Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

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oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Wo finde ich Beispiele, wie Juden ihren Nahtod erleben ?

Naja, die KI nennt auch schon Merkmale.
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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Mo 13. Apr 2026, 10:43 Wo finde ich Beispiele, wie Juden ihren Nahtod erleben ?
Wahrscheinlich nicht viel anders als andere?

Aus einer jüdischen Website:
Rav Dovber Pinson schreibt in seinem 2015 erschienenen Buch „Das jüdische Buch vom Leben nach dem Tod“ : „Nahtoderfahrungen scheinen in keinem Zusammenhang mit der Religionszugehörigkeit oder deren Fehlen zu stehen. Die Häufigkeit dieser Erfahrungen ist in allen Kulturen proportional gleich und tritt unabhängig davon auf, ob jemand gläubig, spirituell, agnostisch, atheistisch oder materialistisch ist. Auch Alter, ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht oder sozialer Status scheinen keinen Einfluss auf die Empfänglichkeit einer Person für solche Erfahrungen zu haben“
https://voices.sefaria.org/sheets/668392?lang=bi
oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Der Artikel ist schon informativ für mich.

Was von der Esoterik unterscheidet, ist, dass nicht ein System gelehrt wird, sondern dass es spontane Erlebnisse sind.
Man muss also nichts glauben und nichts erlernen. Man kann die Erlebnisse vergleichen und darüber nachsinnen.

Was die Auseinandersetzung vom Christentum mit solchen Nahtoderfahrungen betrifft, da kommt man wohl ohne Sundar Singh nicht aus. Der ja recht häufig Entrückungen in den Himmel hatte und für den Christus die zentrale "Kraft" ist. Wie das gemeint ist, muss man nachlesen. Es wird etwa so erklärt, dass Gott quasi unpersönlich ist, bzw. man Ihn wegen seiner Herrlichkeit und Machtfülle gar nicht aushalten und ergründen kann. Während Jesus konkret erlebbar ist. Allerdings auch wieder unterschiedlich, je nachdem man im Erleben von Herrlichkeiten standhält.

Kann man es so formulieren ?

Aber auf jeden Fall zeigt sich auch die Dimensionslosigkeit der jüdisch-christlichen Offenbarungen. Die eigentlich nur die grundlegenden Prinzipien lehrt für das persönliche Heil. Mehr bleibt über Vieles im Unklaren. Bzw. Es kann zu Konflikten mit den Nahtoderlebnissen kommen.

Etwa, ob es ein Jüngstes Gericht gibt, und was eigentlich die Lehre von dem Leben auf einer neuen Erde mit einem neuen Leib bedeuten soll.
Ein Gericht gibt es ja schon unmittelbar nach dem Tod. Wo sich zeigt, wo der Platz des Verstorbenen ist. Und wozu ein neuer Körper, wenn der menschliche Körper nur den Geist völlig einengt ? Eine neue Erde ? Auch für eine materielle Erde, egal welcher Art, gelten Einschränkungen.

Sogar existenziell wesentliche Grundfragen, wie das Weiterleben nach dem Tod, bleibt für einen Teil der Christen unklar.
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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Di 14. Apr 2026, 08:16 Was die Auseinandersetzung vom Christentum mit solchen Nahtoderfahrungen betrifft, da kommt man wohl ohne Sundar Singh nicht aus. Der ja recht häufig Entrückungen in den Himmel hatte und für den Christus die zentrale "Kraft" ist. Wie das gemeint ist, muss man nachlesen. Es wird etwa so erklärt, dass Gott quasi unpersönlich ist, bzw. man Ihn wegen seiner Herrlichkeit und Machtfülle gar nicht aushalten und ergründen kann. Während Jesus konkret erlebbar ist. Allerdings auch wieder unterschiedlich, je nachdem man im Erleben von Herrlichkeiten standhält.

