Jesus und die KI

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Helmuth
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 21:23 Übersetzungsungebunden ist dahingehend schwierig, da man ja nach der Formulierung sucht, die man aus "seiner" eigenen Bibel kennt.
Was ist nun so schlimm daran, dass dir gerade die KI auch weitere ÜS-Varianten anzeigen kann? Im Grunde genommen was du ja willst. Du musst nur die Fragestellung richtig vornahmen. Gibst du ein: "Im Anfang war das Wort", ist das keine Frage. Das war simpel ein unzureichender Input. Ich würde die KI dann trainieren zu antworten. "Was bitte ist deine Frage?" Das geht.

Frage z.B. so: Welche ÜS übersetzen die Stelle Johannes 1:1 mit "im Anfang" und welche mit "Am Anfang". Hier das Ergebnis meiner Anfrage an die Nikodemus-KI:
Spoiler: anzeigen
Gute Beobachtung – der Unterschied ist klein, aber interessant.

Hier ein Überblick über einige gängige deutschen Übersetzungen von Johannes 1,1:

Mit „Im Anfang“:

Luther 1984/2017

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“

Elberfelder (auch revidierte)

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“

Schlachter 2000

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“

Menge
Zürcher
Revidierte Elberfelder Studienbibel usw.

Mit „Am Anfang“:

Einheitsübersetzung 2016

„Im Anfang war das Wort …“
(Achtung: Die Einheitsübersetzung hat hier tatsächlich auch „Im Anfang“ – viele denken „Am Anfang“, aber der Text lautet „Im Anfang“.)

Gute Nachricht Bibel

„Am Anfang war das Wort; das Wort war bei Gott, und in allem war es Gott gleich.“

Hoffnung für alle

„Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst.“

Neues Leben

„Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“

BasisBibel

„Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“

Der griechische Text („En archē“) lässt beides zu; „Im Anfang“ knüpft sehr bewusst an 1. Mose 1,1 an:

„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ (1. Mose 1,1)

Wie wirkt der Unterschied „Im Anfang“ vs. „Am Anfang“ für dich, wenn du den Vers meditierst – eher zeitlos-kosmisch oder eher wie ein Startpunkt?
Ich meine du stellst dich absichtlich auch etwas dumm, das sei meine bescheidene Meinung, um nur einen negativen Aspekt zu bringen. Im Grunde genommen hast nur eine irrationale Angst vor Dingen, die du nicht kennst. Aber das kann man mit Fakten überwinden.

Da man ja auch auferbauen soll und nicht nur Dinge vorwerfen, dieser Gedankengang zur Stütze: Die KI selbst ist nicht intelligent, sie kann nur das wiedergeben, was ihr andere schon eingegeben haben. Somit bleibt die Quelle der Mensch.

Was du also liest, ist nicht die Antwort der KI, sprich es gibt keine Nikodemus, der redet. Ihren Text generiert sie nur programmgemäß, aber Fakt ist: Diese Antworten sind die Antworten genau der Experten, die sie gefüttert haben. Du meinst, dass Dummköpfe wie Konstantion sie füttern? Nun, das würdest du dann auch rasch erkennen und diese KI würde keine allgemeine Annahme erfahren. Du bist ja kein Idiot, oder?

Die Nikodemus-KI antwortet auch sehr klar trinitarisch, weil die Mehrheit aller Christen trinitarisch denkt, also wundert mich das nicht. Daran sieht man, dass sie sich nicht selbst füttert. Und wenn ich das hinterfrage, ist es ganz schön schwierig, sie mal in eine andere Richtung zu lenken.

