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Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Verfasst: Mo 16. Mär 2026, 11:47
von Zippo
Hallo zusammen,

im NT ist von einer himmlischen Stadt Jerusalem die Rede, sie wird als Mutter der gläubigen Christen bezeichnet.
[Gal 4,26-27] Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie; die ist unser aller Mutter. Denn es steht geschrieben: „Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst! Und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist! Denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat.“
Eine Stadt die droben ist ? In Hebr 12,22 wird sie himmlisches Jerusalem genannt. Ich nehme an, daß diese Stadt ein Bild ist und keine physische Realität hat.
[Heb 12,22-24] Sondern ihr seid gekommen zu dem Berge Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu der Menge vieler tausend Engel und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu dem Mittler des neuen Testaments, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das da besser redet denn das Abels.
Die Stadt war unfruchtbar, was hat sie fruchtbar gemacht ? Ich nehme an, daß diese Stadt erst durch Tod und Auferstehung Jesu entstanden ist.

Aber sie existiert wohl und hält ihre Pforten offen.
[Off 21,25-27] Und ihre Tore werden nicht verschlossen des Tages; denn da wird keine Nacht sein. Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Heiden in sie bringen. Und es wird nicht hineingehen irgendein Gemeines und das da Gräuel tut und Lüge, sondern die geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes.
....
[Luther 1912: Off 22,17] Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.
In Off 21, wird diese Stadt als Braut des Herrn bezeichnet Off 21,1-3 Aber eigentlich werden die Nachfolger Jesu doch zunächst als Jungfrauen bezeichnet, die auf die Hochzeit mit dem Herrn im Himmel warten.
Joh 25,1...
[ELB-BK: 2. Kor 11,2] Denn ich eifere um euch mit Gottes Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau dem Christus darzustellen.
Eine Verlobung ist noch keine Heirat. Ist es da möglich sein Bürgerrecht an der Stadt Jerusalem zu verlieren ?

Gruß Thomas

Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Verfasst: Mo 16. Mär 2026, 16:33
von Helmuth
Zippo hat geschrieben: Mo 16. Mär 2026, 11:47 Eine Stadt die droben ist ? In Hebr 12,22 wird sie himmlisches Jerusalem genannt. Ich nehme an, daß diese Stadt ein Bild ist und keine physische Realität hat.
Die Stadt hat mehr physische Realität als vieles andere. Sie exisitert ja nicht ohne Grund schon seit ihrer Gründung und Gott hat sie eines Tages für sich erwählt. Sie wird es daher für immer und ewig geben, weil eine solche Erwählung keine zeitliche Sache ist.

Das kommende Jerusalem ist ein Bild (eine Vision), korrekt, weil eine noch nicht erfüllte Weissagung eben noch nicht erfüllt ist. Das Herabkommen des "neuen" Jerusalems ist auch ein Bild (eine Vision) und zeigt an, dass es einen Wandel geben wird.

Jerusalem ist und bleibt die designierte Stadt des großen Königs, den Gott dort einsetzen wird. Die derzeitige Stadt scheint vergänglich wie jede andere Stadt zu sein und die Nationen zertrampeln sie bis heute. Als Nation verstehe ich auch das säkulare Israel. Es trägt mit Anteil an der Zertretung:
Lk 21,24 hat geschrieben: ... und Jerusalem wird von den Nationen zertreten werden, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sind.
Jesus weissagt nicht, dass die Stadt vom Erboden verschwinden wird, aber sie wird zertreten, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sind. Das ist der Status quo bis heute. Das Ende der Zertretung sehe ich mit seiner Wiederkunft. Dann wird die Stadt einen bisher nie dagewesenen Wandel erleben, wie es die Propheten weissagen.

Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Verfasst: Di 17. Mär 2026, 12:47
von Zippo
Helmuth hat geschrieben: Mo 16. Mär 2026, 16:33
Zippo hat geschrieben: Mo 16. Mär 2026, 11:47 Eine Stadt die droben ist ? In Hebr 12,22 wird sie himmlisches Jerusalem genannt. Ich nehme an, daß diese Stadt ein Bild ist und keine physische Realität hat.
Die Stadt hat mehr physische Realität als vieles andere. Sie exisitert ja nicht ohne Grund schon seit ihrer Gründung und Gott hat sie eines Tages für sich erwählt. Sie wird es daher für immer und ewig geben, weil eine solche Erwählung keine zeitliche Sache ist.
Ich weiß jetzt nicht, welche Stadt du meinst. Das irdische Jerusalem ist ein Vorbild dessen, was im Himmel ist. So geht es ja mit vielen irdischen Dingen, die durch göttliche Weisheit eine tiefere Wahrheit enthalten, z. Bsp auch die Stiftshütte:
[Heb 8,1-5] Das ist nun die Hauptsache, davon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zu der Rechten auf dem Stuhl der Majestät im Himmel und ist ein Pfleger des Heiligen und der wahrhaftigen Hütte, welche Gott aufgerichtet hat und kein Mensch. Denn ein jeglicher Hoherpriester wird eingesetzt, zu opfern Gaben und Opfer. Darum muss auch dieser etwas haben, das er opfere. Wenn er nun auf Erden wäre, so wäre er nicht Priester, dieweil da Priester sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern, welche dienen dem Vorbilde und dem Schatten des Himmlischen; wie die göttliche Antwort zu Mose sprach, da er sollte die Hütte vollenden: „Schaue zu,“ sprach er, „dass du machest alles nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt ist.“
Das soll sicher nicht heißen, daß es im Himmel eine Stiftshütte gibt, sondern im Himmel ist der wahre Grund und Sinn der Anordnungen zu finden, die sich in der Stiftshütte befanden. Es geht also um die Gedanken Gottes, die er hat, um Sünde zu sühnen. Im nächsten Kapitel steht geschrieben, was der Hohepriester Jesus Christus zur Sühnung der Sünden getan hat. Hebr 9,..11-12...

Mit der Stadt Jerusalem vermute ich, geht es ähnlich. Sie ist ein Vorbild für eine Realität, die in den Gedanken Gottes zu finden ist. Die himmlische Stadt Jerusalem ist ein Konstrukt für die Gedanken Gottes, ein Sinnbild für alle diejenigen, die mal in der neuen Schöpfung leben dürfen.
[Off 21,1-3] Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, bereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;
Helmuth

Das kommende Jerusalem ist ein Bild (eine Vision), korrekt, weil eine noch nicht erfüllte Weissagung eben noch nicht erfüllt ist. Das Herabkommen des "neuen" Jerusalems ist auch ein Bild (eine Vision) und zeigt an, dass es einen Wandel geben wird.
Das Jerusalem, das einmal vom Himmel auf die neue Schöpfung herabkommt - die Stadt wird ja auch als Braut des Herrn bezeichnet - das sind dich alle diejenigen, Gott erwählt hat, um in der neuen Schöpfung zu leben. Diese Stadt ist ja schon vorhanden, sie ist doch unsere Mutter sagt Paulus in Gal 4 und ihre Pforten stehen offen. Und die Heiden wandeln in ihrem Licht und Könige bringen ihre Schätze hinein. Und die Braut und der Geist rufen weiterhin Menschen herbei.
Off 22,17
Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.
Die himmlische Stadt Jerusalem existiert schon, genau wie die Braut, die derzeit allerdings noch im Status der Verlobung lebt und als Jungfrau bezeichnet wird. Denn die Hochzeit soll erst im Himmel sein. Off 19,7

Die himmlische Stadt Jerusalem hatte schon Bewohner, bevor sie auf Erden fruchtbar wurde und Kinder gebären konnte.
[Jes 66,7-9] Sie gebiert, ehe ihr wehe wird; sie ist genesen eines Knaben, ehe denn ihre Kindsnot kommt. Wer hat solches je gehört? wer hat solches je gesehen? Kann auch, ehe denn ein Land die Wehen kriegt, ein Volk auf einmal geboren werden? Nun hat doch ja Zion ihre Kinder ohne Wehen geboren. Sollte ich das Kind lassen die Mutter brechen und nicht auch lassen geboren werden? spricht der HERR. Sollte ich, der gebären lässt, verschließen? spricht dein Gott.
Es gab ja schon vor der Brautgemeinde Jesu Gerechte, die auch erwählt waren, um in der neuen Schöpfung zu leben. Aber es fehlte das Werk, um sie vollends gerecht zu sprechen.
Dieses Werk hat doch erst der Hohepriester Jesus Christus vollbracht und hat auch die Gerechten erlöst die zuvor gelebt haben.
Helmuth

