Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen 2.Mose 22,17

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Magdalena61
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Re: Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen 2.Mose 22,17

Beitrag von Magdalena61 »

SilverBullet hat geschrieben: ↑Di 27. Okt 2026, 10:14 Ich sage (schlicht weil es eine Tatsache ist):
in der Bibel steht nicht drin, was "Zauberei" sein soll.
=> für einen Christen ist es demnach nicht geboten, über diesen Zustand hinauszugehen.
Da gibt es dann keine "Erfahrungswerte", "reale Beobachtungen" und "eigene Erfahrungen" - der Christ hat keine Frau als "Zauberin" zu identifizieren und abzuschlachten hat er so eine Frau schon gleich gar nicht.
Die Apostel waren, wie die Bibel bezeugt, mit dämonischen Kräften konfrontiert und haben darauf reagiert.
Die Apostel waren über Jahre hinweg in der Schule Jesu und von Jesus Christus unterwiesen worden.

Was sie gelernt hatten und weitergaben, nennt man "die Lehre der Apostel".

Es gab immer auch eine mündliche Überlieferung. Diese erklärt viele Passagen der Bibel.

Die Gemeinde Jesu in Jerusalem konnte den Begriff "Zauberei" definieren, und so, wie die Urgemeinde ihn verstand, wurde er auch weitergegeben.

Diese Voraussetzungen fehlen der KI, es sei denn, sie liest mal Texte, in denen "Zauberei" richtig definiert wird.
Da gibt es dann keine "Erfahrungswerte", "reale Beobachtungen" und "eigene Erfahrungen"
Aber sicher gibt es die.
Ich spreche von meinen eigenen Erfahrungen.

Das, was ich gelesen hatte, habe ich abgeglichen mit der Welt um mich herum, mit einer gewissen Distanz, also kritisch.

Beispiel, (nicht das Einzige): Wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt, kann es sein, dass man "Besuch bekommt"-- und den hatte ich mehrere Male, jedes Mal ging es um Seelen, die der Satan im Griff hatte ... ich geriet in geistliche Kämpfe, die ich mir nicht herausgesucht hatte... und man braucht sich gar nicht einzubilden, dass man diese Bedrohungen mit einem Fingerschnipsen der Bühne verweisen kann.

Ich denke, Gott lässt das zu, DAMIT man erfährt, von welcher Art diese Kräfte sind und wie mächtig. Du hast solche Erfahrungen offenbar noch nicht gemacht.
Falls es dennoch einmal so kommen sollte... das ist meistens nachts, wenn es zappenduster ist... man wird geweckt, schlaftrunken, und ist nicht voll handlungsfähig, man versucht, sich zu orientieren ... und ein Hinweis auf die Anwesenheit von Mächten und Gewalten ist lähmende Angst... Todesangst... man schafft es nicht einmal, die Hand auszustrecken, um das Licht einzuschalten, weil man sich nicht bewegen kann, man kann auch nicht sprechen, um Hilfe rufen --- dann versuche, den Namen Jesu anzurufen. In voller Länge: "Jesus Christus", um Verwechslungen auszuschließen. Du kannst froh sein, wenn dir das gelingt, es kann nämlich auch sein, dass deine Zunge und deine Stimme dir nicht gehorchen wollen. Du musst es trotzdem versuchen; Jesus kann auch Gedanken lesen... aber hörbar, also laut gesprochen geht es schneller.

Mein Fazit: Es funktioniert alles GENAU SO, wie es in der Bibel steht und wie es uns überliefert wurde.
Und: Auf Wiederholungen bin ich absolut nicht scharf.
- der Christ hat keine Frau als "Zauberin" zu identifizieren und abzuschlachten hat er so eine Frau schon gleich gar nicht.
DAS habe ich doch jetzt schon zwei Mal geschrieben: Das NT liefert keinerlei Legitimation für die Hinrichtung angeblicher oder echter Hexen.