Sie antwortet so wie du, nur, und das schätze ich, rein sachlich und ohne persönliche Angänge. Und daran kann man auch etwas wieder lernen. Aber du kannst stolz darauf, dass eche Christen-"Experten" sie gefüttert haben. :mrgreen:

Das Theolologe-Dilemma ist also nicht eliminierbar, und der einfache Gtund ist für mich der, dass sie schlicht in der Mehrheitsauffassung agiert, so wie sie eben gefüttert worden ist, also dogmatisch. Und wenn ZJ eine konstruieren, dann leistet diese der Mehrheit aller Christen Widerstand und erkärt allen "biblisch", dass Jesus der Erzengel Michael ist.

Für solche Dinge braucht man daher eine theologie-neutrale KI, denn es gibt ja einige solcher Dilemmas und da scheidet z.B. Nikodemus aus. Darum nutze ich auch ChatGPT, denn die ist nicht spezifisch orientert worden, oder ich habe es noch nicht festgestellt.

Darum sage ich: Dein Denken darfst du nur wegen einer KI nicht ausschalten, das wäre auch fatal, aber ich habe keine Spur Bedenken sie zu nutzen, denn der Nutzen ist eindeutig überwiegend. Mein Motto bleibt weiter streng biblisch, das da lautet:
1. Thes 5,19-22 hat geschrieben: Den Geist löscht nicht aus; Weissagungen verachtet nicht; prüft aber alles, das Gute haltet fest. Von jeder Art des Bösen haltet euch fern.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Isai
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von Isai »

Helmuth hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 06:44
Abischai hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 21:23 Übersetzungsungebunden ist dahingehend schwierig, da man ja nach der Formulierung sucht, die man aus "seiner" eigenen Bibel kennt.
Was ist nun so schlimm daran, dass dir gerade die KI auch weitere ÜS-Varianten anzeigen kann?
Abischais Aussage bezog sich auf die Buchkonkordanzen, nach denen ich fragte.
So ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus Dem alles und wir in Ihm
und nur Einer Herr, Jesus Gesalbter, durch Den alles und wir durch Ihn.
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stereotyp
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von stereotyp »

Offenbar lehrt die KI keine Bescheidenheit.
Kein Gefallen hat der Tor an Einsicht, sondern nur an der Entblößung seines Herzens.
Sprüche 18,2 (Elb)
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Helmuth
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von Helmuth »

Isai hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 07:26 Abischais Aussage bezog sich auf die Buchkonkordanzen, nach denen ich fragte.
Ja, aber im Sinne des Themas habe ich das aufgegriffen und geantwortet, dass diese Funktion mit der KI abgedeckt ist, und zwar wesentlich umfangreicher, weil sie quasi alle Konkordanzen durchstöbert, die es gibt bzw. die sie kennt. Um das geht es ja. Man will Information, die nicht beschränkt ist auf einen einzige Quelle.

Was bitte kann man nun dagegen sagen, dass man sagt: "Nein, ich verlasse mich nicht auf eine KI, ich bleibe bei meiner Elb-Konkordanz?" Kann man ja machen, aber man schränkt sich damit auf das ein, was die ELB-Autoren wussten. Wussten sie alles?

Ich denke, man kann es mit Vergleichen plausibler mache, da irgendwie bei manchen eine Blockade eintritt, wenn sie KI lesen. Es ist aber irrational, also nicht begründbar, weil es nur Unwissen ist, das einem abhält. Sagen wir du kaufst ein Auto und gehst zu einem Händler. Man führt dir VW-Modelle vor. Nun willst du auch andere Modelle sehen und man sagt dir, man führe nur diese und jene Modelle.

Was ist das Dilemma? Kein Händler kann alles führen, was der Automarkt hat. Er ist also beschränkt. Und das ist deine Konkordanz. Du bräuchtest einen Universalhändler oder ein Universalwörterbuch, das es so aber nicht gibt. Doch die KI kann dir nun alle verfügbare Maren am Markt virtuell zeigen.

Ich meine, das tut man heute eh schon via Internet und servt sich durch die Landschaft. Und lehnt man das auch ab? Es sind ja nur Suchabfragen. Die KI macht das auf eine neue Weise desgleichen mit weiteren Funktionen. SIe ist eine erweitere Suchmaschine.

