Gehorsam des Glaubens

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Magdalena61
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Gehorsam des Glaubens

Beitrag von Magdalena61 »

Röm. 1, 5-6 (LUT): Durch ihn haben wir empfangen Gnade und Apostelamt, den Gehorsam des Glaubens um seines Namens willen aufzurichten unter allen Heiden, zu denen auch ihr gehört, die ihr berufen seid von Jesus Christus. 
Röm. 16, 25-27 (LUT): Dem aber, der euch stärken kann gemäß meinem Evangelium und der Predigt von Jesus Christus, gemäß der Offenbarung des Geheimnisses, das seit ewigen Zeiten verschwiegen war, nun aber offenbart und kundgemacht ist durch die Schriften der Propheten nach dem Befehl des ewigen Gottes, den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Heiden, ihm, dem einzigen und weisen Gott, sei durch Jesus Christus Ehre in Ewigkeit! Amen. 
Hebr. 5, 8-10 (LUT): So hat er, obwohl er der Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. Und da er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber der ewigen Seligkeit geworden, von Gott genannt ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks. 
2. Thess.1, 7-8(LUT): Denn es ist gerecht bei Gott, dass er denen vergilt mit Bedrängnis, die euch bedrängen, euch aber, die ihr Bedrängnis leidet, Ruhe gibt zusammen mit uns, wenn der Herr Jesus offenbart wird vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht in Feuerflammen. Dann wird Gott Vergeltung üben an denen, die ihn nicht kennen und die nicht gehorsam sind dem Evangelium unseres Herrn Jesus. 
Das ist erklärungsbedürftig.

Die meisten Übersetzungen schreiben "Gehorsam des Glaubens" oder "Glaubensgehorsam".
"Dem Evangelium gehorchen"--
Was genau ist gemeint?

Wie kann man das Nichtchristen erklären?

Das sieht schon etwas ernster aus:
2.Thess. 1, 11-12 (LUT): Deshalb beten wir auch allezeit für euch, dass unser Gott euch würdig mache der Berufung und vollende alles Wohlgefallen am Guten und das Werk des Glaubens in Kraft, damit bei euch verherrlicht werde der Name unseres Herrn Jesus und ihr in ihm nach der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus.
LG
God bless you all for what you all have done for me.
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Isai
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Re: Gehorsam des Glaubens

Beitrag von Isai »

Guten Morgen :-)



Zum Glaubensgehorsam fällt mir noch dieser Vers ein:

Apostelgeschichte 24:24, 25 hat geschrieben: Nach etlichen Tagen aber kam Felix mit Drusilla, seinem Weibe, die eine
Jüdin war, herbei und ließ den Paulus holen und hörte ihn über den Glauben
an Christum.

Als er aber über Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und das kommende
Gericht
redete, wurde Felix mit Furcht erfüllt und antwortete: Für jetzt gehe
hin; wenn ich aber gelegene Zeit habe, werde ich dich rufen lassen.


Lieben Gruß,

Isai
So ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus Dem alles und wir in Ihm
und nur Einer Herr, Jesus Gesalbter, durch Den alles und wir durch Ihn.
1. Korinther 8:6
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Johncom
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Re: Gehorsam des Glaubens

Beitrag von Johncom »

Magdalena61 hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 00:55 Das ist erklärungsbedürftig.

Die meisten Übersetzungen schreiben "Gehorsam des Glaubens" oder "Glaubensgehorsam".
"Dem Evangelium gehorchen"--
Was genau ist gemeint?

Wie kann man das Nichtchristen erklären?
Was auch immer gemeint ist, es wird lebendig und anschaulich, wenn man es lebt. Manche "Nichtchristen" erinnern sich an die Verse noch aus dem Konfirmandenunterricht, aber sie hatten ganz andere Fragen, auf die der Lehrer gar nicht vorbereitet war.

Nichtchristen lernen aus der Stärke, der Angstfreien Zuversicht echter Christen.

