Als Katholik muss ich mich nicht am Text der Bibel abarbeiten und immer wieder meine geistigen Fähigkeiten als einmalig darstellen. Es gab schon genug Christen vor mir, die sich mit allen Aspekten der Heiligen Schrift beschäftigt haben
Hier die katholische (Allioli/Arndt):
26. und sprach: Lasset uns (27) den Menschen machen nach unserem Bilde und unserer Ähnlichkeit, (28) und er herrsche (29) über die Fische des Meeres, und über die Vögel des Himmels, und über die Landtiere, und über die ganze Erde, und über alles kriechende Getier, das sich auf Erden regt. (30)
(27) Rede der drei göttlichen Personen. (Euph., Iren., Basil., Greg. Nyss., Cyr. Alex.) – Alles übrige schafft Gott durch ein bloßes Gebot, hier tritt die heilige Dreifaltigkeit gleichsam zuvor in Beratung mit sich selbst. (Greg. Nyss.) Erst aus der Offenbarung des Neuen Testamentes kann erkannt werden, wie dem einen Gott die Mehrzahl der Personen zukommen kann. – (28) Vorbild und Ähnlichkeit. Diese beiden Worte sind fachlich nicht verschieden, wie der folgende Vers zeigt, wo der Mensch nach Gottes Bilde geschaffen heißt und nach [Gen 5,3] wo die beiden Substantive in umgekehrter Reihenfolge stehen. Die Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott besteht darin, dass seine Wesensform die geistige, unsterbliche Seele ist, deren Wirken sich als selbstbewusstes Empfinden, Erkennen und freies Wollen äußert. (Natürliches Ebenbild.) Indem Gott den ersten Menschen mit der Gnade ausstattete, erhob er dieses Bild zur vollkommenen Ähnlichkeit, welche besonders durch die Übung der Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zum Ausdruck gebracht und vollendet wird. Der Leib ist kein Bild Gottes, sondern der Beweis und das Zeichen des (natürlichen) Bildes Gottes in uns, insofern seine aufrechte Haltung Gottes Majestät nachahmt und die Gabe der Rede die Dolmetscherin des Verstandes und Willens ist, wie auch das äußere Gebahren die inneren Tugenden verrät. Unser: Das Bild dessen, was den drei göttlichen Personen gemeinsam ist. – (29) Vergl. [Gen 9,2]. – (30) Sechs Vorzüge werden hier dem Menschen zuerteilt. Seine Erschaffung wird zuletzt berichtet, er wird als über den Tieren stehend bezeichnet, er wird durch besonderen göttlichen Ratschluss erschaffen, nach Gottes Bild und Ähnlichkeit. Ihm wird die Herrschaft über Tiere und Pflanzen verliehen, nach seiner Erschaffung ruht Gott von seinem Werke. In Kap. 2 kommt hinzu die Erschaffung seiner Seele aus Nichts durch Gott.
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Reicht mir völlig aus
Und hier der Kommentar der Stamps-Bibel (charismatisch-evangelikal)
Gen 1,26
Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich. Und sie sollen herrschen über die Fische des Meers und über die Vögel des Himmels, über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die sich auf der Erde regen.
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Hebräisch; syrischer Text 'alle wilden Tiere'
GOTT SPRACH: LASST UNS.
LASST UNS MENSCHEN MACHEN.
Der Gebrauch des Wortes „uns“ (Plural) drückt aus, dass Gott eine bestimmte Pluralität oder ein mehrschichtiges Wesen hat (vgl. Ps 2,7; Jes 48,16). Dies scheint ein früher Hinweis auf die Dreieinigkeit zu sein, d.h. auf die Existenz Gottes in drei voneinander verschiedenen, aber wechselseitig verbundenen und vereinten Personen. Die Drei-Einigkeit (d.h. das „dreiin-eine“ Wesen) Gottes tritt jedoch erst im NT klar hervor (siehe Mt 3,17 Kommentar Mk 1,11 Kommentarsiehe den Artikel DIE EIGENSCHAFTEN GOTTES).
In den Versen 26-28lesen wir von der Erschaffung der Menschen. Genauere Einzelheiten über ihre Erschaffung und Umgebung finden sich in 2,4-25. Diese beiden Berichte greifen ineinander und geben über mehrere Dinge Aufschluss:
(1) Sowohl der Mann als auch die Frau sind Gottes besondere Schöpfung und kein Produkt der Evolution (
V. 27; Mt 19,4; Mk 10,6; siehe Artikel DIE SCHÖPFUNG und DER MENSCH ALS EBENBILD GOTTES).
(2) Mann und Frau wurden beide in Gottes „Bild“ und „ihm ähnlich“ geschaffen, was bedeutet, dass sie eine einzigartige, persönliche Beziehung zu Gott eingehen konnten, die Ausdruck seiner Liebe und seines Charakters war. Jede Person wurde dazu erschaffen, Gott zu kennen und ihm willig zu gehorchen ( Gen 2,15-17). (a) In ihren moralischen Eigenschaften waren sie Gott ähnlich als sündlose und heilige Geschöpfe mit weisem Sinn, liebenden Herzen und dem Wunsch, das Richtige zu tun (vgl. Eph 4,24). Ihre persönliche Beziehung zu Gott umfasste moralischen Gehorsam und eine innige geistliche Gemeinschaft. Als Adam und Eva sündigten, wurde ihre moralische Ähnlichkeit mit Gott verdorben oder verunreinigt ( Gen 6,5). Gott erneuert diese ursprüngliche moralische Ähnlichkeit in den Menschen, die sich von ihren eigenen sündigen Wegen abwenden und ihm vertrauen, ihr Leben zu leiten (vgl. Eph 4,22-24; Kol 3,10). Die Möglichkeit dazu schuf Gott durch das Opfer seines Sohnes Jesus Christus. Bereitwillig gab Jesus sein vollkommenes Leben hin, um durch seinen Tod die Strafe für unsere Rebellion gegen Gott zu bezahlen (vgl. 1Petr 3,18). (b) Adam und Eva besassen eine natürliche Ähnlichkeit mit Gott. Sie wurden als Personen mit Geist, Verstand, Gefühlen, Ich-Bewusstsein und Entscheidungsfreiheit geschaffen ( Gen 2,19-20; 3,6-7; 9,6). (c) Auch in den körperlichen Merkmalen von Mann und Frau spiegelt sich Gottes Bild in einer Weise, die für Tiere nicht gilt. Gott gab den Menschen dieselbe Gestalt, in der er ihnen sichtbar erscheinen würde ( Gen 18,1-2). Das ist auch die Gestalt, in der sein Sohn Jesus auf die Erde kam ( Lk 1,35; Phil 2,7; Hebr 10,5).
(3) In Gottes Bild erschaffen zu sein bedeutet nicht, dass Menschen göttliche Wesen (d.h. wie Götter) wären. Sie wurden auf einer Gott untergeordneten Ebene erschaffen und sind von ihm abhängig ( Ps 8,6).
(4) Alles menschliche Leben setzte sich durch den ersten Mann (Adam) und die erste Frau (Eva) fort, die Gott erschuf ( Gen 3,20; Röm 5,12).
Hast du Erkenntnisse die diesen Aussagen entgegenstehen?
Ansonsten geht es doch wieder mal nur um das Glänzen deines Verstandes - oder?
Die segnende Seele wird fettgemacht / und wer tränkt wird selber getränkt (Sprüche 11,25)