Wenn man darüber nachdenkt, warum die Kirche es dennoch tat-- damals waren Kirche und Staat noch nicht getrennt, nehme ich an? Jedenfalls nicht so wie heute?
Vielleicht identifizierten die Verantwortlichen die gesamte Bevölkerung; die Stadt, das Fürstentum oder was auch immer, als "eure Mitte" und meinten, ein Recht zu haben, "das Böse" aus der solcherart von ihnen definierten "Mitte" zu "verstoßen". Die wurden doch damals alle "in die Kirche hineingetauft", schon als Säugling, also gab es faktisch keine "Ungläubigen". Nur Abtrünnige.

Anschauliche Beispiele für einen realitätsfremden, auf unzureichenden Informationen oder sogar auf Lügen beruhenden Fanatismus lieferte uns die Corona- Zeit zum Genüge. Diese Hysterie, dieser glühende HASS auf Ungeimpfte... "Tyrannei der Ungeimpften"... "Ungeimfte als Pandemietreiber" und so weiter... mehr oder weniger: "Die Covidioten werden uns alle umbringen"... nackte Angst um die eigene Existenz...

Wenn die Hasser der Ungeimpften 2021 und später gekonnt hätten oder wenn sich das Ganze in der Zeit der Hexenverfolgungen ereignet hätte, dann wären vermutlich zahlreiche Impfverweigerer*** auf dem Scheiterhaufen gelandet. Dahinter steckt das gleiche geistliche "System", der Mensch hat sich nicht verändert, und die Mischung aus Angst und Fanatismus bringt einen solchen tödlichen Wahn hervor.

Dazu kommen die bereits erwähnten politischen Interessen. Es gab eine Möglichkeit, verhasste Gegner zu denunzieren, um sie aus dem Weg zu schaffen, und diese Möglichkeit wurde genützt.

Die Schergen der Kirche hätten dennoch keine Todesurteile aussprechen dürfen. Es gibt keine Legitimation dafür im NT. Sie hätten die Verurteilten bestenfalls aus der Stadt, dem Fürstentum etc. vertreiben können, laut Bibel. Im Falle ungerechter Anschuldigungen wäre das auch nicht gerecht gewesen; nicht Recht vor Gott, wurde aber im Rahmen von Christenverfolgungen (Hutterer, Täufer, Evangelikale überhaupt) x Mal praktiziert, und die Besitztümer der Verfolgten wurden beschlagnahmt und an Linientreue verteilt.

Wie weit Könige und Herrscher dazu berechtigt sind, Gesetze zu verabschieden, die Todesstrafen vorsehen... weiß ich nicht, ob das legal ist vor Gott und dann noch in der heutigen Zeit mit Hochsicherheitsgefängnissen (die im AT nicht existierten). Aber wenn heutige Machthaber das tun, dann können sie sich nicht auf das NT berufen, nicht auf 1. Kor. 5.

Wer behauptet, einen Paragraphen des mosaischen Gesetzes müsse man halten, der muss das ganze Gesetz halten, Gal. 3,10, und außerdem ist er, wenn er die Gnade verwirft, auch noch verflucht, so Paulus, wobei er sich wohl auf irgendwelche Statements des AT beruft.

Auf die Frage, warum die das auch noch nach der Reformation gemacht haben; davor konnten ja wohl die Wenigsten die Bibel lesen... keine Ahnung. Massenpsychose? Falsche Lehren verschwinden nicht so schnell?

*** Die Ungeimpften sind übrigens der lebende und meist auch ziemlich gesunde Beweis dafür, dass die Impfung nicht zwingend für alle erforderlich war.
God bless you all for what you all have done for me.
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Kingdom
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von Kingdom »

SilverBullet hat geschrieben: ↑Di 27. Okt 2026, 19:55
Genau und damit sind wir bereits am Ende mit dem Thema „Zauberin“, denn alles, was danach kommt ist spätere Religions-Fiktion.
Du machst es Dir zu einfach, weil der Verstoss gegen das 1 und 2 Gebot Gottes und die Bestätigung von 2 Zeugen genügt vor dem Gesetz Gottes.