Warum will man Menschen etwas erklären. Man könnte sie doch fragen: kann ich dir helfen? Wo klemmts. Suchst du Frieden, Sicherheit, Freiheit von Angst? .. Dann kann ich dir eine Lösung anbieten. Aber diese Lösung sollte man schon in sich selbst verwirklicht haben. Diese Freiheit, dieser innere Frieden.
Eine Himmel-Hölle Erwartung NACH diesem Leben hier ist in der heutigen Zeit nur schwer zu vermitteln. Und auch nicht Glaubensgehorsam. Die Menschen schauen auf eine Geschichte zurück, in der Gehorsam erzwungen wurde, aber immer zu Unheil führte.
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Helmuth
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Re: Gehorsam des Glaubens

Beitrag von Helmuth »

Magdalena61 hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 00:55 "Dem Evangelium gehorchen"-- Was genau ist gemeint?
Wie immer alles nur meine theologische Auffassung. Dazu meine Stellungnahme zur gefälligen Hilfestellung:

Ich interpretiere das derart, dass jemand dem Aufruf zur Umkehr nicht Folge leistet. Weiters kann Paulus damit solchen meinen, die sich in die Gemeinde einschleichen, aber keine Umkehr (Neugeburt) durchlaufen haben. Sie folgen möglicherweiswe einem anderen Evangelium, für Paulus war das eine verfluchte Situation.

Im 1. und 2. Joh-Brief werden sie später Antichristen genannt. Man erkennt sie entweder an der offenkundigen Irrlehre, die nicht dem Evangelium entspricht, oder besser noch an den Früchten. Sie bringen keine gemäß der gesunden Lehre, wie Jesus und seine Apostel uns die wahren Werte und die gesunde Lebensweise gelehrt haben.
2. Tim 1,13-14 hat geschrieben: Halte fest das Bild gesunder Worte, die du von mir gehört hast, in Glauben und Liebe, die in Christus Jesus sind. Bewahre das schöne anvertraute Gut durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt.
Wer zum Glauben kommt, lernt auch Gehorsam, anders kann man nicht gesund wachsen, Aber es geht nicht umgekehrt, dass man versucht gehorsam zu sein, hat aber noch gar keinen Glauben, weil die Umkehr fehlt. Wie bitte soll das gehen? Und vor allem: Wem gehorcht man dann?

Es macht also m.E. nur wenig Sinn Nichtchristen oder Scheinchristen christliche Werte zu predigen. Man kann sie erläutern und besprechen, mehr nicht. Sie müssen erst zur Umkehr geleitet werden. An Jesus sieht man, dass er Umkehrwilligen Beistand gewährt, Unwilligen hingegen predigt er ihr Gericht. Den Willigen biete ich Freundschaft an und dann bete ich, dass der Herr durch mich auch zieht.
Magdalena61 hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 00:55 Wie kann man das Nichtchristen erklären?
Wie erläutert gar nicht. Soll ich dir die Wellenausbreitung des Lichts in Glasfaserkabeln erklären? Ich kann das, weil ich das gelernt und 30 Jahre damit gearbeitet habe. Gelernt bedeutet noch nicht verstanden. Verstanden bedeutet noch nicht umgesetzt. Umgesetzt bedeutet noch nicht funktionsfähig. Es ist das alles ein anhaltender Lernprozess und im Grunde lernt man nie aus.

Einem Nichtchristen predige man bei guter Gelegenheit das Evangelium, den Kern, die sog. Botschaft vom Kreuz. Und wenn geht, dann nicht allein, sondern zu zweit oder in einer Gruppe. Ansonsten führe ich einfach Gespräche und schau mir an, ob er sich weiter ziehen lässt.

Wenn sich die Person ziehen lässt, dann warte man eine gute Gelegenheit ab und oder man nimmt sie zu einer Veranstaltung mit, wo man das Evangelium mit Kraft predigt. Dort überlasse ich es dem Herrn, was er mit dem Menschen tut. Mein Teil ist dann das Gebet.

Aber ich habe auch erlebt, dass Menschen wieder gehen. Das liegt nicht an uns, denn es ihre eigene Entscheidung nachfolgen zu wollen oder nicht bzw. auch nur so zu tun als ob. Dazu ein erfahrener Berufener:
2. Tim 4,3 hat geschrieben: Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen werden, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, indem es ihnen in den Ohren kitzelt.
Man lerne in dem Sinn von denen, die Erfahrung in der Evangelisation gesammelt haben. Und wenn du meinen Rat willst, dann sage ich: Strudle dich nicht ab, als hinge alles von dir ab, dass genau du die Botschafterin bist, die Erzieherin im Glauben, die Lehrerin und die Versorgerin. Gott verteilt die Gaben bzw. Aufgaben dazu. Was einem nicht obliegt, vermittelt man.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Lena
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Re: Gehorsam des Glaubens

