Luthers Hölle
Re: Luthers Hölle
Ob Silberschnur oder nicht. Ob Esoterisch oder nicht.
Angeblich ist ja bei Astralreisen oder anderen "Out of the body" Erlebnissen eine Verbindung des Geistkörpers mit dem irdischen Leib gesehen worden. Von der Bedeutung her ist diese Verbindung das Lebenszeichen, denn tritt der Tod ein, gibt es keine Verbindung mehr zwischen Geistkörper und Leib.
Diese Verbindung kann auch kaum so was wie eine Verbindungsschnur sein. Denn der Geist kann sich ja wer weiß wie weit vom Körper entfernen.
Angeblich ist ja bei Astralreisen oder anderen "Out of the body" Erlebnissen eine Verbindung des Geistkörpers mit dem irdischen Leib gesehen worden. Von der Bedeutung her ist diese Verbindung das Lebenszeichen, denn tritt der Tod ein, gibt es keine Verbindung mehr zwischen Geistkörper und Leib.
Diese Verbindung kann auch kaum so was wie eine Verbindungsschnur sein. Denn der Geist kann sich ja wer weiß wie weit vom Körper entfernen.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Re: Luthers Hölle
Danke für deine Ausführungen. Mit anderen Worten hat der Begriff "aion" oder "aionios" ebenso eine größere Bedeutungsbreite wie der hebräische Begriff "olam". Dann muss wie üblich der Kontext gesucht werden.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑So 14. Dez 2025, 15:33 Das würde vortrefflich alle Bedeutungsspektren abdecken, die üblicherweise mit Aion in Verbindung gebracht werden, wie Zeitalter, Epoche, Ära, Lebenszeit, unbegrenzte Zeit, Zeitgeist. Die hören nicht alle auf, weil sie vorher determiniert sind.
Buchstabenflicker am Werk?
Dazu nun Fakten. Ja, ist auf jeden Fall besser, so es auch Fakten sind. Nun, Fakt ist, dass Jesus weder "Hölle" noch "Gehenna" sagte, da er ja Hebräisch (vermischt mit Aramäisch) geredet hatte. Er predigte nicht auf Koine. Fakt oder nicht? Das muss man exegetisch beachten!
Er sagte mit größter Wahrscheinlichkeit "Sheol", da er das ja z.B. auch aus dem AT so vorlesen musste. Fakt also. Dabei käme auch Gehenna aus dem Hebräischen und meint die Feuerstelle Gej Hinnom südlich von Jerusalem. D.h. selbst bei Verwendung dieses Wortes wäre klar, dass er von einem Ort der Verbrennung, also einem Feuer gesprochen hätte. Der dabei noch wichtigere Fakt ist aber der Kontext! Fakt oder nicht?
Gehenna ist nicht griechischen Urspunges. Ist Fakt! Wenn schon, dann wäre es "Hades", welches die Entsprechung des hebräischen "Sheol" ist. Im NT muss man auf den Kontext achten, denn es ist egal, welche Bedeutung das Wort in der griechischen Mythologie hatte. Das war demnach mehr ein Problem der NT-Autoren, oder Luthers, der so auch verwirrt wurde, nicht aber eines des Herrn Jesus, der keine Mythen predigte.
Jesus sagte auch nicht "Hades". Auch da meine ich gebrauchte er "Sheol", was damit desgleichen exegetisch zu beachten ist. In der Offenbarung nutzte Johannes das Wort "Feuersee", ein sozusagen neuer Begriff, ein ganzer See voller Feuer, nicht nur eine einzelne Feuerstelle wie Gej Hinnom. Es geht ja um Millarden von Menschen, und daher passt der Begriff:
Letzten Endes sind das alles bildhafte Beschreibungen, wie auch die Erzählung aus Lukas 16, aber mit folgenschwerer Bedeutung. Es kommt nicht auf das einzelne Wort an, sondern auf die umfängliche Bedeutung. Die Berichte sind auch keine historischen Berichte, sondern Weissagung in Visionen, Bildern und Gleichnissen, da es den Zustand in seiner endgültigen Erfüllung ja noch nicht gibt.Off 20,15 hat geschrieben: Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.
Die vielen Kontexte sprechen aber eine recht deutliche Sprache. Was meint Hölle/Sheol? Es sind Beschreibungen für Verderben, Leid, Pein, Schmerzen, Klagen, Weinen, Zähneknirschen und Finsternis mit einhergehender Verzehrung durch Feuer. Diese Worte gebraucht Jesus. Doch sind uns alle diese Zustände nicht unbekannt, weil sie schon diesen Aion beherrschen. Ein anderes Wort dafür ist gottlos.
