Das Tier in der Offenbarung

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Zippo
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Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Zippo »

Hallo zusammen,

in der Offenbarung tauchen Tiergestalten auf. Z. Bsp. in Off 13:
[Off 13,1-2] Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hörner und sieben Köpfe hatte, und auf seinen Hörnern zehn Diademe, und auf seinen Köpfen Namen der Lästerung. Und das Tier, das ich sah, war wie ein Leopard, und seine Füße wie die eines Bären, und sein Maul wie eines Löwen Maul. Und der Drache gab ihm seine Macht und seinen Thron und große Gewalt.
Die Beschreibung dieses Tieres findet sich auch im 17 Kapitel der Offenbarung:
Lff 17,3
Und er führte mich im Geist weg in eine Wüste; und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, voll Namen der Lästerung, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte.
Das ist doch das gleiche Tier, wie in Off 13 ?
Es soll gewesen sein und wiederkehren:
Off 17,8
Das Tier, das du sahst, war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und ins Verderben gehen; und die auf der Erde wohnen, deren Namen nicht in dem Buch des Lebens geschrieben sind von Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, dass es war und nicht ist und da sein wird.
Es wird von vielen Auslegern als das wiederkehrende römische Reich angesehen werden, also das heutige Europa, dessen Regiment mit dem europäischen Parlament in Strasburg im Jahr 1958 seine Arbeit aufgenommen hat.
Dort steht ja auch dieses Parlamentsgebäude, daß in seinen Grundzügen an den Turm zu Babel erinnert, so , wie ihn der Maler Pieter Brueghel im Jahr 1563 gemalt hat.
Ist das eine akzeptable Auslegung oder gibt es andere Möglichkeiten ?

Das Tier in Off 17 hat 7 Häupter das sind sieben Könige bzw. 7 Berge, auf denen die Hure Babylon sitzt. 5 sollen zur Zeit des des Johannes schon da gewesen sein. Verschiedene Ausleger haben unter den Kaisern der damaligen Zeit eine Auswahl getroffen.
https://share.google/aimode/tvpmEymmqkJ8XI0IE

Ein 6 König sollte noch kommen und eine kurze Zeit bleiben. Dann kommt der 7 bzw. 8 König.

Frage : Warum findet eine solche Auswahl von Häuptern statt, was zeichnet sie aus ?

Es hat doch in der Vergangenheit genügend Tiere gegeben, das waren grausame Despoten, welche auch mit religiöser Macht zusammengearbeitet haben, um großes Elend anzurichten. Aber offensichtlich zählen nur diese 7 Könige, um das System des Tieres in der Endzeit zu beschreiben.

Was ist also das Besondere an diesen Häuptern ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Sara Funkelstein
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Sara Funkelstein »

Zippo hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 13:07 Hallo zusammen,

in der Offenbarung tauchen Tiergestalten auf. Z. Bsp. in Off 13:
[Off 13,1-2] Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hörner und sieben Köpfe hatte, und auf seinen Hörnern zehn Diademe, und auf seinen Köpfen Namen der Lästerung. Und das Tier, das ich sah, war wie ein Leopard, und seine Füße wie die eines Bären, und sein Maul wie eines Löwen Maul. Und der Drache gab ihm seine Macht und seinen Thron und große Gewalt.
Hier wird offensichtlich ein Fabelwesen beschrieben. Auch der Drache ist ein Fabelwesen. Was interessant ist, ist dessen spirituelle Bedeutung.
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 13:07 Es wird von vielen Auslegern als das wiederkehrende römische Reich angesehen werden, also das heutige Europa, dessen Regiment mit dem europäischen Parlament in Strasburg im Jahr 1958 seine Arbeit aufgenommen hat.
Dort steht ja auch dieses Parlamentsgebäude, daß in seinen Grundzügen an den Turm zu Babel erinnert, so , wie ihn der Maler Pieter Brueghel im Jahr 1563 gemalt hat.
Ist das eine akzeptable Auslegung oder gibt es andere Möglichkeiten ?
Das macht keinen Sinn. Zunächst war der Turm zu Babel bereits seit Jahrhunderten eine Ruine als die Römer ihre Blütezeit hatten. Alexander der Große hat die Reste abreißen lassen. Außerdem müsstest du erklären, inwiefern du eine Verbindung der EU zum Römischen Reich siehst. :?:
Mir würde sich auch die Frage stellen, woher diese Auslegung kommt.
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 13:07 Es hat doch in der Vergangenheit genügend Tiere gegeben, das waren grausame Despoten, welche auch mit religiöser Macht zusammengearbeitet haben, um großes Elend anzurichten. Aber offensichtlich zählen nur diese 7 Könige, um das System des Tieres in der Endzeit zu beschreiben.
Ist das Tier denn nun ein System oder ein Mensch?

