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Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Verfasst: So 16. Nov 2025, 11:54
von Hoger
Helmuth hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 11:43 Wessen Geichnis bzw. Bild ist Seth nun? Das Adams oder Gottes?
Des gefallenen Adams - der Anfang der Erbsünde und dasjenige aus dem uns erst der Sohn Gottes herausholen konnte - als "Neuer Adam"

Das ist christliche Lehre Helmuth

Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Verfasst: So 16. Nov 2025, 12:03
von Sara Funkelstein
Hoger hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 10:14 War das vorgesehen im "Bild Gottes" - wenn erst der Satan dies durch seine Versuchung erreichte?
Ich denke, ja. Wenn zu sein wie Gott beinhaltet, zu wissen, was gut und böse ist, und Gott den Menschen von Anfang an mit diesem Potential erschaffen hat, dann interpretiere ich es so, dass Gott das genauso will: ein Geschöpf nach seinem Bild. Er macht keine Fehler. Die Schlange hat Gott bei der Schaffung des Menschen somit geholfen. Aber Gott sagte ohnehin: "Lasst uns Menschen machen."

Helmuth hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 10:35 Der Mensch wurde aber schon zuvor im Bild Gottes geschaffen als er die Sünde noch gar nicht kannte, d.h er wurde sündlos erschaffen. Der Sündenfall machte den Menschen in dem Sinn nicht ähnlicher meine ich, sondern wieder unähnlicher, und zwar, weil Gott nicht sündigt, d.h. darin unterscheiden wir uns wieder.
Ich finde, du widersprichst Gottes Aussage in 1. Mose 3, 22.

Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Verfasst: So 16. Nov 2025, 12:20
von Helmuth
Sara Funkelstein hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 12:03 Ich finde, du widersprichst Gottes Aussage in 1. Mose 3, 22.
Inwiefern? Das musst du mir begründen. Bei der Erschaffung war der Mensch ohne Sünde. Und so wusste er auch nichts von gut und böse. Es war alles gut für ihn, sodass er einer Differnzeriung noch gar noch bedrufte.

Oder du meinst etwas anderes und ich verstehe dich nicht richtig. 1 Mose 3:22 war jedenfalls nach der Übertretung. Dann wurde Adam & Eva bewusst, dass sie böse gehandelt hatte.

Aber was hat das nun mit ihrer Ebenbildlichkeit zu tun?

Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Verfasst: So 16. Nov 2025, 12:20
von oTp
Helmuth hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 10:35 Der Mensch wurde aber schon zuvor im Bild Gottes geschaffen als er die Sünde noch gar nicht kannte, d.h er wurde sündlos erschaffen. Der Sündenfall machte den Menschen in dem Sinn nicht ähnlicher meine ich, sondern wieder unähnlicher, und zwar, weil Gott nicht sündigt, d.h. darin unterscheiden wir uns wieder.
Dazu fällt mir ein, dass der Mensch vor dem Sündenfall vielleicht noch nicht die Willensfreiheit hatte, wie danach. Mit dem Sündenfall ist er aber aus der Einheit mit Gott herausgefallen. Richtig bewußt ist seine Willensfreiheit und die Konsequenz, Leben oder Tod, aber nicht. Weil Rebellion gegen Gott Ausgrenzung von Gott bedeutet, was erst nach dem Tod schmerzlich erfahren wird. Wohl ist der "gefallene" Mensch weit weg von Gott. Er weiß durch Christus davon, weiß sogar Manches durch ausserchristliche Religionen. Er weiß, wie er wieder mit Gott sich vereinen kann. Alles freiwillig. Ich sehe also nicht wirklich, dass der Sündenfall den Menschen Gott ähnlicher macht. Da stimme ich dir zu.

Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Verfasst: So 16. Nov 2025, 12:34
von Helmuth
oTp hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 12:20 Dazu fällt mir ein, dass der Mensch vor dem Sündenfall vielleicht noch nicht die Willensfreiheit hatte, wie danach.
Die Willensfreiheit gehört für mich aber recht eindeutig zum Bild Gottes. So wie Gott einen freien Willen hat, so hat ihn auch der Mensch erhalten. Das ist für mich eine Prämisse. Wir lesen das nicht ganz so direkt, aber es anders zu deuten wäre für mich nicht die Liebe Gottes.