Jerusalem ist und bleibt die designierte Stadt des großen Königs, den Gott dort einsetzen wird. Die derzeitige Stadt scheint vergänglich wie jede andere Stadt zu sein und die Nationen zertrampeln sie bis heute. Als Nation verstehe ich auch das säkulare Israel. Es trägt mit Anteil an der Zertretung:
Lk 21,24 hat geschrieben: ... und Jerusalem wird von den Nationen zertreten werden, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sind.
Jesus weissagt nicht, dass die Stadt vom Erboden verschwinden wird, aber sie wird zertreten, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sind. Das ist der Status quo bis heute. Das Ende der Zertretung sehe ich mit seiner Wiederkunft. Dann wird die Stadt einen bisher nie dagewesenen Wandel erleben, wie es die Propheten weissagen.
Um das irdische Jerusalem ging es mir gar nicht so sehr. Mir ging es um das himmlische Jerusalem, das mit einer Frau verglichen wird, die unfruchtbar war. Gal 4, Jes 54,1
Ist diese Frau bzw. die Stadt nicht erst fruchtbar geworden, seitdem das Evangelium als Same in den Herzen der Menschen aufgeht ?

Gruß Thomas

Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Verfasst: Di 17. Mär 2026, 15:23
von Larson
Jes 52,1 Wache auf, wache auf; kleide dich, Zion, in deine Macht! Kleide dich in deine Prachtgewänder, Jerusalem, du heilige Stadt! Denn von nun an wird kein Unbeschnittener und kein Unreiner in dich eintreten.
Wer sind die Erwählten?
Jes 2,3 Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt und lasst uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs! Und er wird uns belehren aus seinen Wegen, und wir wollen wandeln in seinen Pfaden. Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen, und das Wort des HERRN von Jerusalem;
Ebenso Micha 4,2

Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Verfasst: Di 17. Mär 2026, 21:43
von Otto
Zippo hat geschrieben:Ist diese Frau bzw. die Stadt nicht erst fruchtbar geworden, seitdem das Evangelium als Same in den Herzen der Menschen aufgeht ?
Hallo Zippo, habe dir mal was vorbereitet zum Nachdenken:

Der Apostel Paulus greift in Jesaja Kapitel 54 darauf zurück und macht deutlich, dass die erwähnte „Frau“ etwas viel Größeres darstellt als die tatsächliche Stadt Jerusalem. Er schreibt: „Das Jerusalem droben ... ist frei, und es ist unsere Mutter“ (Galater 4:26). Dieses „Jerusalem droben“ ist also nicht die irdische Stadt im verheißenen Land, denn diese befindet sich ja auf der Erde und nicht im himmlischen Bereich. Gemeint ist vielmehr Gottes himmlische „Frau“, also seine Organisation/Versammlung aus mächtigen geistigen Wesen.

Wie kann es aber sein, dass Gott zwei symbolische Frauen hat — eine im Himmel und eine auf der Erde? Ist das nicht widersprüchlich? Nein. Wie Paulus erklärt, lässt sich das durch das prophetische Bild der Familie Abrahams verstehen (Galater 4:22-31). Sara, Abrahams freie Frau, steht für das Jerusalem droben. Hagar hingegen, die Sklavin und Nebenfrau Abrahams, versinnbildlicht das irdische Jerusalem.

Vor diesem Hintergrund wird die tiefere Bedeutung von Jesaja 54,1 verständlicher. Sara war viele Jahre kinderlos und bekam erst im Alter von 90 Jahren Isaak. Ähnlich war das himmlische Jerusalem lange Zeit „unfruchtbar“.
Schon im Garten Eden hatte JHWH angekündigt, dass (s)eine „Frau“ den „Samen“ hervorbringen würde (1. Mose 3,15). Über 2 000 Jahre später schloss er mit Abraham einen Bund über diesen Samen. Trotzdem vergingen noch viele Jahrhunderte, bis dieser schließlich hervorgebracht wurde.

Doch dann kam die Zeit, in der die Kinder dieser einst Unfruchtbaren zahlreicher wurden als die des natürlichen Israel. Dieses Bild hilft zu verstehen, warum die Engel so gespannt auf das Kommen des verheißenen Samens warteten (1. Petrus 1,12). Wann geschah das?

