Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

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oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von oTp »

Johncom hat geschrieben: Mo 17. Mär 2025, 17:10
oTp hat geschrieben: Mo 17. Mär 2025, 08:45 Ich denke, wer Erfahrungen sucht etwa durch Channeling oder Astralreisen oder Spiritismus, setzt sich psychischer Dynamik aus, die zu psychischen Problemen führen kann. Es sind auch Berichte, die das klar machen.
Alle diese berichteten Nahtod-Erfahrungen geschahen ja spontan. Gezielte Astralreisen gelingen vielleicht nur wenigen. Einer, der nach eigener Aussage sein ganzes Leben diese Besuche macht, ist Jürgen Ziewe.
Die Esoterik treibt ja an dazu, auf verschiedene Arten übersinnliche Erfahrungen zu suchen. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man nichts Dergleichen tut. Aber das Gebiet überschauen können, erweitert das eigene Weltbild. Allerdings ist dieses Gebiet anfangs wohl zu verwirrend. Es gibt ja auch eine breiten Spanne.
Geht man von der Esoterik aus, kann sich dann quasi entscheiden, was man selber zu versuchen möchte. Etwa Spiritismus, Channeling oder Astralreisen. Das sollte man aber lieber nicht tun.

Und Nahtoderlebnis -Berichte muss man auch im Kopf verarbeiten und sortieren. Davon hängt es dann ab, ob es in richtiger Weise bereichert oder zum Störfaktor wird.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Di 18. Mär 2025, 09:48 Und Nahtoderlebnis -Berichte muss man auch im Kopf verarbeiten und sortieren. Davon hängt es dann ab, ob es in richtiger Weise bereichert oder zum Störfaktor wird.
Einige NTD-Erfahrene konnten ihr Erleben nachher nicht mitteilen, es kam sogar zu Scheidungen. Mediziner und Seelsorger waren überfordert. Inzwischen scheint sich eine Menge zu ändern, es gibt Netzwerke, Gesprächskreise für Betroffene.

https://netzwerk-nahtoderfahrung.org/
https://www.nachtodkontakte.net/
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von oTp »

Von Konflikten mit dem eigenen Nahtoderlebnis habe ich bisher noch wenig in Erfahrung gebracht.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Di 18. Mär 2025, 23:33 Von Konflikten mit dem eigenen Nahtoderlebnis habe ich bisher noch wenig in Erfahrung gebracht.
Wenn die Intensität (die Wahrhaftigkeit) dieses Erlebens so hoch ist, wenn alles früher gedachte mit Klarheit gesehen wird, dann hat der Betroffene mit sich selbst wohl keinen Konflikt.

Vielleicht später, zurück im Körper und zurück einer Welt, die mehr oder weniger vor sich hindöst.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von oTp »

Wer Konflikte mit seinem Nahtoderlebnis hat, wird wohl eher nicht davon berichten. Viele berichten ja noch nicht mal von ihrem positiven.
Von positiven reden sie nicht, weil da schon Zuhörer meinen, es sei Einbildung. Negative erzählt man wohl erst recht nicht. Damit läuft man höchstens zum Psychiater, wenn der Leidensdruck groß genug ist.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Do 20. Mär 2025, 08:53 Wer Konflikte mit seinem Nahtoderlebnis hat, wird wohl eher nicht davon berichten. Viele berichten ja noch nicht mal von ihrem positiven.
Von positiven reden sie nicht, weil da schon Zuhörer meinen, es sei Einbildung. Negative erzählt man wohl erst recht nicht. Damit läuft man höchstens zum Psychiater, wenn der Leidensdruck groß genug ist.
Leidensdruck weil man eine außerkörperliche Erfahrung hatte? Für die allermeisten, zumindest in unserer Kultur, sind es extrem befreiende Erlebnisse. Es kann aber auch befremdliches berichtet werden, so ist meine Sicht, dass Diesseits und Jenseits sich ja zunächst mal spiegeln, bzw die andere Seite einem so begegnet wie man hier lebt, womit man befasst war.

Ein deutscher Psychiater mit großem Forschungshintergrund schrieb in "Psychologie heute":
In den christlich orientierten Industrieländern dominieren diese durchweg positiven Nah-Todeserfahrungen.

