Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

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Zippo
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Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Beitrag von Zippo »

Hallo zusammen,

zeitlich gesehen gibt es eine klare Verbindung von Pfingsten mit dem Wochenfest, das 50 Tage nach dem Passahfest gefeiert wurde.
Zum Wochenfest wurden unter anderem Erstlinge des Weizens dargebracht.
[2. Mo 34,22-23] Das Fest der Wochen sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte, und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr um ist. Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN und Gott Israels
3 Mo 23,15...

Zur Zeit des Wochenfestes, also zu Pfingsten, wurde der Heilige Geist ausgegossen, so wie es von dem Herrn Jesus Christus angekündigt wurde.
[Joh 14,15-17] Liebet ihr mich, so haltet ihr meine Gebote. Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen anderen Tröster geben, dass er bei euch bleibe ewiglich: den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.
Es ist auch von einer Weizenernte und von Erstlingen die Rede.
Joh 12,24
Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Es sei denn, dass das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt’s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte.
Rö 8,23
Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft und warten auf unseres Leibes Erlösung.
Ich nehme an, die Erstlinge des Geistes, das sind diejenigen, die den Heiligen Geist zuerst bekommen haben ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Larson
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Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 12:14 Ich nehme an, die Erstlinge des Geistes, das sind diejenigen, die den Heiligen Geist zuerst bekommen haben ?
Israel ist Erstling Gottes:
Jer 2,3 Israel ist heilig dem HERRN, der Erstling seines Ertrags; alle, die es verzehren wollten, verschuldeten sich: Unglück kam über sie, spricht der HERR.
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
(über das von Gott gegebenen "Zeichen" an Israel)
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Abischai
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Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Beitrag von Abischai »

Ich möchte zu gern wissen, was "Pfingsten" in der jüdischen Tradition wirklich bedeutet, wo das Fest seinen Ursprung hat und wie es heute verstanden wird.
@Larson: kannst DU das mit ein paar erklärenden Sätzen darlegen? Es muß nicht allgemeingültig sein, sondern wie Du es verstehst und empfindest. Ich kenne "nur" die christliche Bedeutung durch jenes Ereignis in Jerusalem (Apg. 2), wo aber ausdrücklich steht, daß es am Tag der Pfingsten geschah, also ein Fest, daß es lange zuvor schon gab. Aber ich finde dazu keine hilfreiche biblische Erklärung.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Isai
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Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Beitrag von Isai »

Abischai hat geschrieben: So 24. Mai 2026, 00:42 Ich möchte zu gern wissen, was "Pfingsten" in der jüdischen Tradition wirklich bedeutet, wo das Fest seinen Ursprung hat und wie es heute verstanden wird.

Gesegneten Morgen :)


Ist es nicht die Begebenheit, als JHWH am Sinai die zehn Worte auf Stein gab? (Finger Gottes = Heiliger Geist, Lukas 11:20)

Nun sind im Neuen Bund die Gebote Gottes durch den Heiligen Geist auf das Herz geschrieben - ein besserer Bund:

Jeremia 31:31-34 hat geschrieben:Siehe, Tage kommen, spricht JHWH, da ich mit dem Hause Israel und mit
dem Hause Juda einen neuen Bund machen werde:
nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tage, da
ich sie bei der Hand faßte, um sie aus dem Lande Ägypten herauszuführen,
welchen meinen Bund sie gebrochen haben; und doch hatte ich mich mit
ihnen vermählt, spricht JHWH.
Sondern dies ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel machen werde nach
jenen Tagen, spricht JHWH: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und
werde es auf ihr Herz schreiben; und ich werde ihr Gott, und sie werden
mein Volk sein.

Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Nächsten und ein jeder seinen
Bruder lehren und sprechen: Erkennet JHWH! Denn sie alle werden mich
erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht JHWH. Denn
ich werde ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken.
So ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus Dem alles und wir in Ihm
und nur Einer Herr, Jesus Gesalbter, durch Den alles und wir durch Ihn.
1. Korinther 8:6
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Helmuth
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Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: So 24. Mai 2026, 00:42 Ich möchte zu gern wissen, was "Pfingsten" in der jüdischen Tradition wirklich bedeutet, wo das Fest seinen Ursprung hat und wie es heute verstanden wird.
Pfingsten selbst hat keine Bedeutung dem reinen Namen nach, der von Koine abgeleitet ist. Es bedeutet schlicht 50 und erklärt sich aus der Zahlenangabe, dass sieben Wochen und einem Tag nach Passah, also 7x7 + 1 (= 50) Tagen nach Passah ein weiteres Fest stattfinden soll. Hier der biblische Beleg:
3. Mose 23:15-17 hat geschrieben: Und ihr sollt euch zählen vom nächsten Tag nach dem Sabbat, von dem Tag an, da ihr die Webe-Garbe gebracht habt: Es sollen sieben volle Wochen sein. Bis zum nächsten Tag nach dem siebten Sabbat sollt ihr fünfzig Tage zählen; und ihr sollt JHWH ein neues Speisopfer darbringen. Aus euren Wohnungen sollt ihr Webe-Brote bringen, zwei von zwei Zehnteln Feinmehl sollen es sein, gesäuert sollen sie gebacken werden, als Erstlinge dem JHWH.
Am dem Tag findet das Fest der Wochen statt, an dem die Erstlinge und weitere Opfer (Verse 18-19) dargebracht werden sollen. Eher sollte man nach dem Sinn des Festes an sich fragen. Den sehe ich darin, was wir als Ernetdankfest bezeichnen und auch Heiden feiern, wenn auch anders. Man bringt neben den Broten auch Erstlinge des Feldes oder sonstige Gaben vor Gott und dankt ihm für seine gnädige Versorgung.

Ob es dazu noch eine geistliche Bedeutung eschatologischer Art gibt, sodass dieses Fest ein Vorschatten wäre, denke ich nicht. Denn wir ernten alljährlich von den Früchten unserer Felder, sodass es kein Erinnerungsfest an eine Tat mit messianischer Bedeutung wäre. Gott wünscht einfach die Anwesenheit des Volkes.

Eher ginge es auf den Bund mit Noah zurück, wo uns ein kontinuierlicher Jahresrhythmus versprochen wird. Aber vielleicht sehen Juden darin noch eine höhere Bedeung, dann wäre sie mir verborgen. Wir haben in unserer Gemeinde viele Juden. Ich kann da mal nachfragen.

Was aber die Tradition daraus gemacht hat, dafür gilt dasslebe was Jesus dazu allgemein sagt. Er hat sicher nicht gegen ein Brsuchtum, das sich dazu entwickelt hat, solange das kein anderes Wort Gottes diskreditiert.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Larson
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Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Beitrag von Larson »

Abischai hat geschrieben: So 24. Mai 2026, 00:42 Ich möchte zu gern wissen, was "Pfingsten" in der jüdischen Tradition wirklich bedeutet, wo das Fest seinen Ursprung hat und wie es heute verstanden wird.
@Larson: kannst DU das mit ein paar erklärenden Sätzen darlegen? Es muß nicht allgemeingültig sein, sondern wie Du es verstehst und empfindest. Ich kenne "nur" die christliche Bedeutung durch jenes Ereignis in Jerusalem (Apg. 2), wo aber ausdrücklich steht, daß es am Tag der Pfingsten geschah, also ein Fest, daß es lange zuvor schon gab. Aber ich finde dazu keine hilfreiche biblische Erklärung.

Schawuot
Ist ein Ernte-Fest (3.Mo 23,16), auch der Erstlinge (4.Mo 28,26), und das Wochenfest (2.Mo 34,22).
3.Mo 23,16 Bis zum anderen Tag nach dem siebten Sabbat sollt ihr 50 Tage zählen; und ihr sollt dem HERRN ein neues Speisopfer darbringen.
2.Mo 34,22 Und das Fest der Wochen, der Erstlinge der Weizenernte, sollst du feiern; und das Fest der Einsammlung beim Umlauf des Jahres.
4.Mo 28,26 Und am Tag der Erstlinge, wenn ihr dem HERRN ein neues Speisopfer darbringt, an eurem Wochenfest, soll euch eine heilige Versammlung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.
Dabei wird das Buch Ruth gelesen.

Das Fest wird auch als Tag der „Torah-Gebung“ gefeiert, wie es sich später auch festgelegt wurde, ist aber an und für sich kein biblisches Fest (von Gott vorgelegt), sondern nur aufgrund von Berechnungen (Mischa und Talmud-Zeit festgelegt, rabinisch) auf diesen Tag gelegt worden.