Du kannst ja gar nichts dafür. Es ist einfach wirres Zeug.
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.
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Zippo
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Zippo »

Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Mo 28. Sep 2026, 17:29
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 13:07 Hallo zusammen,

in der Offenbarung tauchen Tiergestalten auf. Z. Bsp. in Off 13:
[Off 13,1-2] Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hörner und sieben Köpfe hatte, und auf seinen Hörnern zehn Diademe, und auf seinen Köpfen Namen der Lästerung. Und das Tier, das ich sah, war wie ein Leopard, und seine Füße wie die eines Bären, und sein Maul wie eines Löwen Maul. Und der Drache gab ihm seine Macht und seinen Thron und große Gewalt.
Hier wird offensichtlich ein Fabelwesen beschrieben. Auch der Drache ist ein Fabelwesen. Was interessant ist, ist dessen spirituelle Bedeutung.
Das Fabelwesen gewinnt an Gestalt, wenn man Dan 7 liest. Da werden vier Tiere beschrieben, die 4 Weltreiche bedeuten, das babylonische, das medopersische, das griechische und römische Weltreich. Das Tier in Off 13 hat Ähnlichkeit mit allen vier Weltreichen, also vermute ich, daß ähnliche Qualitäten dieser Weltreiche in diesem Weltreich zu finden sein werden, wie sie die historischen Vorbilder hatten.
Ein Löwenmaul deutet auf ein gebieterisches Reden hin, man weiß ja aus Dan 3, daß König Nebukadnezar befahl, sein goldenes Standbild anzubeten. Die gottgleiche Huldigung, die Nebukadnezar von seinen Untertanen verlangt, die fordert auch der Herrscher der aus dem 1 Tier hervorgeht, das in Off 13 beschrieben wird.
Die Bärenfüße beschreiben in Dan 7 das medopersische Reich, das bekannt für seine Standfestigkeit war. Man sprach von den unbesiegbaren Reihen der Perser, weil es sehr viele Reihen waren, die sich hintereinander her bewegten.
Dem letzten Reich wird keiner widerstehen können, wer es tut, muß es mit dem Leben bezahlen. Off 13,4-10
Der Leopard beschreibt in Dan 7 das griechische Reich, und es ist bekannt, mit welcher ungeheuren Geschwindigkeit König Alexander sein Reich entfaltet hat. Das wird in letzter Zeit wohl ähnlich sein.
Das 4 Tier aus Dan 7 ist das römische Reich und wird meines Erachtens in dem Tier aus Off 13 nur durch seine 10 Kronen abgebildet. Kronen sind ein Zeichen von Herrschaft und Macht, die das römische Reich offensichtlich gehabt hat.
Da dieses Tier in Off 13, 7 Häupter hat, von denen 5 zur Zeit des Johannes schon da waren Off 17,10, verbindet man das Tier mit seinen Häuptern insgesamt mit dem römischen Reich.
Diese 5 Häupter waren 5 Kaiser, sagt google KI und zählt sie auch auf. Und weil das Tier, das in der Zukunft sein wird, auf dem auch die Hure Babylon sitzt, schon da war und sich alle Welt darüber wundert, verbindet man das Tier mit dem römischen Reich.
[Off 17,7-8] Und der Engel sprach zu mir: Warum verwundertest du dich? Ich will dir das Geheimnis der Frau sagen und des Tieres, das sie trägt, das die sieben Köpfe und die zehn Hörner hat. Das Tier, das du sahst, war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und ins Verderben gehen; und die auf der Erde wohnen, deren Namen nicht in dem Buch des Lebens geschrieben sind von Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, dass es war und nicht ist und da sein wird.