Die Geburt Jesu als Mensch war für die Engel sicher ein großer Grund zur Freude (Lukas 2:9-14). Doch die eigentliche Erfüllung von Jesaja 54,1 trat erst ein, als Jesus im Jahr 29 u. Z. durch heiligen Geist gezeugt wurde.
In diesem Moment wurde er ein geistiger Sohn des „Jerusalem droben“ und von Gott öffentlich als sein geliebter Sohn bestätigt (Markus 1:10, 11; Hebräer 1:5; 5:4, 5).

Jetzt hatte Gottes himmlische „Frau“ allen Grund zur Freude, denn sie hatte endlich den verheißenen Samen, den Messias, hervorgebracht. Ihre lange Zeit der „Unfruchtbarkeit“ war damit beendet.Doch das war noch nicht alles! Nach Jesu Tod und seiner Auferstehung freute sich Gottes himmlische „Frau“, ihn als den „Erstgeborenen von den Toten“ zurückzuerhalten (Kolosser 1:18).

Danach brachte sie weitere geistige Söhne hervor. Zu Pfingsten im Jahr 33 u. Z. wurden etwa 120 Nachfolger Jesu mit heiligem Geist gesalbt und als Söhne Gottes angenommen. Später an diesem Tag kamen noch etwa 3 000 hinzu (Johannes 1:12; Apostelgeschichte 1:13-15; 2:1-4, 41; Römer 8:14-16).

Diese Zahl wuchs in der Folgezeit weiter an. Während der ersten Jahrhunderte, als sich innerhalb der Christenheit ein Abfall entwickelte, verlangsamte sich dieses Wachstum stark. Doch im 20. Jahrhundert nahm es wieder deutlich zu. :)

Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Verfasst: Mi 18. Mär 2026, 07:40
von Helmuth
Zippo hat geschrieben: Di 17. Mär 2026, 12:47 Um das irdische Jerusalem ging es mir gar nicht so sehr.
Mir an sich auch nicht, aber es ist nicht möglich dieses davon zu isolieren, sonst hätte Gott Jerusalem nie erwählt. Diese Erwählung gilt als ewig. In welche Stadt zog Jesus auf einem Esel reitend ein, um zu zeigen, dass er der desgnierte König ist, womit er eine weitere Weissagung erfüllt hatte? Es war das irdische Jerusalem. Wäre es bedeutunglos, hätte Gott schon damals eine neue Stadt gründen müssen.

Frage: Wo findet Jesu Rückkehr statt? Am Ölberg, genau dort von wo er auch in den Himmel aufgefahren ist. Otto hat sehr viel gute Aspekte gebracht, aber einer fehlt mir. Was genau geschieht mit dem irdischen Jerusalem? Ist es bedeutungslos? Oder wird es sogar vernichtet? Davon steht nichts geschrieben, sondern im Gegenteil, es wird wiederhergestellt:
Sach 2,14-16 hat geschrieben: Juble und freue dich, Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und werde in deiner Mitte wohnen, spricht JHWH. Und an jenem Tag werden viele Nationen sich JHWH anschließen, und sie werden mir zum Volk sein; und ich werde in deiner Mitte wohnen, und du wirst erkennen, dass JHWH der Heerscharen mich zu dir gesandt hat. Und JHWH wird Juda als sein Erbteil besitzen im heiligen Land und wird Jerusalem wieder erwählen.
Wenn es biblische Tatsache ist, dass Jesus am Ölberg wiederkehrt, was Sacharja ebenfalls weissagt, dann kann man nicht davon sprechen, dass das heutige Jerusalem keinerlei Bedeutung mehr hat. Es wären dann die prophetischen Worte nicht korrekt. Nun aber hat sie Gott weissagen lassen und so werden sie auch in Erfüllung gehen.

Das Herabkommen des neuen Jerusalems zeigt auch, dass nicht wir in den Hmmel hinauffahren, wiewohl das im biblischen Sprachjargon eigentlich oft genug gesagt wird. Was passiert nun? Es kommt herab, aber wir fahren hinauf? Nun, dann würden wir in einem leeren Himmel landen. Kein Jerusalem, blöd gelaufen. :mrgreen:

Es sind dies also bildhafte Sprachmuster, die man m.E. am besten als Verwandlung interpretiert. Dann ist es egal, ob ich in den Himmel komme oder der Himmel zu uns auf Erden herabkommt. So wird das alte Jerusalem Schritt für Schritt in ein neues verwandelt werden. Die schönsten Weissagungen dazu finden wir beim Propheten Jesaja, aber klarerweise auch in Johannes Offenbarung.

