Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen 2.Mose 22,17

oTp
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Re: Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen 2.Mose 22,17

Beitrag von oTp »

Kleiner Anhaltspunkt der KI:
Magie ist die übernatürliche Kraft oder das Prinzip selbst, mit dem man die Wirklichkeit verändern kann. Zauberei (oder Zauberkunst) ist die praktische Anwendung dieser Magie durch Handlungen, Sprüche oder Rituale
Talmudische Zeit: Im babylonischen Talmud werden Geister und Dämonen durchaus erwähnt, und es gibt Berichte über Schutz- oder Schadenszauber. Dennoch wird vor Betrug und abergläubischen Praktiken gewarnt. Die Tora selbst verbietet strenge Formen von Wahrsagerei, Hexerei und Totenbeschwörung (z. B. 5. Mose
Rationalismus (Mittelalter): Große jüdische Gelehrte und Philosophen wie Maimonides (Rambam) lehnten den Glauben an Dämonen, Aberglauben und Zauberei als irrational und unvereinbar mit dem monotheistischen Gottesbild ab. Für Maimonides waren solche Vorstellungen heidnischer Irrglaube
Mystik (Kaballa und Chassidismus): In der jüdischen Geheimlehre (Kaballa) und im späteren Chassidismus (sowie im Werk Sohar) spielen spirituelle Kräfte, Engel und auch dämonische Aspekte (wie der Dybbuk, ein besessener Geist) eine größere Rolle als im rein rationalistischen Judentum. Allerdings unterscheidet sich dieser Zugang fundamental von christlichen Dämonenvorstellungen oder klassischer Hexenverfolgung.
Du kannst dir also durchaus eine Meinung dazu aussuchen.

Im Evangelischen glaubt die deutsche evangelische Kirche kaum noch daran. Hingegen viele Freikirchen ja.
Zuletzt geändert von oTp am Do 5. Nov 2026, 06:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen 2.Mose 22,17

Beitrag von oTp »

Helmuth hat geschrieben: ↑Do 5. Nov 2026, 06:19 Du nimmst es für meine Begriffe leider mit Grundlagen nicht allzu genau und hörst stattdessen zu viel auf Menschen.
Du hingegen klebst regelrecht an Ungewißheiten der Bibel. Und traust der Menschheit nicht zu, in den letzten 2000 Jahren auch zum Thema Magie und Zauberei dazugelernt zu haben.
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Re: Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen 2.Mose 22,17

Beitrag von oTp »

Wichtig ist auch, was die Juden denken:
• Der „Hinderer“: Der Satan (ha-Satan) ist im klassischen Judentum kein gefallener Erzengel oder Widersacher auf Augenhöhe mit Gott, sondern eine Engelkraft, die im direkten Auftrag Gottes handelt (wie im Buch Hiob).
• Die Rolle: Seine Aufgabe ist es nicht, die Weltherrschaft des Bösen anzuführen, sondern als „Staatsanwalt“ oder Prüfer aufzutreten, der die Menschen anklagt oder ihren Glauben auf die Probe stellt.
Dämonen und Geister in der Tradition

• Talmud und Volksglaube: In der talmudischen Literatur und der jüdischen Mystik (Kabbala) werden verschiedene schädigende oder spukende Wesen beschrieben – etwa Schedim (Quälgeister), Mazzikim (Schädlinge) oder Totengeister wie der Dibbuk (ein heimgesuchender Geist aus der jüdischen Folklore).
• Kein dualistisches Weltbild: Anders als im Christentum gibt es im Judentum keinen großen, von Gott unabhängigen Gegenspieler (wie den Teufel als eigenständige Macht des Bösen). Alles – auch das Schwere oder Dunkle – ist letztlich der Einzigkeit und Souveränität Gottes untergeordnet.
• Heutige Bedeutung: Im modernen Judentum spielen Dämonen und Geister im religiösen Alltag kaum eine Rolle; es handelt sich dabei meist um historische, folkloristische oder kabbalistische Traditionen statt um dogmatische Glaubensinhalte.
Man sieht also, welche Spannbreite von Deutungen es gibt.
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Re: Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen 2.Mose 22,17

Beitrag von oTp »

Wäre noch die Stimme eines Praktikers wichtig:
Pater Gabriele Amorth (1925–2016), der langjährige Chef-Exorzist des Vatikans, lehnte Zauberei, Magie und Esoterik in jeglicher Form strikt ab und sah darin ein direktes Einfallstor für den Teufel.
Seine Hauptaussagen zu dem Thema umfassen:
• Kein Unterschied zwischen schwarzer und weißer Magie: Amorth betonte, dass die Unterscheidung in „gute“ (weiße) und „böse“ (schwarze) Magie eine Illusion sei. Magie wende sich letztlich immer dem Bösen zu und trage die Handschrift des „Fürsten der Finsternis“.
• Kritik an Harry Potter: Er warnte wiederholt vor der Buch- und Filmreihe um Harry Potter. Obwohl sie oft als harmlose Kinderliteratur verharmlost werde, vermittle sie positive Bezugspunkte zur Magie und führe junge Menschen schleichend zur Beschäftigung mit Okkultismus und dem Bösen.
• Warnung vor fernöstlichen Praktiken: Er stufte auch Praktiken wie Yoga oder fernöstliche Meditations- und Heilslehren als spirituell gefährlich ein, da sie vom christlichen Glauben weg- und zum Hinduismus oder zu okkulten Phänomenen führen könnten.
• Gefahr von Aberglauben und Zaubermitteln: Das Vertrauen auf angebliche „Heilige“, Zauberpulver oder übersinnliche Praktiken (wie bei Sai Baba) sah er als ernsthaftes Risiko für die seelische und körperliche Gesundheit an, das im Extremfall einen Exorzismus notwendig machen könne.
• Die Position der Kirche: Grundlegend verwies er auf den Katechismus der katholischen Kirche, welcher jede Form von Zauberei, Hexerei und Wahrsagerei entschieden ablehnt.
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Re: Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen 2.Mose 22,17