Kleine Ergänzung:
Im Jubiläenbuch (Kleine Genesis) Kapitel 6 wird Shawuot, respektive dieser Tag schon mit der Gesetzgebung verbunden, wie auch der Bund Noah auf diesen Tag fällt, ebenso auch den Bund Abraham.
Darin ist also Shawuot der Tag der Bundesbeschlüsse (der Bund wird „geschnitten“):
6 Da schwuren Noe und seine Söhne, daß sie kein Blut, das in irgendeinem Fleische wäre, genießen wollten. Und er schloß einen Bund vor Gott dem Herrn für ewig durch alle Geschlechter der Erde in diesem Monat ab.
7 Deshalb sagte Er zu dir, du sollst einen eidlichen Bund samt den Israeliten in diesem Monat auf dem Berg schließen und über sie Blut sprengen wegen all der Worte des Bundes, den Gott mit ihnen für immer geschlossen hat
Ich weiss nicht, wie gross der Einfluss auf die spätere Zeit war (rabbinisch), sie soll aber aus dem 2.Jh Chr sein.
Zuletzt geändert von Larson am So 24. Mai 2026, 14:35, insgesamt 1-mal geändert.
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
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Larson
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Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Beitrag von Larson »

Isai hat geschrieben: So 24. Mai 2026, 09:23 Nun sind im Neuen Bund die Gebote Gottes durch den Heiligen Geist auf das Herz geschrieben - ein besserer Bund:
Pfingsten, wie auch der Jesus-Bund, hat nichts mit Jer 31 zu tun:
Larson hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 17:43 Und bezüglich des „neuen Bundes“:
Jer 31
27 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da ich das Haus Israel und das Haus Juda mit Samen von Menschen und mit Samen von Vieh besäen werde.
28 Und wie ich über sie gewacht habe, sie auszureißen, auszurotten, zu zerstreuen, zu verderben und zu züchtigen, so will ich über sie wachen, um sie zu bauen und zu pflanzen, spricht der Herr.

33 sondern dies ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jener Zeit schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen und es in ihr Herz schreiben und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.
34 Und nicht wird fortan mehr jemand seinen Nächsten oder einer seinen Bruder lehren, indem er spricht: Erkenne des Herrn! denn alle werden mich kennen, vom Kleinsten bis zum Größten, spricht der Herr; denn ich will ihre Vergehungen vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken.

Also Gott macht den Bund mit Hause Israel, also mit dem Volk, nicht mit einzelnen. Israel und Juda (V31), und nicht eine Christenheit mit ihrer eigenen Lehre, denn Gott hatte Israel als Sein Volk erwählt) soll sein Volk sein, wie es auch immer ist.

Und in diesem Bund wird man den anderen nicht mehr Lehren!!!! Den Herrn JHWH erkennen, in Seiner Art, wie Er ist (und das hat nichts mit einem Messias zu tun).

So wurde dies sicher nicht in/durch Jesus erfüllt, da es nicht stattgefunden hat. Und nun einfach irgendwelche Rosinen aus der Tenach zu pflücken, zu entstellen, und etwas anderes hineinzulegen, ist ein Umdeuten der Tenach, man ändert sozusagen die Schrift, das Strichlein, ein Verkennen JHWH's.
Wenn man zusätzlich in Betracht zieht, wie Gott mit ganz Israel, welches sich auf diesen Tag heiligte, am Sinai (2.Mo) Gott begegnete, und Er diesen Bund mit ihnen schloss, und das Volk einwilligte, so geht jegliche Interpretation fehl und irrig, dass Jer 31,31 sich auf den Jesus-Bund oder „Pfingsten“ beziehen soll.

Schon in Mose steht, dass das Volk die Weisungen Gottes ins Herz schreiben soll, und wie es scheint, funktioniert“ dies bei „Christen“ auch nicht besonders….
Weiter lässt deine Betrachtung vollkommen offen, um welches Gebote Gottes es sich handeln soll, und so nimmt sich dann jeder das, was so im Leben dann aufgeht.
Aber Gott ändert seine Gebote, seien Weisung und seine Lehre nicht, wie es selbst Jesus bestätigte.
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Isai
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Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Beitrag von Isai »

Larson hat geschrieben: So 24. Mai 2026, 14:16 Aber Gott ändert seine Gebote, seien Weisung und seine Lehre nicht, wie es selbst Jesus bestätigte.
Das ist richtig.
Meine Antwort schließt das nicht aus, im Gegenteil.

Nun, ich weiß, dass Du grundsätzlich anders denkst.
Der Gedanke war als Antwort für Abischai.
So ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus Dem alles und wir in Ihm
und nur Einer Herr, Jesus Gesalbter, durch Den alles und wir durch Ihn.
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Isai
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Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Beitrag von Isai »

Nach einem kurzen Stöbern im Forum habe ich diesen Beitrag von luett-matten entdeckt:

luett-matten hat geschrieben: So 28. Mai 2023, 00:08 [...]
Aus der jüdischen Tradition und Überlieferung wurden mir die Ursprünge dessen, war wir das Pfingstereignis nennen nochmal viel klarer.