Wo finden wir dasselbe Sprachmuster noch? Nicht auch bei uns? Aus einem alten Menschen wird eine neue Schöpfung. Das alte wird nicht sofort eliminiert, denn rein äußerlich ändert sich mit der Neugeburt noch nichts an deinem Körper, aber es folgt eine Verwandlung. Beim Geist geht das schon früher und das irdische folgt Schritt für Schritt nach.

Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Verfasst: Mi 18. Mär 2026, 09:17
von Larson
Otto hat geschrieben: Di 17. Mär 2026, 21:43 habe dir mal was vorbereitet zum Nachdenken:
Und hast du selber mal wirklich nachgedacht, ob das, was du zu erklären versuchst, wirklich den reden Gottes in der Tenach entspricht? Oder ob man da nicht einfach Aussagen in der Tenach herumbiegt, sich passend macht, als eine der Tenach fremde Lehre in sie hineinlegt?

Jes 54 hat dich nichts mit deiner Darlegung zu tun…. Auch nichts mit Maria. Da reisst du etwas vollends aus dem Kontext und missbrauchst es, um anderen was vorzumachen.
Jes 54,5 Denn der dich gemacht hat (das ist Israel), ist dein Mann, – JHWH Zebaoth ist sein Name – und der Heilige Israels ist dein Erlöser: Er wird der Gott der ganzen Erde genannt werden.

Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Verfasst: Mi 18. Mär 2026, 13:11
von Zippo
Otto hat geschrieben: Di 17. Mär 2026, 21:43
Zippo hat geschrieben:Ist diese Frau bzw. die Stadt nicht erst fruchtbar geworden, seitdem das Evangelium als Same in den Herzen der Menschen aufgeht ?
Er schreibt: „Das Jerusalem droben ... ist frei, und es ist unsere Mutter“ (Galater 4:26). Dieses „Jerusalem droben“ ist also nicht die irdische Stadt im verheißenen Land, denn diese befindet sich ja auf der Erde....
Im NT findet oft eine Transformation statt und dann wird von dem irdischen auf eine geistige Wahrheit gedeutet. Und so wird aus der irdischen Stadt Jerusalem das himmlische Jerusalem, eine Stadt, die, wie ich meine, keine physische Realität hat, sondern aus Bauteilen besteht, die Symbole sind und eine große Menschenmenge beschreibt, die einmal auf der neuen Schöpfung leben wird. Off 21,1-3
Diese Stadt hat uns geboren, sagt Paulus und hier geht es sicherlich nicht um eine fleischliche Geburt. Das NT spricht von der geistigen Geburt und das sind alle diejenigen, die in den Bund eintreten, den Gott durch Jesus Christus in die Welt gebracht hat.
[Joh 3,3-6] Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren wird, das ist Geist.
Die himmlische Stadt Jerusalem wird ja auch mit Sarah verglichen, der Frau Abrahams, dem die Verheißung gegeben wurde, daß alle Nationen durch ihn gesegnet werden, weil er seinen einzigen Sohn nicht verschont hätte, um Gott gehorsam zu sein. 1 Mo 22,12, Gal 33,7-14

Otto

Wie kann es aber sein, dass Gott zwei symbolische Frauen hat — eine im Himmel und eine auf der Erde? Ist das nicht widersprüchlich? Nein. Wie Paulus erklärt, lässt sich das durch das prophetische Bild der Familie Abrahams verstehen (Galater 4:22-31). Sara, Abrahams freie Frau, steht für das Jerusalem droben. Hagar hingegen, die Sklavin und Nebenfrau Abrahams, versinnbildlicht das irdische Jerusalem.
Es geht ja um zwei Bündnisse, sagt Paulus. Das Ehebündnis wird in dieser Betrachtung auf die Bündnisse transformiert, die Gott mit dem Volk Israel bzw mit der ganzen Welt geschlossen hat.
Der Bund mit Sarah bringt Kinder für das himmlische Jerusalem, der Bund mit Hagar bringt Kinder für das irdische Jerusalem. Aus diesem Bund ist der Herr Jesus hervorgegangen. Das ist möglicherweise mit dem Bild in Off 12, 1-3 gemeint.
Ist der Herr Jesus auch ein Sohn des himmlischen Jerusalem ?
Jes 66,7
Sie gebiert, ehe ihr wehe wird; sie ist genesen eines Knaben, ehe denn ihre Kindsnot kommt.
In diesem Vers ist auch von Jerusalem die Rede, ist es eine Prophetie auf den Herrn Jesus Christus ?
Otto

