Gebt ihr ihnen ...

Themen des Neuen Testaments
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Abischai
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Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Abischai »

"Gebt ihr ihnen zu essen !"

Der Kontext ist bekannt, der Herr Jesus sagt dieses zu seinen Jüngern, die damit überfordert gewesen sein dürften.

Was sagen Euch diese Worte des Herrn Jesus, habt ihr verstanden, was er damit meinte? Was denkt Ihr, wenn Ihr jene Worte lest oder hört? Bist du gemeint, oder galt das einst anderen?
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Hoger
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Hoger »

Abischai hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 23:25 "Gebt ihr ihnen zu essen !"

Der Kontext ist bekannt, der Herr Jesus sagt dieses zu seinen Jüngern, die damit überfordert gewesen sein dürften.
Das sind wir eigentlich auch - diese Aussage beinhaltet auch die Wahrnehmung, dass ich - als Nachfolger Jesu – das nicht aus eigener Kraft kann.

Ich muss immer dem Herrn vertrauen, dass die Mehrung dessen was vorhanden ist, durch IHN geschieht - ich selber kann es aus eigener Kraft nicht
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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Lena
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Lena »

Abischai hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 23:25 Was denkt Ihr, wenn Ihr jene Worte lest oder hört?
Da zu helfen wohin mich Gottes Geist lenkt.
Mit eigenen oder vom Herrn geschenkten Möglichkeiten.

(Manchmal stimmt es mich traurig wenn die Hilfe nicht angenommen werden will).
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Helmuth
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 23:25 Was sagen Euch diese Worte des Herrn Jesus, habt ihr verstanden, was er damit meinte?
Was die Worte bedeuten, bedarf m.E. keiner Auslegung, denn sie sind klar. Für mich sind sie so klar, als würde eine kinderreiche Mutter zur ihren ältesten Kindern sagen: "Ich bin heute nicht da und kann daher nicht kochen. Gebt ihr ihnen (den anderen Kindern) zu essen." Diese Anweisung muss man nicht erst erklären oder wie wir sagen auslegen.

Zu der Stelle gibt es noch eine weitere Aussage im Jh-Ev:
Joh 6,5-6 hat geschrieben: Als nun Jesus die Augen aufhob und sah, dass eine große Volksmenge zu ihm kommt, spricht er zu Philippus: "Woher sollen wir Brote kaufen, damit diese essen?" Dies sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er selbst wusste, was er tun wollte.
Durch das Zusammenlegen der Berichte ergibt sich ein konkreteres Gesamtbild als nur anhand eines einzlenen Berichts. Hier lesen wir nicht die Anweisung "Gebt ihr ihnen zu essen", aber dafür erfahren wir, dass Jesus den Apostel Philippus auch prüfen wollte. Der wusste klarerweise noch nicht, was Jesus tun wollte, aber er sollte es bald erfahren und nicht nur er, sondern an die 10.000 Menschen.
Abischai hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 23:25 Bist du gemeint, oder galt das einst anderen?
Grundsätzlich denke ich, dass die Evangelien insbesondere jene Worte Jesu überliefern, die von universeller Wichtigkeit sind. Man berichtet über keine Nebensachen, wie z.B. was sie an irgendeinem Shabat gegessen haben, wer etwas zubereiten oder besorgen sollte. Oder wie man sich gekleidet und Stoffe besorgt hatte, wer etwas genäht hatte und dergleichen.

Auf solche Alltagsdinge legen die Kinder dieser Welt Wert. Wenn du an Führungen über Könige oder Hochgestellte teilnimmst, dann sind diese Dinge die Hauptsache, z.B. in welchem Bett Kaiserin Maria Theresia geschafen hatte und wo ihr Nachttopf stand und wer den ausgeleert hat. Oder bei Kirchenführungen erfährt man, wer wo welche Bilder gemalt oder Statuen aus Stein gehauen hat. Dabei sind das meist nur Götzen.

