Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

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Larson
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Larson »

Helmuth hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 09:42 Das Thema ist ja das Evangelium. Also frage ich konkret: Hast du Jesus schon als deinen Erlöser gefunden? Hast du ihn aufgenommen und als deinen Herrn angenommen? Und wurden deine Sünden auch vergeben?
Ok, du hast nicht mich gefragt…. Aber:

Süden werden durch Umkehr vergeben, nicht durch ein Bekenntnis. Solches wiederspräche den Aussagen Gottes durch Mose und der Propheten. Und diese kann auch die „beste“ und „tiefsinnige“ Theologie nicht überwinden, da sie abseits der Tenach ist.
Der Mensch braucht keinen „Erlöser“ im christlichen Sinn, sondern Hinwendung zum alleinen Gott
Helmuth hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 09:42 Diese Fragen kann man m.E. nur mit ja oder nein beantworten, und nichts dazwischen, auch wenn die Umstände, wie jeder zu Jesus findet, und welche Sündenlast dich geplagt hat, individuell sind.
Weshalb sollte der Mensch etwas annehmen, was nicht plausibel ist und der Lehre des Ewigen widerspricht?
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Magdalena61
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Helmuth hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 14:44 Man hat Jesus oder man hat ihn nicht.
:?

Muss das wirklich sein?

Bitte... es ist doch anders herum.

Nicht: "Ich habe Jesus". Sondern:
"Jesus hat mich".




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Das ist schon wichtig. Sehr wichtig.
LG
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Abischai
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Abischai »

Larson hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 14:46nden werden durch Umkehr vergeben, nicht durch ein Bekenntnis.
Fast...
Sünden werden nicht "durch" Umkehr vergeben. Das ist immer an das Wesen und Wirken Gottes gebunden. Vielleicht infolge Umkehr, aber nicht durch. Gott vergiebt wenn er das für richtig hält. Die Bedingung ist immer Umkehr, ohne die läuft gar nichts. Aber entscheidend ist, daß Gott vergeben kann und daß er das auch gern tun und grundsätzlich will.
Das Bekenntnis der Sündenist ein Werk, welches die Echtheit der Umkehr unter Beweis stellt. Wer seine Sünden nicht bekennen will, der will sie schönreden oder verheimlichen. König David hat das mal versucht und in einem Psalm dann gesungen: "als ich schweigen wollte, verschmachteten meine Gebeine" (in der Sache mit Batseba und Uria).
Der Apostel Johannes hat das im ersten Brief kurz und präzise markiert 1.J.1;9 (7-9).
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Larson
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Larson »

Abischai hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 15:32
Larson hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 14:46nden werden durch Umkehr vergeben, nicht durch ein Bekenntnis.
Fast...
Sünden werden nicht "durch" Umnkehr vergeben. Das ist immer an das Wesen und Wirken Gottes gebunden. Vielleicht infolge Umkehr, aber nicht durch. Gott vergiebt wenn er das für richtig hält. Die Bedingung ist immer Umkehr, ohne die läuft gar nichts. Aber entscheidend ist, daß Gott vergeben kann und daß er das auch gern tun und grundsätzlich will.
Sicher, Gott ist nicht an eine Pflicht „vergeben“ gebunden, und so auch nicht an eine theologisch „Pflicht“ der christlichen Lehre.
Aber Gott will ja das Gute im Menschen bewirken.
Mal 1,6 Ein Sohn soll den Vater ehren und ein Knecht seinen Herrn. Wenn ich denn Vater bin, wo ist meine Ehre? Und wenn ich Herr bin, wo ist meine Furcht?, spricht der HERR der Heerscharen zu euch, ihr Priester, die ihr meinen Namen verachtet und doch sprecht: Womit haben wir deinen Namen verachtet?

Mal 3,20 Aber euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen mit Heilung in ihren Flügeln. Und ihr werdet ausziehen und hüpfen gleich Mastkälbern;
Und dieser Name dort im Kontext ist allein JHWH Zebaoth.
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Abischai
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Abischai »

Larson hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 15:38 Und dieser Name dort im Kontext ist allein JHWH Zebaoth.
Ja. Und Johannes bejubelt das in den ersten Versen des nach ihm benannten "Evangeliums".
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Larson
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Larson »

Abischai hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 15:42
Larson hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 15:38 Und dieser Name dort im Kontext ist allein JHWH Zebaoth.
Ja. Und Johannes bejubelt das in den ersten Versen des nach ihm benannten "Evangeliums".
Ps 25,11 Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß.

Der Ewige vergibt um seines Namens willens. Er braucht dazu keine Gegenleistung, aber ein bussfertiges Herz, welches das Leben ändert.

Dazu braucht man kein hellenistisches Johannes-Logos.

Und hier:
Joh 8,11 Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr! (auch Joh 5,14)

Hier die Ehebrecherin, welche zu Jeshua gebracht wurde. Keiner wagte, einen Stein zu heben. Auch Jesus verurteilte nicht, sondern forderte zur Teschuva auf, zur Reue, Busse und Umkehr, Umkehr zum Ursprünglichen, indem er die Frau aufforderte, nicht mehr zu sündigen. Und woher nahm die Frau den Massstab, die Regel, nach welchen Weisungen und Richtlinien wusste sie, was gut und recht ist, um ihr Leben richtig zu gestalten? Einzig allen aus der Torah!
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Hiob
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Hiob »