So wird eines Tages auch diese Erde im Feuer untergehen und ausgelöscht, wie die Propheten weissagen. Im Grunde erfahren wir heute schon einen Vorgeschmack dessen, was denen blüht, die nicht erlöst werden, denn jeder kennt auch Leid.
Unser Leben ist gekennzeichet von Segen und Fluch. Die ewige Hölle ist dann eine Welt, in der jeder Segen fehlt. Die Erlösten entkommen aber dem und erfahren anstelle dessen allen Segen. Für sie gibt es keinen Fluch mehr und der Heilige Geist kann vieles heute schon in Segen umwandeln.
Jesus kann auf viele iridische Bilder zurückgreifen, weil sie im Grunde genommen so real sind wie die himmlischen, nur heute noch vergänglich. Jeder kennt die schmerzhafte Wirkung des Feuers und viele andere Arten Schmerzen oder eine Depression und viele andere seelische Leiden. Und auch das Gute ist heute noch vergänglich, aber dennoch ewig.
Was unsere Welt von der kommenden unterscheidet, das ist, dass sie noch nicht in eine gute und böse Seite getrennt ist, es ist noch beides, das Gute wie das Böse gegenwärtig. Die Trennung erfolgt dann so, wie Jesus sagt, dass es keinen Wechsel mehr von einer Seite zur anderen gibt:
Wieder ein Bild, weil es ja noch nicht vollzogen ist. Das erfolgt im Zuge der Auferstehung. Dann sind die einen im Reich Gottes und erhalten einen unverweslichen Körper, Typ Lazarus. Die anderen sind in der Hölle (im Feuersee) und ihr Köper verwest vielleicht nicht, aber er wird durch das Feuer aller Art verzehrt, Typ reicher Prasser. Das Verzehren wird auch hier beschrieben, ohne dass der Autor dazu "Hölle" sagt:Lk 16,26 hat geschrieben: Und bei all diesem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, damit die, die von hier zu euch hinübergehen wollen, nicht können und sie nicht von dort zu uns herüberkommen können.
Man braucht also nicht zwingend das Wort "Hölle", da die jeweiligen Kontexte für sich sprechen. Aber es hat sich allgemein dafür durchgesetzt und zwar mit oder ohne euch ZJ. Ihr seid dafür nicht maßgeblich, sondern der Kontext der Schrift legt dafür den Maßstab.Heb 10,26-27 hat geschrieben: Denn wenn wir mit Willen sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, sondern ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird.
Auch der Sheol des AT beschreibt bereits gegenwärtige Zustände, die noch nicht für immer ewig bestehen, und die Gläubigen hofften auf ihre ewige Erlösung daraus. Dazu aus einem Psalm:
Ps 49,16 hat geschrieben: Gott aber wird meine Seele erlösen von der Gewalt des Scheols; denn er wird mich aufnehmen.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Re: Luthers Hölle
Es ist „egal“ ob JHWH, Allah, oder Buddha…Es ist „egal“ ob Liebe, Hass, Freude…Bei solcher Einstellung müsste ich mich umdrehen und dir tschüs sagen weil es hat keinen Sinn mit jemanden zu unterhalten der alles relativiert und in einem Topf wirft…Das ist meiner Meinung nach weniger als Kindergarten.Helmuth hat geschrieben:Buchstabenflicker am Werk?Ist doch völlig egal, ob du Hölle oder Gehenna sagst.
Nein, siehe oben.Helmuth hat geschrieben:Klingt es dann besser?
Es gibt kein äquivalentes Wort für Gehenna, in keiner Sprache der Welt! Nicht einmal auf Hebräisch. Und warum? Weil Gehenna (Tal Gehinnom) eine ORTSBEZEICHNUNG ist. Jeder kennt das (außer du). Frag zur Not KI…Helmuth hat geschrieben:Es gibt 12 Stellen im NT mit dem Wort Gehenna und die ÜS ist Hölle. Von mir aus kannst du es wie die die ELB-CSV "Scheol" im AT unübersetzt lassen.
Korinthenkacker? Jesu Worte sind auf Koine dokumentiert. Und da steht Gehenna. Mehr Fakt gibt es nicht. Ob Jesus damals noch Dialekt sprach, ist irrelevant.Helmuth hat geschrieben:Dazu nun Fakten. Ja, ist auf jeden Fall besser, so es auch Fakten sind. Nun, Fakt ist, dass Jesus weder "Hölle" noch "Gehenna" sagte, da er ja Hebräisch (vermischt mit Aramäisch) geredet hatte. Er predigte nicht auf Koine. Fakt oder nicht? Das muss man exegetisch beachten!