Es braucht dazu nicht eine Auflistung aller Rituale im Detail.
Nein, Beschwörer gehören gerade nicht zur Zauberei. Die Bibel enthält so gut wie nichts, aber dass es nicht um Beschwörung geht, enthält sie.
Steht aber so:
2Mo 7:11 Da berief der Pharao die Weisen und Zauberer. Und auch sie, die Ägyptischen Zauberer, taten also mit ihrem Beschwören.
Insgesamt, was du dir da zusammenreimst, steht so nicht in der Bibel.
Doch das 1 Gebot und 2 Gebot ist eindeutig und nicht zweideutig.
Ich sehe diesen Machtmissbrauch aber auch bei heutigen Gläubigen, insbesondere, wenn sie mir vorgaukeln wollen, als stünde in der Bibel, was „Zauberei“ sein soll.
Wie gesagt die heutigen Gläubigen stützen sich auf die Propheten Gottes ab und was Saul tat und warum er verworfen wurde ist bekannt und steht so in der Bibel.
1. Samuel 15.23 Denn Ungehorsam ist Zaubereisünde, und Widerspenstigkeit ist Frevel und Abgötterei.
Wenn also ein Mensch sich mit Ritualen oder Beschwörungen an die Dämonenwelt wendet, bricht er das erste Gebot Gottes.

Jetzt gibt es Menschen die tun dies passiv unbewusst und es gibt eben Menschen die praktizieren dies aktiv.

Gemäss KI hier die mündliche Auslegung im Talmud Sanhedrin:
2. Die Auslegung im Talmud (Mündliche Lehre)

Der Talmud (insbesondere im Traktat Sanhedrin 67a–67b) systematisiert das biblische Verbot grundlegend und unterscheidet drei Kategorien:
1. Echte Zauberei (Tatenbasiert) – Verboten: Handlungen, die durch dämonische Kräfte reale, physische Veränderungen in der Welt bewirken. Darauf stand theoretisch die Todesstrafe durch Steinigung.
2. Illusionismus (Augentäuschung) – Verboten, aber straffrei: Praktiken, die dem Zuschauer nur vorgaukeln, etwas Magisches zu tun (Taschenspielertricks). Dies ist rabbinisch verboten, zieht aber keine Todesstrafe nach sich.
3. Erlaubte spirituelle Praxis (Schöpfungsakte): Der Talmud berichtet erstaunlicherweise von Rabbinern, die magisch anmutende Handlungen vollzogen. Die Rabbiner Hanina und Oschaja studierten jeden Freitag das Buch der Schöpfung (Sefer Jezira) und erschufen ein dreijähriges Kalb, das sie am Schabbat aßen. Da dies durch heilige göttliche Namen und nicht durch dämonische Kräfte geschah, galt es nicht als Zauberei, sondern als heilige Weisheit.
Die talmudische Definition: „Was ist Zauberei? Eine Handlung, welche die ‚himmlische Familie‘ (die göttliche Ordnung) schwächt oder ihr entgegenwirkt.“ (Sanhedrin 67b). Wenn eine Tat keinen Einfluss auf die Naturgesetze hat, ist sie oft bloße Illusion.


Wie auch immer die Lehre Christi lehrt die Vergebung durch das Blut und nicht die Steinigung. Was aber gem. der Christlichen Lehre klar ist, kein Zauberer wird Einlass bekommen ins Reich Gottes.

Da der Staat Israel heute ein Sakulärer ist ist es auch in Israel kein Thema mehr.

Verstehst du, ich bin derjenige, der zu den Christen sagt „ihr bracht keine Frauen hinzurichten“ und die Christen schreien „Doch!“.
Nein das habe ich nicht getan, was du hier sagst. Das es Blindgänger gibt, welche sich Christen nennen das ist bekannt, das ist aber eher der Missbrauch des Namens und das selbst ist eine grosse Sünde, somit brauchen solche nicht den Splitter bei der Hexe zu suchen, sondern müssen gem. Christlicher Lehre zuerst Ihren Balken entfernen. Wie Christus sagte:
Mat. 7.21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr , wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.
Christus hat angeordnet das man die Spreu wachsen lassen soll und beim Gericht wird er trennen Gut und Böse, somit war jeder der dies missachtete oder missachtet selber Spreu!

