Der Böse tastet ihn nicht an 1 Joh 5,18

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renato23
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Re: Der Böse tastet ihn nicht an 1 Joh 5,18

Beitrag von renato23 »

Magdalena61 hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 13:36 Darüber könnte man einmal nachdenken.

Für mich macht es Sinn. Hier muss man Anfechtungen nicht weg-erklären, von wegen: "Der Böse tastet ihn nicht an"... oder die Version von renato23 schlucken, der die Gültigkeit des Verses "...tastet ihn nicht an"... mit Sündlosigkeit verbindet.
Das sind Holzwege.
Wer geistlich neu aus Gott geboren ist, hat ja mittels getreulicher Nachfolge Jesus Christus ein nurmehr gottgefälliges Leben begonnen und beibehalten, was dem Widersacher Gottes künftig verunmöglicht, solche als Werkzeuge seiner Bosheit zu verführen. (was ihn reut aber Gott gewisslich freut)

Denn jede Seele die Gott der himmlische Vater mit Hilfe seines Sohnes Jesus aus der Finsternis ins Licht erretten zu den Gerechten gesellen kann, ist ein Sieg über den Verhinderer Reiches Gottes, wie im Himmel so auf Erden.

Dies hat ja schon Jakobus klar erkannt
Jak 4,7 So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.
Wenn man durch nurmehr gottgefälliges Verhalten den Teufel aufnimmerwiedersehen in die Flucht ""schlägt" gibt es auch keine Anfechtungen mehr durch ihn.
Dann geniesst man sozusagen den Schutz unter dem Schirm des Hächsten Psalm 91, respektive hat man die Rüstung Gottes erfolgreich angezogen, die Schutz vor den Pfeilen des Teufels vollkommenen Schutz bietet.
Eph 6,11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels.
Als vom Bösen vollkommen Erlöste, kann man sich von Gott, dem himmlischen Vater zu nurmehr Guten Werken befähigen lassen.2 Tim 3,17 oder Eph 2.10
Magdalea61 hat geschrieben:Siehe auch Jak. 1,2; 1. Kor. 10,13; Offb. 3,21
(Was soll man denn überwinden (müssen), wenn einer, den "der Böse nicht antastet", sich gar nicht mit Anfechtungen herumschlagen und bewähren muss?)
Jak 1,12 Selig ist, wer Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.
Magdalea61 hat geschrieben:Voraussetzung für die Gültigkeit der Verheißung ist: Aus Gott geboren zu sein.
Wir wissen, dass es nur eine kleine Herde ist.
In der LIebe bleiben ist gemäss Johannes Voraussetzung um wahrhaftig geistlich neu aus Gott geboren zu sein.
1Joh 4,16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
Magdalea61 hat geschrieben:Sind wir aus Gott geboren? Das ist doch die Frage, die eigentlich und absolut wichtig ist.
Eine Bekehrung ist noch keine Wiedergeburt.
Ob jemand geistlich neu aus Gott geboren ist, kann jeder selbst an sich und der postiven "Wesensveränderung" z.B. biblisch durch erfolgten beherztem Wechsel von fleischlicher zu nurmehr geistlicher Gesinnung in Christus eine neue Kreatur geworden zu sein. (dies wird manchmal zuerst von den nahen Verwandten freudig festgestellt)
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Helmuth
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Re: Der Böse tastet ihn nicht an 1 Joh 5,18

Beitrag von Helmuth »

Magdalena61 hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 13:22 Offenbar müssen wir definieren, was unter "antasten" zu verstehen ist.
Richtig. Ich habe dazu schon meine Ausführungen gegeben, gleich mit meinem ersten Beitrag. Und darauf baut weiteres auf.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Magdalena61
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Re: Der Böse tastet ihn nicht an 1 Joh 5,18

Beitrag von Magdalena61 »

renato23 hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 21:09
Magdalena61 hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 13:36 Darüber könnte man einmal nachdenken.

Für mich macht es Sinn. Hier muss man Anfechtungen nicht weg-erklären, von wegen: "Der Böse tastet ihn nicht an"... oder die Version von renato23 schlucken, der die Gültigkeit des Verses "...tastet ihn nicht an"... mit Sündlosigkeit verbindet.
Das sind Holzwege.
Wer geistlich neu aus Gott geboren ist, hat ja mittels getreulicher Nachfolge Jesus Christus ein nurmehr gottgefälliges Leben begonnen und beibehalten, was dem Widersacher Gottes künftig verunmöglicht, solche als Werkzeuge seiner Bosheit zu verführen. (was ihn reut aber Gott gewisslich freut)
Dann war David also nicht "geistlich wiedergeboren"?