Vor diesem Hintergrund wird die tiefere Bedeutung von Jesaja 54,1 verständlicher. Sara war viele Jahre kinderlos und bekam erst im Alter von 90 Jahren Isaak. Ähnlich war das himmlische Jerusalem lange Zeit „unfruchtbar“.
Schon im Garten Eden hatte JHWH angekündigt, dass (s)eine „Frau“ den „Samen“ hervorbringen würde (1. Mose 3,15). Über 2 000 Jahre später schloss er mit Abraham einen Bund über diesen Samen.
Da ist tatsächlich eine deutliche Parallele und ein möglicher Grund, weshalb Sarah so lange unfruchtbar war.
Und Abraham bekam den Nachkommen Isaak, der zweifelsfrei auf den Herrn Jesus Christus deutet, aber zuvor kam eben noch der Bund mit der Hagar.
Otto

Doch dann kam die Zeit, in der die Kinder dieser einst Unfruchtbaren zahlreicher wurden als die des natürlichen Israel. Dieses Bild hilft zu verstehen, warum die Engel so gespannt auf das Kommen des verheißenen Samens warteten (1. Petrus 1,12). Wann geschah das?
Also, wie ich das verstehe, hatte die Unfruchtbare schon Kinder, bevor sie in den Wehen lag.
[Jes 66,8-9] Wer hat solches je gehört? wer hat solches je gesehen? Kann auch, ehe denn ein Land die Wehen kriegt, ein Volk auf einmal geboren werden? Nun hat doch ja Zion ihre Kinder ohne Wehen geboren. Sollte ich das Kind lassen die Mutter brechen und nicht auch lassen geboren werden? spricht der HERR. Sollte ich, der gebären lässt, verschließen?
Es gab ja schon ein ganzes Volk von Gerechten, die sollten ja Anteil an dem himmlischen Jerusalem bzw. der neuen Schöpfung haben.
Erst recht natürlich, nachdem die Zeit der Unfruchtbarkeit vorbei war und die Wehen begonnen haben.
[Joh 16,20-21] Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein; doch eure Traurigkeit soll in Freude verkehrt werden. Ein Weib, wenn sie gebiert, so hat sie Traurigkeit; denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass der Mensch zur Welt geboren ist.
Otto

Die Geburt Jesu als Mensch war für die Engel sicher ein großer Grund zur Freude (Lukas 2:9-14). Doch die eigentliche Erfüllung von Jesaja 54,1 trat erst ein, als Jesus ...durch den heiligen Geist gezeugt wurde.
Zunächst einmal war doch der Herr Jesus unter das Gesetz getan und somit ein Kind des alten Bundes. Gal 4,4
Der Herr Jesus hat doch den neuen Bund gestiftet, der in das himmlische Jerusalem führt. Im neuen Bund ist er der Bräutigam und nicht die Braut.
Mt 9,15
Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dass der Bräutigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten.
Otto

Jetzt hatte Gottes himmlische „Frau“ allen Grund zur Freude, denn sie hatte endlich den verheißenen Samen, den Messias, hervorgebracht.
....
Danach brachte sie weitere geistige Söhne hervor. Zu Pfingsten im Jahr 33 u. Z. wurden etwa 120 Nachfolger Jesu mit heiligem Geist gesalbt und als Söhne Gottes angenommen. Später an diesem Tag kamen noch etwa 3 000 hinzu (Johannes 1:12; Apostelgeschichte 1:13-15; 2:1-4, 41; Römer 8:14-16).

Diese Zahl wuchs in der Folgezeit weiter an.
Der Nachkomme war geboren, wie er schon im 1 Mo 3,15 prophezeit war. Er kam aus dem Bündnis mit dem Volk Israel und war unter das Gesetz getan. Er wurde geboren, bevor das himmlische Jerusalem fruchtbar wurde und ihre Wehen hatte. Zugleich mit ihren Wehen hat das himmlische Jerusalem ein Volk geboren. Jes 66,8 ElbÜ

Aber erst recht, nachdem der Herr Jesus auferstanden war, da waren die Wehe vorüber und die Freude war da. Jetzt wurde das himmlische Jerusalem fruchtbar und vermehrte sich kraft des Evangeliums. Menschen, die durch das Evangelium gezeugt wurden, wurden hinzugetan.
Aber zunächst einmal geht es um ein Verlobungsverhältnis, der Bräutigam hat seine Arbeit kraft des Heiligen Geistes aufgenommen.
Der Herr Jesus ist der Bräutigam, der um seine Braut wirbt und versprach daß er wiederkehren wird , um seine Braut in den Himmel zu führen. Mt 25,1...

