Torheit des Glaubens

Rund um Bibel und Glaube
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Zippo
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Re: Torheit des Glaubens

Beitrag von Zippo »

Gottsucher hat geschrieben: Mi 8. Apr 2026, 21:22
Zippo hat geschrieben: Mi 8. Apr 2026, 11:40 Braucht es nicht auch einen kleinen Hinweis Gottes, bevor man es überhaupt versucht, die Botschaft des Evangeliums ernst zu nehmen ?
Hast Du Ihn denn mal nach einem solchen Hinweis gefragt?
Gefragt hatte ich nie, aber ich hatte schon einen Hinweis bekommen, als ich zum Glauben kam. Denn, nachdem mir mein Arbeitskollege ein Traktat gab und mich auf eine Veranstaltung eingeladen hatte, die an einer Bibelschule rund um die Ausstellung der Stiftshütte stattgefunden hatte, kam ich nach irgendeinem Ausflug zufällig vorbei, um mir die Ausstellung anzusehen. Und als ich in einem anschließenden Gespräch, auf den Brandopfertaltar zu sprechen kam und den Bibelstudenten fragte, warum denn heutzutage keine Opfergaben mehr gebracht wurden, da kam mir das Bild des gekreuzigten Jesu vor das geistige Auge und da brauchte es irgendwie keine weiteren Worte mehr.
Und als der Bibelstudent mich fragte, ob ich denn ein kurzes Gebet sprechen möchte, habe ich einem sanften, inneren Drängen nachgegeben und aus den 5 Punkten auf einem Prospektblatt ein kleines Gebet zustande gebracht.
Danach verkaufte mir der Bibelstudent eine große Thompson Studienbibel und eine Konkordanz und schickte mir einen kleinen Bibelkurs zu. Und er hatte die Idee, mir 2 Gemeinden in meiner Heimatstadt zu nennen, von denen ich eine gewählt hatte und etwa 7 Jahre auch eine sehr gute Gemeinschaft hatte. Es gab noch eine ganze Reihe von Führungen, die mir nun bestätigten, daß ich nun auf einem anderen Kurs unterwegs war.
Es war nicht immer schön, es gab einen schwierigen Menschen, den ich begleiten sollte, interessanter weise stellte sich heraus, daß er zum jüdischen Volk gehört. Es gab auch Depressionen und Angriffe von der widrigen Seite. Ich mußte mich schon ein wenig zwingen, weiter zu machen, aber den gläubigen Menschen ist ja nun auch kein Rosengarten versprochen worden.
Gottsuchender

Viele Leute, die zuerst nicht an Gott geglaubt haben, berichten, dass sie sich (erst) in einer verzweifelten Lage an Gott gewendet haben - oft mit einem Gebet wie: "Gott, wenn es Dich gibt, dann... (zeig Dich/hilf mir/mach was)". Und tatsächlich ist dann meist etwas passiert, das sie davon überzeugt hat, dass es Gott tatsächlich gibt, und dass dann wohl auch die Bibel und das Evangelium wahr sein könnten...
Ja, solche Zeugnisse habe ich auch gelesen, z. Bsp. auch von Anton Schulte. Dann ist der Hinweis eben, die glückliche Führung, Anton Schulte kam unbeschadet aus dem Krieg und hielt auch sein Gelübde.
Gottsuchender