Beitrag von Lena »

1.Petr. 1,15 hat geschrieben: sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.
So verstehe ich diesen Gehorsam und am besten erklärt man das andern indem man ihn lebt.
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Abischai
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Re: Gehorsam des Glaubens

Beitrag von Abischai »

Ich habe den Begriff "Gehorsam" immer so verstanden, und zwar aus der Lebenserfahrung heraus, indem sich herauskristallisiert was Gehorsam ist, und was er nicht ist, bzw. was das Gegenteil davon ist, also "Ungehorsam".

Gehorsam ist die Kultur des Zuhörenwollens. Ungehorsam hingegen ist die Kultur des Weghörenwollens, das Ohr verschließen.
Ge~bzw. Unge~horsam erzeigen sich nicht an einem einzelnen Tun oder Lassen, sondern an der generellen Haltung dazu, die die Grundausrichtung eines Menschen kennzeichnet.
Man kann auch in einer einzigen Sache gehorsam sein oder ungehorsam, aber m.E. geht es um die globale Sache.

Das gilt entsprechend auch für das Hinsehen und Hingehen, wenn der Herr (Grund des Glaubens) dies wünscht.

Das verdeutlicht sich vielleicht gut an ähnlichen Eigenschaften* wie Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit. Auch diese Grundhaltung wird nicht durch einzelne Abweichungen infrage gestellt, sondern stellen eine Kultur der grundsätzlichen Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit dar.

____________
*Eigenschaften: ich verstehe Gehorsam und Bußfertigkeit u.a. als grundsätzliche Charakteristika eines Menschen.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
renato23
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Re: Gehorsam des Glaubens

Beitrag von renato23 »

Lena hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 11:12
1.Petr. 1,15 hat geschrieben: sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.
So verstehe ich diesen Gehorsam und am besten erklärt man das andern indem man ihn lebt.
Liebe Lena, besser kann man m.E " Gehorsam gegenüber dem Evangelium Jesus" für Anteilhabe und Mitbau am Reich Gottes, Erlösung vom Bösen nicht erklären.

Für Paulus ist es ja auch eine Selbstverständlichkeit, dass die Christus angehören, sich alle von Gottes Liebe trennenden Bosheiten (Gal.5.19-21)abgewöhnt haben.

Johannes stellt in 1. Joh 3.3 ebenfalls fest
Wer solche Hoffnung hat auf ihn reinigt sich wie er rein ist
Gesegnete Grüsse renato
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Helmuth
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Re: Gehorsam des Glaubens

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 11:41 Gehorsam ist die Kultur des Zuhörenwollens.
Gehorsam leitet sich auch vom Wort "hören" ab. Wem mein Gehör gehört, dem zolle ich Gehorsam. Interessant ist im Deutschen auch der Konnex zum Besitz. Auf wen ich höre, dem ge-höre ich. Diese Sprechweise hat auch einen geistlichen Sinn.

Dabei geht es nicht um das physische Hören, welches lediglich die organische Schöpfungsgrundlage bildet, dass uns Gott Ohren zum Hören gemacht hat, sondern wie du richtig sagst, ist es eine Haltung.

Ob Kultur, kann ich nicht sagen, weil ich damit keine kulturspezifische Sache verbinde, sondern Herzenssache. Es ist für mich auch Willenssache, was du ebenfalls als das "Zuhörenwollen" charaktersiert hast. Wem will ich dienen, gemeint grundsätzlich? Dem Herrn oder anderen Dingen? Oder, was dasselbe meint: Wem gehört (wieder die Besitzanzeige im geistlichen Sinn) mein Herz?

Und ich stimme auch überein, dass dies damit unseren persönlichen Charakter ausmacht, ob man dem Herrn angenehm oder ein Dorn im Auge ist. Leute die immer widersprechen, weil sie auf nichts hören wollen, gelten auch unter Menschen als unbeliebt und unsympathisch.

Den direkten Konnex zwischen Gehorsam und hören zeigt uns wieder einmal unsere hebräische Wurzel. Dazu zitiere ich ein Wort Moses:
5. Mo 28,1 hat geschrieben: Und es wird geschehen, wenn du der Stimme JHWH's, deines Gottes, fleißig gehorchst, dass du darauf achtest, alle seine Gebote zu tun, die ich dir heute gebiete, so wird JHWH dein Gott, dich zur höchsten über alle Nationen der Erde machen; ...
Abhängig davon, ob du der Stimme gehorchst oder nicht, folgt dann entweder Segen oder Fluch. Im Hebräischen ist das gleichbedeutend mit "wenn du fleißg auf die Stimme JHWH's hörst. Gehorchen und hören sind dasselbe Wort.

Es wird nur in eine entsprechend andere Form gebracht bzw. muss der Kontext anzeigen, in welchem Sinn es gemeint ist, ob natürlich oder geistlich. Bei uns geht nicht um das pyhsische Hören, sondern um ein Befolgen. Als gutes Beispiel sehe ich auch dieses Wort Jesu:
Joh 10,27 hat geschrieben: Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir.
Vom Kontext her sollte klar sein, dass damit keine akustische Stimme gemeint ist, sondern Jesus spricht unseren Gehorsam an. Desgleichen gilt für folgen. Es geht nicht darum Jesus physisch nachzufolgen, weil das gleichermaßen keinen Sinn ergibt, sondern, dass zwischen ihm und seinen Nachfolgern eine Herzensverbundenheit exisitert.

Ich mache entweder seinen Willen zu meinem, oder ich sage wie Jesus: "Dein Wille geschehe", wie er auch zu seinem Vater spricht. Mein Wille kann anders sein als der des Herrn, aber ich ordne mich ihm unter, dann ist der Gehorsam perfekt.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Gehorsam des Glaubens

Beitrag von Zippo »

Magdalena61 hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 00:55
Röm. 1, 5-6 (LUT): Durch ihn haben wir empfangen Gnade und Apostelamt, den Gehorsam des Glaubens um seines Namens willen aufzurichten unter allen Heiden, zu denen auch ihr gehört, die ihr berufen seid von Jesus Christus. 
Es geht um eine Verbindung von Glauben und Handeln, sagt auch KI in diesem Zusammenhang. So in etwa, wie wir es bei Abraham sehen können, dessen Nachkommen und Erben wir geworden sind Gal 3,29
Hebr 11,8
Durch den Glauben ward gehorsam Abraham, da er berufen ward, auszugehen in das Land, das er ererben sollte; und ging aus und wusste nicht wo er hinkäme.
...
[Heb 11,17-18] Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, da er versucht ward, und gab dahin den Eingeborenen, da er schon die Verheißungen empfangen hatte, von welchem gesagt war: „In Isaak wird dir dein Same genannt werden“;
Abraham hörte auf Gott, wie das später nie wieder jemand getan hat und wurde zum Vorbild und geistigen Vater aller, die durch den Glauben gerecht werden.
Magdalena
Hebr. 5, 8-10 (LUT): So hat er, obwohl er der Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. Und da er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber der ewigen Seligkeit geworden, von Gott genannt ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks. 
2. Thess.1, 7-8(LUT): Denn es ist gerecht bei Gott, dass er denen vergilt mit Bedrängnis, die euch bedrängen, euch aber, die ihr Bedrängnis leidet, Ruhe gibt zusammen mit uns, wenn der Herr Jesus offenbart wird vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht in Feuerflammen. Dann wird Gott Vergeltung üben an denen, die ihn nicht kennen und die nicht gehorsam sind dem Evangelium unseres Herrn Jesus. 
Das ist erklärungsbedürftig.

Die meisten Übersetzungen schreiben "Gehorsam des Glaubens" oder "Glaubensgehorsam".
"Dem Evangelium gehorchen"--
Was genau ist gemeint?