Dein Fakt. Wenn er aus den Schriften über Scheol las, dann sagte er Scheol. Das Wort Gehenna konnte er nirgends lesen es war seine „Erfindung“. Kontext von Gehenna zu Scheol passt nicht. Also kein Fakt. Für dich anscheinend unwichtig, Bedeutung von Wörtern spielen für dich keine Rolle (siehe Anfangspost)Helmuth hat geschrieben:Er sagte mit größter Wahrscheinlichkeit "Sheol", da er das ja z.B. auch aus dem AT so vorlesen musste. Fakt also.
Hab ich das jemals widersprochen? Liest du was ich schreibe?Helmuth hat geschrieben: Dabei käme auch Gehenna aus dem Hebräischen und meint die Feuerstelle Gej Hinnom südlich von Jerusalem. D.h. selbst bei Verwendung dieses Wortes wäre klar, dass er von einem Ort der Verbrennung, also einem Feuer gesprochen hätte. Der dabei noch wichtigere Fakt ist aber der Kontext! Fakt oder nicht?
Hab ich das jemals widersprochen? Liest du was ich schreibe? Gehenna ist aber NICHT Hölle!Helmuth hat geschrieben:Gehenna ist nicht griechischen Urspunges. Ist Fakt!
Du schweifst rum…Ist nicht das Thema.Helmuth hat geschrieben:Wenn schon, dann wäre es "Hades", welches die Entsprechung des hebräischen "Sheol" ist
Welches Wort denn? Jesus sagte Gehenna. Die gab’s in keiner weltlichen Mythologie. Heidnischer Glaube war die Hölle. Und da „der Herr Jesus“ „keine Mythen predigte“, meinte er NICHT Hölle (Mythos) sondern Tal Gehinnom (eine Ortsbezeichnung jeder kannte ihn). Wenn den Kontext als bare Münze nimmst dann passen (für dich) die Schilderung Jesu zu den heidnischen Konzept der Hölle. Wollte Jesus Werbung für Mythologie machen??Helmuth hat geschrieben:Im NT muss man auf den Kontext achten, denn es ist egal, welche Bedeutung das Wort in der griechischen Mythologie hatte. Das war demnach mehr ein Problem der NT-Autoren, oder Luthers, der so auch verwirrt wurde, nicht aber eines des Herrn Jesus, der keine Mythen predigte.
Ist es so schwierig? Bei Scheol sagte Jesus Scheol und bei Gehenna, Gehenna (für dich auf Hebräisch). Du verzettelst dich…Helmuth hat geschrieben:Jesus sagte auch nicht "Hades". Auch da meine ich gebrauchte er "Sheol", was damit desgleichen exegetisch zu beachten ist. In der Offenbarung nutzte Johannes das Wort "Feuersee", ein sozusagen neuer Begriff, ein ganzer See voller Feuer, nicht nur eine einzelne Feuerstelle wie Gej Hinnom. Es geht ja um Millarden von Menschen, und daher passt der Begriff:
Es sind Redewendungen, Übertreibungen, Metapher, Sinnbilder, Parabeln. Um zu verstehen, erst Gehirn einschalten..Helmuth hat geschrieben:Letzten Endes sind das alles bildhafte Beschreibungen,
Bekomme ich antworten auf meine Fragen zu Lukas 16??Helmuth hat geschrieben: wie auch die Erzählung aus Lukas 16, aber mit folgenschwerer Bedeutung. Es kommt nicht auf das einzelne Wort an, sondern auf die umfängliche Bedeutung. Die Berichte sind auch keine historischen Berichte, sondern Weissagung in Visionen, Bildern und Gleichnissen, da es den Zustand in seiner endgültigen Erfüllung ja noch nicht gibt.
Ja, du sollst dich verstümmeln um im Himmel zu kommen. Sonst landest du in die „Hölle“Helmuth hat geschrieben:Die vielen Kontexte sprechen aber eine recht deutliche Sprache.
Scheol ist ein Ort des nicht Lebens, was die Hölle betrifft da musst die Heiden fragen…Helmuth hat geschrieben:Was meint Hölle/Sheol?