Deine Jesus-Entschuldigung ist eher nur eine Ausrede, gab es doch lange nach der Jesus-Zeit die Hexenverfolgung. Erst danach haben die Christen entdeckt, dass sie ja vielleicht doch keine Frauen hinrichten sollten.
Nein das stimmt nicht, die Jünger Christi haben das nicht getan und Christus hat nie einen solchen Auftrag erteilt und ich habe unter meinen Geschwistern niemanden der so etwas forderte.

Sorry, Jesus ist eine männliche Figur. Mit daraus entstand Frauenverachtung, denn das Männlichkeitsgetue wurde als Zeichen gedeutet.
Stimmt eben nicht. Die Bibel lehrt das Mann und Frau eins werden bei der Heirat, wer also gegen seine Frau sündigt, der sündigt gegen sich selbst. Gegen sich selber sündigen und gegen andere ist und bleibt Sünde. Jesus selbst predigte die Nächstenliebe und sogar die Feindesliebe, was heisst: Sogar wenn Dir deine eigene Frau feindlich gesinnt ist soll man sie lieben, solche Liebe findest Du nirgends auf dieser Welt aber genau das ist ein Gebot Christi.

Zudem lehrte der Apostel Paulus:
Eph 5:25 Ihr Männer, liebet eure Frauen, gleichwie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat,
Christus hat für den Menschen und seine Gemeinde alles gegeben und mit der gleichen Liebe, soll ein Mann lieben.

Das die Weltlich gesinnten Männer das nicht können ist bekannt, als Nachfolger Christi ist es aber ein Gebot Gottes den Nächsten zu lieben wie sich selbst und eben sogar die Feinde und ja wenn man es nicht kann, soll man Busse tun und Gott bitten das er einem hilft so zu lieben wie Christus liebte.

LG Kingdom
SilverBullet
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von SilverBullet »

Lea hat geschrieben: ↑Di 27. Okt 2026, 10:19Das ist es. Aber was ganz wichtig ist: Machtspiele sind rein menschlicher Art.
Gott braucht keine Machtspiele.
Schau genau hin, wenn die Welt eine Schöpfung wäre, wäre es die Mutter aller Machtspiele.
Das Wort "Gott" ist an sich bereits pures Machtspiel: du weist nicht, was Gott sein soll und füllst deine Rolle mit enormer Unterwürfigkeit auf.
Lea hat geschrieben: ↑Di 27. Okt 2026, 10:19Diese Aussage erinnert mich jetzt ganz stark an die Geschichte vom sogenannten "Sündenfall" im Garten Eden, wo die Schlange sagt: "Sollte Gott gesagt haben ..."

Ja, Gott hätte wissen müssen ... und ich bin mir ganz sicher, dass ER es wusste :!:

"Gott hätte" ... ist typisch für menschliche Fragen. Denn Gott HAT ... und ER könnte .... wenn ER wollte ... :!:
Langsam, nicht zu schnell verallgemeinern.
Es geht hier um eine konkrete Bibelstelle und wenn man sie sich mal genauer anschaut, wird es extrem sonderbar:
https://www.bibleserver.com/LUT/2.Mose22

Todeswürdige Vergehen

17 Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen.
18 Wer einem Vieh beiwohnt, der soll des Todes sterben.
19 Wer den Göttern opfert und nicht dem HERRN allein, der soll dem Bann verfallen.

Rechtsschutz für die Schwachen

20 Einen Fremdling sollst du nicht bedrücken und bedrängen; denn ihr seid auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen.
21 Ihr sollt Witwen und Waisen nicht bedrücken.
22 Wirst du sie bedrücken und werden sie zu mir schreien, so werde ich ihr Schreien erhören.
23 Dann wird mein Zorn entbrennen, dass ich euch mit dem Schwert töte und eure Frauen zu Witwen und eure Kinder zu Waisen werden.
Schau dir mal Vers 17 und Vers 23 genau an.
Fällt dir etwas auf?
In Vers 17 sollen die Gläubigen töten.
In Vers 23 ist dieser Gott plötzlich doch soweit, dass er selbst eingreift.
Da sage ich ganz klar: das ist ein NoGo.
Vers 23 ist das, was man von diesem Gott erwarten könnte, Vers 17 ist hingegen dümmliches Zeugs.
Jetzt kannst du dich fragen, weshalb die Schreiber diese Kombination gewählt haben - Tipp: mit einem Gott hat das nichts zu tun.