In ihrem ersten noch sündlosen Zustand taten Adam & Eva was immer im Willen Gottes war. Gott hatte nur eine einzige Einschränkung gegeben, nicht vom Baum der Erkenntnis zu essen. Das kann man mit Kleinkindern vergleichen, die auch nicht wissen, was gute und böse ist. In ihrer Unschuld ist alles rein, was sie tun.

Adam & Eva konnten mehr oder weniger tun und lassen was sie wollten, wobei sie sich um die Schöpfung kümmern sollten. Das haben sie auch getan, denke ich, denn sonst wäre auch das eine Übertretung gewesen. Auf der faulen Haut liegen und rein gar nichts tun werten wir auch als böse, und das kannten sie (noch) nicht.

So waren sie in dieser ersten Zeit in meinen Augen sogar das perfekte Bild Gottes, gleich Jesus, ganz ohnen Runzeln und Makel durch die Sünde. Durch die Sünde verlieren wir zwar nicht das Bild, aber man kann es als ramponiert und nicht mehr perfekt bezeichnen, erneuerungsbedürftig sozusagen.

Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Verfasst: So 16. Nov 2025, 13:00
von Hoger
Helmuth hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 12:34 Die Willensfreiheit gehört für mich aber recht eindeutig zum Bild Gottes. So wie Gott einen freien Willen hat, so hat ihn auch der Mensch erhalten. Das ist für mich eine Prämisse. Wir lesen das nicht ganz so direkt, aber es anders zu deuten wäre für mich nicht die Liebe Gottes.
ER mag Willensfreiheit haben - aber wie nimmt ER sie wahr?
Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind,
seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,
sondern sie ist alle Morgen neu,
und deine Treue ist groß.
Klagelieder 3:22-23
Wenn ich mir nicht sicher wäre, dass sich Gott seiner Willensfreiheit nicht willkürlich unterwirft, sondern sich selber und seinen Vorsätzen immer treu ist und ER nicht macht was er will = dann wäre mein ganzer Glaube unnütz
Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat.
Hebräer 10:23

Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Verfasst: So 16. Nov 2025, 14:22
von ProfDrVonUndZu
Was der Mensch im Bilde Gottes ist, hat Jesus uns erklärt.
Johannes 14,8 Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns.
9 Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen, und wie sagst du: Zeige uns den Vater?
In Kolosser 1,15 und 2. Korinther 4,4 bestätigt auch Paulus, dass der Sohn Gottes und Christus das Bild Gottes ist.

Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Verfasst: So 16. Nov 2025, 14:30
von Zippo
Helmuth hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 09:04
Hoger hat geschrieben: Sa 15. Nov 2025, 12:04
Zippo hat geschrieben: Sa 15. Nov 2025, 11:34 Was meinst du mit göttlichem Funken ? Wir haben von Geburt an einen Geist, der uns Gott ähnlich macht.1 Mo 1,26
wo liest du hier einen "Geist, der uns Gott ähnlich macht" heraus?
Es ist eine interessante Frage, was uns Gott ähnlich macht. Dass wir das sind, dem wird auf biblischer Basis kaum jemand widersprechen können, aber worin sie besteht, lehrt uns, so denke ich, besser zu verstehen, wer wir sind und wer Gott ist. Die Grundlage dazu ist diese:
1. Mo 1,27 hat geschrieben: Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; Mann und Frau schuf er sie.
Ich gehe hier mehr mit Zippo konform, finde aber auch den Gedanken eines Funkens nicht abwegig. Ehe ich meine konkrete Auffassung dazu kundgebe, interessiert mich auch eure. Was genau macht uns zum Bild Gottes? Wie versteht man den Begriff „Bild“?
Es gibt ja verschiedene Übersetzungen zu diesem Vers, immer wollte man die hebräischen Worte " tselem" und "demut" in eine vernünftige Aussage verwandeln. "tselem" wird mit "Bild" übersetzt, was auch Schattenbild sein kann.
[ELB-BK: Ps. 39,7] Ja, als ein Schattenbild wandelt der Mensch umher; ja, vergebens ist er voll Unruhe; er häuft auf und weiß nicht, wer es einsammeln wird.
Das zweite Wort ist "demuth" und wird mit "Gestalt" , Gleichnis, auch "ähnlich" übersetzt.
Luther hat das zu einem Wort zusammengefasst "ein Bild das uns gleich sei". Das finde ich auch gar nicht schlecht übersetzt.