Die Auswahl und Entscheidung, was du nun kaufst, liegt ja weiter bei dir, oder was du mit der Information anfängst. Das nimmt dir weder die KI noch sonst wer ab. Aber du hast mehr Möglichkeiten, weil du deinen Suchradius wesentlich erweitert hast. Das ist die Quintessenz, die ich damit aussagen will.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Isai
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von Isai »

Helmuth hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 09:45 Ja, aber im Sinne des Themas habe ich das aufgegriffen und geantwortet, dass diese Funktion mit der KI abgedeckt ist, und zwar wesentlich umfangreicher, weil sie quasi alle Konkordanzen durchstöbert, die es gibt bzw. die sie kennt. Um das geht es ja. Man will Information, die nicht beschränkt ist auf einen einzige Quelle.

Was bitte kann man nun dagegen sagen, dass man sagt: "Nein, ich verlasse mich nicht auf eine KI, ich bleibe bei meiner Elb-Konkordanz?" Kann man ja machen, aber man schränkt sich damit auf das ein, was die ELB-Autoren wussten. Wussten sie alles?
Dann unabhängig von Abischais Aussage, da diese sich ausschließlich auf meine OT-Frage über Buchkonkordanzen bezog (Buchkonkordanzen mit einfacher Wörter-Bibelextsuche, ohne Worterklärungen oder Bibelverskommentare).

Er hatte sich in dieser Antwort nicht im Geringsten auf das Internet, geschweige denn auf KI bezogen.
So ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus Dem alles und wir in Ihm
und nur Einer Herr, Jesus Gesalbter, durch Den alles und wir durch Ihn.
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Helmuth
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von Helmuth »

stereotyp hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 07:42 Offenbar lehrt die KI keine Bescheidenheit.
Warum sollte eine KI "lehren"? Solche Gedanken können nur hochkommen, wenn man ihr mehr zuspricht als sie ist. Manche sprechen ihr ja einen Geist zu. Für mich ist das Nonsens. Eine KI ist eine Elektronik mit einem Programm und verarbeitet Texte, komplexer als andere, aber ein lebloses Ding, wie auch die Bibel nur ein Buch ist und für sich leblos.

Wenn wir sagen: "Die Bibel lehrt", dann ist das eine gängige Redewendung, die man aber nicht wortwörtlich nehmen kann, denn ein Buch ist nicht anders als eine KI kein Lebewesen. Sie ist ein Tool, ein MIttel.

Wer ist denn der, der lehrt? Das bleibt weiter der Heilige Geist, und er kann dazu die Bibel oder auch die KI benutzen. Die KI als auch die Bibel fungieren in dem Fall wie ein Transportmittel, das dir Worte überbringt, wie z.B. auch ein Brief.

Der Brief lehrt ja auch nicht, sondern die Lehre kommt von der Quelle, die einen Text erstmals generiert hat. Und das war entweder Gott oder ein Mensch. Der Text kann 100 Mal kopiert oder von einer Hand in die andere gereicht werden, doch all das ändert die Quelle nicht. Ein Wort, das mir dazu einfällt wäre dieses:
2. Kor 3,6 hat geschrieben: .. der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.
Ich lege das so aus: Wir dienen nicht der KI, die nur Buchstaben ausspuckt, sondern dem Geist Gottes, von dem eine lebendige Botschaft stammt. Ich diene ja auch nicht der Bibel, die mir in dem Sinn auch nur Buchstaben liefert. Man würde sie sonst wie auch die KI vergötzen.
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Abischai
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von Abischai »