Der Drachen ist ein Bild für Satan und er wird das Tier mit Geist und Macht ausstatten:
[Off 12,7-9] Und es entstand ein Kampf in dem Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel; und sie siegten nicht ob, auch wurde ihre Stätte nicht mehr in dem Himmel gefunden. Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.
SF
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 13:07 Es wird von vielen Auslegern als das wiederkehrende römische Reich angesehen werden, also das heutige Europa, dessen Regiment mit dem europäischen Parlament in Strasburg im Jahr 1958 seine Arbeit aufgenommen hat.
Dort steht ja auch dieses Parlamentsgebäude, daß in seinen Grundzügen an den Turm zu Babel erinnert, so , wie ihn der Maler Pieter Brueghel im Jahr 1563 gemalt hat.
Ist das eine akzeptable Auslegung oder gibt es andere Möglichkeiten ?
Das macht keinen Sinn. Zunächst war der Turm zu Babel bereits seit Jahrhunderten eine Ruine als die Römer ihre Blütezeit hatten. Alexander der Große hat die Reste abreißen lassen. Außerdem müsstest du erklären, inwiefern du eine Verbindung der EU zum Römischen Reich siehst. :?:
Mir würde sich auch die Frage stellen, woher diese Auslegung kommt.
Der Turmbau zu Babel hat eine symbolische Bedeutung für Unsinnigkeit eines Bauvorhabens bekommen, die Gott auch wieder zerschlagen hat. 1 Mo 1,11.. Der Architekt war wohl von der Idee und der Absicht des europäischen Gedankens nicht ganz überzeugt.
Das ist ja auch nicht ganz unberechtigt, denn Europa ist zunehmend im Zerfall begriffen, die Staaten haben keine Einigkeit und wollen sich auch nicht von einer Führungsspitze gängeln lassen. Sie sind eher gemeinsam schwach, als gemeinsam stark. Es ist insgesamt ein Zusammenhalt aus Eisen und Ton, wie es bei dem 4 Tier beschrieben wird, welches das römische Reich symbolisiert.
SF
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 13:07 Es hat doch in der Vergangenheit genügend Tiere gegeben, das waren grausame Despoten, welche auch mit religiöser Macht zusammengearbeitet haben, um großes Elend anzurichten. Aber offensichtlich zählen nur diese 7 Könige, um das System des Tieres in der Endzeit zu beschreiben.
Ist das Tier denn nun ein System oder ein Mensch?
Es ist beides, es ist ein Reich und damit auch ein System, aber es gehen auch bestimmte Herrscher daraus hervor.
Aber zwischen den ersten Häuptern und dem letzten Haupt ist eine zeitliche Lücke. Die Prophetie des Daniel ist ja dem Volk Israel gegeben. Für das irdische Volk Israel war die Prophetie mit dem Erscheinen des Messias Jesus zunächst einmal beendet. Aber seit einigen Jahrzehnten scheint die Prophetie für das Volk Israel weiterzugehen. Das würde die zeitliche Lücke erklären.
[Hos 3,4-5] Denn die Kinder Israel werden viele Tage ohne König bleiben und ohne Fürsten, und ohne Schlachtopfer und ohne Bildsäule und ohne Ephod und Teraphim. Danach werden die Kinder Israel umkehren und den HERRN, ihren Gott, und David, ihren König, suchen; und sie werden sich zitternd wenden zu dem HERRN und zu seiner Güte am Ende der Tage.
Wird mit diesem Erwachen Israels auch wieder an die politische Zeit angeknüpft, die Israel zur Zeit seines Niedergangs erlebt hat ? Ist das heutige Europa mit dem römischen Reich vergleichbar ?