Etwa jedes zehnte Erlebnis hat jedoch einen negativen oder gemischt negativ-positiven Inhalt.
Zumeist kommt es dabei nach einer Außerkörperlichkeits- und Tunnelphase zum Eintritt in eine dunkle, höllische Welt, wo Dämonen und andere finstere Figuren den Erlebenden verurteilen, bedrohen oder gar angreifen. Er sieht Bereiche voller haßerfüllter, sich gegenseitig schlagender oder gequälter Menschen, die ihren Süchten und schlechten Eigenschaften frönen. Auch kann es zum Eintritt in eine dunkel-kalte unendliche Leere kommen, die kein Entrinnen ermöglicht und die eigene Existenz bedroht. Schließlich können typisch positive Nah-Todeserlebnisse auch bedrohlich-ängstigend erlebt werden. All diese negativen Erfahrungen können aber auch in die genannten positiven Sequenzen übergehen.
https://www.psygrenz.de/wissenschaft/je ... sinuns.htm
Konflikte mit einem Nahtoderlebnis sind in jeder Vorstellung möglich, ganz sicher. Deshalb sagt ja zB die Bergpredigt, wie auch schon das Leben hier die Konflikte löst. Wer sich in seinen Begierden verstrickt, wird eventuell nachtodlich erstmal konfrontiert sein mit seiner Schattenwelt. Wer alte Menschen in den letzten Tagen begleitet, hört von Schuldgefühlen und Reue. Das ist immer, finde ich, ein Weckruf für einen selber: Im eigenen Leben jetzt aufräumen, sich versöhnen, Konflikte mit sich selbst und anderen klären.
Viele Menschen sind nach einem Sterbeerlebnis von der Existenz Gottes überzeugt und geben religiösen und ethischen Werten in ihrem Leben Vorrang vor allem anderen. Sie empfinden eine größere Liebe und Verbundenheit mit allen und allem, mehr Toleranz und Mitgefühl mit den Menschen, aber auch eine höhere Wertschätzung der eigenen Person. Sie wenden sich häufig von materialistischen, äußerlichen Werten ab und nehmen sozial-karitative Aufgaben an. Sie haben Lebensfreude und Selbstvertrauen, fühlen sich aber auch verantwortlicher. Sie suchen Selbsterkenntnis, Lebenssinn und Weisheit, fühlen sich insgesamt "lebendiger" und wissen um die Kostbarkeit der noch zur Verfügung stehenden Zeit.
Krankheiten werden besser ertragen, und psychische Leiden wie Depressionen oder Drogensucht können verschwinden.
Auch haben sich Nah-Todeserfahrungen als das beste Vorbeugemittel gegen Suizid erwiesen. Sogar die bloße gedankliche Beschäftigung mit solchen Erfahrungen scheint eine taugliche Medizin gegen Selbstmordgedanken zu sein.
Nah-Todeserlebnisse wirken auf Menschen wie ein "Kulturschock". In wenigen Minuten werden alle bisher gültigen Werte und Ansichten gründlich erschüttert. Infolgedessen sind Konflikte mit der Umwelt, in der die alten Werte fortbestehen, oft unvermeidbar. Berufswechsel, Spannungen in Freundschaften und Beziehungen bis hin zur Scheidung sind nichts Ungewöhnliches. Seltener werden auch psychische Störungen wie Depressionen, Todesangst oder Hilflosigkeit beobachtet.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von oTp »

Das ist ja schon mal der Bericht eines Psychologen über die Wirkung von Nahtoderlebnissen.

Fragen habe ich besonders zu den Höllenerlebnissen. Weil diese gerne wegerklärt werden. Für die Bibel sind soche qualvollen Orte der Gottferne Realität. Ihre Wirklichkeit kann man deutlich erkennen, wenn man Besessenheit, Spuk und Spiritismus sich näher anschaut. ( Ja, ich weiss: Zu Viele gibt es, die schauen mal oberflächlich da drauf und sehen gar nichts. Alles sei psychologisch erklärbar. ) Wo sollen diese negativen Körperlosen sonst her kommen, als aus einer Höllenwelt ? Denn auch die Trennung zwischen Himmel und Hölle wird gelehrt.

Sundar Singh bestätigt ja auch, dass bösartige Menschen entweder so eine Art Purgatorium durchmachen, oder heillos gefangen in ihrem gottlosen Wesen, herummirren, oder von Höllenwesen in die Höllenwelten geführt werden.
Denkbar wäre es, dass Nahtoderlebnisse vielen Erlebenden einen Eindruck von Höllen und Himmelwelten geben. Andere erleben vielleicht nur eins von Beiden. Authentisch scheint mir McCornacks Erlebnis zu sein, das er immer wieder begeistert geschildert hat: Erst befand er sich in einem bedrohlichen finsteren Ort. Und als er überlegte, rief eine bedrohliche Stimme: Du gehörst hierhin ! Dann gelangte er in lichtvolle, friedliche und beglückende Himmelswelten. Dort wollte auch bleiben. Auch erlebte er Christus und Beziehung zu ihm. Und nachdem er wieder zurück war, erlebte er auch noch seine Heilung.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 07:40 Fragen habe ich besonders zu den Höllenerlebnissen. Weil diese gerne wegerklärt werden. Für die Bibel sind soche qualvollen Orte der Gottferne Realität. Ihre Wirklichkeit kann man deutlich erkennen, wenn man Besessenheit, Spuk und Spiritismus sich näher anschaut. ( Ja, ich weiss: Zu Viele gibt es, die schauen mal oberflächlich da drauf und sehen gar nichts. Alles sei psychologisch erklärbar. )
Was die Bibel angeht, würde ich im Einzelnen schauen: welcher Autor, welche Sprache. Das Judentum kennt keine ewige Hölle, wie sie vielleicht hier erfunden wurde um Kindern Angst zu machen.
„Gehinom ist wie ein Schwamm; es saugt alles Negative auf, das sich während der Reise der Seele auf Erden an sie geklebt hat, und erlaubt dadurch der Seele zu ihrem originalen Status zurückzukehren.“ Gehinom ist also eine Station des Lernens – ein Prozess, durch den eine Seele letztlich Fortschritte macht, der sie in die Lage versetzt mit ihrem Ursprung eins zu werden. ....

