Der HERR wird deine Gnade ansehen.JackSparrow hat geschrieben: ↑Mi 28. Nov 2018, 22:18 daher möchte ich dem HERRN hier gnädigerweise eine Fehlertoleranz von plus 50 Jahren zugestehen.

Der HERR wird deine Gnade ansehen.JackSparrow hat geschrieben: ↑Mi 28. Nov 2018, 22:18 daher möchte ich dem HERRN hier gnädigerweise eine Fehlertoleranz von plus 50 Jahren zugestehen.
Kein Mensch lebt auf dieser Erde ewig.2 Mo 21, 6 hat geschrieben: so soll sein Herr ihn vor die Richter bringen und ihn an die Tür oder an den Pfosten stellen, und sein Herr soll ihm das Ohr mit einer Pfrieme durchbohren; und er soll ihm dienen auf ewig.
Das stünde sogar im Widerspruch zu Jesu Aussage: Himmel und Erde werden vergehen.Pred 1, 4 hat geschrieben: Ein Geschlecht geht, und ein Geschlecht kommt; aber die Erde besteht ewiglich.
Dieses Beispiel zeigt das Missverständnis besonders. Es gibt keinen ewigen Tod im Sinne einer Art Existenzform, was ja widersinniger denn je ist, sondern der Tod wird auf ewig verschlungen, d.h. also ausgelöscht. Es gibt dann nur mehr noch Lebende im Reich Gottes.Jes 25, 8 hat geschrieben: Den Tod verschlingt er auf ewig; und der Herr, JHWH, wird die Tränen abwischen von jedem Angesicht, und die Schmach seines Volkes wird er hinwegtun von der ganzen Erde. Denn JHWH hat geredet.
Es wird der Zusatz vorgenommen, dass die ewige Herrschaft nicht mehr vergeht und zerstört wird. Damit kann sie nicht mehr enden. Das Wort "olam" selbst drückt nicht den Unendlichkeitscharakter aus, sondern den kategorischen Bestand. Erst das hinzugefügte "Unvergängliche" und "Unzerstörbare" machen es dann zu dem, was wir heute mit dem Wort "ewig" in Verbindnung bringen.Dan 7, 14 hat geschrieben: Und ihm wurde Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben, und alle Völker, Völkerschaften und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen, und sein Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird.
Hier erfolgt eine besondere Betonung mit Wiederholung als Paraphrasierung. Diese soll die beständige Fortdauer anzeigen. Eine einzelne "Ewigkeit" drückt das hebr. "olam" nicht im Sinne von unendlich aus.Dan 7, 18 hat geschrieben: Aber die Heiligen der höchsten Örter werden das Reich empfangen, und werden das Reich besitzen bis in Ewigkeit, ja, bis in die Ewigkeit der Ewigkeiten.
Kommt drauf an, für wen, und welchen Zustand?Helmuth hat geschrieben: ↑Di 27. Nov 2018, 10:34 Wenn wir von der Ewigkeit reden meinen wir heute eine unbegrenzte Zeitdauer, in mathematischen Disziplinen nennt man es begrifflich "unendlich". So in etwa ist dazu das heutige allgemeine Sprachverständnis.
Wir stoßen aber auf Schwierigkeiten wenn wir diese Worte in den Heiligen Schrift des AT und NT lesen und derart interpretieren. Die den Urtexten zugrundeliegenden Wörter sind:
- olam - aus dem Hebräischen im AT
- aion - aus dem Griechischen im NT
Beide sagen etwas über eine Zeitdauer aus, und ich meine sie sind auch identisch hinischtlich ihrere Bedeutung, aber in den wenigsten Fällen geht es dabei um eine unendlich lange Zeitdauer. Etwas, das unbegenzt ist, bildet selbstverständlich Gegenstand biblischer Kernaussagen, aber das wird oft verwechselt.
Einen sehr guten Artikel dazu habe ich hier gefunden:
https://kernbeisser.ch/das-wort-ewigkei ... testament/
Wer was dazu beitragen kann, den lade ich dazu herzlich ein.