Gruß Thomas
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Helmuth
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Helmuth »

Zunächst befinde ich den Titel "Das Tier in der Offenbarung" nicht aufschlussreich, denn es gibt viele Tiergestalten in der Offenbarung und stehen damit nicht nur für eine Sache. Dazu nun mein erster Beitrag.
Zippo hat geschrieben: ↑Di 29. Sep 2026, 13:30 Diese 5 Häupter waren 5 Kaiser, sagt google KI und zählt sie auch auf. Und weil das Tier, das in der Zukunft sein wird, auf dem auch die Hure Babylon sitzt, schon da war und sich alle Welt darüber wundert, verbindet man das Tier mit dem römischen Reich.
Grundsätzlich wäre ich auch dafür, damit das damalige römische Reich zu identifizieren, lege dafür aber nicht meine Hand ins Feuer, d.h. Ich verstricke mich nicht darin alle Details auszulegen. Hier gebe ich einfach zu, ich habe dazu keinen Einblick und das trotz langjähriger Bibelerforschung. Ich halte es da mit Mose:
5. Mose 29:28 hat geschrieben: Das Verborgene ist JHWH's (Sache), unseres Gottes; aber das Offenbarte ist unser und unserer Kinder in Ewigkeit, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun.
Wenn ich damit keine klaren Autrag zu tun sehe, dann ist es für mich nicht wichtig. Vielleicht haben andere einen besseren Druurchblick. Was ich aber bislang kenne, sind viele haltlose Spekulationen, die oft schon nach einem Satz oft widerlegt werden können, weil das Wort Gottes selbst keine Widersprüche zulässt.


Vielleicht ein paar Grundsätze zur Herangehensweise als Exegese-Hinweise (aus meiner Sicht):

Bei den Tierbildern darf man nicht, wie ich das sehe, alles in einen Topf werfen. Es werden verschiedenste Bilder gezeigt. Ähnlichkeit bedeutet nicht zwingend Identität. So kann man schnell in eine falsche Richtung laufen.

So bedeutetet z.B., dass die Vision Daniel 7 nicht ident mit Offenbarung 13 sein muss, denn es werden unterschiedliche Tiere genannt. In beiden ist das 4. Tier außergewöhnlich und unterscheidet sich von den vorigen. Auch das macht es nicht ident. So auch nicht Offenb. 13 und 17. Die Darstellungen sind unterschiedlich und können demnach ganz unterschiedliche Dinge ansprechen.

Verfehlt halte ich auch die Zusammenführung von Daniel 2, das ein Standbild mit 4 Körperteilen zeigt, mit Daniel 7, das 4 Tiere zeigt. Also die Ähnlichkeit, dass es "vier" Dinge sind, macht die damit angesprochenen Reiche nicht ident. Weiters muss man die zeitliche Perspektive von der endzeitlichen differenzieren. Darin verwischen sich die Bilder.

So zeigen Daniel 2 und auch Offenbarung 13 zeitlich historisch abgegrenzte und auch eschatologische Zeitabschnitte. Und auch diese Ähnlichkeit macht es damit nicht sofort ident, auch wenn die geistliche Bedeutung für das letzte Ende auf dasslebe hinausläuft, dass am Ende das Reich Gottes über alles obsiegen wird.

Ich lasse vieles offen, weil ich es in vielen Fällen für nichtig befinde, welche irdischen Dinge damit angesprochen werden. Ich für mich unterscheide nach dem Geist, der wirkt. Nur was geoffenbart ist, kann man klar auslegen. Wenn z.B. konkrete Namen genannt werden, dann wird die Sache damit auch konkretisiert.

Man verrennt sich ansonsten in einem Auslegungsdschungel, den man sich selbst zusammenstrickt, und glaubt es sogar fest. Doch nur eine falsche Prämisse macht alles zunichte. Man kann so auch verführt worden sein. Ist es nun wirklich wichtig alles auslegen zu können? Oder fragen wir anders: Wen hätte Jesus damit beauftragt alles auslegen zu können? So setze ich Prioritäten.

