Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

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Johncom
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Johncom »

Lea hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 11:17 So wird immer, wenn Menschen etwas von Gott vermitteln möchten, ein Stückweit Menschlichkeit darinnen. Es ist EIN Gott ... der die Nähe zu den Menschen sucht. Da wo ein Mensch die Nähe zulässt, das eigene Herz öffnet, wird er eigene Erfahrungen mit Gott machen. Dann ist es auch nicht mehr nötig, die Gottesbilder miteinander zu vergleichen. Weil Gott jedem, der es auch zulässt, genau so viel von sich selbst zeigt, wie derjenige für sein Leben braucht.
Wobei Menschlichkeit ja in unserer Sprache sehr Positives bezeichnet: Mitgefühl, Barmherzigkeit ..
Du meinst niedere Menschlichkeit: Rechthaberei, Ruhmsucht, Egoismus. -- Ja, Menschen können "etwas von Gott" vermitteln, immer wenn sie ohne Berechnung helfen, lieben, trösten, im besten Fall heilen. Gott .. das Wort wird ständig missbraucht, ich tue es ja auch, ist unvorstellbar. Und sorry, wenn ich höre: Gott sagt, Gott will, will nicht usw .. dann höre ich weg, mir ist das peinlich. Dass Gottes Wille geschehen möge, das ist eine Umschreibung für, ich möge akzeptieren was geschieht. Denn nichts kann außerhalb Gottes Willen geschehen. Behaupte ich jetzt, jeder darf es anders denken. -- Die Menschen, die reif sind, versuchen sich auf Gott einzustellen, Gott war aber nie fern. Unser Ego hatte nie Zeit, auf Gott zu lauschen. Da sagst, das eigene Herz öffnen. Genau. Raus aus dem Kopf, Gott im Herzen zuhören. Will ein Mensch Gott vermitteln, dann sollte er zumindest selbst im Prozess der Verwandlung stehen.
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Johncom
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Johncom »

Magdalena61 hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 17:20
Johncom hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 03:25 Ich finde es absolut zu respektieren, wenn man für sich, andere und (eigentlich) alle ins Gebet begibt. Nur die Vorstellung, jemand könnte "aufgegeben" werden und würde in der Verdammnis landen, ist das nicht irgendwie überzogene Sorge?
Meines Wissens war mein Gesprächspartner nie das gewesen, was man unter "gläubig" versteht, es gab keine Beziehung zum Guten Hirten, somit greift die Sorge des Hirten, der keines seiner Schafe aufgeben will, in diesem Fall nicht.
Dann war er auch nie ein Schaf, aber du möchtest ihn der Herde zuführen? Ja, viele verstehen anderes unter "gläubig", und manche, die Jesus in seiner Botschaft brilliant verstehen und dieselbige einsehen und sich von ihr leiten lassen, zeigen sich genervt von sogenannten Christen, die Bibelzitate herumtragen und sich als errettet bezeichnen, was dem anderen sagen soll, er sei unerrettet und vielleicht von der Hölle bedroht. Aber man wolle ihm zur Errettung helfen. Ich frage mich nur: von was errettet. Von was genau. Leidet jemand, seelisch oder körperlich, dann ist es klar.

Ja, ich verstehe dass Jesus sich um jeden seiner Nachfolger kümmert, es ist ein schönes Bild. Wie der Psalm 23, die Sprache des AT.
Deine Theorie einer "Errettung durch Werke, die dem Willen Gottes entsprechen" mag auf Heiden zutreffen, die niemals die Gelegenheit hatten, das Evangelium von Jesus Christus zu hören/ zu verstehen. Für Heiden, die sich durch ihren Lebensstil sozusagen als Anwärter auf das Heil qualifiziert haten, hat Gott sicher eine Möglichkeit, ihnen die erforderlichen Informationen zukommen zu lassen, sodass sie eine Entscheidung für oder gegen Jesus treffen können.
Nein, ich habe keine Errettungstheorie. Es gibt, glaube ich eine Werke-Glauben Theorie. Ich weiß von tief drinnen, dass ich nichts zu befürchten habe, von wegen ewig verbrannt werde usw... und andere auch nicht. Aber ganz sicher muss ich wie jeder, wenn ich sterbe, auch meine Verfehlungen bereuen. Besser heute schon, jeden Tag. Und besser, weniger verfehlt handeln (denken, wünschen). Ich sage jetzt mal etwas provokant: Für mich ist es eine nicht ungefährliche Sünde, Heiden als solche zu bezeichnen, dann man überhöht sich selbst. Auch wenn Paulus, sogar Jesus das Wort benutzten. Bekenntnisse sind manchmal auch einfach Selbst- oder Gruppenbeschwörungen.

"Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel."

Dennoch bitte ja, es hilft. Bestimmte Dogmen gehören, sage ich mal, zum Lebensstil evangelisierter Christen.
Das Evangelium von Jesus Christus zu hören, verstehen .. oder leben? Und wie kann man es leben? Eine Entscheidung "für oder gegen Jesus" trifft Jesus: Den da kann ich gut gebrauchen, der andere muss noch warten und wieder andere sind hoffnungslos mit eigenem Kram beschäftigt.
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Johncom
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Johncom »

Magdalena61 hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 17:20 Aber wenn sich jemand, der vielleicht in seiner Kindheit mit einem Zerrbild von "christlichem Glauben" traktiert wurde, entschieden gegen das Angebot der Gnade positioniert, aus welchen Gründen auch immer - wie soll Gott dann mit ihm verfahren? Soll er ihn zwangserretten; gegen seinen erklärten Willen?

Dass man sich Gott, den Absoluten, immer noch so menschlich-emotional denkt, das ist irgendwie verwunderlich. Gott will dies oder das, das andere hasst er sogar. Oder er sei traurig, dann freut er sich wieder. Warum hat Gott als Schöpfer dann diese wirre, irre Menschheit erschaffen? Da ist keine Logik dahinter, das kann jedes Kind durchdenken. Wir wissen, wir wurden geboren, wir werden sterben. Aber dann sollen wir errettet oder verdammt werden? Ja, es macht einen gewissen Sinn, so zu denken, nur ist es in der heutigen Zeit kaum vermittelbar. In den Nahtod-Rückkehrer Berichten iranischer Muslime allerdings wird sehr bildreich geschildert, wie Massen von frisch Verstorbenen Schlange stehen vor Richtern, die Bücher aufschlagen, die dann urteilen: du gehst ins Paradies, der andere geht in die Hölle. Diese Vergleiche von Jenseits-"Visionen" beschäftigen mich noch.

Zum Zerrbild vom "christlichem Glauben": Hat Jesus vielleicht ein Zerrbild des jüdischen Glaubens erkannt?
"Euer Vater ist nämlich der Teufel, und ihr wollt das tun, was euer Vater will." Dem Reformator Luther gelang es, dem katholischen Glauben zumindest eine Alternative zu zeigen. Es braucht immer "Rebellen", die das Wesentliche zurückholen ins Menschheitsgewissen. Die sich aber auch mit der Sprache ihrer Zeit verständlich machen. Und nochmal zum Erretter: steckt darin nicht vielleicht das Messias-Bild der Juden?
Johncom hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 03:25 In früheren Zeiten wurden den Leuten Sakramente eingeimpft, also der Glaube, Gott sei so böse, jeden zu verdammen, der nicht getauft ist. Oder geschieden, unehelich geboren, was auch immer.
Meiner Meinung nach waren diese Regeln prizipiell gut gemeint, um Zäune aufzustellen, damit Menschen mit wenig Bildung nicht in jeden Abgrund stürzen, der sich vor ihnen auftut.

Und wieder der Abgrund und die erhoffte Errettung.
Und wie steht es eigentlich mit der Bildung in der heutigen evangelistischen Szene? ...
Aber ich denke auch, man sollte davon ausgehen, dass eigentlich alle religiösen Aufbruchsbewegungen es gut meinen. Die Begründer meinen es gut. Wenn die Bewegung größer wird, kommen allerdings eine Menge Geschäftemacher, die teilhaben wollen.
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Helmuth
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 18:10 Warum bleiben die Leute nicht stehen, wie im Deckblatt angegeben ?
Die Leute sind mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt, was aber grundsätzlich noch nicht das Böse des Menschen ausmacht. Es hat jeder sein Tagewerk zu tun und ich bleibe auch nicht stehen, nur weil jemand lautstark redet.

