Otto hat geschrieben: ↑Di 17. Mär 2026, 21:43
Zippo hat geschrieben:Ist diese Frau bzw. die Stadt nicht erst fruchtbar geworden, seitdem das Evangelium als Same in den Herzen der Menschen aufgeht ?
Er schreibt: „Das Jerusalem droben ... ist frei, und es ist unsere Mutter“ (Galater 4:26). Dieses „Jerusalem droben“ ist also nicht die irdische Stadt im verheißenen Land, denn diese befindet sich ja auf der Erde....
Im NT findet oft eine Transformation statt und dann wird von dem irdischen auf eine geistige Wahrheit gedeutet. Und so wird aus der irdischen Stadt Jerusalem das himmlische Jerusalem, eine Stadt, die, wie ich meine, keine physische Realität hat, sondern aus Bauteilen besteht, die Symbole sind und eine große Menschenmenge beschreibt, die einmal auf der neuen Schöpfung leben wird. Off 21,1-3
Diese Stadt hat uns geboren, sagt Paulus und hier geht es sicherlich nicht um eine fleischliche Geburt. Das NT spricht von der geistigen Geburt und das sind alle diejenigen, die in den Bund eintreten, den Gott durch Jesus Christus in die Welt gebracht hat.
[Joh 3,3-6] Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren wird, das ist Geist.
Die himmlische Stadt Jerusalem wird ja auch mit Sarah verglichen, der Frau Abrahams, dem die Verheißung gegeben wurde, daß alle Nationen durch ihn gesegnet werden, weil er seinen einzigen Sohn nicht verschont hätte, um Gott gehorsam zu sein. 1 Mo 22,12, Gal 33,7-14
Otto
Wie kann es aber sein, dass Gott zwei symbolische Frauen hat — eine im Himmel und eine auf der Erde? Ist das nicht widersprüchlich? Nein. Wie Paulus erklärt, lässt sich das durch das prophetische Bild der Familie Abrahams verstehen (Galater 4:22-31). Sara, Abrahams freie Frau, steht für das Jerusalem droben. Hagar hingegen, die Sklavin und Nebenfrau Abrahams, versinnbildlicht das irdische Jerusalem.
Es geht ja um zwei Bündnisse, sagt Paulus. Das Ehebündnis wird in dieser Betrachtung auf die Bündnisse transformiert, die Gott mit dem Volk Israel bzw mit der ganzen Welt geschlossen hat.
Der Bund mit Sarah bringt Kinder für das himmlische Jerusalem, der Bund mit Hagar bringt Kinder für das irdische Jerusalem. Aus diesem Bund ist der Herr Jesus hervorgegangen. Das ist möglicherweise mit dem Bild in Off 12, 1-3 gemeint.
Ist der Herr Jesus auch ein Sohn des himmlischen Jerusalem ?
Jes 66,7
Sie gebiert, ehe ihr wehe wird; sie ist genesen eines Knaben, ehe denn ihre Kindsnot kommt.
In diesem Vers ist auch von Jerusalem die Rede, ist es eine Prophetie auf den Herrn Jesus Christus ?
Otto
Vor diesem Hintergrund wird die tiefere Bedeutung von Jesaja 54,1 verständlicher. Sara war viele Jahre kinderlos und bekam erst im Alter von 90 Jahren Isaak. Ähnlich war das himmlische Jerusalem lange Zeit „unfruchtbar“.
Schon im Garten Eden hatte JHWH angekündigt, dass (s)eine „Frau“ den „Samen“ hervorbringen würde (1. Mose 3,15). Über 2 000 Jahre später schloss er mit Abraham einen Bund über diesen Samen.
Da ist tatsächlich eine deutliche Parallele und ein möglicher Grund, weshalb Sarah so lange unfruchtbar war.
Und Abraham bekam den Nachkommen Isaak, der zweifelsfrei auf den Herrn Jesus Christus deutet, aber zuvor kam eben noch der Bund mit der Hagar.
Otto
Doch dann kam die Zeit, in der die Kinder dieser einst Unfruchtbaren zahlreicher wurden als die des natürlichen Israel. Dieses Bild hilft zu verstehen, warum die Engel so gespannt auf das Kommen des verheißenen Samens warteten (1. Petrus 1,12). Wann geschah das?
Also, wie ich das verstehe, hatte die Unfruchtbare schon Kinder, bevor sie in den Wehen lag.
[Jes 66,8-9] Wer hat solches je gehört? wer hat solches je gesehen? Kann auch, ehe denn ein Land die Wehen kriegt, ein Volk auf einmal geboren werden? Nun hat doch ja Zion ihre Kinder ohne Wehen geboren. Sollte ich das Kind lassen die Mutter brechen und nicht auch lassen geboren werden? spricht der HERR. Sollte ich, der gebären lässt, verschließen?
Es gab ja schon ein ganzes Volk von Gerechten, die sollten ja Anteil an dem himmlischen Jerusalem bzw. der neuen Schöpfung haben.
Erst recht natürlich, nachdem die Zeit der Unfruchtbarkeit vorbei war und die Wehen begonnen haben.
[Joh 16,20-21] Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein; doch eure Traurigkeit soll in Freude verkehrt werden. Ein Weib, wenn sie gebiert, so hat sie Traurigkeit; denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass der Mensch zur Welt geboren ist.
Otto
Die Geburt Jesu als Mensch war für die Engel sicher ein großer Grund zur Freude (Lukas 2:9-14). Doch die eigentliche Erfüllung von Jesaja 54,1 trat erst ein, als Jesus ...durch den heiligen Geist gezeugt wurde.
Zunächst einmal war doch der Herr Jesus unter das Gesetz getan und somit ein Kind des alten Bundes. Gal 4,4
Der Herr Jesus hat doch den neuen Bund gestiftet, der in das himmlische Jerusalem führt. Im neuen Bund ist er der Bräutigam und nicht die Braut.
Mt 9,15
Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dass der Bräutigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten.
Otto
Jetzt hatte Gottes himmlische „Frau“ allen Grund zur Freude, denn sie hatte endlich den verheißenen Samen, den Messias, hervorgebracht.
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Danach brachte sie weitere geistige Söhne hervor. Zu Pfingsten im Jahr 33 u. Z. wurden etwa 120 Nachfolger Jesu mit heiligem Geist gesalbt und als Söhne Gottes angenommen. Später an diesem Tag kamen noch etwa 3 000 hinzu (Johannes 1:12; Apostelgeschichte 1:13-15; 2:1-4, 41; Römer 8:14-16).
Diese Zahl wuchs in der Folgezeit weiter an.
Der Nachkomme war geboren, wie er schon im 1 Mo 3,15 prophezeit war. Er kam aus dem Bündnis mit dem Volk Israel und war unter das Gesetz getan. Er wurde geboren, bevor das himmlische Jerusalem fruchtbar wurde und ihre Wehen hatte. Zugleich mit ihren Wehen hat das himmlische Jerusalem ein Volk geboren. Jes 66,8 ElbÜ
Aber erst recht, nachdem der Herr Jesus auferstanden war, da waren die Wehe vorüber und die Freude war da. Jetzt wurde das himmlische Jerusalem fruchtbar und vermehrte sich kraft des Evangeliums. Menschen, die durch das Evangelium gezeugt wurden, wurden hinzugetan.
Aber zunächst einmal geht es um ein Verlobungsverhältnis, der Bräutigam hat seine Arbeit kraft des Heiligen Geistes aufgenommen.
Der Herr Jesus ist der Bräutigam, der um seine Braut wirbt und versprach daß er wiederkehren wird , um seine Braut in den Himmel zu führen. Mt 25,1...
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.