Bei mir war es etwas anders; ich hatte irgendwie keine Zweifel, dass es Gott gibt, aber ich hatte lange Zeit in der falschen Richtung (Esoterik) nach Antworten gesucht. Erst nachdem ich mich dann explizit an Jesus gewendet hatte, ist etwas passiert, woran ich erkennen konnte, dass an der ganzen Sache tatsächlich etwas dran ist.
Es heißt ja, wenn man Gott sucht, dann läßt er sich finden.
[Jer 29,13-14] Und ihr werdet mich suchen und finden, denn ihr werdet nach mir fragen mit eurem ganzen Herzen; und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der HERR.
oder im NT
[Apg 17,26-27] Und er hat aus einem Blut jede Nation der Menschen gemacht, um auf dem ganzen Erdboden zu wohnen, indem er verordnete Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat, dass sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und finden möchten, obwohl er nicht fern ist von jedem von uns.
Gottsuchender
Gott lässt uns alle Freiheiten, lässt uns auch falsche Wege gehen, aber Er wirbt unaufhörlich um uns, und sobald wir Ihn suchen, lässt Er sich finden, davon bin ich ziemlich überzeugt nach allem, was ich sowohl von anderen gehört habe als auch was ich selber erlebt habe. Auf alle Fragen bzgl. des Evangeliums habe ich auch noch keine Antworten, vor allem das Thema "ewige Verdammnis" finde ich schwierig, aber auch das gehört, meine ich, zum Glauben mit dazu: darauf zu vertrauen, dass Gott am Ende sowohl gerecht als auch barmherzig und gnädig ist.
Gott wirbt um Menschen, davon bin ich auch überzeugt. Und seine Nachfolger sollen ihm dabei behilflich sein.
Er sieht sich als Bräutigam, der eine Braut sucht, das sind diejenigen, die mit ihm in der neuen Schöpfung leben sollen.
Off 22,17
Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst.
Aber Gott will auch Menschen verwerfen:
[Off 20,11-15]
Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden aufgetan; und ein anderes Buch wurde aufgetan, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, jeder nach seinen Werken. Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.
Ewig muß in der altgriechischen Sprache nicht endlos sein, das wäre auch nicht gerecht. Aber, wenn nach einer Verurteilung mit angemessener Strafe der zweite Tod eintritt, dann ist der Gerechtigkeit Gottes wohl auch genüge getan.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Larson
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Re: Torheit des Glaubens

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Mo 6. Apr 2026, 16:38 Warum fordert Gott die Torheit des Glaubens ?
Nun zuerst mal die Frage, was beinhaltet, bedeutet „Glaube“?
Versteht man das Wort so, wie es in der Tenach verwendet wird, oder so, wie es doch die chr. Theologie eingefärbt wurde?

In der Tenach ist „glauben“ mitnichten eine Torheit, denn sie ist bewusstes aktives Handeln nach den Weisungen Gottes und im Vertrauen auf die Hilfe Gottes.

Im Gegensatz zum NT, dass man da einer Predigt des Paulus glauben muss, also gegen das Denken eine Lehre übernehmen soll.
Jes 29,14 darum, siehe, will ich fortan wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam; und die Weisheit seiner Weisen wird zunichte werden, und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.
Was war diese „Weisheit“ Israels?
Die Antwort ist einfach: selbst erdachte Wege, eigene Pläne, welche nicht von Gott sind, von Ihm durch Mose oder der Propheten gegeben wurden. Das Volk war verblendet
Jes 29,16 O über eure Verkehrtheit! Soll denn der Töpfer dem Ton gleichgeachtet werden? Dass das Werk von seinem Meister spreche: Er hat mich nicht gemacht! Und das Gebilde von seinem Bildner spreche: Er versteht es nicht!
Somit auch fremde Lehre, fremde Gottesbilder, usw… dies soll zunichte gemacht werden.
Jes 29,19 Und die Sanftmütigen werden ihre Freude in JHWH vermehren, und die Armen unter den Menschen werden frohlocken in dem Heiligen Israels.
....
24 Und die, die verirrten Geistes sind, werden Verständnis erlangen, und Murrende werden Lehre annehmen.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Zippo
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Re: Torheit des Glaubens

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: Fr 10. Apr 2026, 17:22
Zippo hat geschrieben: Mo 6. Apr 2026, 16:38 Warum fordert Gott die Torheit des Glaubens ?
Nun zuerst mal die Frage, was beinhaltet, bedeutet „Glaube“?
Versteht man das Wort so, wie es in der Tenach verwendet wird, oder so, wie es doch die chr. Theologie eingefärbt wurde?

In der Tenach ist „glauben“ mitnichten eine Torheit, denn sie ist bewusstes aktives Handeln nach den Weisungen Gottes und im Vertrauen auf die Hilfe Gottes.
Ich hatte doch auch einige Beispiele aus dem AT genannt. Da werden doch Dinge getan, die mit dem Verstand zunächst einmal schwer zu verstehen sind.
Noahs Zeitgenossen werden über ihn gespottet haben, ebenso die Schwiegersöhne Lots 1 Mo 19,14, als sie hörten, daß Sodom und Gomorra zerstört werden sollte.