Es gibt auch genug politische Spinner, die ihren Bullshit bei jeder Gelegenheit rauslassen. Es ist also verständlich, wenn man in einer Stadt dem keine große Beachtung mehr schenkt. Es passt aber ganz gut dieses Wort Jesu dazu:
Lk 17,28-30 hat geschrieben: Ebenso wie es in den Tagen Lots geschah: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten; an dem Tag aber, als Lot aus Sodom herausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um. Ebenso wird es an dem Tag sein, da der Sohn des Menschen offenbart wird.
Ja, und da ist sie wieder die andere Seite der Medaille. Wie ich schon sagte, ist der Verkündigungsdienst nicht einseitig, sondern schließt neben der Rettung und Erlösung auch das Gericht mit ein. Die Worte sind Jesu Worte. Aber wenn ich sie zitiere, nennt man mich "Höllenprediger". ;) Wer das aber tut, der sagt das dann nicht mir, sondern Jesus, dessen mache man sich bewusst.

Zu deinem Video: Das Engagement des Predigers bewundere ich, teile aber nicht seine Methode. Solche Soloauftritte haben m.E. keine wirkliche Effizienz. Jesus suchte sich von Anfang an Jünger, eher er das erste mal öffentlich predigte. Es hat schon seinen Grund keine Alleingänge zu machen. Und er sandte sie später auch zu zweit aus.

Das habe ich gelernt, dass ich alleine als Christ in einer Runde keinen wirklichen Auftrag habe. Es wäre eine besondere Fügung, falls ich alleine eine Verkündigung mache. In einer Gruppe hat man größere Aufmerksamkeit. Am besten sollte eine ganze Gemeinde involviert sein. Dann tut sie auch, was sich Jesus von seiner Gemeinde erwartet.

Sehr gute Auftritte erlebe ich immer wieder in meiner Geschäftsstraße, wo ich wohne. Die machen auch Musik und singen Lieder zwischen den Predigtabschnitten. Dazu brauchen sie eine amtliche Genehmigung und legen damit auch schon vor der Obrigkeit Zeugnis ab. Mit denen schließe ich gerne Kontakt, nehme ihre Traktakte entgegen und unterstütze sie im Gebet.

Wenn es um meine Bekannten-Runden geht, deren ich mehrere habe, dann suche ich mir zumindest einen Partner und habe da zwei oder drei an der Hand, die mich unterstützen. Gott sei Dank habe ich Arbeitskollegen und Freunde, die wie ich Christ sind, und das nicht als Mitläufer, sondern es weiß eigentlich eh schon fast jeder, dass wir das auch ernst nehmen.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
renato23
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von renato23 »

Magdalena61 hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 17:20 Wenn ich mir vom Gott der Bibel Rettung erhoffe, dann muss ich auch dessen Regeln/ Willen respektieren.
Da gemäss Jesus Christus der durch ihn auf Erden in Worten/Werken/Wunder 1-1 vertretenen Vater im Himmel allein wahrer Gott ist Joh 17,3 warum sprichst Du denn immer vom Gott der Bibel, statt von Gott unserm Vater? Dies tat auch Paulus nachdem er glaubensmässig zur christlichen Gemeinde Gottes konvertierte und nurmehr von GOTT UNSERM VATER schrieb?
Magdalena hat geschrieben:Wenn ich glaube, die Bibel offenbart uns den Willen Gottes, dann muss ich mich mit meinem Denken und meinen Aktivitäten innerhalb dieses Systems bewegen.
Genau, und Jesus Christus machte im göttlichen Auftrag wohlverstanden, zur Erlösung Israel von ihren Sünden, die künftige Gültigkeit der bisher gepredigten mosaischen Gesetze und Propheten von nurmehr gelebter Liebe zu Gott dem Nächsten und sich abhängig ist Mt22.37-40 und die Erfüllung derselben Mittels Mt 7,12,
Röm 14,17 Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.
Magdalena hat geschrieben: 1. Petr. 2,9 ist für alle Christen verbindlich.
Und dasselbe gilt m.E wennschon auch für 1. Petr. 2.1
Der Anfang ist kompatibel mit einem Teil der von Paulus erwähnten fleischl.Gesinnung Gal 5,19-21,wobei dann Paulus erwähnt, dass man mit solcherlei das Reich Gottes nicht erben würde. und in 24, dass deshalb die zu Christus gehören, jene gottfernen Unarten an den Nagel gehängt, gekreuzigt haben
1 So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede 2 und seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, auf dass ihr durch sie wachset zum Heil,
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Zippo
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Zippo »

