe. (Löwe [ari] wäre super als „erkennen“. Ist so freundlich und mächtig, oben.) Oder Wappenmotiv war eine Miezekatze umrahmt von Pfauenfedern und Musikinstrument. Der verherrlichte Mohr eines andern lässt wohl auch an die Interessen an Kolonien denken. Groß dargestellt wurde ein anderes Bild mit riesigem Wappen und Totenkopf drunter, daneben ein Paar. Der Vorteil der Ehen des Adels untereinander, dem wegen Inzucht, Verderben folgte. Ein andres Wappen, vermutlich ein Pleitegeier, bei all den Teilungen und Kriegen wo nichts mehr blieb.

Welch hartnäckiger Haken war in meiner Erinnerung, als ich seine Bilder zur Offenbarung und seinen Namen als Seher in einer Liste von Schauungen fand. In den ersten Jahren des Jahrtausends hatten viele Menschen Gesichte und Träume von einer großen Flut die Deutschlands Landkarte verändern, dass es Berlin nicht mal mehr gibt. Dürer hatte auch einen schrecklichen Traum von Schüttungen, was nicht mehr einem Regen glich. Dies hat er gemalt und dazu erschüttert aufgeschrieben. Das Bild war oder ist irgendwo in einem Wiener Museum.

Propheten sind „echt“, wenn sie entweder unvoreingenommen einen Blick in die Zukunft werfen, weil es ihnen gegeben wird. Weltlich eingestellten gelingt es kaum. Die sagen, was sie wollen. Prophezeiung hatte im AT stets Analysen. Wenn ihr dies tut, passiert jenes im anderen Fall sind andere genannte Auswirkungen, beides gut überlegt. Deshalb ist nie ein Zeitplan, sondern alles „wie ein Dieb in der Nacht“, ohne Zeit aber doch mit Auslöser.

Ich kann mir die Schauung Dürers gut vorstellen wegen vorhandener Verhältnisse. Seit ich von der Veränderung aller Elemente durch die Industrie weiß, scheint dies als eine Folge. Im vergangenen Jahr war abnormale Hitze. Die Feuerbrände sahen Seher voraus, konnten aber nicht die Regeln von blitzartig brennendem Wasserstoff erläutern und wie es dazu kommt, wie dies auf gespritzten Feldern passiert und meilenweit auch in den Wäldern wirkt.

Wir erlebten immer mehr „Starkregen“, eine weitere Folge des obigen. Die Veränderung der Natur durch Industrie kann dazu führen, dass erscheint, was Dürer in einem Zeitfenster erblickte, und das mit ziemlicher Sicherheit. Wohl sah er so die „betenden Hände“, die da allein helfen, dass der allmächtigere Gott sich erbarme, wenn das unsinnige Treiben eingestellt wird. Sonst wehe uns!
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