Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen 2.Mose 22,17

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Sara Funkelstein
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von Sara Funkelstein »

Hiob hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 14:32 Das wäre (im besten Fall) die Wirkkraft des Göttlichen im Dasein = DIE Ruah alias Heiliger Geist.
Bei allen problematischen Bibelstellen, was Frauen angeht, darf man das nicht vergessen. Gott hat uns die Aufgabe gegeben: Wir verbinden das Irdische mit dem Geistigen.
Hiob hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 14:32 Interessanterweise ist dies heute kein geistiges Thema mehr, da das Idol der androgyne Typus ist: Mann = Frau, nur dass da halt einige lustbringende körperliche Unterschiede sind. Damit ist aber der Konflikt nicht gelöst, sondern nur beerdigt.
Ich glaube, dass dieser Hype vorbei ist.
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.
Ziska
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von Ziska »

Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:17
Bei allen problematischen Bibelstellen, was Frauen angeht, darf man das nicht vergessen. Gott hat uns die Aufgabe gegeben: Wir verbinden das Irdische mit dem Geistigen.
Mit welchem Bibelvers würdest du diese Aussage begründen?

Welcher Bibelschreiber sagt: Frauen verbinden das Irdische mit dem Geistigen?
Liebe Grüße von Ziska
Wer waren die „Heiligen Drei Könige“? Folgten sie dem „Stern“ von Bethlehem?
Viele mit dem Weihnachtsfest verbundene Traditionen findet man nicht in der Bibel.


Neugierig? Schreib PN!
Hiob
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von Hiob »

SilverBullet hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 15:27 Deine Ansicht ist kein Fortschritt, sondern ein Verschleierungsversuch.
Egal, wie ich oder Du das sehen. - Unsere scheinaufgeklärte Zeit auf Basis des Existenzialismus ist egozentrisch gepolt, macht also das Ich zum Telos, statt das zum Telos zu machen, was das Ich erkennen soll. Insofern ist "Meinung" oder gar "Haltung" (die veredelte Form von Meinung) ontisch total unwichtig. Wichtig ist allein das Erkennen(-Wollen). Alles andere zeigt sich dann.
Philippus hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 15:27Das sehe ich auch so wie die katholische Kirche... und erlöse uns von dem Bösen...damit ist nicht gemeint, erlöse uns von all den bösen Menschen die uns umgeben sondern von dem Bösen was in uns selber wohnt.
Richtig - interessant, dass man es anders verstehen kann.
Sara Funkelstein hat geschrieben:Bei allen problematischen Bibelstellen, was Frauen angeht, darf man das nicht vergessen. Gott hat uns die Aufgabe gegeben: Wir verbinden das Irdische mit dem Geistigen.
Das sehe ich genauso, aber ich kann es nur so sehen, wenn ich erkenne, dass Mann und Frau urbildlich verschieden sind. Dies ist in unserer westlichen Kultur aus der Mode.
Sara Funkelstein hat geschrieben:Ich glaube, dass dieser Hype vorbei ist.
In der durchschnittlichen Bevölkerung gab es diesen Hype nie. Man möge das Frauen- und Männerbild in Soaps studieren - das pure Gegenteil zu narrativ-lobbyistischen und medialen Auffassungen, die die öffentliche Wahrnehmung dominieren.
Sara Funkelstein hat geschrieben:Ich kenne diesen Blick von euch. Dasselbe Phänomen kennen wir im Islam. ... Diese Männer geben der Frau die Schuld dafür, dass sie so auf ihren Anblick reagieren.
Beides ist richtig. Da gibt es diesen männlichen Blick, für den die Männer die Frauen verantwortlich machen können. - Die positive Version wäre: Weil die Frauen diese macht haben, geht man damit sorgsam um. -- Das alte Thema: So wie "remedium" im Lateinischen sowohl "Heilmittel" als auch "Gift" bedeuten kann, kann die Anziehungskraft von Mann und Frau zu Heilmittel oder Gift werden.
Hiob
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von Hiob »

Ziska hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:35 Mit welchem Bibelvers würdest du diese Aussage begründen?
Wörtlich steht es nicht genauso. Aber es gibt Anknüpfpunkte:

1. Lukas 1,26–38 – Maria als Verbindung zwischen Gott und Mensch

Der Engel Gabriel verkündet Maria, dass sie durch den Heiligen Geist ein Kind empfangen wird. Maria antwortet:
„Mir geschehe, wie du gesagt hast.“ (Lukas 1,38)
Hier wird die Frau gewissermaßen zur Schnittstelle zwischen Himmel und Erde: Durch Maria nimmt das Göttliche menschliche Gestalt an.

– Eva als Mutter alles Lebendigen
2. Genesis 3,20
„Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben.“
Eva verkörpert die Weitergabe des Lebens. In einer theologischen Deutung verbindet die Frau damit das von Gott geschenkte Leben mit dessen irdischer Fortsetzung.