Magdalena61 hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 16:34
[Mt. 12,36-37] Ich sage euch aber, dass die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.
Es geht um Verleumdung, üble Nachrede, lügen und betrügen, Gerüchte verbreiten und alles, was anderen Menschen in irgendeiner Form schadet, ihnen Angst macht oder sie seelisch verletzt. Darüber werden alle Menschen Rechenschaft ablegen müssen vor Gott.
Das paßt doch hervorragend in unsere politische Landschaft. Und das sollte man doch sicherlich mal sagen dürfen ?
Magdalena
Wenn du meinst, du musst ihnen ihre Sünden vorhalten, obwohl das Unrechtsbewußtsein, das du wie selbstverständlich voraussetzt, noch gar nicht vorhanden ist, dann ist das verletzend, und viele werden sich abwenden und nicht mehr mit dir reden wollen.
Wer das Evangelium bringt, muß den Finger auf wunde Stellen legen. Das hat doch der Herr Jesus in der Bergpredigt auch getan.
Magdalena

Von jemandem verlangen, er solle sich als Sünder outen und am besten die Sünden auch gleich bekennen... genauso gut könntest du fordern, er solle sich auf der Stelle nackt ausziehen.
Buße kann man auch im stillen Kämmerchen haben. Das geht andere gar nicht unbedingt was an. Aber das Evangelium erfordert eben, daß man seine Sünde bekennt, um auf Grundlage der Gnade und Vergebung einen neuen Anfang zu machen.
Magdalena
Ich hatte eine Möglichkeit aufgezeigt, wie man Sünde und das Gericht Gottes durchaus ungeschminkt thematisieren kann, ohne das Gegenüber vor den Kopf zu stoßen, was natürliche Abwehrreaktionen provozieren würde: Man spricht von der Sünde anderer, von allgemein bekannten Verfehlungen/ einem zweifelhaftem Verhalten Dritter.
Gelegenheit dazu gibt es genug in Politik und Gesellschaft. Wenn man sich offen und interessiert mit den Menschen unterhält, findet man heraus, wie sie drauf sind.
Heute ist es nicht ganz einfach, politische Themen betreffend, weil die Gesellschaft gespalten ist; weil Propaganda ohne Unterlass gesendet und verbreitet wird, und weil viele sich nicht mehr getrauen, ihre eigenen Gedanken zu formulieren und ihre ehrliche Meinung zu sagen.
Bei Johannes dem Täufer wurden die Sünden genannt. Ich habe das persönlich nicht so erlebt. Es muß sich niemand nackt ausziehen, um mit Gott ins reine zu kommen.
Wenn man so allgemein von Sünden spricht, wie sie von Gott erkannt und verurteilt werden, dann ist das sicher erst mal ausreichend.
Bei Veranstaltungen werden von Predigern die ihnen bekannten Sünden der Gesellschaft aufgezählt und der Heilige Geist sorgt dafür, daß sich einige Zuhörer ganz persönlich angesprochen fühlen.
Man kann nun zum Prediger gehen und um ein seelsorgerliches Gespräch bitten oder zuhause auf die Knie gehen, das ist jedem freigestellt.
Magdalena
Zippo hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 13:05So predigt Paulus den Athenern:
[Apg. 17,30-31] Und zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit übersehen; nun aber gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu tun, darum dass er einen Tag gesetzt hat, an welchem er richten will den Kreis des Erdbodens mit Gerechtigkeit durch einen Mann, in welchem er’s beschlossen hat und jedermann vorhält den Glauben, nachdem er ihn hat von den Toten auferweckt.
BITTE lies den Kontext!
Vers 22: Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt.
LG
In diesem Fall war wohl die Abgötterei der Aufhänger. Aber Paulus schaut nicht mal strafend, sondern weist auf den unbekannten Gott.
Heutzutage würde man eher die Geldliebe ansprechen und das Streben nach Ansehen und materiellem Glück. Und dann käme die Frage, ob das der ganze Lebensinhalt sein soll ? Und käm auf die Aussage des Paulus zu sprechen, daß die Habgier, Wurzel allen Übels ist. 1 Tim 6,10 Das könnte ein Aufhänger für eine evangelistische Predigt sein.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Zippo
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 03:51
Zippo hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 18:10 Warum bleiben die Leute nicht stehen, wie im Deckblatt angegeben ?
Die Leute sind mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt, was aber grundsätzlich noch nicht das Böse des Menschen ausmacht. Es hat jeder sein Tagewerk zu tun und ich bleibe auch nicht stehen, nur weil jemand lautstark redet.
Es gibt auch genug politische Spinner, die ihren Bullshit bei jeder Gelegenheit rauslassen.
Ja die Leute wollen ihre Besorgungen machen, da läßt man sich nicht gern aufhalten. Aber meinst du nicht, daß sie so ganz am Rande bemerkt hätten, daß es hier um einen frommen Sprecher, also einen Evangelisten handelt ?