Dafür erfährst zu wenig über die historisch relevanten Tatsachen. Solches musst du als Historiker studieren. So haben die Evangelien einen völlig anderen Stellenwert, als sie darüber berichten, was von Bedeutung ist. Klar gibt es auch Nebensachen, aber nur vereinzelt und diese bilden keinen Schwerpunkt. Eine besondes gewichtige Aussage in dem Kontext sehe ich in dieser:
Mk 13,31 hat geschrieben: Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.
Darher meine ich sind die uns überlieferten Worte von Ewigkeitswert, also auch das: "Gebt ihr ihnen zu essen." Mir sagt es, ich kann alles, wenn ich weiß, diese Anweisung kommt vom Herrn der Herrn und ist nicht nur eine Anweisung meiner Mutter. Darum wurde uns dieses Wort überliefert und andere, die Jesus wohl auch gesagt hatte, nicht.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Hoger
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Hoger »

Helmuth hat geschrieben: Mo 2. Feb 2026, 10:23 Darher meine ich sind die uns überlieferten Worte von Ewigkeitswert, also auch das: "Gebt ihr ihnen zu essen." Mir sagt es, ich kann alles, wenn ich weiß, diese Anweisung kommt vom Herrn der Herrn und ist nicht nur eine Anweisung meiner Mutter. Darum wurde uns dieses Wort überliefert und andere, die Jesus wohl auch gesagt hatte, nicht.
Und wenn die beiden Speisungen aus der Schöpferkraft Jesu heraus wirklich nur diese Speisungsmehrung meinen?

Ist dir noch nie passiert, dass du zu gemeinsamen Zusammenkünften (ich vermeide mal die Bezeichnung "religiöse Feier" bei dir) eingeladen hast und trotz aller Sorge und Ängste für die Versorgung all derer die kommen = dennoch alle satt und zufrieden waren

Ich denke es geht auch durchaus um das persönliche Leben das wir mit Christus führen - wenn wir Texte aus der Bibel lesen
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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Helmuth
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Helmuth »

Um das reine Speisenwunder geht es m.E. eh nicht. Der TE bedient sich dessen als Aufhänger um vielleicht etwas anderes anzusprechen. Dazu muss er sich auch erst äußern. Aber er hat zuerst uns einige Fragen gefragt.

Mir selbst geht es nicht einmal um ein Wunder, sondern dass des Herren Wort eine völlig andere Bedeutung haben kann, als wenn Menschen reden, darum mein Vergleich mit einer Mutter, die anweist ihre Kinder zu nähren.

Der Geist ist aber gleich. Die Mutter will ihre Kinder versorgt wissen, dass keines verloren geht, wohlwissend dass sie das nur beschränkt und irdisch wirken kann, aber es geht ihr um das Leben ihrer Kinder, d.h. geistlich handelt sie gleich wie Jesus.

Gott geht es ums Ganze, darum lehrt Jesus in dem Zusammenhang nicht nur für die irdische Speise zu wirken, sondern für die ewige. Und darin zeigt uns der Sohn Gottes, dass er über der Schöpfung steht, sodass er ihr auch befehlen kann, damit wir genährt werden.

Ganz allgemein gesprochen muss ich mich wiederholen, mit etwas anderen Worten: Wenn Jesus sagt, geh über das Wasser, dann bist du schneller am Ort XY, so geht das nicht nur, er bezweckt damit auch etwas Gutes. Sagt mir meine Mutter das, muss ich überlegen, ob sie noch alle Tassen im Schrank hat. ;)
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Hoger
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Hoger »

Helmuth hat geschrieben: Mo 2. Feb 2026, 14:32 Um das reine Speisenwunder geht es m.E. eh nicht. Der TE bedient sich dessen als Aufhänger um vielleicht etwas anderes anzusprechen
Ja - bei euch Schriftgelehrten geht es immer "um etwas anderes". dass man erst aus der Bibel herauslesen muss.

Zuallererst ist es eine Vermehrung von Speise im Moment der Not und der Satz des Threads weist auf die Möglichkeit. oder das Potential das wir haben, wenn wir der Schöpferkraft Jesu voll vertrauen.