Durch die Salbung hatte er den Geist Gottes 1. Sam. 16,13- er hat also als Gläubiger, der mit dem Geist Gottes erfüllt war, gesündigt und deshalb berechtigte Angst, Gott könne seinen Heiligen Geist von ihm abziehen: Ps. 51,13

Das wirft deine Theorie über den Haufen, und die von Helmuth auch.
renato23 hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 21:09Dies hat ja schon Jakobus klar erkannt
Jak 4,7 So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.
Wenn man durch nurmehr gottgefälliges Verhalten den Teufel aufnimmerwiedersehen in die Flucht ""schlägt" gibt es auch keine Anfechtungen mehr durch ihn.
Gott nennt David zwar einen "Mann nach seinem Herzen" 1. Sam. 13,14; Apg. 13,22 , aber irgendetwas muss David ja wohl gründlich falsch gemacht haben: Die Sache mit Batseba und die Sache mit der Volkszählung würde ich als Anfechtungen bezeichnen, in denen David sich nicht bewährte, sondern kläglich versagte.
LG
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Helmuth
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Re: Der Böse tastet ihn nicht an 1 Joh 5,18

Beitrag von Helmuth »

Magdalena61 hat geschrieben: Do 28. Aug 2025, 23:59 Das wirft deine Theorie über den Haufen, und die von Helmuth auch.
Welche Theorie auf mich bezogen meinst du? Für mich gilt David ebenso als neu geborener Mensch, der im Heiligen Geist wandelte. Es gibt, was diesen Status anbelangt, keinen Unterscheid zu unsereins, er ist damit "in Christus" wie wir. Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist wird oft falsch gelehrt, dass den nur Menschen im NT haben können.

Doch dass ein Mensch wie David, der selbst als von Gott selbst Gesalbter nicht mehr sündigen konnte, ist eine Irrlehre, die renato verbreitet und darin sollte wir auch einer Meinung sein, dass sie falsch ist. Für mich ist das nicht nur eine Meinung oder Theorie, sondern seine Sünden sind ja biblisch sogar offen dokumentiert.

David hat in der Hinsicht auch genug vom Bösen gekostet und wurde dafür nach Maßen von Gott gezüchtigt. Aber es gab einen Unterschied, indem Gott ihm zugesagt hatte, dass seine Gnade nicht mehr von ihm weichen werde. Und so interprtiere ich das Wort aus 1. Joh. 5:18 auch über ihn, dass ihn der Böse nicht mehr antasten konnte.

"Anstasten", so habe ich erklärt, bedeutet in 1. Joh. 5:18 nicht, dass man nie mehr sündigt, sondern steht dafür, dass man nicht mehr zu Fall kommen kann, solange man immer wieder umkehrt, wie es auch in 1. Joh. 1:9 ausgelegt wird und Jesus selbst bestätigt. Und das hatte David auch getan. Es gibt darüber auch den bekannte Bußpsalm 51 als Zeugnis.

Hätte er das nicht, dann allerdings kann Gott jedem Gläubigen die weitere Gnade verwehren, wie es bei König Saul der Fall war. Ihn tastete der Böse gar heftig an, allerdings erst, und so ist meine Theore, nachdem der Heilige Geist ihn wieder verlassen hat. Dazu lege ich diesen Beleg vor:
1. Sam 16,14 hat geschrieben: Aber der Geist JHWH's wich von Saul, und ein böser Geist JHWH's ängstigte ihn.
Viele übersehen in ihren Lehrauffassungen wie grundlegend uns darin das AT schon belehrt. Man muss es nur besser studieren.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
oTp
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Re: Der Böse tastet ihn nicht an 1 Joh 5,18

Beitrag von oTp »

Für mich ist es einfach:
Erweisen sich echte Christen als immun gegen die Angriffe Satans ? Dabei ist es sowieso klar, dass ein felsenfester Christ sich kaum manipulieren lässt zum Bösen.
Bei einem Normalchristen ist das nicht so. Da sind die Möglichkeiten Satans, bzw der Dämonen, mindestens bis hin zu Umsessenheit. Wobei wir uns ja klar sind, dass allein schon sein ambivalentes Wesen, ohne Dazutun von Satan, ihn zur Sünde leiten kann ( Wobei dennoch Manche von ihnen zumindest mit massiven dämonischen Quälereien zu tun haben.)