Was müßte er sagen, damit die Leute stehen bleiben ?
Helmuth
Es ist also verständlich, wenn man in einer Stadt dem keine große Beachtung mehr schenkt. Es passt aber ganz gut dieses Wort Jesu dazu:
Lk 17,28-30 hat geschrieben: Ebenso wie es in den Tagen Lots geschah: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten; an dem Tag aber, als Lot aus Sodom herausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um. Ebenso wird es an dem Tag sein, da der Sohn des Menschen offenbart wird.
Ja, ich dachte auch an folgendes Wort bzw. Gleichnis:
[Mt. 22,1-6] Und Jesus antwortete und redete abermals durch Gleichnisse zu ihnen und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der seinem Sohn Hochzeit machte. Und sandte seine Knechte aus, dass sie die Gäste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen. Abermals sandte er andere Knechte aus und sprach: Sagt den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit! Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Hantierung; etliche griffen seine Knechte, höhnten sie und töteten sie.
Helmuth
Ja, und da ist sie wieder die andere Seite der Medaille.
Wie ich schon sagte, ist der Verkündigungsdienst nicht einseitig, sondern schließt neben der Rettung und Erlösung auch das Gericht mit ein.
Auch in dem Gleichnis geht es nicht unbedingt nett weiter.
Aber was könnte alles Motivation zum Stehenbleiben und Zuhören sein ?

Man kann von dem Gericht Gottes reden, die Sünde der Menschen aufzählen, die dort abgestraft wird.
Man kann auch zunächst einmal loben und den Zuhörern sagen, daß sie sich sicherlich bemüht haben, ein gutes Leben zu führen und vielleicht sogar der Meinung sind, daß Gott mit ihrem Leben bisher zufrieden war.
Man kann predigen, daß Vergebung und Neuanfang möglich ist und Hoffnung auf das ewige Leben.

Was meinst du, würde deinen Landsleuten so wichtig sein, daß sie dem Prediger eine Weile zuhören ?
Helmuth
Zu deinem Video: Das Engagement des Predigers bewundere ich, teile aber nicht seine Methode. Solche Soloauftritte haben m.E. keine wirkliche Effizienz. Jesus suchte sich von Anfang an Jünger, eher er das erste mal öffentlich predigte. Es hat schon seinen Grund keine Alleingänge zu machen. Und er sandte sie später auch zu zweit aus.
Er war wohl nicht alleine, jemand hat ja auch gefilmt.
Helmuth

Sehr gute Auftritte erlebe ich immer wieder in meiner Geschäftsstraße, wo ich wohne. Die machen auch Musik und singen Lieder zwischen den Predigtabschnitten. Dazu brauchen sie eine amtliche Genehmigung und legen damit auch schon vor der Obrigkeit Zeugnis ab. Mit denen schließe ich gerne Kontakt, nehme ihre Traktakte entgegen und unterstütze sie im Gebet.
Schön, daß es sowas gibt, bei euch. Wie gehen diese Christen auf Menschen zu ? Welche Botschaft wird da gebracht ?
Helmuth
Wenn es um meine Bekannten-Runden geht, deren ich mehrere habe, dann suche ich mir zumindest einen Partner und habe da zwei oder drei an der Hand, die mich unterstützen. Gott sei Dank habe ich Arbeitskollegen und Freunde, die wie ich Christ sind, und das nicht als Mitläufer, sondern es weiß eigentlich eh schon fast jeder, dass wir das auch ernst nehmen.
Geht ihr da zu zweit zu Leuten, die ihr kennt ? Macht ihr da vorher Termine ?

