Magdalena61 hat geschrieben: ↑So 8. Feb 2026, 02:06
Zum Beispiel assoziieren die meisten Leute "Buße" mit "Strafe".
Wie gesagt ist das nur eine Frage der Bildung. Diese kann man erwerben. Man will das, oder es interessiert dich nicht weiter. Klarweise passe ich meinen Wortschatz an den Bildungsstand und die Situation an aber man muss dazu keine Extralehre bringen. Dann hielte man seine Mitmenschen für dumm und ungebildet. Es kommt vor, dass sie Dinge sogar besser wissen als ich. Nur bedeutet Wissen nicht Glauben. Das wiederum weiß ich.
Ich kenne heute schon die typischen Reaktionen auf die Botschaft vom Kreuz. Dann kann man entweder weiterreden oder es ist an der Stelle auch das Ende. Jesus weist dann an den Staub von den Füßen zu kehren und weiterziehen. Die Jünger mussten das physisch, wir machen es geistlich, indem wir uns anderen zuwenden. Insistieren war nie die Art Jesu.
Ich arbeite auch mit viel Gebet und frage, was derzeit am meisten Sorge oder Angst im Leben bereitet und ich bete dafür offen, wenn ich die Erlaubnis dazu erhalte. Dazu kann man z.B.
Jesaja 53 mit ins Spiel bringen.
Das Gebet mit Unerretteten formuliere ich kurz und bündig, zu Hause ist's intensiver. Beim nächsten Wiedersehen frage ich, ob Gott etwas getan hatte. Also, keine Sorge, ich bin kein Bibelroboter, der Bibelzitate nur nachplappert.
Wenn mich mein Ex-Pastor eines gelehrt hatte, dann war es zu beten. Er hatte seinerzeit eine Vision, dass er eine Gebets-Armee für den Herrn auf die Beine stellen werde. Naja, ist typisch charismatisch, eine Armee ist es nicht geworden, aber zumindest eine Kompanie.
Magdalena61 hat geschrieben: ↑So 8. Feb 2026, 02:06
Es gilt, Brücken zu bauen und irgendwo einen Anknüpfungspunkt zu finden, und das innerhalb des Erfahrungshorizonts meines Nächsten.
Das sind aus meiner Sicht humanistische Gedanken, wie einem die Welt erziehen möchte, dass man doch tolerant sein müsse, wiewohl sie das selbst nicht sind (siehe voriger Beitrag). Ich muss den Nächsten überhaupt nicht genauer kennen. Es ist eher ein Hindernis
--> Markus 6:4. Wo baute Jesus Brücken? Er scheidet die Geister. Hier sein Wort:
Lk 12,51-53 hat geschrieben: Meint ihr, dass ich gekommen sei, Frieden auf der Erde zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung. Denn es werden von nun an fünf in einem Haus entzweit sein; drei werden mit zweien und zwei mit dreien entzweit sein: der Vater mit dem Sohn und der Sohn mit dem Vater, die Mutter mit der Tochter und die Tochter mit der Mutter, die Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und die Schwiegertochter mit der Schwiegermutter.
Dieses Wort hat auch meine Familie entzweit und darunter leide ich bis heute. Und er hat uns ein noch strengeres Wort gegeben:
Lk 14,26 hat geschrieben: Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter und seine Frau und seine Kinder und seine Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein.
Das sind Jesu Worte, wenn es um Nachfolge geht. Darin gilt: Keine Kompromisse. Wo aber sagt Jesus: "Baut Brücken?" Ich bitte um sein Wort. Das hast du von einer Kirche, die ihren Papst Pontifex nennen. Dieses Amt ist m.E. kein Vorbild für die Verkündigung, für mich sogar das Gegenteil.
Magdalena61 hat geschrieben: ↑So 8. Feb 2026, 02:06
Man kann auch dort weiterdiskutieren. Einiges müsste man vielleicht abtrennen... bereinigen.
Der Thread "Was ist das Evangelium" war erfolgreich. Der weiterführende nicht. Es verließ mich dabei mein Freund Rilke um dessentwillen ich mir die Mühe gemacht hatte. Wir können es hier versuchen, aber die Basis muss Jesu Wort und Tat sein. Was Rilke dazu geschrieben hat, war für mich nichts was mit Jesu Wort und Tat bzgl. Verkündigung zu tun hat.
In der Hinsicht habe ich doch etwas Erfahrung gesammelt. Ohne mich überheben zu wollen, ich stand in dem Dienst viele Jahre, nicht an der Front, aber in der Jüngerschaftsbildung, die nach einer Bekehrung zu tun ist. Heute diene ich als Verkündiger nur im Freundes- und Bekanntenkreis, und nur dann wenn der Herr dazu hinführt. Doch da wieder ist Authentizität wichtig, aber vor allem Demut.
Im Kollektiv zu arbeiten ist optimal, aber das geht nur, wenn der Heilige Geist dazu ausgegossen ist. Geht er zurück, wie nun seit mehreren Jahren der Fall, kannst du es nicht mit menschlichem Druck tun. Daran ging mein Pastor drauf. Daher mein Rückzug auf den Bekanntenkreis. Aber wenn der Herr erneut ruft, ich wäre wieder bereit.
Dann ist es wieder eine neue Form des Kreuzes auf sich zu nehmen, denn es ist schon klar, dass man sich auch damit keine Freunde macht. Nun aber darf das bei der Verkündigung keine Rolle spielen, wie schon Jakobus ermahnt:
Jak 4,4 hat geschrieben: Ihr Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer nun irgend ein Freund der Welt sein will, erweist sich als Feind Gottes.
Diejenigen, die ihr gesamte Leben der Verkündigung gewidmet haben, weil der Geist dazu angetrieben hatte, diese haben in der Regel auch ihr Leben verloren. Und die es erhalten wollten, haben begonnen Kompromisse zu schließen mit der Welt. Der Herr gibt uns aber diese alle Welt übersteigende Versicherung, was aber wieder zwei Seiten hat, wie er sagt:
Lk 9,24 hat geschrieben: Denn wer irgend sein Leben erretten will, wird es verlieren; wer aber irgend sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es erretten.