Die Hure Babylon - Vers für Vers Betrachtung

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Helmuth
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Die Hure Babylon - Vers für Vers Betrachtung

Beitrag von Helmuth »

Philippus hat geschrieben: Do 17. Sep 2026, 21:34
Larson hat geschrieben: Do 17. Sep 2026, 15:30 „Alle Religionen sind ein Weg, um zu Gott zu gelangen. Sie sind – um eine Metapher zu gebrauchen – wie verschiedene Sprachen, verschiedene Dialekte, um dorthin zu gelangen. Aber Gott ist Gott für alle. Und da Gott Gott für alle ist, sind wir alle Kinder Gottes. ‚Aber mein Gott ist wichtiger als deiner!‘ – Ist das wahr? Es gibt nur einen Gott, und unsere Religionen sind Sprachen, Pfade, um zu Gott zu gelangen. Der eine ist Sikh, der andere Muslim, der andere Hindu, der andere Christ; aber es sind verschiedene Wege.“
So soll Mutter Theresa aber auch schon gedacht haben...
Anstelle irgendwelche Menschenweisheiten und halbgare Auslegungsrezepte zu kreieren und man dann sogar bei Mutter Theresa landet, die wohl kein brauchbares Beispiel der Hure abgibt, könnte man auch das Wort Gottes genauer betrachten, was es zur Hure Babylon zu sagen hat, und zwar AT als auch NT.

Ich schlage vor, dass wir zuerst die Offenbarung Vers für Vers durchgehen und zunächst nicht sofort auslegen, sondern fürs erste mehr lesen, was wirklich geschrieben steht. Die Aussagen sind m.E. für sich verständlich, Deutungen eine andere Sache. Die Kernstelle ist Offenbarung 17. Es beginnt so:
Offenabrung 17:1-2 hat geschrieben: Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm her, ich will dir das Urteil über die große Hure zeigen, die auf den vielen Wassern sitzt, mit der die Könige der Erde Hurerei getrieben haben; und die, die auf der Erde wohnen, sind trunken geworden von dem Wein ihrer Hurerei.
Hier erfolgt zuerst die Bezeichnung "große Hure", aber noch nicht mit dem Namen Babylon. Das geht danach aus dem Kontext aber hervor. Drei Elemente werden genannt:

- die große Hure
- sitzend auf vielen Wassern
- die Könige der Erde
Offenabrung 17:3-4 hat geschrieben: Und er führte mich im Geist weg in eine Wüste; und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, voller Namen der Lästerung, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und wertvollem Stein und Perlen, und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll von Gräueln und den Unreinheiten ihrer Hurerei.
Was Johannes nun gezeigt wurde ist eine Vision. Egal wir man nun auslegt, man sollte bei Visionen immer bedenken, dass damit keine ontologischen Existenzen bzw. historische Vorgänge gezeigt werden, sondern es sind quasi Bilder. So wie wir uns in der heutigen Zeit ein Video auf Youtube ansehen würden, nur in 3D und der Produzent ist der Geist Gottes.

Gezeigt werden eine Frau auf einem Tier sitzend, die vornehm königlich gekleidet ist, aber ehrlos und verkommen im Charakter, Hebräer würden sagen, eine Tochter Belials.
Offenabrung 17:5-6 hat geschrieben: Und an ihrer Stirn hatte sie einen Namen geschrieben: Geheimnis Babylon, die große, die Mutter der Huren und der Gräuel der Erde. Und ich sah die Frau trunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blut der Zeugen Jesu. Und ich verwunderte mich, als ich sie sah, mit großer Verwunderung.
Nun wird ihr Name gezeigt, Geheimnis Babylon, die große Hure. Und sie ist die Mutter aller Huren. Dann wird ein viertes Element genannt:

- die Zeugen Jesu

Ihre Trunkenheit vom Blut der Heiligen lese ich mal ohne das weiter auszulegen. Oder ich frage, was könnte man anahnd der bisher vorgelegten Merkmal auf historische bzw. gegenwärtige Zustände schließen?

