Larson hat geschrieben: ↑Mi 3. Jun 2026, 13:42
Oder auch du….
Ja, möglicherweise verstehe ich den realen Jesus falsch. Vielleicht hat er was anderes gemeint. Ich kann mich aber nur auf das beziehen, was Lukas schreibt.
Larson hat geschrieben: ↑Mi 3. Jun 2026, 13:42
Das ist aber keine Erfüllung der Verheissung. Etwas „Nationales“ kann nicht individuell erfüllt werden. Sonst kann ja jeder ein paar Bruchstücke zitieren, und sie in sich erfüllt betrachtet zu senken.
Wieso etwas "Nationales" es geht um die Worte, die in der Ich-Form formuliert werden. Das ist zunächst erst mal als Singular zu verstehen, nicht als Plural.
Larson hat geschrieben: ↑Mi 3. Jun 2026, 13:42
Weiter hat er es nicht mal nach deiner Meinung erfüllt, da wurden keine aus dem Kerker befreit.
Unmittelbar noch nicht.
Larson hat geschrieben: ↑Mi 3. Jun 2026, 13:42
Jesus hat aber niemanden aus dieser angeblichen „Knechtschaft der Sünde“ befreit….
Das willst du woher wissen ? Ist nie jemand daraus befreit worden oder gab es diese Knechtschaft gar nicht ?
Larson hat geschrieben: ↑Mi 3. Jun 2026, 13:42
Nein, es ist ein Grundsatz, dass Verheissungen der Tenach zerrissen werden und als angebliche Erfüllung dargestellt werden. Das hier ist ja kein Einzelfall, es zieht sich durch das NT hindurch.
Da müsste man schon jede Stelle gesondert betrachten und sämtliche Lesarten berücksichtigen.
Larson hat geschrieben: ↑Mi 3. Jun 2026, 13:42Und genau solches macht das NT unglaubwürdig, da nicht mal richtig zitiert wird, der Sinn aus der Tenach umgedeutet wird, zweckentfremdet, um angebliche „Beweise“ für die neue Lehre aufzustellen.
In dem Fall wird ja richtig zitiert. Nur eben nicht nach alexandrinischer Lesart. Warum, das werden wir wohl nie erfahren. Ich halte den alexandrinischen Texttyp aus mehreren Gründen für fragwürdig, dennoch muss er als Textzeuge immer miteinbezogen werden. Nicht wegen seines Alters, sondern weil er eben ein Textzeuge ist.
Larson hat geschrieben: ↑Mi 3. Jun 2026, 13:42
Kaum, denn Jesus las ja aus der Schriftrolle, welche sicher den ursprünglichen hebräischen Text hatte (Qumran-Text gibt den gleichen Text wie der in der Tenach)
Ja, aber wo soll jetzt das Problem sein ?
Larson hat geschrieben: ↑Mi 3. Jun 2026, 13:42
Oder du beisst dich fest… denn nicht mal das, was da in Lukas steht, erfüllte sich…. Nun willst du das auf „geistige“ beziehen, aber auch solches erfüllte sich nicht, oder aber erfüllte sich schon immer, da der Mensch jederzeit sich dem Ewigen hingeben kann.
Tatsächlich, ich beiße mich fest. Aber auf das, was da auch steht unter Berücksichtigung der Lesarten. Du kannst gerne die Glaubwürdigkeit des byzantinischen Textes in Frage stellen, aber dann sind wir nicht mehr bei Exegese, sondern bei Textkritik.
Larson hat geschrieben: ↑Mi 3. Jun 2026, 13:42
Weil du den Kontext, den Adressaten nicht berücksichtigst.
Den berücksichtigt aber schon der Sprechende in Jesaja 61,1 nicht wirklich. Er sagt nur, wem er verkündet. Was dann danach (im Text) folgt, das ist nicht mehr sein Handeln.