Ich meine, vieles wird erst dann geoffenbart, wenn die die Zeit dazu gekommen ist. Damit wird gegenwärtige Auslegerei zum Unding. Was uns betrifft, so sind die Endzeitereden Jesu im Vergleich dazu Klartext und Warnung genug, sich mit der Welt bzw. mit den Weltmächten nicht mehr als notwendig einzulassen.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Larson
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Larson »

Ok, es betrifft nicht direkt das Thema, aber doch irgendwie auch passend:
Helmuth hat geschrieben: ↑Mi 30. Sep 2026, 09:50 Ich halte es da mit Mose:
5. Mose 29:28 hat geschrieben:
Das Verborgene ist JHWH's (Sache), unseres Gottes; aber das Offenbarte ist unser und unserer Kinder in Ewigkeit, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun.
Wenn ich damit keine klaren Autrag zu tun sehe, dann ist es für mich nicht wichtig.
Im (näheren) Kontext:
5.Mo 29,24 Und man wird sagen: Weil sie den Bund des HERRN, des Gottes ihrer Väter, verlassen haben, den er mit ihnen gemacht hatte, als er sie aus dem Land Ägypten herausführte
25. und hingingen und anderen Göttern dienten und sich vor ihnen niederbeugten, Göttern, die sie nicht kannten und die er ihnen nicht zugeteilt hatte:
26. da entbrannte der Zorn des HERRN über dieses Land, so dass er den ganzen Fluch über dasselbe gebracht hat, der in diesem Buch geschrieben ist;
27. und der HERR hat sie herausgerissen aus ihrem Land im Zorn und im Grimm und in großem Unwillen, und hat sie in ein anderes Land geworfen, wie es an diesem Tag ist.
28. Das Verborgene ist des HERRN, unseres Gottes; aber das Offenbarte ist unser und unserer Kinder ewiglich, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun.
Es geht hier um die reale Möglichkeit, oder besser der prophetischen Schau Moses, dass Israel sich nicht an den Bund Gottes halten wird, dem Ewigen untreu sein wird und Gott das jüdische Volk aus dem verheissenen Land herausreissen wird. Es ist als abgeschlossene Handlung (Wayyiqtol) geschrieben.

Und dieses Handeln Gottes wird als das הַ֨נִּסְתָּרֹ֔ת (haNistārot) Verborgene betrachtet und wird Ihm überlassen, wie Er da handeln wird, aber das Offenbarte, also die Torah, ist „unser und unsere Kinder“ es zu tun.

Es ist damit nichts Mystisches gemeint, an keine Geheimlehre gedacht oder noch nicht offenbartes, was mal kommen werde, sondern das „wunderliche Handeln Gottes im Weltengang“.
Aber die Offenbarung Gottes (2. Bis 5 Mose) bleibt und so bleibt es als Vermächtnis auf ewig für alle Generation.

Und ja, somit können wir den Weltengang, das Handeln Gottes in den einzelnen Epochen nicht genau sagen, erkennen oder gar vorhersagen, dies bedeutet das, und jenes ist dieses, sondern eher menschliche Spekulationen.
Und so geht es nicht darum, was da kommen wird (wir wissen ja, dass es ein kommendes Reich geben wird), sondern darum, was mache ich mit dem Wissen, was Gott dazumal Offenbarte. Genügt mir das, oder soll man diesen ewigen gegeben Bund als veralten, überholt oder abgetan betrachten?
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
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Galahad
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Galahad »

