Der Herr dein Arzt

Rund um Bibel und Glaube
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 19919
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Der Herr dein Arzt

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: ↑Mi 21. Okt 2026, 21:40 Auch wenn man "versuchen" und "prüfen" als gleich verstehen kann, würde ich des besseren Verständnisses wegen dennoch trennen.
Für das deutsche Sprachverständnis wird nach unserer Gewohnheit auch entsprechend differenziert. Es ist aber nicht unser Verständnis maßgeblich, sondern Gottes Wort. Also brauchen wir die hebräische Textgrundlage, welche Worte Gott zu seinen Prophteen spricht und wie ein AT-Hebräer das verstanden haben muss. Wir haben das Paradebeispiel, wie Abraham geprüft wurde:
1. Mose 22:1 hat geschrieben: Und es geschah nach diesen Dingen, dass Gott Abraham prüfte; und er sprach zu ihm: "Abraham!" Und er sprach: "Hier bin ich!"
Mir ist gleich, wie es übersetzt worden ist, ich folge in der HInischt der hebräischen Sprache. Und weil Abraham auch bestanden hatte, so hatte sich Gott mit einem Schwur vereidigt die Verheißung zukommen zu lassen, die er für ihn vorgesehen hatte. Ich bin also der Überzeugung, dass wir auch Gott beim Wort nehmen dürften, dass er unser Arzt ist. Abrahams Bedingung war Glaube und Gehorsam. Ich sehe das als Prinzip.

Das heißt nicht, ich gehe nie wieder zum Arzt, weil das ist unser eigentliches Thema. aber ich weiß, wem ich zu 100% vertrauen kann. Alle anderen, und seien sie noch so eine Koryphäe auf ihrem Gebiet, bekommen jedenfalls < 100%. So ist meine erste Anlaufstelle, egal was ich habe, mein Gott, den ich befrage. Es kann durchaus auch bei mir sein, dass Gott mich prüft, nicht auf dem Level wie Abraham, aber dem Wesen nach gleich.

Und so laufe ich schon mein Leben lang nicht gleich zu einem Arzt, sondern warte zu, und das wird bei mir auch lauifend belohnt und ich kenne viele Dinge nicht, worunter andere ihr Leben lang leiden.

Ich kenne auch Vemessenheit, als ich es hin und wieder übertrieben hatte. Das ist das sozusagen umgekehrt, dass nicht Gott uns, sondern wir Gott prüfen wollen, biblisch reden wir von "Gott versuchen". Das geht klarerweise in die Hose. Meine Zähne legen dazu Zeugnis ab. 8-)

Einmal wäre ich aber tatsächlich fast draufgegangen, weil ich Menschen vertraut habe, die damals meinten, sie seien gesalbt, aber Gott hatte Gnade vor Recht ergehen lassen und meine damalige Unwissenheit nicht verurteilt. Heute bin ich allerdings reifer geworden.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Benutzeravatar
Abischai
Beiträge: 10286
Registriert: Sa 27. Apr 2013, 14:25

Re: Der Herr dein Arzt

Beitrag von Abischai »

Helmuth hat geschrieben: ↑Di 27. Okt 2026, 17:26 Das heißt nicht, ich gehe nie wieder zum Arzt, weil das ist unser eigentliches Thema.
Als ich vor 13 Jahren montagelang schwer krank war, ich hatte einfach nur Husten, und das nahm und nahme kein Ende, ein Antibiotikum nach dem anderen half nicht, aber wenigstens hatte ich potente Schmerzmittel, weil der Torax vom Husten solchen Muskelkater hatte, das war das wirklich unangenehme. An sonsten tat mir nichts weh, kein Fieber, nix, nur eben platt. Ich komme aber immer (von Gott ist das eingefädelt) die allerbesten Leute. Der Hausarzt jagte meine Frau dann doch mal sofort mit mir in die Lungenklinik, gleich Notaufnahme (nich'n bissl übertrieben?), dort hatte eine junge Assistenzärztin Dienst und "hatte so einen Verdacht", nach dem sie mich abgehört hatte. Jeder andere hätte Dienst nach Vorschrift gemacht, diese aber war mit ihrem Verdacht zur richtigen Zeit am richtigen Ort, bei mir eben. Ich bekam vorsorglich sofort Heparin in den Bauch und Antibiotika-Infusion (was man draußen nicht bekommt) und hatte endlich (nach Monaten) etwas leichteren Schlaf, nicht mehr ganz so dollen Husten, war schon toll. Man stellte dann fest, daß ich eine "Myoplasmenpneumonie" hatte, untypisch für mein damals noch junges Alter. Das ist eine "kalte "Lungenentzündung", daher kein Fieber, und keine Schmerzen. Über eine Woche später hatte man nach allen möglichen Untersuchungen dann endlich festgestellt, daß ich eine schwere, beidseitige Lungenembolie hatte. (Ui, das war knapp!) Nach langen Therapien und Kur war ich dann erstmals richtig gesund (seit Jahren mal wieder!) und habe seither, außer "Corona", nie wieder was richtig schwerwiegendes gehabt, mir geht es gesundheitlich besser denn je.
Und ich danke dem Herrn Jesus dafür, ER ist mein Arzt. Einzig zeitgleich mit dem obligatorischen Antikoagulans (ob das damit zusammenhängt weiß ich nicht) bekam ich meinen seither treuen Begleiter (Tinitus), wie Jakobs verrenkte Hüfte, sozusagen, aber damit kann ich leben.
Als wir uns 2016 in Idstein getroffen hatten (Du, Aslan, ich u.a. von damals 2jesus), lag das hier nun schon 3 Jahre zurück und ich war fit.
- soli deo gloria -
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
Antworten