Wäre das wirklich von einem Gott gekommen, dann hätte er die Möglichkeit gehabt, einzugreifen. Dann hätte er es niemals an die Gläubigen übertragen (kommt doch nur Menschheitsdreck aus diesem Vers 17 - siehe Geschichte).
SilverBullet
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Re: Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen 2.Mose 22,17

Beitrag von SilverBullet »

Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mi 28. Okt 2026, 16:44Die Apostel waren, wie die Bibel bezeugt, mit dämonischen Kräften konfrontiert und haben darauf reagiert.
Das sind Symbol-Geschichten, keine konkreten Weltbeschreibungen.
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mi 28. Okt 2026, 16:44Die Apostel waren über Jahre hinweg in der Schule Jesu und von Jesus Christus unterwiesen worden.
Im literarischen Bild, ja, in der Realität ist es nur im sehr übertragenen Sinn so geschehen.
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mi 28. Okt 2026, 16:44Es gab immer auch eine mündliche Überlieferung. Diese erklärt viele Passagen der Bibel.
Das ist eine Erzählung der Theologen, um die (Evangelien-)Texte weit nach vorne zu verankern, obwohl sie dort nicht wirklich hingehören.
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mi 28. Okt 2026, 16:44Die Gemeinde Jesu in Jerusalem konnte den Begriff "Zauberei" definieren, und so, wie die Urgemeinde ihn verstand, wurde er auch weitergegeben.
Nein, bitte keine Behauptungen zu Versteh-Fähigkeiten rund um einen Text (2.Mose 22,17), der letztlich keine brauchbaren Details enthält.
Diese Voraussetzungen fehlen der KI, es sei denn, sie liest mal Texte, in denen "Zauberei" richtig definiert wird.
Die KI kann schlicht keine brauchbaren Zusammenhänge zur Zauberei bei 2.Mose 22,17 in der Bibel finden. Das ist nicht ihre Schuld, sondern ist einfach das Fehlen dieser Zusammenhänge.
Ich denke, die Gläubigen sollten ihr Schicksal an dieser Stelle akzeptieren, und: es hätte schon tausende von Jahren so sein sollen.
Das, was ich gelesen hatte, habe ich abgeglichen mit der Welt um mich herum, mit einer gewissen Distanz, also kritisch.
Machen wir es einfacher:
man verfluche mich.

-> Hallo ihr Hexen/Okulttiere/Flücheschwinger der Welt, bald ist euer Tag der Tage - auf geht's, haut eure stärksten Flüche gegen mich heraus.
Schickt mir alles Böse Zeugs, das ihr kennt (bitte keine Live-Übertragung von Fechten und Dressurreiten, denn daran gehe ich tatsächlich zugrunde :-))

Bald ist der 31.10. - sollte ich den nächsten Tag nicht erleben, wird's vielleicht stimmen mit der "Zauberei", aber selbst dann kann hier niemand sagen, ob 2.Mose 22,17 hierfür zuständig gewesen sein soll.
Mein Fazit: Es funktioniert alles GENAU SO, wie es in der Bibel steht und wie es uns überliefert wurde.
Nein, es kann nicht funktionieren, weil der Mensch nicht so funktioniert.
Die Realität ist ziemlich erbarmungslos, was Existenz von Geist und Geistwesen anbelangt (klar, die Philosophen werden die letzten sein, die es merken :-))
DAS habe ich doch jetzt schon zwei Mal geschrieben: Das NT liefert keinerlei Legitimation für die Hinrichtung angeblicher oder echter Hexen.
Das ist nur eine Ausrede, gab es doch das NT lange bevor der Schwachsinn mit der Hexenverfolgung gestartet wurde.
Verstehst du, für 2.Mose 22,17 ist keine NT-Herzschmerz-Deutung notwendig. Die Stelle ist für sich selbst genommen schon maximaler Unfug.
Anschauliche Beispiele für einen realitätsfremden, auf unzureichenden Informationen oder sogar auf Lügen beruhenden Fanatismus lieferte uns die Corona- Zeit zum Genüge.
Klar, ich habe es gegen mich erlebt (das weisst du ja von mir).
Glaub mir, jedem Potenzial zu diesem Zeugs ramme ich den Schuh in den Achtersteven und 2.Mose 22,17 ist definitiv ein Schiffchen, das schon lange versenkt gehört.
Die Schergen der Kirche hätten dennoch keine Todesurteile aussprechen dürfen. Es gibt keine Legitimation dafür im NT.
Siehst du, du möchtest 2. Mose 22,17 nicht anfassen, aber genau das ist unumgänglich.
Auf die Frage, warum die das auch noch nach der Reformation gemacht haben; davor konnten ja wohl die Wenigsten die Bibel lesen... keine Ahnung. Massenpsychose? Falsche Lehren verschwinden nicht so schnell?
Naja, schau dir mal an, wieviel Gegenwind ich bekomme.
Ich sage: "Christen sollen keine Frauen abschlachten", die Christen schreien "Doch!" (und machen es halt dann nicht mehr, weil sie die neue Interpretation des NT "erkannt" haben wollen).
Das ist schon ganz offensichtlich.
Philippus
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von Philippus »