Gruß Thomas

Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 00:09
von Otto
Larson hat geschrieben: Mi 18. Mär 2026, 09:17
Otto hat geschrieben: Di 17. Mär 2026, 21:43 habe dir mal was vorbereitet zum Nachdenken:
Und hast du selber mal wirklich nachgedacht, ob das, was du zu erklären versuchst, wirklich den reden Gottes in der Tenach entspricht? Oder ob man da nicht einfach Aussagen in der Tenach herumbiegt, sich passend macht, als eine der Tenach fremde Lehre in sie hineinlegt?

Jes 54 hat dich nichts mit deiner Darlegung zu tun…. Auch nichts mit Maria. Da reisst du etwas vollends aus dem Kontext und missbrauchst es, um anderen was vorzumachen.
Jes 54,5 Denn der dich gemacht hat (das ist Israel), ist dein Mann, – JHWH Zebaoth ist sein Name – und der Heilige Israels ist dein Erlöser: Er wird der Gott der ganzen Erde genannt werden.
Ich verlasse mich u.a. an die Expertise des Paulus…

Re: Das himmlische Jerusalem, Stadt der Erwählten

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 06:52
von Helmuth
Zippo hat geschrieben: Mi 18. Mär 2026, 13:11 Ist der Herr Jesus auch ein Sohn des himmlischen Jerusalem ?
Ich würde ihn als Bauherrn bezeichnen, wobei der Vater der Architekt ist. Dazu finden wir schon das Bild, wie David die Pläne des Tempels entworfen hatte und Salomo ließ ihn danach bauen. Im Hebräer-Brief finden wir auch diese Aussage:
Heb 3,4-6 hat geschrieben: Denn jedes Haus wird von jemand bereitet; der aber alles bereitet hat, ist Gott. Und Mose zwar war treu als Diener in seinem ganzen Haus zum Zeugnis von dem, was nachher geredet werden sollte. Christus aber als Sohn über sein Haus, dessen Haus wir sind.
Diese Haus sind also Menschen und der Hausherr ist Jesus und ich ergänze, die Gott dazu erwählt hat, womit es auch ein Bild ist. Wo stehen nun diese Häuser? Oder anders gefragt, welche Stadt bzw. welches Land dient ihnen als Wohnort? An anderer Stelle sagt er:
Heb 11,14-16 hat geschrieben: Denn die, die solches sagen, zeigen deutlich, dass sie ein Vaterland suchen. Und wenn sie an jenes gedacht hätten, von dem sie ausgegangen waren, so hätten sie Zeit gehabt, zurückzukehren. Jetzt aber trachten sie nach einem besseren, das ist himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet.
Die Stelle zeigt mir deutlich, dass wir zuerst unseren Tod überwinden müssen, um in jener künftigen Stadt bzw. in unserem künftigen Land einen uns zugewiesenen Wohnort finden, was auch Jesus betroffen hatte, der uns damit schon vorausgegagen ist. Klarerweise scheidet damit so die gegenwärtige Welt aus, die ja vergeht.

Vergehen meint aber nicht Abschaffung, sondern es geht um eine Wiederherstellung in einen Zustand, wie Gott von Anfgang an, also von Grundlegung der Welt an seinen Entschluss dazu gefasst hatte. Petrus weissagt folgendermaßen:
Apg 3,19-21 hat geschrieben: So tut nun Buße und bekehrt euch, damit eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn und er den euch zuvorbestimmten Christus Jesus sende, den freilich der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat.
Es wird alles wiederhergestellt. Klarerweise wird dann auch vernichtet, was heute gottlos ist. Die Voraussetzung ist aber, und das sagt Petrus unmissverständlich, dass dazu unsere Sünden ausgetilgt werden müssen, indem wir uns zu Jesus bekehren. Ansonsten wäre die kommende Welt nur die Version 2 dieser gegenwärtigen bereits im Argen liegenden Welt mit ihren boshaften Menschen.