Kann man es so formulieren ?
Das kann man sehr gut so formulieren, finde ich.
Was weniger Sinn macht, ist das ab- oder hochwerten der verschiedenen Perspektiven. Ja, man kann sagen, das ist mein Weg, hiermit komme ich weiter.
Dass Gott sowohl unpersönlich gedacht wird, aber auch persönlich erlebbar ist, das bestätigt die östlich wie die westliche Mystik gleichermaßen. Die Betonung des ewigen "Ich Bin" springt einen schon an … wenn es Jesus sagt oder wenn es Krishna sagt. Und die Menschen in der Masse verstehen es nicht, müssen es auch nicht. Es ist überall so, auch in buddhistischen Gesellschaften, dass die Menschen einem persönlich ansprechbaren Gott ihre Wünsche und Sorgen vortragen.

Gott nicht aushalten können: wir kommen aus Gott und gehen zu Gott, so sagen es manche. Andere sagen, Gott erfährt sich selbst in oder durch unsere Vielfalt. Das klingt irgendwie theoretisch. Ganz praktisch kann man versuchen, Gott auch in dieser Welt wahrzunehmen. Das geht in einer Stimmung mit einem offenen Herz sozusagen. Nicht alles beklagen, sich einfach mal freuen, sich selber und alle anderen als "gottgegeben" akzeptieren und wertschätzen. In einer "erhabenen" oder harmonischen Gefühlslage erhöht sich unsere Frequenz, das wäre ein moderner Begriff. Und genauso soll es die Ebenen im Jenseits betreffen, wenn wie du meinst, die göttliche Herrlichkeit nicht erreicht wird. Von dem Wort Machtfülle würde ich Abstand halten.
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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Di 14. Apr 2026, 08:16 Aber auf jeden Fall zeigt sich auch die Dimensionslosigkeit der jüdisch-christlichen Offenbarungen. Die eigentlich nur die grundlegenden Prinzipien lehrt für das persönliche Heil. Mehr bleibt über Vieles im Unklaren. Bzw. Es kann zu Konflikten mit den Nahtoderlebnissen kommen.
Ich weiß es nicht, aber es könnte sein, dass die abrahamitischen Religionen noch relativ jung sind, und dass sich deren Kulturkreise so viel mit Machtfülle, mit Kriegen um die äußere Welt beschäftigt haben, so dass die Verbreitung mancher Lehren gezielt verhindert wurde? Man brauchte fleißige Völker, zum jedem Kampf bereit. Offenkundig ist auch, dass die Bibel unter politischer Zielsetzung zusammen gestellt wurde. Einige Bücher waren nicht erlaubt, wurden wahrscheinlich heimlich aufbewahrt.
Bis heute sehen die Kirchen kein Interesse in der lebendigen Erkenntnis, bleiben in der Volksbelehrung strikt bei kleinen harmlosen Wahrheiten, die ja niemandem schaden … und tröstender Seelsorge, die ja auch wichtig ist. Pastoren, von denen viele privat an viel mehr interessiert sind als dem langweiligen Zeug, dass sie predigen müssen, dürfen gar nicht ausscheren. Sie müssen immer wieder das gleiche Kirchenjahr abarbeiten.