Was haben denn die Israeliten gedacht, als sie von Mose in die Wüste geführt wurden, haben sie da geglaubt oder ständig über ihr Schicksal gemurrt ?
Als sie in das Land Kanaan einmarschieren sollten, haben sie da Gott vertraut oder eher den Kundschaftern, die gesagt haben, daß dieses Land, wegen seiner gut befestigten Städte und seiner riesenhaften Bevölkerung, uneinnehmbar wäre ?

Was haben wohl die Israeliten gedacht, als Gideon mit 300 Wasser leckenden Kriegern, mit Tonkrügen, Fackeln und Posaunen gegen eine feindliche Übermacht antreten sollten ?

Der Hauptmann Naaman hatte zunächst einen Wutanfall, als er 7 mal in den Jordan tauchen sollte, um von seinem Aussatz befreit zu werden. 2 Kö 5, 1-14

Haben die Israeliten ihrem Propheten Jeremia geglaubt, als er sagte, es würde ihnen nichts geschehen, wenn sie sich ausliefern würden ?

Es gibt doch im AT sehr viele Beispiele, wo den gläubigen Menschen, die Gottes Rat befolgen sollten, insbesondere auch dem Volk Israel der Rat Gottes wie eine Torheit vorkommen mußte.
Erst nachdem sie es getan hatten, waren sie begeistert und haben ihren Gott gerühmt.

So geht es den Christen auch. Man hat den christlichen Glauben abgelehnt, verspottet und bekämpft. Aber, wer sich dann darauf eingelassen hat, der rühmt die Weisheit Gottes und ist felsenfest davon überzeugt, daß Gott auf diese Weise die Glaubenden erretten will.
[1. Kor 1,20-24] ? Denn weil ja in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, so gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten; weil ja sowohl Juden Zeichen fordern als auch Griechen Weisheit suchen; wir aber predigen Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis, und den Nationen eine Torheit; den Berufenen selbst aber, sowohl Juden als Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit;
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Re: Torheit des Glaubens

Beitrag von Ziska »

Ist es nicht so, dass die gute Botschaft vom Königreich Gottes bei vielen Menschen
reiner Blödsinn ist?

Für diese sind die Worte Jesu im NT und Prophezeiungen aus dem AT
die das Reich Gottes betreffen, einfach nur Torheit!

Sie können und wollen nicht verstehen, welch herrliche Zukunft den Menschen
hier auf dem Planeten Erde bevorsteht.

Die Worte der Bibel sind für sie Märchen! Für sie ist es Blödsinn, Torheit, Quatsch, Utopie….

Sie vertrauen lieber auf die „Weisen dieser Welt“, auf Wissenschaftler, auf Weltherrscher
oder andere „kluge Köpfe“…
Liebe Grüße von Ziska

„Ist mit dem Tod alles vorbei?“
“Wo werden die Verstorbenen leben, wenn sie zurückkommen?“
Schreib PN!

“Wen es trifft, den betrifft es!“
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Helmuth
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Re: Torheit des Glaubens

Beitrag von Helmuth »

Ziska hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 12:26 Ist es nicht so, dass die gute Botschaft vom Königreich Gottes bei vielen Menschen reiner Blödsinn ist?
Das ist eine Tatsache, die ich bezeugen kann. Ich erinnere mich an eine spontane Aussage eines Zuhörers zur von mir vorgetragenen Botschaft des Evangeliums und diese bestand aus nur einem Wort: "Blödsinn!"
Ziska hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 12:26 Sie vertrauen lieber auf die „Weisen dieser Welt“, auf Wissenschaftler, auf Weltherrscher oder andere „kluge Köpfe“…
Das stimmt, aber in dem Fall sei lieber zurückhaltender. Wieviel Blödsinn haben die ZJ schon über den Weltuntergang gesagt. Distanziert ihr euch heute eigentlich davon, oder macht ihr den Bödsinn weiter, indem ein Blödsinn durch einem anderen ausgetauscht wird?