Zippo hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 13:07 Das ist doch das gleiche Tier, wie in Off 13 ?
Es soll gewesen sein und wiederkehren:
Off 17,8
Das Tier, das du sahst, war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und ins Verderben gehen; und die auf der Erde wohnen, deren Namen nicht in dem Buch des Lebens geschrieben sind von Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, dass es war und nicht ist und da sein wird.
Es wird von vielen Auslegern als das wiederkehrende römische Reich angesehen werden, also das heutige Europa, dessen Regiment mit dem europäischen Parlament in Strasburg im Jahr 1958 seine Arbeit aufgenommen hat.
Dort steht ja auch dieses Parlamentsgebäude, daß in seinen Grundzügen an den Turm zu Babel erinnert, so , wie ihn der Maler Pieter Brueghel im Jahr 1563 gemalt hat.
Ist das eine akzeptable Auslegung oder gibt es andere Möglichkeiten ?
Das ist keine akzeptable Auslegung.
Offb 13 hat geschrieben:Und ich trat an den Sand des Meeres und sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte sieben Häupter und zehn Hörner und …
Offb 17 hat geschrieben:Das Tier, das du gesehen hast, ist gewesen und ist nicht und wird wiederkommen aus dem Abgrund und wird fahren in die Verdammnis
Das eine Tier kommt aus dem Meer, das andere aus dem Abgrund.

Haben die miteinander etwas zu tun? Ja, aber sie sind nicht passgenau gleich.

Soviel dazu, jetzt zur EU.

Das römische Reich war nominell eine Republik aber ja auch hin und wider eine Monarchie. Die EU ist ein Vertragswerk zwischen Staaten, sie ist eine diplomatische Regelung.

Das sind zwei sehr verschiedene Dinge.

Jetzt kann man sagen, ja, noch, aber bald nicht mehr. Die EU wird sich wandeln in einen Staat, eventuell mit einem Diktator an der Spitze.

Das Problem mit der Hypothese ist, daß aber das Gegenteil der Fall ist. Die EU zerfällt. Aber auch nur, wenn man so blöde ist und die EU als ein Land ansieht. Wenn man die EU eben als Teil der Diplomatie sieht, dann ist nichts weiter los. Es wird nur komisch, wenn man in der EU ein Land oder die Vorbereitung für ein zukünftiges Land sieht.

Offenbar wird es nicht zu einer Europäischen Einheitsregierung kommen.

Aber selbst wenn, inwiefern ist das dann ein Römisches Reich???
Und inwiefern hätte dieses Land etwas mit der Bibel zu tun?
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Zippo
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: ↑Mi 30. Sep 2026, 09:50 So zeigen Daniel 2 und auch Offenbarung 13 zeitlich historisch abgegrenzte und auch eschatologische Zeitabschnitte. Und auch diese Ähnlichkeit macht es damit nicht sofort ident, auch wenn die geistliche Bedeutung für das letzte Ende auf dasslebe hinausläuft, dass am Ende das Reich Gottes über alles obsiegen wird.
In Dan 2 hatte Nebukadnezar den Traum und bekam die Deutung von dem Propheten Daniel. Das erste Reich wird mit ihm verglichen und dem babylonischen Reich, dann ist es eigentlich folgerichtig, die anderen Reiche mit dem medopersischen, dem griechischen und dem römischen Reich zu vergleichen.
[Dan 2,44-45] Aber zur Zeit solcher Königreiche wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Königreich wird auf kein anderes Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und verstören; aber es selbst wird ewiglich bleiben; wie du denn gesehen hast einen Stein, ohne Hände vom Berge herabgerissen, der das Eisen, Erz, Ton, Silber und Gold zermalmte.
Das letzte Reich das mit den Füßen und Zehen abgebildet wird, das wäre dann das römische Reich. Die Römer haben sich immer bemüht, die Länder und Völker, die sie unterworfen haben, in ihr römisches Reich zu integrieren. Sie sollten das römische Denken und Handeln übernehmen, was Einige auch getan haben. Aber der weitaus größte Teil bat sich widersetzt und dem römischen Reich die Stirn geboten, bis das weströmische Reich 476 n.Chr. durch die Germanen zerstört wurde.
Es wurde allerdings nicht durch einen Stein, ohne Hände, zerstört, sondern durch die kriegerischen Aktionen aller Länder bzw. Völker des römischen Reiches, von denen die Germanen nur die letzten waren. Der germanische Heerführer Odoaker marschierte im Jahr 476 n. Chr. nach Ravenna und setzte den römischen Kaiser Romulus Augustus ab.