Wie kann man das Nichtchristen erklären?
Paulus erklärt, wie er zum Glauben kam und dann unmittelbar auch gehorsam war, das finde ich immer beeindruckend.
Spoiler: anzeigen
[Apg 26,12-20] Über dem, da ich auch gen Damaskus reiste mit Macht und Befehl von den Hohenpriestern, sah ich mitten am Tage, o König, auf dem Wege ein Licht vom Himmel, heller denn der Sonne Glanz, das mich und die mit mir reisten, umleuchtete. Da wir aber alle zur Erde niederfielen, hörte ich eine Stimme reden zu mir, die sprach auf hebräisch: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Es wird dir schwer sein, wider den Stachel zu lecken. Ich aber sprach: Herr, wer bist du? Er sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst; aber stehe auf und tritt auf deine Füße. Denn dazu bin ich dir erschienen, dass ich dich ordne zum Diener und Zeugen des, das du gesehen hast und das ich dir noch will erscheinen lassen; und ich will dich erretten von dem Volk und von den Heiden, unter welche ich dich jetzt sende, aufzutun ihre Augen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zu dem Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Vergebung der Sünden und das Erbe samt denen, die geheiligt werden durch den Glauben an mich. Daher, König Agrippa, war ich der himmlischen Erscheinung nicht ungläubig, sondern verkündigte zuerst denen zu Damaskus und Jerusalem und in alle Gegend des jüdischen Landes und auch der Heiden, dass sie Buße täten und sich bekehrten zu Gott und täten rechtschaffene Werke der Buße.
Bei gewöhnlichen Menschen geht das ähnlich. Sie vertrauen dem Evangelium und dann tun sie, was der Geist Gottes ihnen aufs Herz legt.
Magdalena

Das sieht schon etwas ernster aus:
2.Thess. 1, 11-12 (LUT): Deshalb beten wir auch allezeit für euch, dass unser Gott euch würdig mache der Berufung und vollende alles Wohlgefallen am Guten und das Werk des Glaubens in Kraft, damit bei euch verherrlicht werde der Name unseres Herrn Jesus und ihr in ihm nach der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus.
LG
Es wird wohl sein, daß Christen auf ihren ersten Wegen viel Gebet brauchen.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Gehorsam des Glaubens

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 17:13 Es geht um eine Verbindung von Glauben und Handeln, sagt auch KI in diesem Zusammenhang.
Gut erkannt meine ich. Die KI sagt zwar nichts, aber dieser Sprachgebrauch dürfte sich einbürgern. Die KI filtert heraus, was die Theologie lehrt und das "sagt" sie dann als Text-Output. In der Hinsicht dient sie uns durchaus nutzbringend. Aber was du sagst, das sagen auch der Apostel Paulus und insbesondere dazu Jakobus, der Bruder unseres Herrn, dessen Worte biblischen Rang erworben haben:
Jak 2,14-17 hat geschrieben: Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Kann etwa der Glaube ihn erretten? Wenn aber ein Bruder oder eine Schwester nackt ist und der täglichen Nahrung entbehrt, jemand von euch spricht aber zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht das für den Leib Notwendige – was nützt es? So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot.
Was sich zunächst widersprüchlich anhört, dass der Glaube nicht errettet, weil Paulus auf "sola fide" setzt, wird rasch aufgelöst, weil auch der Glaube differenziert werden muss. Hier sagt Jakobs, wer seinen Brüdern in Notsituationen nicht hilft, dessen Glaube ist wertlos, also tot. Nicht jeder Glaube ist ein errettender Glaube. Dazu gibt er noch ein sehr deutliches Beispiel:
Jak 2,19 hat geschrieben: Du glaubst, dass Gott einer ist, du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern.
Keiner wird wohl der Meinung sein, dass der Glaube eines Dämons mit unserem Glauben etwas zu tun hätte. Daher muss, wie ja in so vielen Dingen, auch hier differenziert werden. Wenn Paulus über den Glauben redet, dann meint er den einen und einzigen, der auch zu erretten imstande ist. Es gibt also nur einen als quasi "una fides" und das betont er hier:
Eph 4,5 hat geschrieben: Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ...
"Ein" ist hier kein Artikel (wie es auf Deutsch gelesen werden könnte), sondern ein Numerus. im Sinne von "ein einziger". Da es in der Hinsicht viele Glaubensrichtungen gibt, muss das bei der Thematik über den Gehorsam berücksichtigt werden.

Ich habe Brüder, die tun Dinge, weil sie daran glauben, was für mich hingegen Götzendienst wäre. Inwiewie sie dann Brüder sind, ist unser Kampf in der rechten Nachfolge. Ich gehorche, so meine Intention, Gottes Wort, aber nicht jeder Theologie, selbst wenn Millionen das so glauben und danach handeln.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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