Es gibt für mich beides. den blödsinnigen Glauben, der rettet, aber auch den blödsinnigen Glauben, der nicht rettet, sondern wirklich nur ein Blödsinn ist, ja der von dem Glauben sogar wieder wegführen kann.
Zuletzt geändert von Helmuth am Sa 11. Apr 2026, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Larson
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Re: Torheit des Glaubens

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 11:34 Ich hatte doch auch einige Beispiele aus dem AT genannt.
Das meiste hat mit Gehorsam zu tun. Gehorcht man Gott oder nicht?
2.Mo 24,7 Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes; und sie sprachen: Alles, was JHWH geredet hat, wollen wir tun und gehorchen.
Und im Gehorsam ist auch das Tun dabei (was Jesus ja selbst auch betont, „…wer hört und tut…“)
Zippo hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 11:34 Es gibt doch im AT sehr viele Beispiele, wo den gläubigen Menschen, die Gottes Rat befolgen sollten, insbesondere auch dem Volk Israel der Rat Gottes wie eine Torheit vorkommen mußte.
Nun, so wird es wohl auch heute Juden noch so ergehen, da sie von der Welt als „Hinterwäldler“ betrachtet erscheinen, solche, die am Bund Gottes festhalten, auch wenn dieser Bund von den einen als „Alter Bund“ bezeichnet wird, und selber einen neuen aufgesetzt haben.

Aber auch das hat mit Gehorsam zu tun.
1.Sam 15,22 Und Samuel sprach zu Saul: Hat JHWH Lust an Brandopfern und Schlachtopfern, wie daran, dass man der Stimme JHWH‘s gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, aufmerksam zuhören besser als das Fett der Widder.
אָמַן (ʽāman) glauben, treu sein, vertrauen, beständig (hat was mit „Amen“ zu tun)
אֵמוּן (ʽemun) Treue, zuverlässig
אֱמוּנָה (ʽĕmunāh) Treue, Wahrhaftigkeit, Pflicht

בָּטַח (bātach) vertrauen, בִּטְחָה (bitchāh) Vertrauen von בֶּטַח (bëtach) sicher, Sicherheit
רְחַץ (rᵉchats) vertrauen, von רָחַץ (rāchats) waschen

Also man könnte erkennen, dass diese Begriffe nichts gemeinsames haben mit einem „Bekenntnisglauben“, sondern es ist hier aktiv.
Zippo hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 11:34 Man hat den christlichen Glauben abgelehnt, verspottet und bekämpft. Aber, wer sich dann darauf eingelassen hat, der rühmt die Weisheit Gottes und ist felsenfest davon überzeugt, daß Gott auf diese Weise die Glaubenden erretten will.
Oder ist einem Irrtum aufgesessen.
Denn was soll denn die Weisheit Gottes sein? Das Kreuz gemäss Paulus? Mitnichten, von solchem war bei Gott nie die Sprache, was da aus der Feder von Paulus entstanden ist.
Jes 44,24 So spricht JHWH, dein Erlöser und der von Mutterleib an dich gebildet hat: Ich, JHWH, bin es, der alles wirkt, der die Himmel ausspannte, ich allein, die Erde ausbreitete durch mich selbst; 25 der die Wunderzeichen der Lügner vereitelt und die Wahrsager zu Narren macht; der die Weisen zurückdrängt und ihr Wissen zur Torheit macht;
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Hans-Joachim
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Re: Torheit des Glaubens

Beitrag von Hans-Joachim »

Zippo hat geschrieben: Mo 6. Apr 2026, 16:38 Warum will Gott die Weisheit der Weisen vernichten und durch die Torheit der Predigt, Menschen retten ?
Er will sie nicht vernichten. Seine Weisheit übertrifft nur die Weisheit der Menschen. Und diese Weisheit erscheint vielen Menschen als Torheit. Gott schenkte Salomo Weisheit und es ist gut weise und auch gelehrt zu sein, wenn man die Gebote Gottes hält.
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Zippo
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Re: Torheit des Glaubens

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 13:17
Zippo hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 11:34 Ich hatte doch auch einige Beispiele aus dem AT genannt.
Das meiste hat mit Gehorsam zu tun. Gehorcht man Gott oder nicht?
2.Mo 24,7 Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes; und sie sprachen: Alles, was JHWH geredet hat, wollen wir tun und gehorchen.
Und im Gehorsam ist auch das Tun dabei (was Jesus ja selbst auch betont, „…wer hört und tut…“)
Der Gehorsam ist wohl wichtig, muß man da zunächst in aller Tiefe davon überzeugt sein, daß eine Botschaft richtig ist oder fordert der Glaube schon mal ein Handeln ohne zu verstehen ?
Nehmen wir noch mal das Beispiel von Naaman, dem Hauptmann, der sich sieben mal in den Jordan tauchen sollte, um geheilt zu werden. Hat Naaman alles verstanden oder einfach mal vertraut ?