Anhand der ersten 6 Verse lesen wir nichts Konkretes, sondern man könnte es nur völlig allgemein deuten als die Mutterhure ein Feind aller Christen bzw. Nachfolger Jesu ist. Wir brauchen weitere Informationen. Ich warte mal Reaktionen ab und gehe dann, falls Interesse besteht, weiter voran.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Aslan
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Re: Die Hure Babylon - Vers für Vers Betrachtung

Beitrag von Aslan »

Na, da sieh mal einer an... ;)
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Helmuth
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Re: Die Hure Babylon - Vers für Vers Betrachtung

Beitrag von Helmuth »

Aslan hat geschrieben: Fr 18. Sep 2026, 10:45 Na, da sieh mal einer an... ;)
Was willst du dir „ansehen“? ;)

Ich hab das Thema fürs Bibelforum aufgesetzt, da mich die 1.000 Privatauslegungen nicht interessieren. Du besprichst die Symbolik, ich will es konkret nur für die Hure Babylon tun, aber was die Schrift hergibt. Die ständige Assoziation mit konkreten Mächten halte ich für Eisegese. Ich bin aber für eine biblisch fundierte Deutung offen.
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Helmuth
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Re: Die Hure Babylon - Vers für Vers Betrachtung

Beitrag von Helmuth »

Groß ist das Interesse an einer biblischen Betrachtung scheinbar nicht. Es ist eben anders als nur Gedanken vorzutragen ohne die Wortgrundlage. Nun, vielleicht wird's noch, oder es gibt eventuell an den ersten Versen auch nichts auszusetzen, was ich geschrieben haben. Dann setze ich fort.
Offenbarung 17:7 hat geschrieben: Und der Engel sprach zu mir: Warum verwundertest du dich? Ich will dir das Geheimnis der Frau sagen und des Tieres, das sie trägt, das die sieben Köpfe und die zehn Hörner hat.
Jetzt wird's interessant, denn der Engel beginnt nun Geheimnisse der Frau preiszugeben:
Offenbarung 17:8 hat geschrieben: Das Tier, das du sahst, war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und ins Verderben gehen; und die, die auf der Erde wohnen, deren Namen nicht in dem Buch des Lebens geschrieben sind von Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, dass es war und nicht ist und da sein wird.
Hier wird uns noch nichts über die Frau gesagt, sondern über das Tier, auf dem sie sitzt. Dem Tier wird ein Untergang vorausgesagt, aber mehr erfahren wird dabei nicht. Auch die folgenden Erklärungen beschreiben weiter das Tier und nicht die Frau:
Offenbarung 17:9-14 hat geschrieben: Hier ist der Verstand, der Weisheit hat: Die sieben Köpfe sind sieben Berge, auf denen die Frau sitzt. Und es sind sieben Könige: Fünf von ihnen sind gefallen, der eine ist da, der andere ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt, muss er eine kurze Zeit bleiben. Und das Tier, das war und nicht ist, er ist auch ein achter und ist von den sieben und geht ins Verderben. Und die zehn Hörner, die du sahst, sind zehn Könige, die noch kein Königreich empfangen haben, aber sie empfangen Gewalt wie Könige für eine Stunde mit dem Tier. Diese haben einen Sinn und geben ihre Macht und Gewalt dem Tier. Diese werden mit dem Lamm Krieg führen, und das Lamm wird sie überwinden; denn er ist Herr der Herren und König der Könige, und die mit ihm sind Berufene und Auserwählte und Treue.
Man kann es so deuten, dass dies eine bildhafte Beschreibung der Verführten sind, die eines Tages vom Lamm Gottes besiegt werden, wobei es keine konkreten Angaben gibt. Das Wesen der Frau selbst betrifft das aber nicht.
Offenbarung 17:15 hat geschrieben: Und er spricht zu mir: Die Wasser, die du sahst, wo die Hure sitzt, sind Völker und Völkerscharen und Nationen und Sprachen. Und die zehn Hörner, die du sahst, und das Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie öde und nackt machen und werden ihr Fleisch fressen und sie mit Feuer verbrennen. Denn Gott hat in ihre Herzen gegeben, seinen Sinn zu tun und in einem Sinn zu handeln und ihr Königreich dem Tier zu geben, bis die Worte Gottes vollbracht sein werden.
Der Hure wird ebenfalls ein Ende vorausgesagt noch bevor die gottlosen Könige besiegt werden,
Offenbarung 17:18 hat geschrieben: Und die Frau, die du sahst, ist die große Stadt, die das Königtum hat über die Könige der Erde.
Hier endet das Kapitel 17. Wir haben mit dem letzten Vers eine einzige weitere Aussage, dass die große Hure Babylon eine große Stadt repräsentiert, welche über alle Königreiche der Erde das Königtum innehat. An sich gilt die gesamte übrige Beschreibung viel mehr dem Tier als der Frau. Bis hierher hat man im Grunde nicht viel in der Hand, um diese Frau konkreter zu deuten.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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