Beitrag von Helmuth »

Nun, ich habe nicht erwartet, dass du biblische Grundlagen legst. Das wäre zuviel verlangt. Es liegt scheinbar nicht in deiner Natur und ich stufe es mittlerweile als Widerwillen ein. Wenn ich ausdrücklich darum bitte und man bemüht nicht eine einzige Stelle, dann ist das keine Diskussion auf Augenhöhe. Das Manko kann ich aber ausgleichen und sehe es als meinen Part für den Thread.

Es ist ja nicht so, dass wir in jedem Punkt anders denken, es benötigt aber ein besseres Zuhören, was auch andere sagen, denn ich bin auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen. Wir stimmen jedenfalls überein, dass wir nicht zwischen schwarzer und weißer Magie unterscheiden müssen. Magie ist Magie und ist in jeder Form gottlos, weshalb Gott sie auch untersagt.

Den engen Zuammenhang zwischen Zauberei bzw. Magie und Dämonie hast du halt nicht belegt. Du folgst in der Sichtweise weiter Menschen und forscht nicht anhand der Bibel die grundlegenden Zusammenhänge. Damit hat Erkenntnis auch Grenzen und wird zur Menschenweisheit.

Nimm die Sterndeuter, die man als Magier bezeichnet. Sie forschen die Bewegung der Sterne und kreieren aus bestimmten Konstellationen falsche Weissagung. Weil das klar in die Irre führt, so hat es Gott strikt verboten. Moderne Horoskop-Tanten arbeiten nicht anders. Dabei ist aber nicht ein Dämon im Spiel, sondern nur jede Form von Aberglauben.

Bei den Zauberern meine ich das meiste Täuschung, ich sage das meiste und nicht alles. Alles könnte ich nicht belegen, aber es gibt keinen belegten Zusammenhang. Ich gehe davon aus, dass die ägyptischen Zauberer tatsächlich keine Frösche gemacht haben, oder das Wasser des Nils in Blut verwandelt haben. Man hatte es dem Pharao nur vorgetäuscht, und er glaubte dem Zauber.

Das ganze ist klarerweise ein Werk des Teufels, aber der Teufel selbst ist unmittelbar an dem Werk gar nicht beteilgt. Das solltest du mal besser studieren, dass er gar nicht aktiv eingreift, sondern er führt durch seine Handlanger, die für ihn "zaubern," andere in die Irre. Die Zauberer fanden auch ihr Limit, denn beim dritten Versuch scheiterten sie:
2. Mose 8:14 hat geschrieben: Und die Wahrsagepriester taten ebenso mit ihren Zauberkünsten, um die Stechmücken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und die Stechmücken kamen über die Menschen und über das Vieh.
Damit wird belegt, dass ihre Macht begrenzt ist. Aber, und das ist was ich sage: Der Teufel wird falsch eingeschätzt. Nicht er zaubert, sondern seine Handlanger, das sind Menschen. Mach dir bewusst, dass er das gar nicht kann. Er ist zu allem nur ein Anstifter, ein Verführer der ganzen Menschheit. Die Macht über alle Welt hat Gott in die Hände des Menschen, gelegt, nicht in die der Engel. Das geht schon aus Genesis hervor:
1. Mose 1:28 hat geschrieben: Und Elohim segnete sie, und Elohim sprach zu ihnen: "Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!"
Das ist eine elementare biblische Grundlage und ein direkter Befehl aus dem Munde Gottes an uns Menschen. So hat er die Macht über die Schöpfung in unsere Hände gelegt. Doch diese Macht kann auch missbraucht werden, indem uns die Schöpfung zwar weiter untertan ist, aber nicht mehr im Willen Gottes arbeitet. Dann geht entsprechender Machtmissbrauch zur Täuschung anderer für mich in Richtung Zauberei.

Zuletzt: Das Argument, man habe dazugelernt, ist kein Beleg, sondern eine weitere Behauptung. Wer hat denn was gelernt? Wie man noch besser lügt und vortäuscht? Klar, erfinderisch ist der Teufel schon immer gewesen. Bringe zumindest dazu ein Beispiel. Floskeln will ich nicht bewerten, aber Beispiele eventuell schon.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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