Johncom hat geschrieben: ↑Sa 7. Feb 2026, 01:27
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 6. Feb 2026, 11:58
Das Gebot Jesu war vor allem auch, daß seine Nachfolger an ihn glauben sollen.
Vielleicht erkennst du einen feinen Widerspruch in diesem Satz?
Man kann Jesus glauben, aber man kann nicht "an ihn" glauben. Man kann glauben, auch verstehen und akzeptieren, was Jesus lehrt, ist richtig und führt ins Heil. Man kann Jesus in vollem Vertrauen nachfolgen.
Aber "an ihn" zu glauben, das wäre ja Personenkult.
Helmuth hat da schon einiges zu gesagt, ich würde sagen, es gibt beides. Sowohl den Personenkult, weil der Herr Jesus ja nicht nur durch seine Rede zur Nachfolge aufgerufen hat, sondern durch sein Werk die Grundlage und das Fundament gelegt hat, auf dem wir unser Werk aufbauen können.
[1. Kor. 3,9-11] Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; Gottes Ackerfeld, Gottes Bau seid ihr. Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf; ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
An den Herrn Jesus Christus zu glauben, bedeutet an sein Werk zu glauben, das er am Kreuz vollbracht hat. Es hat ihn einiges Leid gekostet, die Grundlage für die Gerechtigkeit zu legen, durch die uns Gott gnädig sein kann.
Aber er schickt uns wie Schafe mitten unter die Wölfe und läßt uns im Kampf gegen die Mächte der Finsternis auch einiges Leid ertragen.
Eph 6,12
Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Fürstentümer, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern.
Es ist doch auffällig, daß schon in der Anfangszeit, gerade diejenigen besonders viel Leid zu ertragen hatten, die sich besonders für das Christentum und die Verbreitung dieser Lehre eingesetzt haben. Und auch später wurden Menschen gepeinigt und hingerichtet, weil sie die Wahrheit verkündet haben.
Johncom
Natürlich geht das auch, und ein Blick in die heutige Welt der Religionen zeigt, wie Statuen bei Prozessionen getragen werden, auch Marien und Heilige, und das sind keine bösen Menschen, die das machen.
Es geht in der Nachfolge eigentlich nicht darum Statuen oder Monstranzen umherzutragen, sondern das Werk Jesu zu bezeugen. In den Anfängen geschah die Verkündigung auch durch das Abendmahl.
[1. Kor. 11,23-26] Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, dass der Herr Jesus in der Nacht, in der er überliefert wurde, Brot nahm, und als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch ist; dies tut zu meinem Gedächtnis. Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, sooft ihr trinkt, zu meinem Gedächtnis. Denn sooft ihr dieses Brot esst und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
Johncom
Aber Jesus wollte Nachfolger! Und sicher auch Heiler, die vollbringen was er seinem inneren Kreis lehrte. Glauben geht nicht ohne Überzeugung. Man weiß als Nachfolger aus eigener Erfahrung, so geht's, so ist es richtig. Glauben ist kein Glücksspiel, wo ich nur hoffe, dass meine Farbe gewinnt.
Ja, der Herr Jesus wollte Nachfolger, aber sie sollten zunächst einmal an das Werk glauben, das er getan hat.
[Joh. 14,12-14] Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe. Und um was irgend ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde in dem Sohn. Wenn ihr um etwas bitten werdet in meinem Namen, werde ich es tun.
Durch den Glauben entsteht erst einmal eine ganz enge Beziehung zu dem Herrn Jesus Christus, es heißt ja, wir werden in seinen Leib getauft.
[1. Kor. 12,12-13] Denn so wie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich viele, ein Leib sind: so auch der Christus. Denn auch in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt worden.
Und dann heißt es ja, daß wir ohne den Herrn Jesus nichts tun können:
Joh 15,5
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, dieser bringt viel Frucht, denn außer mir könnt ihr nichts tun
Wie verstehst du dieses Wort ?
Johncom
Sind Christen zum Leiden berufen ?
Natürlich nicht. Die Seele kommt ins Heil weil wir lernen, diese Erde wird überwunden werden. Das ganze ach und weh des Körpers, die ganzen Wunschträume von Ruhm und Anerkennung. Nichts bleibt. In der Ewigkeit wird der große Frieden geschenkt. Und manche finden ihn schon hier.
Im NT steht es aber doch ganz anders und jeder kann in der Apostelgeschichte lesen, daß die Apostel und Nachfolger Jesu gelitten haben.
1 Petr 2,21
Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt;
Natürlich bleiben auch Träume auf der Strecke und ist das etwa kein Leid ?
Einen gewissen Frieden finden wir schon hier auf Erden, weil wir die Wahrheit kennen.
[Röm. 5,1-2] Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir mittels des Glaubens auch den Zugang haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.
Nun müßen wir uns nur noch in der Welt bewähren, um zu zeigen, daß wir dieser Wahrheit auch gerecht werden, sie bezeugen und so leben, wie unser Herr Jesus bzw. der Heilige Geist uns aufgetragen hat.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.