Was lernt dir das reale Leben von Feuer? Welche Eigenschaften hat Feuer? Nach wie viele Sekunden schätzt du ist ein im Feuer geworfener Mensch danach tod? Gib zu dir ehrlich die Antworten, dann macht es bei dir (hoffentlich) „klick“ was Jesus uns sagen wollte…Helmuth hat geschrieben:Es sind Beschreibungen für Verderben, Leid, Pein, Schmerzen, Klagen, Weinen, Zähneknirschen und Finsternis mit einhergehender Verzehrung durch Feuer.
Und noch eine Definition der Hölle? : Die „Hölle“ ist Gottlos zu sein…Helmuth hat geschrieben:Diese Worte gebraucht Jesus. Doch sind uns alle diese Zustände nicht unbekannt, weil sie schon diesen Aion beherrschen. Ein anderes Wort dafür ist gottlos.
Und du bist dabei noch überzeugt:Helmuth hat geschrieben:So wird eines Tages auch diese Erde im Feuer untergehen und ausgelöscht, wie die Propheten weissagen. Im Grunde erfahren wir heute schon einen Vorgeschmack dessen, was denen blüht, die nicht erlöst werden, denn jeder kennt auch Leid.
Unser Leben ist gekennzeichet von Segen und Fluch. Die ewige Hölle ist dann eine Welt, in der jeder Segen fehlt. Die Erlösten entkommen aber dem und erfahren anstelle dessen allen Segen. Für sie gibt es keinen Fluch mehr und der Heilige Geist kann vieles heute schon in Segen umwandeln.
Jesus kann auf viele iridische Bilder zurückgreifen, weil sie im Grunde genommen so real sind wie die himmlischen, nur heute noch vergänglich. Jeder kennt die schmerzhafte Wirkung des Feuers und viele andere Arten Schmerzen oder eine Depression und viele andere seelische Leiden. Und auch das Gute ist heute noch vergänglich, aber dennoch ewig.
Was unsere Welt von der kommenden unterscheidet, das ist, dass sie noch nicht in eine gute und böse Seite getrennt ist, es ist noch beides, das Gute wie das Böse gegenwärtig. Die Trennung erfolgt dann so, wie Jesus sagt, dass es keinen Wechsel mehr von einer Seite zur anderen gibt:
Lk 16,26 hat geschrieben:Und bei all diesem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, damit die, die von hier zu euch hinübergehen wollen, nicht können und sie nicht von dort zu uns herüberkommen können.
Wieder ein Bild, weil es ja noch nicht vollzogen ist. Das erfolgt im Zuge der Auferstehung. Dann sind die einen im Reich Gottes und erhalten einen unverweslichen Körper, Typ Lazarus. Die anderen sind in der Hölle (im Feuersee) und ihr Köper verwest vielleicht nicht, aber er wird durch das Feuer aller Art verzehrt, Typ reicher Prasser. Das Verzehren wird auch hier beschrieben, ohne dass der Autor dazu "Hölle" sagt:
Heb 10,26-27 hat geschrieben:Denn wenn wir mit Willen sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, sondern ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird.
Man braucht also nicht zwingend das Wort "Hölle", da die jeweiligen Kontexte für sich sprechen. Aber es hat sich allgemein dafür durchgesetzt und zwar mit oder ohne euch ZJ. Ihr seid dafür nicht maßgeblich, sondern der Kontext der Schrift legt dafür den Maßstab.
Auch der Sheol des AT beschreibt bereits gegenwärtige Zustände, die noch nicht für immer ewig bestehen, und die Gläubigen hofften auf ihre ewige Erlösung daraus. Dazu aus einem Psalm:
Ps 49,16 hat geschrieben:Gott aber wird meine Seele erlösen von der Gewalt des Scheols; denn er wird mich aufnehmen.
Für was brauch ich hier Pfeile und Pulver? Der „Feind“ ist selbst verwirrt und so keine Bedrohung.Helmuth hat geschrieben:Das ist zwar typisch, wenn man nichts mehr im Köcher hat, aber so auch ein Akt der Hilflosigkeit. So denken Sektierer. Du hast das Pulver verschossen und aus die Maus.
Zuletzt geändert von Otto am Mo 15. Dez 2025, 17:38, insgesamt 1-mal geändert.
LGrüße von Otto
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Re: Luthers Hölle
Warum nicht ?
Aber die Wörter hier können wieder alles Mögliche bedeuten. Es könnte auch heißen "es wird entfernt der ersehnte Landstrich"
Ein buchstäbliches silbernes Seil wird ja wohl kaum gemeint sein.