Es zeigt sich an diesem Thema mal wieder, dass man allein mit dem Deuten der biblischen Aussagen dazu nicht endgültig klar wird.
( Wenn die Aussagen entsprechend nicht detailiert genug sind und deshalb mehrdeutig verstanden werden können )

Die Hoffnung ist wie immer, dass man beim Nachsinnen darüber möglichst Geistgeleitet ist. Das ist aber kein Gegensatz zu klarem Denken.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Sara Funkelstein
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Re: Der Böse tastet ihn nicht an 1 Joh 5,18

Beitrag von Sara Funkelstein »

Zippo hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 08:25 Bei Satan geht es nicht allein um Gedankenaustausch, es geht um die Bitterkeit seines Geistes, die sich dann überlagert. Er ist eben ein Geist geworden, der Gott und seinen Erstgeborenen nicht mag. Wie es sich bei mir äußert, habe ich oft genug geschildert.
Es geht darum, dass er dich überhaupt nicht angreifen kann, wenn du nicht selbst von dir aus auch zweifelst und ihm damit insgeheim zustimmst. Und er wird es immer wieder tun, bis du es erkennst. Es sagt doch schon seine Bezeichnung: der Anfechter.
Zippo hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 08:25 Abgesehen von den Quälereien, die seine Geister so drauf haben, beklage ich mich mit bösen Worten bei Gott.
Aha. Ich finde es gut, dass du ehrlich Gott gegenüber bist und dich nicht verstellst. Er weiß sowieso, was in dir vorgeht.
Zippo hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 08:25 [ELB-CSV: Jes. 14,13] Und du sprachst in deinem Herzen: „Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über die Sterne Gottes meinen Thron erheben und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden.

Das ist eine sehr schöne Stelle.
Zippo hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 08:25 Es war ja nicht schlecht geschrieben, aber wie kommen diese Menschen auf die Idee von Wüstendämonen zu sprechen ?
Orientalischer Volksglaube in einer harten Gegend. Schick den Sündenbock in die Wüste und er wird zurückkommen. Noahs Sohn Ham trifft in der Wüste auf einen gefallenen Engel und Ismael erhält dort den schwarzen Stein für die Kaaba von einem Engel.
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.
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Helmuth
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Re: Der Böse tastet ihn nicht an 1 Joh 5,18

Beitrag von Helmuth »

oTp hat geschrieben: Fr 29. Aug 2025, 10:01 Es zeigt sich an diesem Thema mal wieder, dass man allein mit dem Deuten der biblischen Aussagen dazu nicht endgültig klar wird.
Ich greife dein Wort auf, aber nicht in Bezug auf das, was du ielleicht meinst, sondern worum es im Thema geht. Wenn wir die Aussage 1. Joh. 5:18 so deuten, dass ein Christ völlig immun gegen das Böse ist, egal ob es das Böse in dir, wegen anderer Menschen bzw. wegen des Teufel selbst ist, dann ist es keine wahre Aussage, sondern ein Irrtum.

Ich gehe aber davon aus, dass sich der Autor bzw. die Autoren des Briefes im Klaren waren, wovon er redet bzw. sie reden. Ansonsten wäre schon das erste Kapitel desselben Briefes nicht konform dazu.

Und weiters berichtet die gesamte Schrift über viele Fälle, wie Gläubige, sowohl AT als auch NT, immer wieder in Versuchung geraten sind und auch gesündigt haben. Also muss man diese Aussage entsprechend anders deuten. Meine ist, dass Gott Schutz bietet. an den man aber auch glauben muss.

Und weiters zeigen alle eigenen Erfahrungswerte klar, dass kein Mensch sündlos leben kann. Aber es soll verdeutlichen, dass es einen Unterschied macht mit dem Heiligen Geiste versiegelt worden zu sein, oder nicht bzw. noch nicht. Zuletzt erwähne ich noch, dass man auch vom Glauben abfallen kann, womit jeder Schutz dahin ist.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
oTp
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Re: Der Böse tastet ihn nicht an 1 Joh 5,18

Beitrag von oTp »

Hm, scheint dass ich deine Sicht akzeptieren kann.
Also muss man diese Aussage entsprechend anders deuten. Meine ist, dass Gott Schutz bietet. an den man aber auch glauben muss.
Ich meine, man muss daran festhalten in der Anfechtung, das heisst für mich, daran zu glauben. Nicht aufzugeben, auszuhalten, auszuhalten im Festhalten des Sieges-Versprechens.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
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