Gruß Thomas
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Helmuth
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 13:51 Ja die Leute wollen ihre Besorgungen machen, da läßt man sich nicht gern aufhalten. Aber meinst du nicht, daß sie so ganz am Rande bemerkt hätten, daß es hier um einen frommen Sprecher, also einen Evangelisten handelt ?
Er könnte auch ein Islamist sein. Ich meine nur rein oberflächlich beobachtet.
Zippo hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 13:51 Was müßte er sagen, damit die Leute stehen bleiben ?
Ganz einfach: "Bleiben Sie bitte kurz stehen, es geht um eine ernste Sache", aber das kann auch schon als Belästigung interpretiert werden. Ich bleibe dabei, solche Sologänge sehe ich nicht als von Jesus empfohlen. Es wäre etwas anders, wenn Salbung auf ihn läge. Die Evangelisten Philippus bzw. Stephanus (aus Apg.) hatten diese, mein bereits verstorbener Pastor auch. Stephanus bezahlte das aber auch mit seinem Leben.
Zippo hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 13:51 Wie gehen diese Christen auf Menschen zu ?
In der Regel gar nicht. Wer Interesse hat, der geht zu ihnen hin. Aber ein oder zwei aus der Gruppe verteilen Traktate. Jedenfalls bleiben immer Menschen auch stehen und gehen nicht völlig achtlos daran vorbei. Musik ist dazu ein probates MIttel, das wir auch einsetzen.

Generell entspüricht aber der Boden in unseren Länden ist Klasse Klasse I desSämannsgleichnisses, so meine Einschätzung. Uns bekannte Pastoren berichten oft z.B. aus Brasilien. Dort geht nicht selten die Post ab, weil die Menschen arm sind und Wunder brauchen. Gott schenkt sie dort auch.
Zippo hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 13:51 Welche Botschaft wird da gebracht ?
Wie man einsteigt ist verschieden, aber im MIttelpunkt steht immer die Botschaft vom Kreuz, Das muss ich dir nicht näher ausführen.
Zippo hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 13:51 Geht ihr da zu zweit zu Leuten, die ihr kennt ? Macht ihr da vorher Termine ?
Es gibt regelmäßige Treffen in Gaststätten oder bei mir zu Hause, aber die Zielsetzung ist nicht evangelistisch, sondern es ist die Aufrechterhaltung guter Beziehungen aus meinem Ex-Arbeits- und Freundeskreis. Man hat einander liebgewonnen, aber das betrifft nicht das Evangelium. Damit gehe ich ihnen eher am A... und das feinden sie auch an.

Meine evangelistische Tätigkeit habe ich mittlerweile verlagert, indem ich woanders mitarbeite, aber diese Menschen liegen mir weiter am Herzen. Ich liege so machem nicht weniger am Herzen, darum warte ich auf die rechte Gelegenheit von oben.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Zippo »

Interessantes kurzes Abschlußgebet:
https://youtube.com/shorts/TfoS5Vhd7SU? ... xAXp1utBdS



Wie wird wohl das Gespräch vorher verlaufen sein ?
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Helmuth
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 22:04 Wie wird wohl das Gespräch vorher verlaufen sein ?
Das kann ich nicht wissen, aber Menschen, die zulassen für sie zu beten, sind damit auch offener. Eine solche Möglichkeit würde ich daher nicht auslassen. Welche Kraft und Macht Gebet haben kann, habe ich von meinem Pastor live miterleben dürfen und biblisch ist das so und so gut untermauert, wie hier z.B. ausgesagt wird:
Jak 5,16-17 hat geschrieben: Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet; das inbrünstige Gebet eines Gerechten vermag viel. Elia war ein Mensch von gleichen Empfindungen wie wir; und er betete ernstlich, dass es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate.
Eine Bekehrung kann man nicht erbeten, das ist unmöglich, aber es lässt die Kraft des Heiligen Geistes zur Wirkung bringen. Dazu ist es auch gut eine einfache Berührung zu geben. Wir sehen im Video, wie der Betende sanft sein Hand auf die Schulter des anderen legt.

Ich selbst wurde durch so ein Gebet gewonnen, das mit nur wenigen Worten das Evangelium beinhaltet hat mit einer Bitte Jesus in mein Leben zu lassen. Wir reichten uns dabei beide Hände.

Die Wirkung zeigte sich nicht unmittelbar gleich nach dem Gebet. Da passierte mal gar nichts. Aber im Laufe der nächsten Wochen ereigneten sich Dinge, die zu meiner Umkehr geführt haben. Ich ließ mich auf Jesus ein und heute bin ich dankbar, dass er mein Herr ist. Wer weiß, ob das im bei dem jungen Mann nicht auch so der Fall war oder werden kann.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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