Das hängt ja nicht von Prediger 12,6 ab.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
Re: Luthers Hölle
Ergänzend möchte ich noch sagen. Man darf nicht nur Luther die Schuld in die Schuhe schieben, wenn man im alten und neuen Testament überall aus Luthers "Helle", die "Hölle" gemacht hat. Weil das zwei verschiedene Bedeutung hat, Helle = Totenreich , Hölle = Strafort Gottes, also feuriger Pfuhl.
Das haben doch die Nachbearbeiter der Lutherbibel gemacht.
Es gab ja immer wieder Revisionen.
Gruß Thomas
Das haben doch die Nachbearbeiter der Lutherbibel gemacht.
Es gab ja immer wieder Revisionen.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Re: Luthers Hölle
Paulus macht eine interessante Dialektik.
Zeitlich ist hier proskairos. Das heißt bestimmte Zeit, bestimmter Zeitpunkt. Ewig ist aiOnios. Da hier proskairos verwendet wird, ist kein Gegensatz zum Zeitverlauf gemeint, dann müsste hier chronos stehen. Was man erkennen und wissen kann, das ist proskairos. Was man nicht sieht, das ist unermesslich. Ein "ewiges" (aiOnios) Gewicht von Herrlichkeit. Wir wissen also um ein künftiges Gewicht von Herrlichkeit, dass es gewiss kommt. Nur wie es genau aussieht, das wissen wir nicht, oder noch nicht. Es ist also nicht so, dass man von diesem "ewigen" Ding gar nichts wüsste. Man weiß, dass es da ist oder kommt, aber mehr auch nicht. Die Details liegen im Verborgenen (hebr. olam).2. Korinther 4,17 Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Drangsal bewirkt uns ein über die Maßen überschwengliches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit, 18 indem wir nicht das anschauen, was man sieht, sondern das, was man nicht sieht; denn das, was man sieht, ist zeitlich, das aber, was man nicht sieht, ewig.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
Re: Luthers Hölle
Du kannst ja bei Gehenna bleiben, wie ich mir das für Sheol oder JHWH auch langsam angewöhne. Manches muss man nicht übersetzen und manches kann man gar nicht übersetzen. Doch mit der Aussage "gibt es nicht" schränkst du dich unnötig ein. Was es für dich nicht gibt, ist noch kein Maßstab. Man kann seinen Bildungs-Horizont schließlich erweitern.
Ich wiederhole mich zwar, aber vielleicht verstehst du zumindest folgendes Argument, wenn du es schon nicht teilst. Es ist egal, welche Bezeichnung man dafür wählt, es geht um die Beschreibungen, die damit verbunden sind. Darüber haben wie genug Material aus dem AT und NT. Dieses bildet in Summe den Gesamt-Kontext, wie ich immer den Kontext höher halte als einzelne Worte.
Was wird das? Wenn du kein Pulver mehr hast, dann kommt die Verarsche? Das wird mt der Zeit aber auch öde. Das Problem ist, dass du den Kontext verstümmelst, denn so sagte Jesus das nicht. Und wen kannst du unter Christen nennen, die das genau so auslegen? Dann hätte das wenigstens für die einen berechtigten Sinn, aber die kenne ich nicht.
Sei also vorsichtig, wen du damit verarscht. Mich triffst du nicht, aber möglicherweise Jesus. Geh in dich und überdenke, wen du mit solchen Sprüchen zum Trottel erklären willst. Sei dir sicher, Jesus ist es nicht und ich fühle mich nicht angesprochen, weil ich den Text anders lese.
Kennst du die Allmacht Gottes? Wenn Menschen schon Technologien entwickelt haben, um bei Öfen Temperatur und Brenndauer so einstellen zu können, damit eine bestimmte Wirkung gezielt erreicht werden kann, was für ein Klacks ist das für Gott? Er hat auch die Möglichkeit, dass dir Feuer überhaupt nichts anhaben kann --> siehe Daniel 3. An deiner Denkfähigkeit kannst du noch arbeiten.
Ich sage dazu Stand meiner Erkenntnis und ich unterscheide tunlichst nach dem, was ich glaube, wovon ich also überzeugt bin, und was ich sonst denke und für richtig oder falsch halte, das aber nicht grundlos. Mein Glaube steht mal und Erkenntnisse sind immer ausbaufähig.