Das Evangelium fordert auch einen Glaubensgehorsam:
[Röm 1,1-5] Paulus, ein Knecht Jesu Christi, berufen zum Apostel, ausgesondert, zu predigen das Evangelium Gottes, welches er zuvor verheißen hat durch seine Propheten in der heiligen Schrift, von seinem Sohn, der geboren ist von dem Samen Davids nach dem Fleisch und kräftig erwiesen als ein Sohn Gottes nach dem Geist, der da heiligt, seit der Zeit, da er auferstanden ist von den Toten, Jesus Christus, unser Herr, durch welchen wir haben empfangen Gnade und Apostelamt, unter allen Heiden den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter seinem Namen,
Der Herr Jesus verspricht, daß derjenige, der an ihn glaubt, nicht in das Gericht kommt, sondern vom Tode zum Leben durchgedrungen ist. Joh 5,24
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
Aber wer nicht an ihn glaubt, der würde sterben in seinen Sünden.
[Joh 8,21-24] Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg, und ihr werdet mich suchen und in eurer Sünde sterben. Wo ich hin gehe, da könnet ihr nicht hin kommen. Da sprachen die Juden: Will er sich denn selbst töten, dass er spricht: „Wohin ich gehe, da könnet ihr nicht hin kommen“? Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von untenher, ich bin von obenher; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. So habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Sünden; denn so ihr nicht glaubt, dass ich es sei, so werdet ihr sterben in euren Sünden.

Paulus predigt es ähnlich und sagt vom Gesetz, daß es eher schuldig spricht, als von Sünden zu befreien.
[Röm 3,19-20] Wir wissen aber, dass, was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf dass aller Mund verstopft werde und alle Welt Gott schuldig sei; darum dass kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
Aber der Herr Jesus kann einzig von der Sünde befreien:
Apg 18,38
So sei es nun euch kund, liebe Brüder, dass euch verkündigt wird Vergebung der Sünden durch diesen und von dem allem, wovon ihr nicht konntet im Gesetz Moses gerecht werden.
Larson

Also man könnte erkennen, dass diese Begriffe nichts gemeinsames haben mit einem „Bekenntnisglauben“, sondern es ist hier aktiv.
Der christliche Glaube ist weit mehr als ein Bekenntnisglaube, das kannst du z. Bsp. auch in der Apostelgeschichte lesen.
Larson
Zippo hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 11:34 Man hat den christlichen Glauben abgelehnt, verspottet und bekämpft. Aber, wer sich dann darauf eingelassen hat, der rühmt die Weisheit Gottes und ist felsenfest davon überzeugt, daß Gott auf diese Weise die Glaubenden erretten will.
Oder ist einem Irrtum aufgesessen.
Denn was soll denn die Weisheit Gottes sein? Das Kreuz gemäss Paulus? Mitnichten, von solchem war bei Gott nie die Sprache, was da aus der Feder von Paulus entstanden ist.
Seit über 2000 Jahren ist die Menschheit einem Irrtum aufgesessen, das ist wirklich fatal.
Von dem Kreuz redet übrigens nicht nur Paulus, der Herr Jesus sprach ja selbst über die Notwendigkeit seines Todes.
[Mt 26,31-32] Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir. Denn es steht geschrieben: „Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.“ Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galiläa.
Die Kreuzigung wirkt wie eine Niederlage und eine Torheit, aber in Gottes Weisheit war sie geplant und notwendig, um den Menschen von Sünde zu befreien und ewiges Leben zu geben.
[1. Kor 1,22-25] Sintemal die Juden Zeichen fordern und die Griechen nach Weisheit fragen, wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christum, göttliche Kraft und göttliche Weisheit. Denn die göttliche Torheit ist weiser, als die Menschen sind; und die göttliche Schwachheit ist stärker, als die Menschen sind.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Larson
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Re: Torheit des Glaubens

