Magdalena61 hat geschrieben: ↑Do 28. Aug 2025, 01:57
Woran willst du das festmachen, ob jemand von Jesus erkannt ist?
Ich stelle nicht fest, ob er von Jesus erkannt ist, das ja nur er allein feststellen kann, sondern ob er für mich als Bruder gelten kann und das wieder kann nur meine Entscheidung sein und nicht die des Herrn. Wie ich gesagt habe, geht es darum, wie ich mich in eine solche Beziehung einordnen soll.
Es kann in der Tat (m)ein Bruder sein, aber sein Lebenswandel könnte z.B. auch einen Hindernisgrund darstellen. Und falls er auch kein klares Bekenntnis ablegen kann, so muss ich mich fragen, ob wir dann z.B. wirklich gemeinsam beten können oder betet er etwas an, von dem er gar nicht weiß, was es wirklich ist:
Joh 4,22 hat geschrieben: Ihr betet an und wisst nicht, was; wir beten an und wissen, was; denn das Heil ist aus den Juden.
Ich wiederhole nochmals, dass ich niemand richte, aber ich muss mit meinem Gewissen klarkommen, ob er für mch ein Bruder ist und sich auch etwas sagen lässt, oder ein Mitmensch, der erst Erlösung braucht. Dazu reicht die eine Frage wie er zur Botschaft vom Kreuz steht, denn daran scheiden sich die Geister, wie es schon Paulus formuliert hat:
1. Kor 1,18 hat geschrieben: Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.
Für einen echten Christen kann es in der Frage kein Straucheln bzw. keine Unsicherheit geben, sonst hat er diese Botschaft noch gar nicht angenommen und sie in seinem Herzen festgemacht. In den allermeisten Fällen erhalte ich so meine Antwort.
Nennt er sich trotzdem Christ, obwohl er zu dieser Botschaft nicht steht, dann sei das seine Haltung, doch in aller Regel erkennt man auch am Wandel, das da was nicht stimmt. Ich habe einen Schulkollegen, den ich regelmäßig treffe, auf den das gänzlich zutrifft. Dabei ist er in seiner Pfarre aktives MItglied.
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Do 28. Aug 2025, 01:57
Mir kommen meine beiden Großmütter in den Sinn. Die waren beide gläubig(katholisch), und sie sind auch zur Kirche gegangen, so lange sie es konnten. Aber Bibeldiskussionen hätte man
nicht mit ihnen führen können.
Das ist wohl auch ein Kennzeichen, aber mehr eine Folge, da für sie das Wort Gottes nicht den Stellenwert hat wie für dich oder mich. Aber so spürt man schon, ja hallo, da hat's was! Darum stelle ich an einem gewissen Punkt, wie es der Heilige Geist führt, die Frage aller Fragen: "Wer ist Jesus für dich? Was bedeutet das Kreuz für dich?"
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Do 28. Aug 2025, 01:57
Meiner Einschätzung nach ist ein "Namenschrist" entweder gar kein Christ (nie gewesen!) oder ein verlorenes Schaf.
So gilt das auch für mich. Die Vorgeschichte spielt dazu keine Rolle. So ist auch egal, ob er einer Kirche angehört oder nicht, weil seine Eltern vielleicht sogar echte Christen und nicht bloß Namensträger waren und ihn entsprechend erzogen haben. Es wird aber in die Gemeinschaft Gottes deswegen kein Mensch nur aufgrund seiner Geburt oder Abstammung hineingeboren:
Joh 1,13 hat geschrieben: Die nicht aus Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Diese Geburt kann nur von Gott selbst erfolgen und Jesus nennt es die Neugeburt im Geist. All diese Dinge versteht ein Namenschrist gar nicht, weil er das an sich noch gar nicht erlebt hat bzw. das Evangelium sogar abweist.
Doch in der Sache können wir durch die Mission Jesu Menschen auf den Weg bringen. Unser Anteil daran ist und bleibt die Verkündigung seines schlichten, aber wirkungsvollen Evangeliums und nichts anderes. Dann überlassen wir den Hörern die Entscheidung, wie sie sich dazu stellen wollen. Einige nehmen es an, viele lehnen es weiter ab.