Von einem übernatürlichen Eingriff ist da nicht die Rede. Deswegen vermuten manche Ausleger, das dieses 4 Reich noch nicht ganz am Ende ist.
Es wird ein wiederkehrendes Reich sein, ein Tier, das gemeinsam mit den 10 Königen, die durch die 10 Kronen symbolisiert werden, in der letzten endzeitlichen Schlacht gegen das Lamm kämpfen, aber von dem Lamm überwunden werden. Das wird sicher ohne das Zutun von Menschenhänden geschehen. Der Kampf wird auf Erden sein und die kriegerische Partei des Lammes auch, das sind die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen, aber das Lamm wird siegen.
Off 17,14
Diese werden streiten mit dem Lamm, und das Lamm wird sie überwinden (denn es ist der Herr aller Herren und der König aller Könige) und mit ihm die Berufenen und Auserwählten und Gläubigen.
So bekäme die Darstellung der Statue eine über die Zeit dieser Weltreiche hinausragende Bedeutung. Oder, was sollte sonst dieser Stein aus Dan 2, welcher der Statue auf die Füße fällt bedeuten ?

Die Darstellung des 4 Reiches aus Dan 2 bekommt eine weitreichendere Bedeutung, wie es ja auch die 4 Tiergestalten tun und mit ihrer bildlichen Darstellung in Off 13 wieder erscheinen, obwohl sie dort zu einem Gesamtbild zusammengefügt sind.
Der Vergleich der Reiche in der Statue mit den 4 Tier- Reichen ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Hier laße ich mal die Antwort von KI sprechen. Da gibt es sehr einleuchtende Bezüge der Tiere mit den Reichen, die in der Statue abgebildet werden:
https://share.google/aimode/hfGvPLXdpKTxNhka6

Was jetzt hier nicht gesagt wird. Der Löwe ist das Wappentier des babylonischen Reiches, vielfach auf dem Ischtartor Babylons abgebildet,
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: ↑Fr 2. Okt 2026, 12:50 Von einem übernatürlichen Eingriff ist da nicht die Rede. Deswegen vermuten manche Ausleger, das dieses 4 Reich noch nicht ganz am Ende ist.
Darum passt die Identifizierung mit Rom auch nicht. Das Machtzentrum Rom ging 476 n. Chr. unter. Danach gibt es bis heute viele Mächte und das auch weltweit.
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 2. Okt 2026, 12:50 Die Darstellung des 4 Reiches aus Dan 2 bekommt eine weitreichendere Bedeutung, wie es ja auch die 4 Tiergestalten tun und mit ihrer bildlichen Darstellung in Off 13 wieder erscheinen, obwohl sie dort zu einem Gesamtbild zusammengefügt sind.
Mir liegt die Herumdeuterei nicht, denn was wird denn damit schon ausgesagt?
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 2. Okt 2026, 12:50 Der Vergleich der Reiche in der Statue mit den 4 Tier- Reichen ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen.
Das 4. Reich bzw. 4. Tier hat in allen Visionen eine eschatologische Bedeutung. Ich würde dabei nicht so sehr an der Symbolik haften, sondern was damit ausgesagt wird. Das lässt sich in drei Worten sagen: Christus wird obsiegen.
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 2. Okt 2026, 12:50 Was jetzt hier nicht gesagt wird. Der Löwe ist das Wappentier des babylonischen Reiches, vielfach auf dem Ischtartor Babylons abgebildet,
Auch hier, die Symbolik selbst ist nicht entscheidend. Der Löwe steht in der Offenbarung auch als Symbol für Christus:
Offenbarung 5:5 hat geschrieben: Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Larson »

Helmuth hat geschrieben: ↑Fr 2. Okt 2026, 15:30 Das 4. Reich bzw. 4. Tier hat in allen Visionen eine eschatologische Bedeutung. Ich würde dabei nicht so sehr an der Symbolik haften, sondern was damit ausgesagt wird. Das lässt sich in drei Worten sagen: Christus wird obsiegen.
In Daniel gibt es keinen „Christus“ der obsiegt.

