Spiritualität ...

Judentum, Islam, Hinduismus, Brahmanismus, Buddhismus,
west-östliche Weisheitslehre
Hiob
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Re: Spiritualität ...

Beitrag von Hiob »

Hoger hat geschrieben: Mi 26. Mär 2025, 23:38 Korrekt - in verschiedenen Ausführungen
Der Philosoph Fichte hat einmal sinngemäß gemeint, dass ihm die Frage, ob seine Philosophie christlich sei oder nicht, so vorkomme, als würde man einen Mathematiker fragen, ob sein Kreis gelb oder grün ist.
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Abischai
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Re: Spiritualität ...

Beitrag von Abischai »

Es gibt eine einzige christliche Konfession, nämlich "Jesus Christus". Alles andere ist kei nchristliches Bekenntnis, also keine christliche Konfession. Daß diese christliche Konfession verschieden ausgemalt und ausgedrückt wird, sind geringe Verschiedenheiten, die aber niemals Jesus CHristus aus dem Zentrum rücken, sonst sind sie einfach keine christliche Konfession mehr.

So ist das ist gemeint. Die Antwort Fichtes sagt dazu gar nichts aus.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Johncom
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Re: Spiritualität ...

Beitrag von Johncom »

Sunbeam hat geschrieben: Mi 26. Mär 2025, 18:42
Zazen :!: :!: :!:

Das erinnert mich immer an dieses verflixte Zafu, trotz aller gutgemeinter Ratschläge habe ich mir auf diesem Dingens bald das Kreuz gebrochen, und irgendwann hatte ich dann diese Nase voll, mit Kreuschmerzen jeden Sesshin irgendwie überstehen zu müssen, dann doch lieber ein christliches Meublement aus guter Deutscher Eiche...
Wir haben mit Dinkel gefüllte Kissen und auch besondere Stühle, eigentlich erhöhte Hocker aus geschwungenem Holz. Mit dem Rücken habe ich wenig Probleme, mache sehr gute Dehnungsübungen jeden Morgen. Nur dass die Beine einschlafen ...
Ich überlege gerade ob man das Wort Kinhin christlich verdolmetschen sollten, also gäbe es dann hier wohl wieder ein empört Geheul, wegen des Bockshufes fieser Anschläge, obwohl doch das Wort Achtsamkeit auch mal eine vertiefende Messe wert wäre.
Langsames meditatives Gehen? Katholische Laien sprechen den Rosenkranz auch im Gehen. Evangelische Laien wissen oft gar nicht, dass es ein Jesus-Gebet gibt, das mit oder ohne Perlenkette eingeübt werden kann, und auch beim Spazierengehen.
Aber dort, wo das Wörtchen Toleranz bei so manch Christen schon eine Gänsehaut hervor ruft, da wäre dann Kinhin wohl allemal ein triftiger Grund für ein zentralnervöses, aber daür auch sehr christliches Augenzucken...
Aus irgendeinem Grund wird das, was Mönche jeden Tag machen, der breiteren Christenheit vorenthalten. Mich dünkt irgendwie, dass die Kirchen mir dem weltlichen System irgendeinen Vertrag haben: die Menschen da draußen sollen zwar seelsorgerisch betreut werden aber bitte nicht "befreit" von den täglichen täglichen Konsum- und Arbeitspflichten. Spirituell Übende gewinnen irgendwann immer mehr Distanz zum zum weltlichen Wahnsinn.
Hiob
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Re: Spiritualität ...

Beitrag von Hiob »

Abischai hat geschrieben: Do 27. Mär 2025, 00:29 Die Antwort Fichtes sagt dazu gar nichts aus.
Im Grunde meint er damit, dass göttliche Offenbarungen auf unterschiedlichen Wegen zur Wahrheit führen können.
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Johncom
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Re: Spiritualität ...

Beitrag von Johncom »