oTp hat geschrieben: ↑Mi 28. Okt 2026, 08:50 Deshalb mag ich es auch nicht, wenn man sagt, die Bibel erklärt alles genau und ist die Gebrauchsanleitung für alles.

Sehe ich auch so.... :wave:
Es trat einst mal zur Bundestagswahl eine politische Parte "PBC" (Partei bibeltreuer Christen" ) an.
Heute hört man da nichts mehr von. Das war wohl lieb gemeint, aber bei genauem Hinsehen ist das eine Horrorvorstellung, was soll das heißen, bibeltreu zu sein?
Müssen wir jetzt alle die Kinder unserer Feinde am Felsen zerschmettern und Frauen verachten, um Psalm 137 und Jesus Sirach gerecht zu werden?
Philippus
Beiträge: 2647
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Re: Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen 2.Mose 22,17

Beitrag von Philippus »

SilverBullet hat geschrieben: ↑Mi 28. Okt 2026, 19:24 und 2.Mose 22,17 ist definitiv ein Schiffchen, das schon lange versenkt gehört.
Die Schergen der Kirche hätten dennoch keine Todesurteile aussprechen dürfen. Es gibt keine Legitimation dafür im NT.
Siehst du, du möchtest 2. Mose 22,17 nicht anfassen, aber genau das ist unumgänglich.



Das ist genau das Problem, manche Stellen in der Bibel gehen einem dermaßen gegen den Strich, dass man sie am liebsten heraus streichen möchte.
Bisher hatte diesen Mut nur Martin Luther bei den Apokryphen, die Bibel wehrt sich ja auch gegen Veränderung, dazu tun oder hinweg nehmen.
Als Mann könnte ich mich ja jetzt gemütlich zurück lehnen und mir sagen...pah, lass doch die Bibel ruhig frauenverachtend sein, was geht mich das an, ich bin ja keine Frau....

Aber dann ist es nicht mehr überzeugend, ohne die liebevolle Aufopferung meiner Mutter (mein Vater starb, als ich 17 Jahre alt war) würde ich hier gar nicht vor dem PC sitzen. Außerdem ein Widerspruch zu dem vierten Gebot.
"Zaubern" verknüpft man heute auch weitgehend mit Männern und nicht mit Frauen.
Siegfried und Roy und David Copperfield und....und...... das ist schon erstaunlich, was die da so auf die Bühne zaubern.... ist das alles noch physikalisch erklärbar oder stehen die mit dem Teufel im Bunde? Wer will das mit Sicherheit sagen? Ihr Zaubergeheimnis ist ja ihre Geschäftsidee, das werden die so schnell nicht preis geben ...
Otto
Beiträge: 1398
Registriert: Do 15. Feb 2018, 22:24

Re: Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen 2.Mose 22,17

Beitrag von Otto »

Philippus hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 22:07 Apropos Frauenverachtung, ich will ja hier nicht als der ewige Bibelkritiker gelten aber rein zufällig beim Bibel-stöbern bin ich noch auf eine andere Stelle gestoßen, die mir ebenfalls frauenverachtend vorkommt:

ich habe extra im Bibelserver auf drei verschiedenen Bibeln (Schlachter2000, Neues Leben, Lutherbibel 2017) gesucht, aber alle sagen tatsächlich dasselbe:

2Mo 22,17 Eine Zauberin darfst du nicht am Leben lassen.

es 57,3 »Ihr aber – kommt her, ihr Kinder der Zauberin, Nachkommen von Ehebrechern und Huren!