Isai hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 07:26 Abischais Aussage bezog sich auf die Buchkonkordanzen, nach denen ich fragte.
Auf jeden Fall, aber Helmuth hat das aufgegriffen und einen anderen Aspekt hervorgehoben, nämlich meine Formulierung: "Im Anfang". Leider sind seine Folgerungen daraus immer die gleichen, meine Intensionen aber immer die anderen.
Das hat etwas mit der Redundanz in den Begrifflichkeiten zu tun. Wenn ich einen Satz suche, der auf jeden Fall mit "im" beginnt und eben NICHT mit "am", dann kann ein Computerprogramm den Unterschied durchaus berücksichtigen und mir auch bitteschön nicht Sätze vorschlagen, die doch mit "am" beginnen. Solche Ignoranz mag ich nicht, auch nicht von einem Computer. Wenn ich nicht "?m" schreibe (dort wo wie früher beim DOS "?" als Variable für irgendeinen Buchtstaben steht), möchte ich auch nicht "?m"-Ergebnisse haben. Wenn der Sound-Ex-Algorithmus lieb ist, kann er mir ja nebenbei noch die anderen vorschlagen, aber bitte nur nebenbei und nicht in die Hauptsache gemischt.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Helmuth
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 15:28 Auf jeden Fall, aber Helmuth hat das aufgegriffen und einen anderen Aspekt hervorgehoben, nämlich meine Formulierung: "Im Anfang". Leider sind seine Folgerungen daraus immer die gleichen, meine Intensionen aber immer die anderen.
Nun, meine Intention ist das Thema. Dein letzter Beitrag hat bloß dazu keine Relevanz. Kurze Nebenanfragen wie von Isai sind schon ok, aber sie dann fortzusetzen, als gehöre das hierher stört den Themenfluss. Als TE sorge ich nur dafür, dass wir auf Kurs bleiben.

Aber auch das kann ich wieder verwerten. Du z.B. willst über Konkordanzen sprechen und hältst traditionelle für besser als moderne Suchfunktionen. Das sei deine Meinung, aber welchen Grund hast du? Du gibst an mit einer KI nicht zum Ziel gekommen zu sein.

Nun unterstellst du auch, dass KIs gar nicht von Experten trainiert werden, während deine Konkordanz von Super-Experten kreiert wurde. Auch dazu fehlt der Nachweis. Ich denke ohne Expertisen wäre die KI nur ein dummer Lausbub, also ein SW-Streich und das würde wohl jeder erkennen.

Hast du dir auch die Frage gestellt, ob du bei deinem Input auch richtig vorgegangen bist? Bekanntlich kann ein Auto nichts dafür, wenn man nicht weiß, ob man den Vor- oder Rückwärtsgang eingelegt hat und dann gegen einen Hydranten kracht. Das Auto "gehorcht" in dem Sinn nur deiner Anweisung. :shock:

Dabei bieten KIs für solche Anfragen maßgeschneiderte Lösungen an. Man muss lernen, wie man sie richtig befragt. Über "im Anfang" und "am Anfang" habe ich ChatGPT nach Bedeutungsunterschieden befragt und sie gibt eine plausible Antwort. Aber zählt hier nicht der Urtext? Zuerst müsste man die KI mit dem Koine-Text füttern bzw. kennt sie den eh schon.

Und vergiss eines nicht: Die KI ist nicht einen Deut intelligenter als du, oder sagen wir so. Sie ist genau so dumm bzw. gescheit wie du. Eine dumme Anfrage ergibt auch eine mehr oder weniger dumme Antwort, immer zur Sache gemeint. Sie wird dann sogar rückfragen.

Sie besitzt dabei keine Intelligenz, das ist ja die Krux, warum sie missverstanden wird. Sie ist bloß der schnellere Sucher nach der Antwort, darum ist sie dir voraus. Du kämst auf dein gewünschtes Ergebnis selbst auch, nur brauchst du länger.