Die Frau zwischen Himmel und Erde
3. Offenbarung 12,1
„Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen.“
Das ist vielleicht die bildlich eindrucksvollste Stelle. Die Frau erscheint als himmlische Gestalt und bringt ein Kind zur Welt.
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Oleander
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von Oleander »

Hiob hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 16:20 Egal, wie ich oder Du das sehen...
Im Prinzip: Ja - denn nur die Wahrheit zählt. :)
Und trotzdem hat des öfteren(nicht immer) jemand das Bedürfnis, seine Wahrnehmung von ... kundzutun.
Das Bedürfnis: Ich hätt dazu auch was zu sagen....versteht ihr mich? Könnt ihr das nachvollziehn, was ich denke?
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ...
Hiob
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von Hiob »

Oleander hat geschrieben:Und trotzdem hat des öfteren(nicht immer) jemand das Bedürfnis, seine Wahrnehmung von ... kundzutun.
Geht mir genauso. Der Punkt ist, dass man Meinungen als Ausdruck des eigenen Erkenntnisstandes verstehen sollte: "So weit bin ich gerade". Meinung kommt zwar vom Ich, hat aber nicht das Ich zum Ziel - zumindest sollte es so sein
Philippus
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von Philippus »

Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:17
Ich glaube, dass dieser Hype vorbei ist.


Interessant, dass je nach gerade aktuellem Zeitgeist bestimmte Verse in der Bibel komplett ignoriert werden und andere heraus gehoben werden.
Der Zeitgeist ändert sich ständig. Bei uns am Einkaufszentrum stand zum Beispiel neulich eine Anzeige, sinngemäß so:
"praktizierende Hexe nimmt sich ihrer Probleme an und nimmt noch Aufträge entgegen, bei Bedarf rufen sie bitte Nummer so undso an..."

Was noch vor wenigen Jahrhunderten oder fast Jahrzehnten ihren sicheren Tod bedeutet hätte, publiziert sie jetzt völlig angstfrei in aller Öffentlichkeit.
Keine Ahnung, was heutige Hexen so praktizieren, ich habe mich nicht auf die Werbung hin gemeldet, so neugierig war ich auch wieder nicht.
Nackig bei Sonnenaufgang im Wald tanzen.....hatte ich mal gerüchteweise gehört...wie erotisch, da gleich auch wieder das Moment des Zauberns, Männeraugen wären so sicherlich schnell verzaubert.
Warum "Zauberei " hier im Mosebuch so negativ gesehen wird, habe ich immer noch nicht verstanden, mich hat einst auch schon mal eine Frau verzaubert, dann waren wir verlobt und später ordnungsgemäß mit kirchlicher Trauung vor dem Priester und standesamtlicher Trauung verheiratet, was ist so verwerflich daran?

Zauberin ist ja nur ein anderes Wort für "Hexe" und da hat das Mosebuch über viele Jahrhunderte hinweg viel Not und Leid über die Frauenwelt gebracht.
Mal davon abgesehen, dass es oft missbraucht wurde um an das Erbe oder Gehöft oder Vermögen der Frau zu kommen -das muss der Ankläger halt mit seinem eigenen Gewissen abmachen-, wie will man das beweisen, ob die Frau wirklich einen Schadenszauber verursacht hatte?
Ich kannte mal einen, der hat gern Hasen gezüchtet, für die Kinder zum Spielen und auch ab und zu als Sonntagsbraten. Eine Tages kam ich wieder mal dahin und fragte den Mann ...na, was machen denn jetzt die Hasen.??
...die sind mir leider alle eingegangen an der Hasenpest...kam die Antwort.

Früher hätte man gesagt, da war bestimmt eine Hexe und die hat die Hasen verhext....und eine beliebige oder mißbeliebige Nachbarin verdächtigt.
Bis heute weiß man wohl immer noch nicht, warum manche Hasen die Hasenpest bekommen und andere nicht, gibt es denn immer noch Hexen, die das verursachen?

Wenn man heute fragen würde......hat die Hexenverfolgung was mit der Bibel zu tun? muss die Antwort doch eindeutig sein. ja, gewiss!
Wenn man fragt, befiehlt der Gott der Bibel, (feindliche) Frauen und Kinder und Haustiere und Säuglinge zu töten? .....Immer ja, gewiss!

Wir dürfen uns die Bibel auch nicht fromm lügen, sonst verstoßen wir gegen das achte Gebot, das wäre ein falsches Zeugnis.
Wir machen dann Gott zu einem kleinen Mädchen, was darauf angewiesen ist, von uns in Schutz genommen zu werden.
Gott hat es nicht nötig, von uns Honig um den Bart geschmiert zu bekommen und hält es auch aus, kritisiert zu werden, Er ist kein griesgrämiger brutaler Diktator und will gern mit uns kommunizieren, so wie beim Hiob, oder sehe ich das fasch?
SilverBullet
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von SilverBullet »

Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:09Aber ist das nicht genau das?
Keine Ahnung. Ich habe versucht, herauszubekommen, was die Bibel über "Zauberin" aussagt und da ist wohl nichts Konkretes drin.
Die KI meint, das hebräische Wort würde letztlich für "Flüche sprechen und Gift mischen" stehen. Keine Ahnung, es steht jedenfalls nicht explizit in der Bibel.

