oTp hat geschrieben: ↑Do 16. Apr 2026, 07:45
Sünde ist das, was der Mensch am besten kann.
So wie du dich selber erlebst, so erlebst du auch andere Menschen, oder?
Natürlich weriß ich um die Liebe und Vergebungsbereitschaft Gottes.
Das reicht nicht. Du solltest selber lieben und vergeben. Ich sage, du sollst. Das klingt wieder moralisch. Am besten, du kommst selber drauf, wie du Erlösung findest. Das ist auch, aber nicht nur, eigene Arbeit. Der Rest ist Gnade.
Ich halte dir eine Realität vor Augen, du reagierst für mich aber seltsam darauf, weshalb ich dir diese Realität versuche immer neu näher zu erklären.
Du bist ein offenes Buch. Du sagst ja, "eine" Realität. Es ist deine Realität.
Ich bewerte nicht alles gleich in gut-schlecht oder gut-böse. Ich versuche erstmal zu verstehen. Meine Mitmenschen, mich selbst.
Die romantisch verträumte Einheitsmystik.
Kannst du so sagen, ist dein Recht. Meistens meint die Mystik Arbeit an sich selbst, Hingabe und Gotteserkenntnis. Paulus sagt: ich sterbe täglich. Er meint nicht, irgendwann sondern heute, also jeden Tag neu. Das ist Hingabe, sich selbst Gott anbieten.
Auch Wollen ist noch keine Sünde an sich. Sonszt könnte Gott darauf verzichten, die kompliziertesten wunderbaren himmlischen Welten zu erschaffen. Und bis dahin ins Detail, was sich jeder einzelne Mensch dort nur wünschen kann.
Vorhin hieß es noch .. Zitat: "Sünde ist das, was der Mensch am besten kann." Und jetzt wünscht er sich, in eine wunderbare himmlische Welt aufgenommen zu werden? Sundar sagte, falls seine Mutter in die Hölle müsste, würde er lieber auch in die Hölle gehen. Was ist gemeint?
Die jenseitigen Welten erschaffen wir, wir sind Mitschöpfer, Gott lebt in uns und durch uns. Ich bin nicht sicher ob du es verstehst. Und eigentlich kann man es nur sehen, nicht verstehen.
Mal anders gefragt: Warum redet Jesus so relativ viel über Sünde, Satan und Hölle. Laut deiner Überzeugung redet er da wohl entschieden zu viel ?
Ich denke, du verstehst Jesus aus deiner Eigenwelt heraus. Jesus demonstriert Heilung. Er sprach in der Sprache seiner Zeit. Sünde im heutigen Sinne ist Ich-Sucht, Rechthaberei, Stolz usw …. und die Hölle, die Sünde mit sich bringt, ist auch gleichzeitig spürbar, hier im persönlichen Konflikt: Ängste, kein Selbstvertrauen, Depressionen, mentale Verwirrung.
Laut meiner Überzeugung wäre es besser, man hört weniger auf das Gerede, sondern auf den eigentlichen Sinn, den Jesus vermittelt. "Wer Ohren hat, der höre". Manche gutmeinenden Christen lesen die Bibel rauf und runter und verstehen herzlich wenig.
Wer flüchtet vor was ? in erster Linie der gedankenlose Mensch, der fahrlässig in Sünde lebt. Und der sich nicht davon wachrütteln lässt, wenn man ihm ausmalt, was die Konsequenzen dafür nach seinem Tod sind.
Nochmal Paulus: Ich sterbe täglich. Dieser Tod ist real, konkret. Nur dieser Tod miiten im Leben rüttelt wach.
Was mit dem Jenseits kommt, du sagst es schon passend, das malt man sich aus. Aber die NT-Erfahren sagen selbst, niemand kann sich das wirklich ausmalen.
oTp, wir sind alle Sünder und fahrlässig. Wenn du andere Menschen wachrütteln willst, werde selber wach!