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: So 12. Apr 2026, 11:27 fordert der Glaube schon mal ein Handeln ohne zu verstehen ?
Ja, denn wer „versteht“ schon in allem den Willen Gottes?
Zippo hat geschrieben: So 12. Apr 2026, 11:27 Nehmen wir noch mal das Beispiel von Naaman, dem Hauptmann, der sich sieben mal in den Jordan tauchen sollte, um geheilt zu werden. Hat Naaman alles verstanden oder einfach mal vertraut ?
Naaman hatte schlichtweg falsche Erwartungen und Vorstellungen wie ihm geholfen werden soll. So wurde von ich Gehorsam verlangt.
Zippo hat geschrieben: So 12. Apr 2026, 11:27 Der Herr Jesus verspricht, daß derjenige, der an ihn glaubt, nicht in das Gericht kommt, sondern vom Tode zum Leben durchgedrungen ist. Joh 5,24
Nur glaubt ja da keine an Jesus, da man aus ihm einen Gott gemacht hat, ihn hellenistisch übermantelt hat. Jesus sagte auch, dass nur wenige diesen Weg gehen werden, und nicht 1/3 der Menschheit….
Weiter heisst der Vers:
Joh 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.
Also man soll dem glauben, der ihn gesandt hatte, und das wäre dann der alleine einzige Gott, und da wären wird wieder bei der Tenach, dem Ewigen vertrauen, den Weisungen Gottes nachzugehen.
Zippo hat geschrieben: So 12. Apr 2026, 11:27 Paulus predigt es ähnlich und sagt vom Gesetz, daß es eher schuldig spricht, als von Sünden zu befreien.
Das „Gesetz“ hat nicht in dem Sinn die Absicht, von Sünden zu befreien, da ist der Mensch aufgefordert, von verkehrten Weg umzukehren und die Weisungen Gottes zu befolgen.
Zippo hat geschrieben: So 12. Apr 2026, 11:27 Aber der Herr Jesus kann einzig von der Sünde befreien:
Was heisst da, von „der“ Sünde? In deinem Zitat steht Sünde im Plural. Und jeder kann dem anderen vergeben, Jesus lehrte auch das „Unser Vater“: „… vergib uns, wie auch wir vergeben….“
Also warum nicht direkt zur höchsten Instanz zu gehen, ist der Glaube an den Ewigen so klein, dass man jemanden vorschieben muss?
Zippo hat geschrieben: So 12. Apr 2026, 11:27 Seit über 2000 Jahren ist die Menschheit einem Irrtum aufgesessen, das ist wirklich fatal.
Oh, schau eine andere fanatische Religion an, welche nun seit 1400 Jahren einem Irrtum aufsitzt.
Und schau die Kirchengeschichte an, die Entwicklung der christlichen Lehre, das hat doch fast nichts mehr mit dem Juden Jesu zu tun.
Zippo hat geschrieben: So 12. Apr 2026, 11:27
[Mt 26,31-32] Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir. Denn es steht geschrieben: „Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.“ Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galiläa.
Hast du mal ehrlich die parallelstelle angeschaut, woher das Zitat kommt? Eines der schlimmsten Fehlgriffe und Missdeutung im NT, was da Jesus in den Mund geschoben wurde:
Sach 13,7 Schwert, erwache gegen meinen Hirten und gegen den Mann, der mein Gefährte ist!, spricht der HERR der Heerscharen. Schlage den Hirten, und die Herde wird sich zerstreuen. Und ich werde meine Hand den Kleinen zuwenden.

Sach 13,7 Schwert, fahre hinaus über „meinen“ Hirten und auf den Mann, der sich mir (als mein Nächster) zur Seite stellt! Ist der Spruch Gottes der Schöpfungsscharen; schlage den Hirten, dass die Schafe zerstieben, ich werde meine Hand wenden gegen die Geringen / Unwürdigen.