Hiob hat geschrieben: Do 27. Mär 2025, 00:43
Abischai hat geschrieben: Do 27. Mär 2025, 00:29 Die Antwort Fichtes sagt dazu gar nichts aus.
Im Grunde meint er damit, dass göttliche Offenbarungen auf unterschiedlichen Wegen zur Wahrheit führen können.
Zur Wahrheit für alle Menschen erkennbar.
Abischai hat geschrieben: Do 27. Mär 2025, 00:29 Es gibt eine einzige christliche Konfession, nämlich "Jesus Christus". Alles andere ist kei nchristliches Bekenntnis, also keine christliche Konfession.
Was so erstmal stimmt. Aber auch christlichen Konfession bezeugen zwar einen Namen, aber nicht unbedingt die Wahrheit. Oder liegt die Wahrheit in einem Namens-Bekenntnis? Man kann es auch als einen Kult verstehen: egal was du tust, in dem Namen ist Heil. Aber Jesus, der diesen lateinischen Namen "Jesus Christus" wahrscheinlich selber nicht kannte, lehrte keine Namens-Anrufung. Nur: Unser Vater im Himmel.
Daß diese christliche Konfession verschieden ausgemalt und ausgedrückt wird, sind geringe Verschiedenheiten, die aber niemals Jesus CHristus aus dem Zentrum rücken, sonst sind sie einfach keine christliche Konfession mehr.
Das würde heißen, deine Meinung, man kann christlich handeln, aber ohne ein bestimmtes Wort-Bekenntnis ist man außerhalb jeder christlichen Konfession.

Vielleicht ist Jesus seiner Lehre nach auch außerhalb der christlichen Konfessionen?
Damals, so weit wir wissen, lehrte Jesus nicht Konfessions-Teilnahme, einfach nachbeten ... sondern Erwachen in Selbstreflexion. Eine Umkehr im Herzen.
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Re: Spiritualität ...

Beitrag von Spice »

Hiob hat geschrieben: Do 27. Mär 2025, 00:05
Hoger hat geschrieben: Mi 26. Mär 2025, 23:38 Korrekt - in verschiedenen Ausführungen
Der Philosoph Fichte hat einmal sinngemäß gemeint, dass ihm die Frage, ob seine Philosophie christlich sei oder nicht, so vorkomme, als würde man einen Mathematiker fragen, ob sein Kreis gelb oder grün ist.
:thumbup:
Spice
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Re: Spiritualität ...

Beitrag von Spice »

Abischai hat geschrieben: Do 27. Mär 2025, 00:29 So ist das ist gemeint. Die Antwort Fichtes sagt dazu gar nichts aus.
Weshalb nicht? Vielleicht könnte er ja zerstrittene Christen zusammenführen? Lies mal das: https://manfredreichelt.wordpress.com/2 ... erloesung/ (wenn dazu alle Christen "Ja" sagen könnten, wäre schon viel gewonnen und vor allem herrschte mehr Klarheit.)
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Helmuth
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Re: Spiritualität ...

Beitrag von Helmuth »

Lea hat geschrieben: Mi 26. Mär 2025, 19:32 Als ich hier den Begriff "Brücke bauen" benutzte, hatte ich dabei mehr an die Brücke zum Herzen eines (oder mehrere) Menschen gedacht.
Ich denke, das habe ich auch so verstanden. Aber so ist halt auch Kommiunkaiton, dass andere rasch beim Kontern sind, ohne die andere Auffassung zu kennen. Wäre es nicht klüger, dass man zuerst fragt? Das war Teil meines letzten Beitrages nochmals als Vorlage zur Tagesordnung gesetzt. Der TE kann es nehme oder nicht.

Und Punkt zwet war die präzise Erklärung. So habe ich über die Begriffsetzung "Spiritualitä" geredet, was ich denke. Nun könnte es klarer sein, was ich gemeint habe. Wenn nicht, kann wieder gefragt werden, oder der TE hält andere Aspekte für wichtiger und tut sie kund, Welche Brücke das zu dir schlägt, weiß ich damit aber noch nicht. Erwartest du eine?
Lea hat geschrieben: Mi 26. Mär 2025, 19:32 Wenn du lieber ausgetretene Wege benutzt, wo schon ordentlich viele Menschen im Kampf (gegeneinander?) abgestürzt sind, dann musst du dich nicht wundern, wenn keiner mehr folgt - außer man bevorzugt das Kämpfen. Ob das dann auch wirklich zum Ziel (Gott) kommt, sehe ich sehr fragwürdig.
Das kommt immer darauf an wie und wofür man kämpft. Dazu meine ich: Ich scheue gute Kämpfe nicht. Vielleicht sehen andere darin ein typisch männliches Macho-Gehabe, aber ich sehe Kampf fürs erst nicht negatv konnotiert. Es gibt den guten Kampf des Glaubens, aber auch nicht immer. Es gibt sozsuagen Kämpfe und auch K(r)rämpfe.

Vieles wird aber nicht via eitle Wonne Sonneschein errungen, soweit mein Stand der Erkenntnis. Ich sehe das sogar nur sehr gering gegeben, führt aber dann näher zusammen, weil es eben keine Boxkampf sein soll, aus dem nur einer als Sieger hervorgeht und der andere ist K.O., sondern ein Ringen um Wahrheit in Liebe.