Hier sind wir uns ja traditionell ziemlich einig. - Ich würde noch hinzufügen, dass der Mensch dazu neigt, dann etwas "ewig" zu nennen, wenn er hilflos ist, das göttliche Wesen zu beschreiben. - Im AT steht, meine ich, irgendwo, Gott sei "im Himmel der Himmel der Himmel" - ein Kind würde sagen "Das ist sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo groß" - man kann sich nicht ausdrücken, weil es das eigene Verstehen übersteigt. - Insofern heißt "ewig" für mich auch "Ich kann es nicht erfassen, weil das, was wir ZEIT nennen, im Göttlichen etwas sein kann, was wir überhaupt nicht kapieren".
Hi lovetrail, schön, dich wieder einmal zu lesen.
Ein schwieriges Thema.Dem Aionischen wohnt mE auch die Bedeutung einer von Gott zugemessenen Zeit inne, welche für Menschen oft unabsehbar ist.
Es mag sein, dass ein "Aion" einen begrenzten Zeitabschnitt bezeichnet.So ist zB der Begriff "ewiges Verderben" mE nicht als unendlich langes Verderben zu begreifen, sondern als Verderben, welches in seinem Ablauf von Gott zugemessen wird, bis das Verderbenswürdige eben verdorben ist.
Wenn man sich alleine auf Begriffe stützt, wird das mit der Auslegung nichts. Der Kontext ist entscheidend. Deshalb finden wir in der Bibel durchaus Wendungen, die auf eine Unendlichkeit abzielen. In Bezug auf Gott und beim Heil und der Verdammnis zum Beispiel.
Nicht verstanden? Hatte ihnen denn jemand den Inhalt dessen was wir heute unter Unendlichkeit verstehen vergeblich zu erklären versucht?
Hi Magdalena!Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mo 4. Mär 2019, 16:12 Hi lovetrail, schön, dich wieder einmal zu lesen.![]()
Beziehst du dich jetzt auf einen anderen Thread (Fegefeuer) im anderen Forum? (Muss sagen, dass es mich noch ein wenig verwirrt, dass da anscheinend eine Teilung stattgefunden hat, aber ältere Beiträge in beiden Foren zu lesen sind.)Ein schwieriges Thema.Dem Aionischen wohnt mE auch die Bedeutung einer von Gott zugemessenen Zeit inne, welche für Menschen oft unabsehbar ist.
Du meinst, es gibt einen Unterschied zwischen dem "Fegefeuer 1" (steht für "Reinigung, /Läuterung") und dem "Höllenfeuer 2" (= ewig, unwiderruflich und irreversibel)?
Ja, da wäre ich ganz bei dir.-- der Begriff "Werk" umfasst aber nicht nur Tätigkeiten, sondern den ganzen Menschen einschließlich dessen Charakter/ Psyche.
Meiner Meinung nach genau als das: Der Tod des sündigen Fleisches. Je mehr jemand sich mit seinem Fleisch identifiziert hat, desto "tödlicher" wird es wohl sein. Gläubige sterben schon zeitlebens ihrem Fleisch in Christus.(wenn sie wirkliche Nachfolger sind). (vgl. zB Röm.6)Es mag sein, dass ein "Aion" einen begrenzten Zeitabschnitt bezeichnet.So ist zB der Begriff "ewiges Verderben" mE nicht als unendlich langes Verderben zu begreifen, sondern als Verderben, welches in seinem Ablauf von Gott zugemessen wird, bis das Verderbenswürdige eben verdorben ist.
Wenn aber nur Sünde und sündiges Verhalten "weggebrannt" werden, wie muß man dann "den zweiten Tod" verstehen?
Eine Grundaussage wenn ich auf das Kreuz blicke, ist für mich, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Auf den Tod folgt die Auferstehung. Wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht.Tot ist tot!
Der zweite Tod betrifft dann ja den Auferstehungsleib; die Geist- Seele (Person) mit dem unverweslichen Körper.
Ich auch nicht.lovetrail hat geschrieben: ↑Mo 4. Mär 2019, 19:41 Eine Grundaussage wenn ich auf das Kreuz blicke, ist für mich, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Auf den Tod folgt die Auferstehung. Wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht.
Will keinen damit verärgern. Das ist meine Sichtweise seit Jahren und die werde ich wohl nicht mehr ändern.