Man könnte sich jetzt fragen, warum der Vers in der Pluralform steht, es heißt ja "Lasset uns" und "ein Bild das uns gleich sei".
Und wer spricht da überhaupt ? Das Wort "elohim" wird gewöhnlich mit " Gott" übersetzt, auch "Götter", weil es ja auch im Plural steht.
Durch den Erstgeborenen aller Schöpfung wurde alles geschaffen steht in Kol, 1,15, durch das Wort, steht in Joh 1,3. Es muß sich um eine Art Kooperation gehandelt haben, als die Erde bzw. die Menschen geschaffen wurden. 1 Kor 8,6
Und die zu der Zeit lebenden Morgenstern bzw. Engel der ersten Stunde werden in diese Rede mit einbezogen. Hiob 38,7

Als zweite Herangehensweise habe ich mir Bibelstellen angesehen, die im strong Verzeichnis stehen. Bibelverse wo diese hebräischen Worte auch übersetzt wurden. Interessant fand ich:
[ELB-BK: 1. Mo. 5,3] Und Adam lebte 130 Jahre und zeugte einen Sohn in seinem Gleichnis, nach seinem Bild, und gab ihm den Namen Seth.
Beide Worte werden wieder verwendet, "tselem" und " demuth".
Hier wird doch sicherlich zum Ausdruck gebracht, daß der Seth seinem Vater ähnlich war. Äußerlich und charakterlich.
Das findet man ja auch heutzutage, daß bestimmte Kinder ihren Eltern besonders ähnlich sind.

Aus diesem Grunde würde ich dabei bleiben, daß durch den Geist Gottes im Menschen eine Ähnlichkeit entstanden ist, auch mit den Geschöpfen des Himmels, die ja auch den Geist Gottes haben, befinden sich nur in einer anderen Leiblichkeit.
Menschen haben doch, genau wie Gott die Fähigkeit, zu denken, zu fühlen, also z. Bsp. Freude, Zorn und Bitterkeit zu empfinden,
sie haben gestalterische Fähigkeiten und einen Sinn für Schönheit in Proportion und Farbe, sie können forschen und erdenken, konstruieren und bauen usw.
Und sie haben zusätzlich nach der Sünde im Garten Eden, auch die Fähigkeit Gut und Böse voneinander unterscheiden zu können, eine Fähigkeit, die Gott hat. Die Engel im Himmel haben sie aber auch und werden sich mit dem Konflikt, den geistige Mächte über und in unserem Kopf austragen, entweder behaupten können oder mit Satan in der Hölle verschwinden. Mt 25,41
Deswegen kann man sie in dem "Der Mensch ist geworden, wie unsereiner" aus 1 Mo 3,22 ohne weiteres mit einbeziehen.

Gruß Thomas

Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Verfasst: So 16. Nov 2025, 15:39
von Zippo
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 14:22 Was der Mensch im Bilde Gottes ist, hat Jesus uns erklärt.
Johannes 14,8 Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns.
9 Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen, und wie sagst du: Zeige uns den Vater?
In Kolosser 1,15 und 2. Korinther 4,4 bestätigt auch Paulus, dass der Sohn Gottes und Christus das Bild Gottes ist.
Bei Adam und seinen Nachkommen ist es der Odem Gottes, der die Ähnlichkeit mit Gott erzeugt, die Folge ist ja, das ein Geist im Menschen bleibt, der ihn Gott ähnlich macht. 1 Mo 2,7
Bei dem Herrn Jesus entsteht aber auch Ähnlichlichkeit durch Gott selbst, wenn er in ihm redet und seine Werke tut.
[Joh. 14,6-10] Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genügt uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater; wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnt, der tut die Werke.
[ELB-BK: Heb. 1,3] der, der Abglanz seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens seiend und alle Dinge durch das Wort seiner Macht tragend, nachdem er [durch sich selbst] die Reinigung der Sünden bewirkt, sich gesetzt hat zur Rechten der Majestät in der Höhe;
Gruß Thomas

Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Verfasst: So 16. Nov 2025, 17:54
von Hoger
Zippo hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 15:39 Bei dem Herrn Jesus entsteht aber auch Ähnlichlichkeit durch Gott selbst, wenn er in ihm redet und seine Werke tut
Der Mensch gewordene Gott ist kein Bild Gottes, sondern selber Gott. Er gehört zu dem "Lasset uns (!) Menschen machen" und ist der Bildner und nicht das Bild
Als "neuer Adam" das Urbild unseres "neuen Menschen" zu dem wir werden sollen