Sach 11,17 Wehe dem nichtigen Hirten, der die Herde verlässt! Das Schwert über seinen Arm und über sein rechtes Auge! Sein Arm soll gänzlich verdorren, und sein rechtes Auge völlig erlöschen.
Was Matthäus zusammenstellt, würde gegen Jesu sprechen, Jesus als ein nichtiger Hirte, denn im Kontext handelt es um schlechte Hirten, und Jesus soll doch kein schlechter Hirte sein!
Damit wird das Bild verdreht: aus Gericht über falsche Führer wird angeblich Prophetie über Jesus.
Zippo hat geschrieben: So 12. Apr 2026, 11:27 Die Kreuzigung wirkt wie eine Niederlage und eine Torheit, aber in Gottes Weisheit war sie geplant und notwendig, um den Menschen von Sünde zu befreien und ewiges Leben zu geben.
Nein, das ist paulinische Lehre, hat mit Jesus noch was mit der Lehre Gottes zu tun. Mitnichten war diese „notwendig“, um von Sünde zu befreien und Leben zu bekommen. Diese Opfer- und Heilstheologie ist der lehre Gottes in der Tenach fremd.

Ja, da wären wir dann beim Thema: es ist eine Torheit, dem einfachen Wort Gottes in der Tenach zu vertrauen, und mit hellenistischer philosophischer Weisheit will man dann das Problem lösen.
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Re: Torheit des Glaubens

Beitrag von Zippo »

Hans-Joachim hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 16:46
Zippo hat geschrieben: Mo 6. Apr 2026, 16:38 Warum will Gott die Weisheit der Weisen vernichten und durch die Torheit der Predigt, Menschen retten ?
Er will sie nicht vernichten. Seine Weisheit übertrifft nur die Weisheit der Menschen. Und diese Weisheit erscheint vielen Menschen als Torheit. Gott schenkte Salomo Weisheit und es ist gut weise und auch gelehrt zu sein, wenn man die Gebote Gottes hält.
Das stimmt, es steht geschrieben, daß die Weisheit Gottes, die sich am Kreuz offenbart, vielen Menschen wie eine Torheit vorkommt. Damals waren es die Griechen bzw. Korinther und die Juden haben es sogar als Ärgernis empfunden:
[1. Kor 1,21-25] Denn dieweil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch törichte Predigt selig zu machen die, die daran glauben. Sintemal die Juden Zeichen fordern und die Griechen nach Weisheit fragen, wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christum, göttliche Kraft und göttliche Weisheit. Denn die göttliche Torheit ist weiser, als die Menschen sind; und die göttliche Schwachheit ist stärker, als die Menschen sind.
Die Welt betrachtet die Schöpfung oft, ohne an den Schöpfer zu denken, dessen Weisheit und Kraft sie zu verdanken ist. Ich war einer von den Menschen, die überhaupt nicht über Gott nachgedacht haben. Hat es Gott geärgert, daß Menschen über ihn nicht nachdenken oder begreifen wollten ?

Deswegen, heißt es, wollte er die Menschheit durch törichte Predigt selig machen. Das Seelenheil sollte nicht nur den klugen Menschen vorbehalten sein. Eher den Menschen, die auf sich selber schauen und über ihre Sünden nachdenken und um ein besseres Leben führen wollten.

Aber dann werden sie mit der scheinbaren Torheit konfrontiert, daß ein Gekreuzigter ihnen dabei helfen wolle. Warum scheitern so viele Menschen daran ? Ist das Scheitern auch Gottes Wille ?

Es ist ja verständlich, wenn ein Mensch am Kreuz hingerichtet wird, daß der menschliche Verstand zunächst einmal mit Abscheu darauf schaut. Der Glaube muß hier etwas überwinden, was zunächst einmal ungerecht und sinnlos erscheint. Da hilft Gott und läßt den berufenen Menschen in aller Einfalt darauf zugehen.

Jeder Mensch ist sich im Klaren darüber,, daß er in seinem Leben nicht nur Gutes getan hat. Das wußte schon Salomo:
Pred 7,20
Denn es ist kein Mensch so gerecht auf Erden, dass er Gutes tue und nicht sündige.

Gott verbirgt seine Weisheit hinter genau der Grausamkeit, mit der von Satan verführte Menschen nun mal in dieser Welt agieren. Ich kann nur froh sein, daß ich darüber im Anfang nicht soviel nachgedacht habe und mich auch weiterer Führung anvertraut habe. Denn hinterher habe ich die Weisheit, die dahinter steht, immer mehr erkannt.
Paulus spricht von den Berufenen und vielleicht gerade zu dieser Zeit auch meine Zeit gekommen, um mich mit den Dingen des Glaubens auseinanderzusetzen.

Gruß Thomas
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