Abischai hat geschrieben: ↑So 1. Feb 2026, 23:25
Was sagen Euch diese Worte des Herrn Jesus, habt ihr verstanden, was er damit meinte?
Was die Worte bedeuten, bedarf m.E. keiner Auslegung, denn sie sind klar. Für mich sind sie so klar, als würde eine kinderreiche Mutter zur ihren ältesten Kindern sagen: "Ich bin heute nicht da und kann daher nicht kochen. Gebt ihr ihnen (den anderen Kindern) zu essen." Diese Anweisung muss man nicht erst erklären oder wie wir sagen auslegen.
Zu der Stelle gibt es noch eine weitere Aussage im Jh-Ev:
Joh 6,5-6 hat geschrieben: Als nun Jesus die Augen aufhob und sah, dass eine große Volksmenge zu ihm kommt, spricht er zu Philippus: "Woher sollen wir Brote kaufen, damit diese essen?" Dies sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er selbst wusste, was er tun wollte.
Durch das Zusammenlegen der Berichte ergibt sich ein konkreteres Gesamtbild als nur anhand eines einzlenen Berichts. Hier lesen wir nicht die Anweisung "Gebt ihr ihnen zu essen", aber dafür erfahren wir, dass Jesus den Apostel Philippus auch prüfen wollte. Der wusste klarerweise noch nicht, was Jesus tun wollte, aber er sollte es bald erfahren und nicht nur er, sondern an die 10.000 Menschen.
Abischai hat geschrieben: ↑So 1. Feb 2026, 23:25
Bist du gemeint, oder galt das einst anderen?
Grundsätzlich denke ich, dass die Evangelien insbesondere jene Worte Jesu überliefern, die von universeller Wichtigkeit sind. Man berichtet über keine Nebensachen, wie z.B. was sie an irgendeinem Shabat gegessen haben, wer etwas zubereiten oder besorgen sollte. Oder wie man sich gekleidet und Stoffe besorgt hatte, wer etwas genäht hatte und dergleichen.
Auf solche Alltagsdinge legen die Kinder dieser Welt Wert. Wenn du an Führungen über Könige oder Hochgestellte teilnimmst, dann sind diese Dinge die Hauptsache, z.B. in welchem Bett Kaiserin Maria Theresia geschafen hatte und wo ihr Nachttopf stand und wer den ausgeleert hat. Oder bei Kirchenführungen erfährt man, wer wo welche Bilder gemalt oder Statuen aus Stein gehauen hat. Dabei sind das meist nur Götzen.
Dafür erfährst zu wenig über die historisch relevanten Tatsachen. Solches musst du als Historiker studieren. So haben die Evangelien einen völlig anderen Stellenwert, als sie darüber berichten, was von Bedeutung ist. Klar gibt es auch Nebensachen, aber nur vereinzelt und diese bilden keinen Schwerpunkt. Eine besondes gewichtige Aussage in dem Kontext sehe ich in dieser:
Mk 13,31 hat geschrieben: Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.
Darher meine ich sind die uns überlieferten Worte von Ewigkeitswert, also auch das:
"Gebt ihr ihnen zu essen." Mir sagt es, ich kann alles, wenn ich weiß, diese Anweisung kommt vom Herrn der Herrn und ist nicht nur eine Anweisung meiner Mutter. Darum wurde uns dieses Wort überliefert und andere, die Jesus wohl auch gesagt hatte, nicht.