Pater Pio - Für und Wider

Rund um Bibel und Glaube
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Johncom
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Re: Pater Pio - Für und Wider

Beitrag von Johncom »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 16:35 Wer sind die anderen beiden? Sind die noch aktiv? :lol:
Die beiden Mods sind noch sehr aktiv. Muss aber zugeben, habe nicht alle anderen Beiträge gelesen.
Da gehört aber Mut dazu, in der Öffentlichkeit zu beten. :shock:
Es war nachts auf einer einsamen Landstraße.
Ich habe mal den Tipp bekommen, sich das Telefon ans Ohr zu halten. Dann sieht es aus, als würde man telefonieren.
Das ist lustig. :clap: Wie man sich zumindest in der westlichen Welt versteckt um nicht als betend aufzufallen. Unseren Montagsspaziergang führt ein tiefgläubiger Christ. In der Straßenbahn singt er immer wieder Jesus-Lobpreis oder betet laut. Manchmal hebt er dabei die Hand nach oben, das wurde fotografiert und er bekam eine Anzeige: hat er den Hitlergruß gezeigt? Wurde bei der Polizei vorstellig und gestand: Ja, ich bin ein Reichsbürger. Im Reich Gottes...
"Beten" im Sinne von um etwas bitten, nur, wenn nichts anderes mehr geht. Wenn ich selbst nichts mehr machen kann. Und dann wird plötzlich an den Umständen etwas geändert als wäre die Bitte erhört worden.
Ja bestimmt. Dringende Bitten werden erhört. Aber vielleicht nicht sofort, vielleicht dauert es Jahre, und als Bittender wird man erst mal in einen Lernprozess geschickt. Die Frage ist ja auch: Brauche ich das wirklich, was mir im Moment fehlt?
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Hoger
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Re: Pater Pio - Für und Wider

Beitrag von Hoger »

Johncom hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 00:58 Wie man sich zumindest in der westlichen Welt versteckt um nicht als betend aufzufallen.
Die Frage ist: wie bete ich in der Öffentlichkeit? Oder anders: ist die Öffentlichkeit das Ziel meines Betens?
Jesus hat diese Zuschauerstellung um des Zurschaustellung willen abgelehnt - aber nicht das beten

Wenn ich mit meinem Rosenkranz (Zehner) an der Haltestelle stehe,(und dabei still bete) oder durch den Park gehe dann bekomme ich mal seltsame Blicke, aber Aufmerksamkeit eigentlich nur bei denen aus der Koranschule. Und die sind eigentlich durchweg freundlich. Die zeigen mir ihre Perlenkette, klopfen mir auch mal auf die Schulter und stören sich gar nicht daran, dass das eindeutig ein christlicher Rosenkranz ist

Sich während des Gebetes zu bekreuzigen - ja, das kann auffällig sein

Hast du ein Gebetsleben, dass du in der "Öffentlichkeit" beibehalten willst?
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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Abischai
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Re: Pater Pio - Für und Wider

Beitrag von Abischai »

Johncom hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 00:58 Es war nachts auf einer einsamen Landstraße.
Ich hatte früher auch meinen nächtlichen "Gebetsparcurt", ca. 5km oder länger, und da war ich immer allein und habe normal laut gesprochen, wenn doch mal Leute in der Nähe waren, dann nicht laut, aber auf dem Feldweg mitunter ganz doll laut und habe mich auch mal lang auf den Boden gelegt ("auf mein Angesicht gefallen") vor Gott. Auf diesen Touren habe ich immer richtig ausreden und zuhören können.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Magdalena61
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Re: Pater Pio - Für und Wider

Beitrag von Magdalena61 »

Hoger hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 16:50 Wenn du den Pater Pio nicht zu deinen Heiligen erwählst dann ist das doch iok = warum belädst du dich mit so viel Hass, Ablehnung und negativen Äußerungen? Was bringen dir solche Texte?
Es geht um die Aufdeckung unbiblischer, götzendienerischer-- heilsgefährdender- Praktiken.
Wenn du mit den Fakten, die ich hier reichlich einbrachte, nicht einverstanden bist, dann widerlege sie einfach...

Aber nein, du wählst den Weg, mich zu verunglimpfen "Hass, Ablehnung und negative Äußerungen", zu deutsch: Bei mir stimmt etwas nicht, und das sei der Grund, warum du meine Argumente gar nicht näher anschaust.

O.k., es ist deine Entscheidung. Immerhin kann ich mir attestieren, dir die Rutschbahn in die Hölle nicht auch noch eingeseift zu haben.
:)
Und andere haben vielleicht einen Nutzen von meiner Arbeit.