Das, was wir kennen, entspringt dem Pfingstereignis am Berg Sinai, wie es dort heißt.
2.Mose 20,18 hat geschrieben:Und das ganze Volk sah die Stimmen ha'qolot הקולת und die Fackeln ha'lapidim הלפידם und die Stimme des Schophar und den Berg rauchen. ...
Luther übersetzte mit "sah die Donner und die Blitze". Es heißt aber "sah die Stimmen und die Fackeln. Im Judentum legt man besonderen Wert darauf, dass man die Stimmen (in der Mehrzahl) sah, wo man sie doch sonst nur hören kann.

Der jüdische Religionswissenschaftler Pinchas Lapide verwies in seinem Buch: »Ist die Bibel richtig übersetzt?« Auf die Frage, warum alles Volk »die Stimmen«, in der Mehrzahl wahrnahm und erklärte wie folgt.
Pinchas Lapide - »Ist die Bibel richtig übersetzt?« hat geschrieben:Nach der Verkündigung des Zehngebotes am Berge Sinai heißt es:
»Und alles Volk nahm die Stimmen wahr« (Ex 20, 18) – eine höchst erstaunliche Aussage, da doch kurz zuvor nur von der Einen Stimme Gottes (Ex 20, 1) die Rede war. Der rabbinische Kommentar bringt des Rätsels Lösung: Die Stimme Gottes, die vom Berggipfel erklang, teilte sich in 600 000 feurige Zungen, sodass jeder einzelne Israelit das Gotteswort in seiner einzigartigen Mentalität aufnehmen und begreifen konnte (Exodus Rabba V,9), genau wie Psalm 68,12 es bestätigt: »Der Herr gibt ein Wort, der Herolde, die es verkündigen, ist eine große Schar.«
Als weiteres ging der Professor und Theologe August Friedrich Gfrörer bereits 1838 in seinem Werk "Geschichte des Urchristentums" der jüdischen Überlieferung nach, dass die 10 Gebote auch den 70 Nationen der Heiden verkündigt worden seien und führte dazu aus.
https://books.google.de/books?hl=de&id= ... en&f=false
August Friedrich Gfrörer - Geschichte des Urchristentums hat geschrieben:Nun gibt es aber 70 Nationen auf der Erde, jede derselben hat ihre eigene Sprache. Wie konnten sie also alle zusammen das Gesetz vernehmen, wenn es nur in einer Sprache (der heiligen) verkündigt ward? Auch diesen Einwurf hat der rabbinische Scharfsinn nicht übersehen. Sie geben folgende Antwort: Schemot Raba S 70, d: "R. Johannan sagt: Die Stimme vom Sinai ward getheilt in 70 Stimmen und 70 Sprachen, daß alle Nationen der Welt (das Gesetz) hörten, und Jegliche vernahm es auch wirklich in ihrer Sprache." ebenso Midrasch Tanchumah S 26, e: "Obgleich die Zehn Gebote mit einem einzigen Laut verkündigt wurden, so heißt es doch (Exod. 20, 15): "Alles Volk hörte die Stimmen (in der Mehrzahl und nicht die Stimme in der einfachen Zahl), das kommt daher: Als die Stimme ausging, ward sie getheilt in sieben Stimmen, und ging dann über in siebzig Zungen, und jedes Volk vernahm das Gesetz in seiner Muttersprache."
[...]
Die alten Juden legten großes Gewicht auf den Ausdruck das Volk sahe die Stimmen**) (da man sie sonst bloß hört); wie das glühende Metall unter des Hammers Schlägen in viele Funken zerstäubt, so, sagten sie, theilte sich die göttliche Stimme, die das Gesetz verkündigte, zuerst in sieben, dann in siebenzig feurige Zungen, die natürlich auch dem Auge erkennbar seyn mußten.
Es faziniert mich zu sehen, dass die jüdische mündliche Überlieferung mit Bezug auf 2.Mose 20,18 das schildert, was wir in der Apostelgeschichte vorfinden, dass also das Geschehen im Neuen Testament auf tiefem jüdischen Boden steht und darin eingebettet ist. Obgleich die Ursprungsbibelstelle in christlichen Kreisen scheinbar aus Unkenntnis bis heute falsch übersetzt wird.
So ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus Dem alles und wir in Ihm
und nur Einer Herr, Jesus Gesalbter, durch Den alles und wir durch Ihn.
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Helmuth
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Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Beitrag von Helmuth »

Abgesehen davon, dass das für mich bezuglose Auslegerei ist, was sollte das mit dem Pfingstfest zu tun haben?
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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