Ins Leben umgesetzt ist dies das Vertrauen darauf, das Speisungen für Viele immer gelingen, (wenn es die Vielen geht) wenn wir darum bitten und dafür beten. Und das haben wir schon oft erlebt.
Es fallen keine Brote von Himmel - aber es wird für alles gesorgt.
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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Zippo
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Zippo »

Abischai hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 23:25 "Gebt ihr ihnen zu essen !"

Der Kontext ist bekannt, der Herr Jesus sagt dieses zu seinen Jüngern, die damit überfordert gewesen sein dürften.

Was sagen Euch diese Worte des Herrn Jesus, habt ihr verstanden, was er damit meinte? Was denkt Ihr, wenn Ihr jene Worte lest oder hört? Bist du gemeint, oder galt das einst anderen?
Diese Worte wurden einleitend vor der Brotvermehrung von dem Herrn Jesus ausgesprochen. Mt 14,16 Es durfte ihm klar gewesen sein, daß nicht genügend da gewesen ist. Was hat er dann damit erreichen wollen, wollte er den Glauben prüfen ?

Andererseits frage ich mich, ob man nun jedes Wort Jesu zur Lehre erheben muß ? Mir sagte mal jemand, das die Apostelbriefe besser für die allgemeine christliche Lehre geeignet sind.
[Eph. 2,19-22] So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn, auf welchem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.
Jetzt haben schon die vom Volk Israel gesagt bekommen, daß sie dem Hungrigen ihr Brot geben sollen.
[Jes. 58,6-8] Das ist aber ein Fasten, das ich erwähle: Lass los, welche du mit Unrecht gebunden hast; lass ledig, welche du beschwerst; gib frei, welche du drängst; reiß weg allerlei Last; brich dem Hungrigen dein Brot, und die, die im Elend sind, führe ins Haus; so du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht von deinem Fleisch.
Alsdann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Besserung wird schnell wachsen, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird dich zu sich nehmen.
Man muß es natürlich auch haben, sonst müßte man Gott fragen, wo man Brot haben kann.

Christen sollen das sicher auch tun, jeder, wie es ihm aufs Herz gelegt wird. Es wird sonst im Weltgericht zur Last gelegt.
[Mt. 25,35-36] Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.
Eigentlich wird es doch darauf hinauslaufen, Geld zu spenden ? Welche Organisationen wären da derzeit empfehlenswert ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Hoger
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Hoger »

Zippo hat geschrieben: Mo 2. Feb 2026, 16:43 Christen sollen das sicher auch tun, jeder, wie es ihm aufs Herz gelegt wird. Es wird sonst im Weltgericht zur Last gelegt.
[
Mt. 25,35-36] Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.
Eigentlich wird es doch darauf hinauslaufen, Geld zu spenden ? Welche Organisationen wären da derzeit empfehlenswert ?
Gibt es keine Menschen in deiner Nähe die Not leiden?
Siehst du es nicht? Hast du keine Zeit?
Ehrenamt ist heute kein Problem

Jesus meinte deine Nächstenliebe - nicht deinen Geldbeutel
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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Magdalena61
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Magdalena61 »

Zippo hat geschrieben: Mo 2. Feb 2026, 16:43 Welche Organisationen wären da derzeit empfehlenswert ?
Spontan: Hilfe für Obdachlose.

Die Zahl der Wohnungslosen hat sich seit 2021 nahezu verdreifacht. Und von denen sind viele obdachlos, d.h., sie müssen auch im Winter auf der Straße leben.



Hier ist die Grafik in dem Video:
https://youtu.be/kg1irdOdi0w?t=382

Wenn du googelst, findest du jede Menge Organisationen. Die Feinarbeit müsstest du selbst machen... recherchieren-- denn Spenden sollen ja schon dort ankommen, wo man sie haben will und nicht irgendwo auf dem Weg versacken.

https://www.aerztederwelt.org/spenden/spenden-fuer-obdachlose

Die Wohnungslosenhilfe e.V. schätzt die Anzahl der Obdachlosen auf mehr als 50 000 (Stand November 2025).

Empfehlung: Gott fragen.
LG
God bless you all for what you all have done for me.
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