Leider werden mache Kämpfe nur Boxkämpfe, den anderen zu Boden zu bringen, aber mein Kampf ist das nicht. Wo ich das erkenne, flüchte ich aus dem Ring. Man erlebte laufend auch solche Kämpfe, nicht nur die guten. Ich wünschte eigentlich auch, es wäre anders, aber die Realität holt mich ein. Das Forum legt dazu nicht anders Zeugnis wie alle Welt.

Mit nur einer Handvoll Menschen sind die Zusammentreffen wie ein Spazierung in Eden und die einzige Debatten die wir haben sind: "Essen wir heute vom Birnenbaum, oder vom Marillenbaum? Ich wäre mal für mehr Saures?" Ansonsten sind Kämpfe an der Tagesordnung, und sagen wir so: Etwas Alkohol lockert manches unter Weltmenschen oft besser auf, also der Weingeist und nicht der Heilige Geist. 8-)
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Re: Spiritualität ...

Beitrag von Sunbeam »

Abischai hat geschrieben: Mi 26. Mär 2025, 22:55
Sunbeam hat geschrieben: Mi 26. Mär 2025, 20:38 Wie viele christliche Konfessionen gibt es in dieser Welt :?:
Damit Du endlich zufrieden bist: genau eine.
Zufrieden bin ich schon, denn auch du hast den Beweis geliefert, das die Grundlage einer jeden christlichen Logik immer auch der Zirkelschluss ist.

Man könnte jetzt mit - Hitchens’ razor, aber dann wird's hier wieder Walpurgisnacht:

Das drängt und stößt, das ruscht und klappert!
Das zischt und quirlt, das zieht und plappert!
Das leuchtet, sprüht und stinkt und brennt!
Ein wahres Hexenelement!
Nur fest an mir! sonst sind wir gleich getrennt.
Wo bist du?
(G., FI)
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Lea
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Re: Spiritualität ...

Beitrag von Lea »

Helmuth hat geschrieben: Do 27. Mär 2025, 09:21 Welche Brücke das zu dir schlägt, weiß ich damit aber noch nicht. Erwartest du eine?
Nein - ich erwarte (hier) von niemanden eine Brücke zu mir (meinem Herzen). Denn niemand würde mein Herz hier im Forum finden. Es ist nicht hier (und das soll jetzt kein Scherz sein, sondern das sind meine Gedanken zu diesem Thread).

Wenn ich "Brücken bauen" möchte, dann sollen diese einander verbinden, nicht dem Zweck dienen, dass ich einen leichten Weg zu meinem Ziel finde.
Helmuth hat geschrieben: Do 27. Mär 2025, 09:21 Vieles wird aber nicht via eitle Wonne Sonneschein errungen, soweit mein Stand der Erkenntnis. Ich sehe das sogar nur sehr gering gegeben, führt aber dann näher zusammen, weil es eben keine Boxkampf sein soll, aus dem nur einer als Sieger hervorgeht und der andere ist K.O., sondern ein Ringen um Wahrheit in Liebe.
Was ist Wahrheit? ... das wurde Jesus schon damals von Pilatus gefragt. Jesus hat nicht direkt darauf geantwortet. In einer Rede hat Jesus aber vorher schonmal die Wahrheit mit einem "Ich bin" verbunden.

Ich denke, niemand findet Wahrheit im Ringen (Kampf). Weil Wahrheit nicht "in Stein gemeißelt" ist, sondern nur dort, wo jemand MIT Gott/Jesus LEBT. Und die Wahrheit, die dabei erkannt wird, lebt ebenfalls. Man kann sie nicht "erringen" und dann festhalten, sondern bestenfalls damit leben, sich verändern lassen ... in der ununterbrochenen Beziehung mit Gott.

Dieses Forum hat den Schwerpunkt des christlichen Glaubens. Heißt (für mich), dass es an Christus gebunden ist ... Seine Worte und Taten, über die in der Bibel berichtet werden. Trotzdem Jesus gesagt hat, dass man Seine Nachfolger an ihrer Einigkeit erkennen kann, scheint das hier im Forum nicht zu klappen. Heißt das nun, dass niemand "die Wahrheit" gefunden hat?

Johncom hat etwas dazu geschrieben, wozu ich nachfolgend etwas schreiben möchte (braucht aber auch seine Zeit). Vielleicht kannst du darin eine "Fortsetzung" zu diesem Beitrag hier finden....
Glauben (an Gott) funktioniert nicht, indem man "über" den Glauben redet, sondern indem man Glauben LEBT.
Sichtbar werden die Spuren indem sie hinführen zu Gott. Denn Gott findet man nur bei Gott selbst.
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