Für Menschen, die in Verbindung mit ihrer Seele sind, ist Tod durchaus nicht schmerzvoll. Das Buch Sohar lehrt, dass die Schechina (die feminine G-ttliche Gegenwart) erscheint, wenn eine Seele ihren Körper verlässt, und die Seele geht in Freude heraus und grüsst sie. Möglicherweise erklärt das, warum fast alle Menschen, die aussagen, eine Nahtoderfahrung gehabt zu haben, ein helles Licht sehen und ein grosses Glücksgefühl beschreiben. Wenn hingegen die Seele während ihres irdischen Aufenthalts in Materialismus eingetaucht und verwurzelt wurde, entfernt sich die Schechina, und die Seele beginnt den Prozess alleine. Ein Teil dieses Prozesses ist die Erkenntnis, dass der Körper die Seele die ganze Zeit über zum Narren hielt.
https://de.chabad.org/library/article_c ... Himmel.htm
Warum sollte man Höllenerlebnisse wegerklären, wenn sie anscheinend seltener erfahren werden? Oder nur vorübergehend? Warum soll man den extremeren dunkleren Zonen überhaupt Aufmerksamkeit schenken?
Wo sollen diese negativen Körperlosen sonst her kommen, als aus einer Höllenwelt ? Denn auch die Trennung zwischen Himmel und Hölle wird gelehrt.
Wo komme ich her, wo kommst du her. Das kann man nicht verstehen, unserer Verstand funktioniert nur für die irdische Welt .. aber man kann es ahnen. Die Trennung zwischen Himmel und Hölle dient der Vorstellung. Gelehrt wird: wie kommen wir aus dem Dunklen ins Licht. Die Lehre geht an jeden Einzelnen damit er aufsteigen und heimkehren kann.
Denkbar wäre es, dass Nahtoderlebnisse vielen Erlebenden einen Eindruck von Höllen und Himmelwelten geben. Andere erleben vielleicht nur eins von Beiden.
Wir vergessen, dass alles HIER ist und auch wir (vielleicht nur wir) die geistige Welt gestalten. Mit unserer Aufmerksamkeit, unserem Wirken füttern wir die jenseitigen Bereiche. Ich sage das auch nur aus der Ahnung heraus. Wenn man Gutes will und Negatives aufgibt, kommt Hilfe aus der höheren geistigen Welt. Genauso umgekehrt, wenn man sich nicht ändern will, halten einen die Geister der eigenen Vergangenheit fest. Aber die hat man selbst gefüttert. Das ist nur mein Gedanke. Und daraus folgere ich: Welcher Richtung gebe ich Energie.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 07:40 Das ist ja schon mal der Bericht eines Psychologen über die Wirkung von Nahtoderlebnissen.
Aber nicht irgendeines Psychologen.
Dr. med. Michael Schröter-Kunhardt .... forscht besonders auf den Gebieten Hypnose, transkulturelle Psychiatrie sowie Schäden durch Okkultpraktiken. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Leiter der deutschen Sektion der "International Association for Near-Death Studies" (IANDS).

Dieser weltweite Verbund sammelt X-Tausende von Nahtod-Zeugnissen. Ich denke, da wird seriöse Wissenschaft versucht.

:arrow: IANDS— Der Welt helfen, Nahtoderfahrungen zu verstehen
https://iands.org/

In Deutschland vertreten durch Netzwerk Nahtoderfahrung e.V.
:arrow: https://netzwerk-nahtoderfahrung.org/

Schröter-Kunhardt, als Wissenschaftler darf er nicht ideologisch werten:




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Spice
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Registriert: Di 22. Mai 2018, 15:38

Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von Spice »

Johncom hat geschrieben: Sa 22. Mär 2025, 01:32
oTp hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 07:40 Das ist ja schon mal der Bericht eines Psychologen über die Wirkung von Nahtoderlebnissen.
Aber nicht irgendeines Psychologen.
Dr. med. Michael Schröter-Kunhardt .... forscht besonders auf den Gebieten Hypnose, transkulturelle Psychiatrie sowie Schäden durch Okkultpraktiken. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Leiter der deutschen Sektion der "International Association for Near-Death Studies" (IANDS).
Sooo "wissenschaftlich" ist er aber auch wieder nicht. Er behauptet (ca. min 5:02) zu den "negativen Auswirkungen" gehöre eine "überwertige esoterische Interpretation", zu der er einen "fälschlicherweise abegleiteten Glauben an die Reinkarnation" zählt.
Das ist keine Wissenschaft sondern eine Interpretation, die aus dem Weltbild Kunharts stammt.
Ich kenne einige NDEs, die Inhalte aus früheren Erdenleben offenbarten. Und selbstverständlich ist alles, was nicht sinnlich ist, übersinnlich, also esoterisch. Aber ansonsten ist der Vortrag hörenswert.
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