Mit dem Gewonnenen verstehe ich m.E. die Bibel schon recht gut. Ich meine das Wesentliche erfasst zu haben und anderes ist Nebensache. Für einen Erlösten ist selbst die Hölle letzten Endes Nebensache. Zur Hauptsache wird sie leider für die Unerlösten, aber das glauben sie heute nicht und wollen es auch nicht hören, so werden sie es morgen fühlen.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Re: Luthers Hölle
Das war keine verarsche sondern ein Wink zum Nachdenken dabei Fehlanzeige. Alle Verse ohne „Verstümmelung“:Helmuth hat geschrieben:Otto hat geschrieben:Ja, du sollst dich verstümmeln um im Himmel zu kommen. Sonst landest du in die „Hölle“
Was wird das? Wenn du kein Pulver mehr hast, dann kommt die Verarsche? Das wird mt der Zeit aber auch öde. Das Problem ist, dass du den Kontext verstümmelst, denn so sagte Jesus das nicht
Welcher Teil der Worte Jesu ist hier echt und welcher Teil Bildsprache? Erzähl mal….Mk 9,45-48 hat geschrieben:Und wenn dein Fuß dir Anstoß ⟨zur Sünde⟩ gibt, so hau ihn ab! Es ist besser für dich, lahm in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden.47 Und wenn dein Auge dir Anstoß ⟨zur Sünde⟩ gibt, so wirf es weg! Es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes hineinzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden, 48 »wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.
Dann erkläre mir bitte (da ich nicht gut denken kann), wie würde Gott seine Allmacht in Bezug auf das Feuer der Hölle nutzen?Helmuth hat geschrieben:Kennst du die Allmacht Gottes? Wenn Menschen schon Technologien entwickelt haben, um bei Öfen Temperatur und Brenndauer so einstellen zu können, damit eine bestimmte Wirkung gezielt erreicht werden kann, was für ein Klacks ist das für Gott?Otto hat geschrieben:Was lernt dir das reale Leben von Feuer? Welche Eigenschaften hat Feuer? Nach wie viele Sekunden schätzt du ist ein im Feuer geworfener Mensch danach tod?
a) Er würde das Feuer niemals erlöschen lassen...
b) Er würde die Sünder das sterben verweigern so dass sie dabei leiden aber nicht die Löffel abgeben bis die allerletzte Sünde abbezahlt ist…
c) Sonstiges...
LGrüße von Otto
Re: Luthers Hölle
Man kann nur so weit kommen, wie der Verständnishorizont der Juden war. Daraus absolute, präzise Wahrheiten zu gewinnen, wird immer vergeblich sein.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Re: Luthers Hölle
Vielleicht hatte Luther mit seiner "Helle" nur einen deutschen Ausdruck für das breitbandige "Sheol" benutzen wollen und setzte ihn dann gesamt ein, also AT wie NT. Das wäre ok gewesen, wenn dieser Begriff nicht bereits auf das eingeengt war, was wir heute mit Hölle meinen.
Und aus dem Grund ist es m.E. nicht korrekt. Die Reviderungen der ersten LUT-Bibel waren in dem Fall sogar noch eine weitere Verschlechterung, weshalb sie für mich zur Exegese untauglich sind. Aus der historischen LUT:
https://www.stilkunst.de/lutherdeutsch/ ... -helle.php
Sehr deutlich wird der Fehler bei Psalm 16:10, der als messianische Weissagung auch vom Apostel Petrus aufgegriffen wurde (siehe Predigt aus Apg. 2). Es geht dabei recht eindeutig um die reine Verwesung des Körpers, also noch nicht einmal um ein sog. "Totenreich".
Der Begriff Totenreich ist ohnehin völlig künstlich, denn was soll das sein? Herrschende Knochenreste? Die bewegen sich bloß kaum und sind über alle Erde verstreut. Dieses Wort ist für mich ein theologischer Nonsens und gehört m.E. aus der Bibel. Die ELB-CSV hat es auch entfernt (nur eine einzige Ausname im AT ist geblieben), ansonsten verzichtet sie darauf und ich finde das sehr gut.
In dem Sinn wäre es auch besser bei Sheol zu bleiben, was ich auch für das NT damit meine, ansonsten verstümmelt man die Texte und erzeugt Kontexte, die sogar wirrer sein können als mythologisches Gedankengut und wir landen bei der Lehre der ZJ, die dann daraus wieder den Schluss ziehen: "Hölle? Nee, gibt es nicht." Der Kontext spricht aber anders.
So hat man wieder einmal das Kinde mit dem Bade ausgeschüttet, indem man einen einzelnen Fehler für das Gesamte verantwortlich macht. Ein recht altbekannter alter Hut!
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16