Magdalena61 hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 14:43 "einen Tee zubereiten aus den Blättern der Lebensbäume"
Schönes Bild. Es gibt Menschen, die auf einfach tiefe Weise genau das tun. Solche Menschen sind mir voraus. Aber das macht nichts. Denn wenn jemand eher als ich ankommt, heißt es ja nicht, dass andere nicht genauso ankommen. Insofern: Wir sollten das Evangelium zu verstehen versuchen und nicht als Drohbotschaft vermitteln. Und immer wieder: Im Namen des Evangeliums wird soviel Antichristliches gesagt, dass es eigentlich nur geistig Menschen in die Finger kriegen sollten - aber wie will man das machen? geht nicht.
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Helmuth
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Helmuth »

Magdalena61 hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 14:43 Man kann "ja" oder "nein" antworten. Aber - man kann auch "wollen" und sich übelst täuschen. Fünfzig Prozent derer, die sich "zu Jesus bekennen", zählen zu denen, die der Herr nie gekannt hat.
In der österr. RKK schätze ich diese sogar weit über 80%, wenn nicht noch mehr. Den Hauptgrund sehe ich darin, dass die RK-Kirche in Österreich so gut wie gar nicht das Evangelium verkündet, wie es Jesus gelehrt und praktiziert hat. Das sage ich aus eigener Erfahrung.

Bei unserem Bruder Rilke liegen die Verhältnisse in England anders, was mich wirklich sehr freut, dennoch attestierte auch er, dass in England die Mehrzahl Traditionschristen sind. Das sind in unserem Sinne keine Jünger, sondern solche, "die der Herr nicht kennt."

In den Freikirchen liegt der Prozentsatz nach meiner Beobachtung weit unter 20%: d.h. es reduziert sich auf einige Mitläufer. Man erkennt diese mit der Zeit und wenn man sie damit konfrontiert, führt das oft dazu, dass sie gehen —> Bodenklasse II bzw. III nach Jesu Sämannsgleichnis.
Magdalena61 hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 14:43 Mir hast du auch schon attestiert, "wie ein Atheist zu argumentieren", weil du nicht verstanden hast, was ich meinte oder meinen Gedankengang für nichtig erklären wolltest.
Attestiert ist nicht ganz korrekt, ich habe es verglichen. Ab einem gewissen Punkt will ich nicht mehr weiterdiskuteren, weil es mehr auseinanderdriftet als zusammenführt. Du wirst es ertragen wie ich Angänge anderer auch zu verkraften habe. Doch auch ich meine, was ich sage und wiederhole mich nochmals (viellleicht nützt es):

Es gibt grob gesehen zwei Dienste: Den Dienst der Heranführung und den Dienst der Evangelisation. Das sind keine Gegner, sondern Partner wie der Sämann und der Erntearbeiter. Sie dienen beide dem Herrn, jeder wie der Herr zuteilt und begabt.

Die Heranführung lässt sich als Ziehen des Vaters erklären. Dabei wirkt der Heilige Geist so, dass er uns dazu benutzt, um Menschen Jesus schmackhaft zu machen. Es zieht sie damit an dir etwas an, was dem Christus entspricht. Mehrere Bekannte fanden anziehend wie ich zu gewissen Dingen stehe und welche Chraktermerkmale mein Wesen ausmachen. Aber das führte nicht zu ihrer Umkehr.

Deshalb haben wir die, die wir für "erntereif" hielten, z.B. zu Alpha-Kursen eingeladen oder anderen Veranstaltungen. Siele sind auch gekommen. Dort wurden sie mit dem Evangelium konfrontiert, und das wirkte bei dem einen und bei anderen nicht. Umkehrwillige wurden damals nicht meiner Obhut anvertraut, so weiß ich deren weiteren Werdegang nicht, doch erfreute mich jeder Erfolg, denn ich war gerne Teil des Teams.

Wie sich Menschen danach entwickeln, erklärt Jesus im Sämannsgleichis. Manche bringen Frucht, manche nicht. Bekehrt heißt nicht sofort Nachfolger als reifer Jünger zu sein, der alsbald selbst das Evangelium weitergibt. Der Anfangseifer einiger kann sogar kontraproduktiv sein. Das war bei mir der Fall. Der dritte Dienst wäre die Erziehung zur Jüngerschaft, was wieder eine andere Sache ist.
Zuletzt geändert von Helmuth am Mo 9. Mär 2026, 17:36, insgesamt 3-mal geändert.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Abischai
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Abischai »

Helmuth hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 17:09 Der Anfangseifer einiger kann sogar kontraporduktiv sein, das war bei mir der Fall.
Das ist so elend! Jeder Jünger Jesu kennt das, am liebsten würde ich meine heißspornigen Kinder davor bewahren, aber das geht leider nicht. Ich muß mit ansehen, wie sie genau diese Schritte durch jedes Fettnäpfchen tapsen, die ich vor ihnen getaumelt bin und kann nur für sie beten, ruhig reden und sie begleiten, ohne übergebühr zu belehren. Andererseits hat der Herr Jesus sie aber auch vor vielem bewahrt, sie machen vieles richtiger als ich damals, vielleicht ist das Frucht meiner Gebete für sie, der Herr weiß es.
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Isai
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Isai »

Magdalena61 hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 15:00
Helmuth hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 14:44 Man hat Jesus oder man hat ihn nicht.
:?

Muss das wirklich sein?

Bitte... es ist doch anders herum.

Nicht: "Ich habe Jesus". Sondern:
"Jesus hat mich".
[...]

Das ist schon wichtig. Sehr wichtig.
LG


Ist das denn nicht so? (oder hab ich da was falsch verstanden)
1. Johannes 5:12 hat geschrieben:Wer den Sohn hat, der hat das Leben.
Wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.

Lieben Gruß,

Isai
So ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus Dem alles und wir in Ihm
und nur Einer Herr, Jesus Gesalbter, durch Den alles und wir durch Ihn.
1. Korinther 8:6
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