Allein schon das Blättern in Büchern war für mich immer sehr mühsam. Ich frage nun: Warum lehnt man solche Vorteile ab? Ist das als Mensch wirklich intelligent oder dumm? Dazu auch diese Frage: Wie denkt Jesus über Sturheit? Oder wie ich zuvor fragte: Was ist der Vorteil unbedingt zu Fuß gehen zu wollen, wenn es eine U-Bahn gibt? Gegen die KI bist du ein altersschwacher Greis mit Rollator. :mrgreen:

Es gilt übrigens auch für 1 Mose 1:1: "Im Anfang" oder "am Anfang" schuf Gott den Himmel und die Erde? Was nun? Auf Hebräisch gibt es nur eine Form mit dem Präfix "Bet". Ein anderes käme als Präpositon nicht in Frage. Und wie Hebräer dies nun verstehen, das zählt, nicht das deutsche Sprachgefühl. Und ich meine, auch das kann dir die KI ausarbeiten. Fazit: Das Problem wäre in dem Fall eher der User, weniger eine SW. ;)
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 04:14
Zippo hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 21:13 Ist da nicht eine Grenze erreicht ?
Für eine KI-Predigt im Gottesdienst sehe ich klarerweise keine Zukunft, denn dann wird sie nicht mehr als Tool genutzt, sondern anstelle des Menschen und das nenne ich Missbrauch. So frage ich wieder. In wessen Verantwortung liegt das? Du wirst sie vor Gott nicht auf die KI abschieben können.
Das finde ich, ist ein wesentlicher Unterschied, insofern man den Menschen nicht nur als Fragen beantwortende Maschine ansieht.
Ein Pastor sollte schon mehr können und auf individuelle Dinge eingehen können, Seelsorge betreiben. Das kann man keinem Computer überlassen.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 11:18 Ein Pastor sollte schon mehr können und auf individuelle Dinge eingehen können, Seelsorge betreiben. Das kann man keinem Computer überlassen.
Zustimmung, Seelsorge kann man unmöglich einer Maschine anvertrauen. Ärzte warnen auch davor sich selbst Diagnosen via KI zusammenstellen, weil sie dazu Anhaltspunkte liefert. Was dabei fehlt ist der konkrete Fall für die eigene Situation. Den kann die KI nicht kennen. Woher? Hat sie dich auch physisch untersucht? Das aber macht der Arzt.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die KI kennt vielleicht 10 Millionen Fälle, welche die Summe aller Ärzte schon eingegeben haben, und darin liegt auch ihre Stärke, aber nicht deinen Fall! Das ist m.E. der springende Punkt. Den kennt nur Gott und in seinen jeweiligen Grenzen dein persönlicher Arzt.

Wenn er die KI nutzt, dann macht er das anders, so wie ich das hier versuche darzustellen, als Dienstleister und nicht als Lösungsfinder. Das bleibt weiter dem Arzt vorbehalten und im Seelsorgebereich dem Pastor, oder eben dir als Anwender. Der Arzt kann die KI nutzen, um zu erforschen, ob es ähnliche Fälle gibt. Aber dein Fall ist wieder ein anderer. Es wird wohl Parallelen geben, aber keiner ist mit einem anderen ident.

Also was möchte ich sagen: Die letzte Verantwortung trägt weiter der Anwender. Die kann auch heißen: Es tut mir leid, ich finde als Arzt keine Behandlungsmöglichkeit für ihre Krankheit oder als Seelsoger keinen Rat, den ich geben könnte. Das wäre auch Demut und dann kann sich Gott verherrlichen. Was aber können beide? Beten!

So bin ich weder ein totaler Verfechter einer KI, aber ebensowenig ein totaler Verweigerer, der fadenscheinige Gründe erfindet um eine mögliche Gefahr heraufzubeschwören, sondern ein nüchterner Anwender des Guten.

Gefahren sind auch ganz ohne KI unser täglicher Wegbegleiter, aber was haben wir im Gegensatz zu anderen Menschen? Jesus, und das macht immer den Unterschied, nicht einen, sondern den (!) Unterschied. Ein Wort zur Anregung:
Kol 3,17 hat geschrieben: Und alles, was immer ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, danksagend Gott, dem Vater, durch ihn.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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