"Versuchen" ist ein "auf-die-Probe-stellen" mit dem Ziel, den Probanten zu Fall zu bringen.
"Prüfen" hingegen ist die Untersuchung, ob der Probant ein bestimmtes Maß erfüllt. Das Ziel ist, eine vorhandene Qualität zu ermitteln, völlig wertungsfrei.
Gott will klarstellen, daß sein Volk etwas taugt, er will es nicht kleinmachen und vernichten, er sucht die Fehler nicht, um es degradieren zu können, sondern um es korrigieren zu können, daß es heilig sei, weil ER heilig ist.
Wenn also bezüglich Gott gegen uns von "versuchen" geschrieben steht, kann das nur als "prüfen" gemeint sein, oder es ist falsch übersetzt, denn "Gott versucht niemanden...", so steht es geschrieben.
Der Herr dein Arzt
Re: Der Herr dein Arzt
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
Re: Der Herr dein Arzt
Sie halten die Bedingung Gottes nicht ein. Sicher ist es nicht so trivial, aber grundsätzlich ist dem so, weil ich an Gottes Wort auch glaube. Wozu sollte Gott uns etwas versprechen, wenn er es nicht einzuhalten gedenkt? So ist Gott nicht, aber wir, wenn wir seine Bedinungen nicht einhalten.
Versuchen kann man zum Guten wie zum Bösen. Gott versucht nie zum Bösen, der Mensch leider oft. Das ist für mich der Unterschied. Sprachlich ist es egal, ob man versuchen oder prüfen sagt, sondern zu welchem Zwecke man es tut. Als Techniker war ich es gewohnt Dinge zu prüfen.
Das war keine negative Sache, sondern es wurden Systeme auf Einsatztauglichkeit geprüft, das war mein Job. Wenn etwas nicht so lief wie es sein sollte, dann wurde eine alternative Variante versucht. Versuchen ist hier der bloß passendere Begriff. Entscheidend bleibt der Zweck.
Wenn dein Zweck der ist, etwas an sich Gutes zu Fall zu bringen, dann ist es nicht gottgemäß, oder es war die Prüfungsbedingung falsch. Das Schlechte fällt von alleine oder geht kanputt, sonst wäre es nicht schlecht. Das bedarf keiner Prüfung bzw. hält es keiner stand.
Man kann Dinge auch so versuchen bzw. prüfen, dass sie nicht bestehen können. Dann ist es nicht wie Gott prüft, sondern Vermessenheit. Ich kann prüfen, ob ich aus 10m Höhe ins Wasser springen kann. Wenn ich es aus 50m Höhe versuche, wird es vermutlich tödlich ausgehen. Dann ist es nicht wie Gott Dinge prüft, denn er überfordert uns nicht:
Und weil es um Krankheit geht: Ich denke, Gott kann uns auch darin prüfen, wie wir mit Krankheit umgehen. Was steht dann an erster Stelle? Gott, der Arzt oder meine Angst, vielleicht sogar Todesangst?1. Korinther 10:13 hat geschrieben: Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie ertragen könnt.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16