Ich meine, vor vielen Jahren hat mir Gott Lk. 22,32 persönlich aufgetragen. Und genau das tue ich (bemühe mich darum), als Mitglied der RKK... indem ich weitergebe, was ich selbst empfangen habe.
God bless you all for what you all have done for me.
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Magdalena61
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Re: Pater Pio - Für und Wider

Beitrag von Magdalena61 »

Hoger hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 17:12
Magdalena61 hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 15:11 Und: Hast du nicht gelesen, was ich zum Katechiusmus geschrieben habe?
Mit diesem kannst du "Gebete zu Schutzengeln" und ein Herumkommandieren derselben nicht begründen, es sei denn, du findest noch andere Passagen, in denen das ausdrücklich so gelehrt wird.
Katechismus der RKK
336 Von der Kindheit an [Vgl. Mt 18,10.]bis zum Tod [Vgl. Lk 16,22.]umgeben die Engel mit ihrer Hut [Vgl. Ps 34,8; 91,10-13.] und Fürbitte das Leben des Menschen [Vgl. Ijob 33,23-24; Sach 1,12; Tob 12,12.]. ,,Einem jeden der Gläubigen steht ein Engel als Beschützer und Hirte zur Seite, um ihn zum Leben zu führen" (Basilius, Eun. 3,1). Schon auf dieser Erde hat das christliche Leben im Glauben an der glückseligen Gemeinschaft der in Gott vereinten Engel und Menschen teil.
Ich muss gar nichts rechtfertigen was du dir ausdenkst oder als störend empfindest.
In diesem Text ist klar die Praxis ausgedrückt, die ich auch lebe.
Und wenn du das noch so oft zitierst: Da steht NICHTS davon, dass Menschen die Engel anrufen und beauftragen dürfen oder sollen.
Das Pater Pio das anders macht sei ihm zugestanden, dazu gebe ich kein Urteil ab, steht mir gar nicht zu
... und lässt andere, die es anders halten, weil niemand ihnen sagt, dass sie antichristlicher Verführung auf den Leim gehen, ins Verderben laufen. Du Ego.

Bis vor Kurzem wusstest du ja selbst herzlich wenig über Pater Pio.
Magdalena - du stiehlst mir meine Lebenszeit. Warum bist du so auf Angriff und so bemüht einen Menschen, den du gar nicht kennst, immer nur anzugreifen und abzuurteilen? Was treibt dich?
Ich widerstehe der Verbreitung von Irrlehren und zweifelhaften "Überlieferungen".

Und ich sage dir, dass das, was du den "katholischen Glauben" nennst, eher eine Ansammlung von frömmlerischen Ritualen und Praktiken ist. Für einen "lebendigen" Christen sprichst du viel zu wenig von Jesus Christus, dafür aber eine Menge zu Kram, der, wenn er teilweise zwar nicht heilsgefährdend ist, jedoch nicht anstelle von Christus selig machen kann. Wovon das Herz voll ist, davon quillt der Mund über.
God bless you all for what you all have done for me.
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Hoger
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Re: Pater Pio - Für und Wider

Beitrag von Hoger »

Magdalena61 hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 18:42
Ich widerstehe der Verbreitung von Irrlehren und zweifelhaften "Überlieferungen".

Und ich sage dir, dass das, was du den "katholischen Glauben" nennst, eher eine Ansammlung von frömmlerischen Ritualen und Praktiken ist. Für einen "lebendigen" Christen sprichst du viel zu wenig von Jesus Christus, dafür aber eine Menge zu Kram, der, wenn er teilweise zwar nicht heilsgefährdend ist, jedoch nicht anstelle von Christus selig machen kann. Wovon das Herz voll ist, davon quillt der Mund über.
Für mich ist das alles religiöser Fanatismus der anderen ihren Glauben verbieten will und nichts anderes zu bieten hat als Hetze und Unterstellungen.

Lass Christus entscheiden wer von Seinen Gläubigen in seiner Nachfolger lebt - du hast kein Recht dazu.
Wenn dir dein Protestantismus die Glaubensgrundlage bietet, die für dich richtig ist, dann passt es doch. Es zwingt dich doch niemand katholisch zu leben und zu glauben
Ich muss mich für meinen Glauben weder vor dir rechtfertigen noch von dir beurteilen lassen.
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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Johncom
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Re: Pater Pio - Für und Wider

Beitrag von Johncom »

