In einem meiner Hauskreise haben wir seit längerer Zeit das letzte Buch in der Bibel die Offenbarung am Start.
Gestern hatten wir das achte Kapitel durchgenommen. Sehr interessant, wenn sich 11 Leute am Tisch zu den einzelnen Versen äußern, und wir dabei unterschiedliche Aspekte beleuchten.
Das Thema Offenbarung ist wirklich sehr komplex. Ich hatte mir neulich erst einen neuen Kommentar zur Offenbarung zugelegt, um wieder eine andere Perspektive zu bekommen.
Zum Glück haben wir einen sehr versierten Theologen als Hauskreisleiter. Weiß nicht, ob dessen Name für einige hier im Forum ein Begriff ist: Johann Hesse vom Gemeindehilfsbund, der das Thema vorbereitet und Raum für Diskussionen lässt.
Interessant waren die unterschiedlichen Auslegungsvarianten zu den Bibelkommentaren, die zwar teilweise zu völlig anderen Ergebnissen kommen, aber dennoch sehr hilfreich sind, um sich dem Buch der Offenbarung aus mehreren Perspektiven zu nähern, ohne dass man selbst die eigene Überzeugung über Bord werfen muss - nicht zuletzt auch wegen der grundsätzlich vielen Übereinstimmungen.
Eines der wichtigsten Themen ist natürlich die Wiederkunft Jesu. Einige Auslegungen gehen ja von einer sogenannten unsichtbaren Entrückung vor der Trübsalzeit aus, andere sehen diesen Zeitpunkt genau in der Mitte nach dreieinhalb Jahren, während es auch Befürworter gibt, die davon ausgehen, dass alle Christen durch die sieben Jahre müssen. Sehr spannend.
Wie geht ihr mit dem Buch der Offenbarung um? Wie sind eure Erfahrungen damit? Wie geht ihr mit Widersprüchen und Symboliken?
Ist es für wichtig zu wissen, wie was gemeint ist, und wie einzelne Abschnitte und Kapitel chronologisch einzuordnen sind?
Wird in euren Gemeinden und Kirchen die Offenbarung des Joahnnes in Predigten, Seminaren, Hauskreisen und Bibelstunden überhaupt thematisiert?
Die Offenbarung - böser Alptraum oder bittere Realität?
Die Offenbarung - böser Alptraum oder bittere Realität?
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd
Re: Die Offenbarung - böser Alptraum oder bittere Realität?
Zu viele Fragen auf einmal. Wäre es nicht besserr eine Sache zu konkretisieren? Aber du kannst uns ja dorhin leiten als TE. Zunächst mal Schnellschüsse auf deine Fragen:
Es hat m.E. nicht dieselbe Priorität wie z.B. ein Evangelium. Bei Endzeitdingen folge ich den Synoptikern, da sie praktische Relevanz haben. Das sehe ich bei Aussagen wie z.B. über die "zehn Hörner" nicht.
Mehr negativ als positiv. Es verstricken sich zuviele in die Auslegung einzelner Dinge und verlieren, was wichtig ist, aus den Augen. Zumindest erhält man diesen Eindruck. Ein Beispiel ist hier im Forum für mich Kingdom. Er textet dich zu mit Dingen, die am Ende doch nichts bedeuten.
Welche? Ich sehe weniger Widersprüche, sondern einfach nur viele nicht auslegbare Dinge. Die klarsten Kapitel sind für mich noch das Ende, die Kapitel 20-22. Der Rest ist ein Konglomerat von Bildern und Symbolen, die ich mehr oder weniger nicht deuten kann. Das Problem habe ich mit anderen Texten der Schrift nicht.
Insgesamt nein. Ich halte Etliches für völlig irrelevant für unsere Gegenwart. Uns beschäftigen andere Probleme.
Ja, in meinen 30 Jahren habe ich genug Themen mit Brüdern besprochen und schier unzählbare Deutungen schon gehört. Das habe ich für mich irgendwann aufgegeben. Gerade bei der Offenbarung verfilzt man sich. Das kann nicht Gottes Wille sein. Ein Evangelium hat einfach eine andere Aussagerelevanz für das praktische wie ewige Leben.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Re: Die Offenbarung - böser Alptraum oder bittere Realität?
Macht was ihr wollt mit der Offenbarung.
Ich stimme den Orthodoxen zu, die das Buch symbolisch, allegorisch und pastoral deuten.
Damit hat es für mich keine Weltuntergang-Bedeutung. Und es erübrigt sich für mich, mir den Kopf damit zerbrechen und viel hineininterpretieren zu müssen.
Die ganze Symbolik ist seltsam, und nach Jesus Evangelium hört sich der Inhalt sowieso seltsam genug an.
Ich stimme den Orthodoxen zu, die das Buch symbolisch, allegorisch und pastoral deuten.
Damit hat es für mich keine Weltuntergang-Bedeutung. Und es erübrigt sich für mich, mir den Kopf damit zerbrechen und viel hineininterpretieren zu müssen.
Die ganze Symbolik ist seltsam, und nach Jesus Evangelium hört sich der Inhalt sowieso seltsam genug an.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst