Hier wäre eine genaue Definition der Worte Jesu erforderlich, sie müssen ausgelegt werden.Zippo hat geschrieben: ↑Mo 16. Feb 2026, 13:05Ich meine, daß dies unbedingt bei einem evangelistischen Gespräch oder Verkündigung zur Sprache kommen muß, damit sich die Zuhörer auch persönlich angesprochen fühlen.[Mt. 12,36-37] Ich sage euch aber, dass die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.
Die Worte stehen in einem Kontext. Und vor den "unnützen Worten" steht die Warnung vor der Sünde gegen den Heiligen Geist... Mt. 12 Das Urteil "Otterngezücht" bezieht sich eindeutig auf die Pharisäer, die argwöhnten, Jesus habe aus dem Besessenen, der blind und stumm gewesen war, die Dämonen in der Kraft des Satans ausgetrieben.
Diesen Kommentar zu Mt. 12, 36 finde ich recht gut:
Was ich fett marktiert habe, betrifft exakt auch jede Kommunikation mit Nichtchristen.Zum Thema menschliche Kommunikation hat sich auch Jesus mehrfach geäußert und das sehr deutlich. Andere Menschen mit meinen Worten herabwürdigen, beleidigen, verächtlich machen, verurteilen oder gar einschüchtern, geht gar nicht. (Matthäus 5,22) Vom Thema Lügen verbreiten, mal ganz zu schweigen. Da gibt es auch keine Grauzone.
Jesus bringt das mal so auf den Punkt: „Ich sage euch: Am Tag des Gerichts werden die Menschen Rechenschaft ablegen müssen über jedes unnütze Wort, das sie geredet haben." (Matthäus 12,36) Jesus meint hier nicht schlechte Witze oder Scherze, die ich mal mache oder Themen, die andere als unnütz ansehen. Nein!
Es geht um Verleumdung, üble Nachrede, lügen und betrügen, Gerüchte verbreiten und alles, was anderen Menschen in irgendeiner Form schadet, ihnen Angst macht oder sie seelisch verletzt. Darüber werden alle Menschen Rechenschaft ablegen müssen vor Gott.
Also sollte ich, bevor ich den Mund aufmache oder jemandem etwas schreibe, darüber nachdenken, was ich tatsächlich wie sagen will. Falls ich Menschen kritisieren will, dann so, dass es nicht verletzend ist. Wenn es Manieren sind, die uns zu Menschen machen, dann sind es unsere Worte, die uns als Menschen kennzeichnen, die Jesus nachfolgen und seine Worte ernst nehmen. Und das gilt in jeder Lebenslage, heute, morgen und immer.
Quelle
Wenn du meinst, du musst ihnen ihre Sünden vorhalten, obwohl das Unrechtsbewußtsein, das du wie selbstverständlich voraussetzt, noch gar nicht vorhanden ist, dann ist das verletzend, und viele werden sich abwenden und nicht mehr mit dir reden wollen.
Von jemandem verlangen, er solle sich als Sünder outen und am besten die Sünden auch gleich bekennen... genauso gut könntest du fordern, er solle sich auf der Stelle nackt ausziehen.
Das ist etwa genauso "unmöglich". Vielleicht kannst du es jetzt besser nachvollziehen, wie sich ein Unwissender fühlt, wenn man ihm so nahe tritt.
Warum die Forderung eines öffentlichen Sündenbekenntnisses gegenüber einem Privatmann ein No Go ist, das können wir gerne gesondert erörtern.
Verlangen eure Evangelisten denn von der versammelten Menge die detaillierte Aufzählung ihrer Sünden; von jedem einzelnen Besucher?
So etwas habe ich noch NIE erlebt.
Ich hatte eine Möglichkeit aufgezeigt, wie man Sünde und das Gericht Gottes durchaus ungeschminkt thematisieren kann, ohne das Gegenüber vor den Kopf zu stoßen, was natürliche Abwehrreaktionen provozieren würde: Man spricht von der Sünde anderer, von allgemein bekannten Verfehlungen/ einem zweifelhaftem Verhalten Dritter.
Gelegenheit dazu gibt es genug in Politik und Gesellschaft. Wenn man sich offen und interessiert mit den Menschen unterhält, findet man heraus, wie sie drauf sind.
Heute ist es nicht ganz einfach, politische Themen betreffend, weil die Gesellschaft gespalten ist; weil Propaganda ohne Unterlass gesendet und verbreitet wird, und weil viele sich nicht mehr getrauen, ihre eigenen Gedanken zu formulieren und ihre ehrliche Meinung zu sagen.
Aber irgendetwas wird man finden... Heizungsgesetz ... Vetternwirtschaft... Schuldenbremse... Messerattacken... Abgabenlast... Impfpflicht... -- Angriffskrieg... die "Brandmauer" als Manifest der Bosheit, der Geringschätzung des Wählerwillens und der Verachtung demokratischer Prinzipien ... Ermordung von Charlie Kirk und anderen... Attentate in Schulen... Nigeria... Anschläge auf Kirchen und Kleriker... Steuerverschwendung... Klimaaktivisten Straßenkleber... das ergibt sich dann, und wenn Gott mitreden darf bei den übereifrigen Gerichtspredigern, dann kommen im Verlauf einer Unterhaltung Gedanken auf, die sich einbauen lassen.
BITTE lies den Kontext!Zippo hat geschrieben: ↑Mo 16. Feb 2026, 13:05So predigt Paulus den Athenern:[Apg. 17,30-31] Und zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit übersehen; nun aber gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu tun, darum dass er einen Tag gesetzt hat, an welchem er richten will den Kreis des Erdbodens mit Gerechtigkeit durch einen Mann, in welchem er’s beschlossen hat und jedermann vorhält den Glauben, nachdem er ihn hat von den Toten auferweckt.
Vers 22: Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt.
LG