Wenn es so ist, dann ist die Frage: wann ist etwas Gesprochenes ein Fluch?
Eigentlich erst, wenn die Funktion auftritt.
Dass sich Gesprochenes irgendwie cool anhört, reicht nicht aus.
Jetzt möchte ich denjenigen Gläubigen sehen, der jemals bewiesen hat, dass die Funktion tatsächlich auftritt.
Kurzer Prozess: es gibt diesen Gläubigen nicht, aber es gibt tausende toter sogenannter "Zauberinnen".
Ist das diesem Gott auch ein Gräuel?
Müsste eigentlich schon so sein, wobei natürlich nichts in der Bibel steht, was mit dem Töten einer "Zauberin" ist, die gar keine Zauberin ist.
Das ist das grundsätzliche Problem an der Todesstrafe: irgendwie fehlt immer der Zusatz, was mit demjenigen geschieht, der zu Unrecht zum Tode straft - "lustig".
Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:09Ich bin kein Mann und kann es mir schwer vorstellen, dass es im Kopf aussetzt beim Anblick des anderen Geschlechts. Du schreibst von "hypnotisierend" und ich kenne diesen Blick von euch.
Es ist pures Erleben von Schönheit - sagenhaft gut.
Schön, dass du diesen Blick kennst und ich hoffe du verursachst ihn, denn das wiederum stelle ich mir wie die ultimative Bestätigung von Schönheit vor.
Du merkst dann bestimmt, dass es jetzt ganz aufrichtig um einen Anteil von dir geht, der als "schön" bewertet wird.
Es ist auch nicht nur auf Äusserlichkeiten beschränkt.
Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:09Es wird der Frau die Schuld gegeben.
Dass die Religiösen den Begriff "Schuld" der Frau übergeben und vielleicht sogar an ihrer Anziehungskraft festmachen wollen, ist für mich das Entsorgen jeglichen Verstandes.

Natürlich entsteht ein gesellschaftliches Problem, wenn Frauen, den hypnotischen Effekt haben und diesen dann "unverantwortlich" einsetzen.
Das kann zu Mord und Totschlag führen - es geht dann durchaus um extreme Folgen.

Das Ganze dann aber grundsätzlich als "Schuld der Frau" einzustufen und über die Frau zu reglementieren, ist eine üble Konsequenz.

Die Schönheit einer Frau ist wie die Kraft eines Mannes: einfach ein natürlicher Effekt.
Solche Effekte können wie Waffen eingesetzt werden.
Hier aber den Effekt grundsätzlich zu unterdrücken, ist ein schlechter Ansatz und die Idee ist in Bezug auf "Frau und Schönheit" letztlich "Frauenverachtung", weil die Frau generell eingeschränkt wird.

Wenn man es genau betrachtet muss es sogar einen natürlichen Effekt von der Frau auf den Mann geben, denn wenn sich beide nähern, dann darf der Mann nicht seine Kraft einsetzen.
Der Mann muss teilweise abgeschaltet werden, damit es zwischen den beiden funktioniert.
Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:09Dasselbe Phänomen kennen wir im Islam. Frauenhaar kann Dschinn anlocken, deswegen muss sie sich verschleiern. Bis zur Unkenntlichkeit. Diese Männer geben der Frau die Schuld dafür, dass sie so auf ihren Anlick reagieren, das ist die Wahrheit dahinter.
Nimm das als Zeichen, dass diese Religion nicht richtig ist - kurzer Prozess.
SilverBullet
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von SilverBullet »

Hiob hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 16:20Wichtig ist allein das Erkennen(-Wollen)
Du postulierst hier die ontische Wichtigkeit deiner Meinung (wo du doch Meinung eigentlich als "ontisch unwichtig" einstufen möchtest).
Das ist aber falsch, denn meine Meinung ist ontisch wichtig, nicht deine - hat sie doch eine Basis in der Realität.
Hiob
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von Hiob »

SilverBullet hat geschrieben: ↑Mi 21. Okt 2026, 12:20 Das ist aber falsch, denn meine Meinung ist ontisch wichtig, nicht deine
Weder noch.
SilverBullet hat geschrieben: ↑Mi 21. Okt 2026, 12:20 hat sie doch eine Basis in der Realität
Oder nicht. - Fifty-fifty.

Natürlich habe ich ebenfalls eine Meinung. Aber sie ist Beiwerk und kein Narrativ. Und diese Meinung kann sich ändern, wenn sich Erkenntnis ändert. Wir müssen mehr nach außen denken und nicht immer ins Ego hinein.
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