Wir vergessen meistens, den Weg zu Gott, zur Herrlichkeit, gehen wir selber. Kirchen, was auch immer .. haben damit nichts zu tun.
Etwa, ob es ein Jüngstes Gericht gibt, und was eigentlich die Lehre von dem Leben auf einer neuen Erde mit einem neuen Leib bedeuten soll.
Ein Gericht gibt es ja schon unmittelbar nach dem Tod. Wo sich zeigt, wo der Platz des Verstorbenen ist. Und wozu ein neuer Körper, wenn der menschliche Körper nur den Geist völlig einengt ? Eine neue Erde ? Auch für eine materielle Erde, egal welcher Art, gelten Einschränkungen.
Fast alles, was die Religionen lehren, ist vor allem "pädagogisch" gemeint. Die offiziellen theologischen Lehren sind eine Übereinkunft. Ich denke, diese immer häufiger berichteten Nahtoderlebnisse werde, genauso wie neue wissenschaftliche Erkenntnisse, zB die der Quantenphysik, auch die geistige Empfindung in der Gesellschaft öffnen. Zunächst ganz langsam. Die Kirchen, was die noch mitreden können, das wird immer weniger. Man sieht es heute schon: sie versuchen am unteren Ende, bei den sexuell Gestörten, noch mal für neues buntes Kirchenleben zu werben.
Ein Gericht gibt es ja schon unmittelbar nach dem Tod.
Und vor dem Tod. Mit sich selbst ins Gericht gehen. Sich fragen, was habe ich gestern nicht so gut gemacht, was kann ich morgen besser machen.
oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Gott nicht aushalten können: wir kommen aus Gott und gehen zu Gott, so sagen es manche.
Johncom, ich rede von der Sünde und ihren Folgen. Und ich rede immer wieder davon, weil du anscheinend diese Möglichkeit ausklammerst aus deinem Denken. Ich habe auf Sundar Singhs Aussagen dazu acht gegeben. Gilt es doch, biblische Aussagen darüber zu bestätigen.
Gerade die Aussage:
wir kommen aus Gott und gehen zu Gott
kann die Folgen der Sünde ausblenden. Bis hin zu der Illusion, dass es statt dessen eine vernunftsgesteuerte Reinkarnation gibt, quasi als neue Chance. Sodass die Folgen der Sünde verharmlost werden. Und weil der Gedanke, es gäbe die Hölle, Dämonen, also Wesen der Finsternis, und möglicherweise auch Satan, bei dieser Illusion " wir kommen aus Gott und gehen wieder zu Gott" erheblich stören kann.

Für mich, der ich von Jugend an die Bibel kenne, ist es wichtig, mir keine Illusionen über die Folgen der Sünde zu machen.
Ich finde, die Bibel hat recht: Die Sünde bewirkt den Tod. Jedenfalls den geistigen Tod. Und der sieht so aus, dass das eigene finstere Wesen nicht die Gegenwart Gottes aushalten kann. Und dieser Verstorbene deshalb vor der Nähe Gottes flieht in die Gottferne. Und diese Gottferne bedeutet Finstenis, Qual, Hölle.
( Das Schlimme an diesem Zustand ist dann, dass der Sünder darüber keine Kontrolle hat und dazu noch das Miteinander mit anderen bösartigen Geistern kommt)

Da ich gerade das Buch von Jesse Duplantis über sein Himmelserlebnis gelesen habe:
Er redet davon, dass ihm erlaubt wurde, nahe zum Thron Gottes zu kommen. Allerdings wäre es ihm nicht möglich gewesen, dort zu bestehen, es auszuhalten. Deshalb wurde er von seinem Begleiter zum Thron hin immer wieder gestärkt durch ein bestimmtes Wasser und bestimmte Früchte.
Auch hier wieder ein Hinweis, dass die Nähe Gottes von sündigen Menschen nicht ausgehalten wird.
Davon spricht auch die Geschichte von Moses, dass er Gott nicht anschauen durfte und nicht konnte.
Manche Menschen berichten, dass sie die Nähe Gottes erlebten, aber sie nicht ertragen konnten, es war zuviel für sie.

Man sollte sich nicht durch esoterische Gedanken selber darüber betrügen und belügen.

Entweder es gibt die Hölle, Satan, und die Verdammnis, oder nicht. Ich kann mit diesem Gedanken leben. Aber wie oft merke ich, wie Menschen ausweichen, konsequent dies ins Auge zu fassen.

Zu diesen Gedanken gehört auch das katholische Purgatorium: Eine Möglichkeit der geistigen Reinigung nach dem Tod, eine Art Zwischenzustand, Zwischenstufe auf dem Weg zum Himmel.
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