„Rom“ wird wie anderes, zum Beispiel „Edom“ als Synonym weiter gebraucht. Es gibt einige prophetische Aussagen mit Namen, welche man heute nicht direkt mehr zuordnen kann.

„Rom“ ist derweil nicht einfach untergegangen, sondern ist mit Macht und Gewalt durch das Papsttum abgelöst worden, existiert also heute noch. Vor nicht allzu langer Zeit, gab es das „heilige römische Reich deutscher Nation“. Die „römischen Verträge“ gelten als Geburtsstunde der EU.
Die Tiere in Daniel wie auch das Standbild sind vier Machtreiche, welche das Volk Israel bedrängen, und „Rom“ ist deswegen immer noch existent.

Es ist der „Geist“, der in diesem „Rom“ weiterhin existiert, somit ganz Europa, und USA wird da mitgezählt, ganz Europa.
„Rom“ hat das philosophische, sinnliche des Hellenismus, wie aber auch das eigene gewalttätige und soziale verwerfliche (das gescheckte Pferd Sach 6,3b). Somit ist auch das Christentum in der Lehre von diesem und durch diesen Geist geprägt. Und deshalb meint es, das Lamm anbeten zu müssen…

Es ist ihre Ersatztheologie (dies schon bei den alten Kirchenvätern), mit welcher sie sich überhob (ist inzwischen etwas revidiert), sich gegen den allein einzigen Gott erhob und eine neues Gottesbild erschuf, meinte, nun sei sie selber das Volk Gottes (was sie aber immer noch meinen), die Auserwählten, und übernahmen die positiven Verheissung Israel für sich, die negativen überlässt man gerne dem Israel, und meinen nur, Israel müsse diesen Glauben annehmen, also das Lamm anbeten… was aber Götzendienst ist...
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Helmuth »

Larson hat geschrieben: ↑Fr 2. Okt 2026, 16:53 In Daniel gibt es keinen „Christus“ der obsiegt.
Noch nicht, das ist richtig, er sollte erst geboren werden. Das musste Daniel damals auch noch nicht wissen. Dafür steht aber der Stein, der das Bild zermalmt. Er ist damit ein Bild für Ha-Mashiach. Christus ist bloß das Koine-Wort dafür.

So deuten wir Christen das. Wie es Juden deuten, ist deren Sache, das interessiert uns im Grunde genommen nicht. Aber sie glauben schließlich auch an ein Kommen des Ha-Mashiach, der jedem Reich, das nicht JHWH dient, ein ewiges Ende setzen wird.

Auf gleiche Weise wird Daniel 7 gedeutet. Dort ist es das 4. Tier, das sich von allen unterscheidet und besonders grausam ist, das vernichtet wird durch die Ankunft des Menschensohnes. Danach erhält der Messias mit den Heiligen von Gott die Weltherrschaft, die ihnen keiner mehr entreissen wird.
Daniel 7:13-14 hat geschrieben: Ich schaute in Gesichten der Nacht: Und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie eines Menschen Sohn; und er kam zu dem Alten an Tagen und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben, und alle Völker, Völkerschaften und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird.
Zu Rom: Weder Daniel noch die Offenbarung erwähnen konkret den Namen „Rom“. Aber mit der geistlichen Deutung kommst du m.E. dem Sinn der Bedeutung für heute schon näher. Die Bibel nennt den Geist aber „Babylon“, wer immer heute der Träger ist.

Falsch erachte ich aber konkrete Institutionen (wie RKK, EU, oder USA) damit zu verbinden. Es kann jeder Mensch in dem Geist wandeln. (Siehe dazu auch meine Deutung im Thread über die Hure Babylon).
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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