Mal eine Frage an unsere Bibelexperten: warum soll man nur die Zauberin und aber nicht den Zauberer "nicht am Leben lassen"?
Ich vermute mal, dass wegen dieser Bibelstelle jahrhundertelang angebliche unschuldige "Hexen" qualvoll verbrannt wurden und dass diese Bibelstelle viel Leid über die Menschheit gebracht hat. Und Zauberinnen gibt es nach wie vor.
Du betreibst hier selektives Lesen, geprägt von den eigenen Vorurteilen, anstatt die Texte historisch und sprachlich korrekt zu analysieren. Deine Schlussfolgerungen beruhen auf zwei massiven Fehlannahmen, die sich durch einen genauen Blick in die Bibel sofort entkräften lassen.

1. Falsche Annahme: „Warum soll man nur die Zauberin, aber nicht den Zauberer bestrafen?“

Deine Behauptung, die Bibel würde hier einseitig Frauen verurteilen und Männer verschonen, ist nachweislich falsch. Das alttestamentliche Recht verbietet Okkultismus für beide Geschlechter gleichermaßen und droht beiden die gleiche Strafe an.

• Gleichbehandlung in 3. Mose 20,27: Dort heißt es unmissverständlich: „Wenn ein Mann oder eine Frau Geisterbeschwörer oder Zeichendeuter sind, so sollen sie unbedingt getötet werden [...]“ (Schlachter 2000).

• Männliche Form in 5. Mose 18,10-11: Hier wird die Praxis allgemein verboten und das hebräische Wort für Zauberer (Mekhashef) steht explizit in der männlichen Form. Auch König Manasse (ein Mann) wird in 2. Chronik 33,6 genau wegen Zauberei verurteilt.

• Im hebräischen und antiken Recht gilt zudem das allgemeine Analogieprinzip: Verbote schließen grundlegend beide Geschlechter mit ein. 2. Mose 22,17 ist kein Freibrief für Männer, da andere Gesetze (siehe oben) Männer explizit unter dieselbe Strafe stellen.

2. Falsche Annahme: „...alle sagen tatsächlich dasselbe“ (Der falsche Vergleich)

Du schreibst, du hättest auf dem Bibelserver gesucht und beide Verse würden „dasselbe“ sagen. Das ist ein fundamentaler Irrtum, weil du zwei völlig unterschiedliche Textgattungen in einen Topf wirfst:

• 2. Mose 22,17 ist ein Rechtstext (Gesetz). Er regelt eine konkrete juristische Strafandrohung im damaligen Gemeinwesen Israels.

• Jesaja 57,3 ist eine metaphorische Prophetie (Schmährede). Das ist kein Gesetz! Gott wirft dem Volk Israel hier bildhaft den Abfall vom Glauben vor. Die Begriffe „Kinder der Zauberin“ und „Nachkommen von Ehebrechern“ sind reine Metaphern für den Götzendienst.

Beide Verse sagen nun mal überhaupt nicht dasselbe. Sie haben bis auf das Wort „Zauberin“ keinerlei theologische oder literarische Gemeinsamkeit. ;) Es ist kein Wunder: Wenn man diese elementaren Unterschiede nicht erkennen kann oder will, kommt man zwangsläufig in die Irre.

Wer der Bibel „Frauenverachtung“ vorwerfen will, sollte zumindest die Textstellen im Gesamtzusammenhang lesen, statt sie willkürlich für das eigene Narrativ passend zu machen. Genau diesen Fehler – Verse isoliert zu betrachten und eigene Ideologien hineinzulesen – haben im Übrigen damals auch die Hexenverfolger gemacht. Du bedienst dich hier exakt derselben fehlerhaften Methodik. :thumbdown:
LGrüße von Otto
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