Abischai hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 14:24 Ich hatte früher auch meinen nächtlichen "Gebetsparcurt", ca. 5km oder länger, und da war ich immer allein und habe normal laut gesprochen, wenn doch mal Leute in der Nähe waren, dann nicht laut, aber auf dem Feldweg mitunter ganz doll laut und habe mich auch mal lang auf den Boden gelegt ("auf mein Angesicht gefallen") vor Gott. Auf diesen Touren habe ich immer richtig ausreden und zuhören können.
Schön beschrieben.
In der Natur draußen gibts wenig Ablenkung.
Hier Erde - Hallo Himmel, hört ihr mich?
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Abischai
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Re: Pater Pio - Für und Wider

Beitrag von Abischai »

Hoger hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 19:07 Lass Christus entscheiden wer von Seinen Gläubigen in seiner Nachfolger lebt - du hast kein Recht dazu.
Wir tun das, aber Du glaubst nicht, daß Christus das wirklich entscheidet, darum fürchtest Du Dich auch nicht vor ihm. Du wirst es am Ende selbst sehen, wenn es zu spät ist, irgendetwas zu ändern. Aber Du wirst Dich gewissiglich an unsere Mahnungen hier und jetzt erinnern, dann, wenn Du Dir sagen wirst: "ach, hätte ich nur."
Du kannst uns hier verbal wiederstehen und Worte schelten, nur zu! Aber Du kannst das Urteil Gottes über Dich nicht verändern, indem Du Deine Meinung über die unsere stellst und dabei dem Wort Gottes ungehorsam bist. Es kommt nicht darauf an, ob Du uns hier überzeugst, sondern daß Du Gott überzeugst, und das versuche mal, viel Erfolg dabei!
Vielleicht hast Du ja recht.

Vielleicht aber auch nicht...
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Johncom
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Re: Pater Pio - Für und Wider

Beitrag von Johncom »

Hoger hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 10:11 Die Frage ist: wie bete ich in der Öffentlichkeit? Oder anders: ist die Öffentlichkeit das Ziel meines Betens?
Jesus hat diese Zuschauerstellung um des Zurschaustellung willen abgelehnt - aber nicht das beten
Es ist völlig "normal", auch in der Öffentlichkeit das Dauergebet auszuüben. Im großen Teil der Welt, von der die westliche Welt ja nur noch der kleinere Teil ist. In Asien drehen sie ihre Perlenketten gerne in kleinen Handtaschen, eigentlich leichte Baumwollsäckchen. Wobei ein Aberglaube im Spiel ist, dass man seine Gebetskette vor missgünstigen Blicken schützen will. Das Gebet (ohne Unterlass) muss ja kein katholischer Rosenkranz sein. Vielleicht eine Zeile aus der Bergpredigt. Und nächste Woche die nächste Zeile? Es geht darum, zu verinnerlichen. Man fährt eine Stunde zur Arbeit, also warum nicht diese Zeit ausnutzen, um einen Jesus-Vers sacken zu lassen. Oder das Herzensgebet?
Das Jesusgebet, auch Herzensgebet oder immerwährendes Gebet genannt, ist ein besonders in den orthodoxen Kirchen weit verbreitetes Gebet, bei dem ununterbrochen der Name Jesu Christi angerufen wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Jesusgebet
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Johncom
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Re: Pater Pio - Für und Wider

Beitrag von Johncom »

Magdalena61 hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 18:42 Es geht um die Aufdeckung unbiblischer, götzendienerischer-- heilsgefährdender- Praktiken.
Wenn du mit den Fakten, die ich hier reichlich einbrachte, nicht einverstanden bist, dann widerlege sie einfach...

Aber nein, du wählst den Weg, mich zu verunglimpfen "Hass, Ablehnung und negative Äußerungen", zu deutsch: Bei mir stimmt etwas nicht, und das sei der Grund, warum du meine Argumente gar nicht näher anschaust.
Im Englischen wird to argue übersetzt mit: sich streiten.
"We had an Argument" = Wir hatten einen Streit.
Vielleicht ist es sinnvoller, sich auf gar keinen Streit einzulassen. Wenn man weiß, in welchem Glauben man zuhause ist, und welche Ausübung Erfüllung schenkt .. warum dann diese verteidigen gegen andere Sichtweisen?

In dem Moment, wo ich meinem Gegenüber Kontra gebe, holt der selbe genauso tief Luft und wird mir sein Kontra zurück geben. So geht es hin und her, es kommt niemals zum Ende. Ich gebe nicht nach, der andere auch nicht.

Was ist Götzendienerisch oder Heilsgefährdend? Das kann niemand so einfach beantworten. Auch nicht der Bibelkonformste Textkenner. Auch der Buchstabe kann zum Götzen werden. Der Drang, Recht haben zu wollen, kommt aus dem Ego. Und die Bibel lehrt massenhaft: Gott wird es richten. Auch ohne mein Zutun.
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