Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

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Magdalena61
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Zippo hat geschrieben: So 22. Feb 2026, 12:54 Die Angst, in eine Sekte zu geraten, hatte ich auch, aber innerlich war so eine Kraft, die hat mich die Zweifel überwinden lassen.
Wenn jemand sich absolut nicht auskennt, kannst er ja nicht wissen, obe er es mit einem Schaf oder mit einem Wolf im Schafspelz zu tun hat. Betrüger, die andere gewissenlos ausnützen und schädigen, sind überall aktiv.

Diese Angst muss man unbedingt ernst nehmen.
Scientology und andere Wildwüchse haben viele Menschen, denen es nicht gut ging und die man mit Freundlichkeit und Interesse köderte, sozial isoliert und versklavt.
Leider hat das dem Ruf der Freikirchen allgemein immens geschadet. Die Leute können die verschiedenen Denominationen nicht auseinanderhalten.
Magdalena
Wenn ich mich auf die Bibel beziehe, "übersetze" ich Verse erst einmal in die Umgangssprache, denn ich möchte ja, dass mein Gesprächspartner positiv angesprochen wird. Da bis auf die Weihnachtsgeschichte leider eine große Unwissenheit herrscht im Volk, erhoffe ich mir, er möge checken, dass die Bibel aktuell ist und auch für ihn durchaus von Interesse sein könnte.
Also wenn ich mir diese Bemühungen ansehe, die Bibel in ein alltäglicheres Deutsch zu übersetzen, dann bin ich meistens nicht zufrieden.
Denkst du, Gott will, dass wir, wenn wir anderen das Evangelium nahebringen wollen, in altertümlichen Sprachen sprechen?
Oder nicht doch erst einmal "ganz normal"?

Die kommunikativen Übersetzungen sind vielleicht nicht ganz so stark wie die älteren Elberfelder oder Lutherbibeln. Aber sie haben auch ihre Vorteile. Für den Einstieg finde ich sie besser- falls überhaupt jemand Interesse hat. Die GNB finde ich insgesamt recht gut.
Das Lutherdeutsch habe ich bis auf einzelne Worte immer verstanden,
Die 1984 und 2017 revidierte Lutherbibel ist doch kaum noch wiederzuerkennen! Sie liest sich wie eine kommunikative Übersetzung. Ich habe noch einige ältere Ausgaben. Persönlich ziehe ich diese vor, weil ich es gelernt habe, sie zu verstehen.
Aber für Neueinsteiger sind die angepassten Ausgaben "in heutigem Deutsch" wohl besser geeignet. So lange, bis Interessenten damit etwas vertrauter geworden sind.
Das Smartphone ist eigentlich auch eine gute Hilfe.
Das trage ich nicht mit mir herum. Außerdem habe ich kein Internet auf dem Smartphone, nur WLAN, wenn ich zu Hause bin.
Und wer Vertrauen zu KI hat, kann das auch nutzen.
Die KI redet so viel Mist... lass das lieber. :)
Was du nicht verstehst, das geht erst mal an deinem Bewußtseinn vorbei.
So ist es. Deshalb "übersetze" ich. Das heißt: Ich packe einen Sachverhalt, eine Aussage, in eigene Worte.
LG
God bless you all for what you all have done for me.
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Zippo
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Zippo »

Magdalena61 hat geschrieben: Mo 23. Feb 2026, 15:26
Zippo hat geschrieben: So 22. Feb 2026, 12:54 Du kannst ja sagen: Das ist eine ganz normale Lutherbibel, das kannst du zuhause nachlesen, wenn du willst.
Wenn ich mich hier äußere, habe ich die Menschen vor Augen, mit denen ich Kontakt hatte und habe.

Es mag sein, dass "Unbekannte" positiver reagieren würden-- auf dem Marktplatz oder so.
Meine Leute sind noch nicht reif für die Bibel. Die sind noch bei den Grundsatzfragen. Außerdem sind sie mit einiger Wahrscheinlichkeit katholisch getauft worden und in fortgeschrittenem Alter. Vor einigen Jahrzehnten galt aus katholischer Sicht alles, das nicht katholisch war, als "Sekte".
Bibellesen dürfen doch alle Konfessionen, die Meisten haben auch eine im Regal. Wenn ich in Österreich bin, dann erzähle ich gerne, daß ich in der Bibel lese, mehr muß ja vielleicht gar nicht sein. Eigentlich ist es auch egal, ob man die Luther oder Einheitsbibel zur Hand nimmt.
Magdalena

Bis ein Großteil der christlichen Denominationen die Taufe in anderen christlichen Kirchen anerkannte, war es ein weiter Weg.
Gegenseitige Anerkennung der Taufe

Erste Schritte gab es in den 70ern, aber nicht flächendeckend.
Wechselseitige Taufanerkennung
"Wir anerkennen die in einer anderen Kirche und in der genannten Form gespendete Taufe als gültig und deshalb muss bei einer Konversion nicht mehr neu getauft werden. "

Davor war's anders. Wenn nicht einmal die in einer evangelischen Kirche vollzogene Taufe anerkannt wurde, und der Gläubige, nachdem er zur RKK konvertiert war, sich noch einmal taufen lassen musste ... wen nimmt es dann Wunder, wenn dann bei den älteren Mitbürgern eine diffuse Angst ist, etwas zu tun, das die eigene Kirche nicht unterstützt? So sind sie erzogen worden. Die Prägung ist einfach da, auch bei denen, die schon lange nicht mehr aktiv sind oder der Kirche den Rücken zugewandt haben.
Meine Mutter war auch der Meinung, daß die Kindestaufe reicht und konnte nicht einsehen, daß es da noch eine Erwachsenentaufe geben muß. Und die Brüdergemeinde war für sie eine Sekte, solange, bis sie diese Gemeinde in der Zeitung aufgelistet fand. Da kann man nichts machen, meine Mutter war auch nicht in der Weise gläubig, wie ich das wurde. Vater und Mutter waren evangelische Steuerzahlerchristen, die konfirmiert waren und die Sonntagsschule besucht haben, nicht in die Kirche gingen, aber an frommen Kinder- Tischgebeten festgehalten haben. Fromm -traditionelle Weihnachtslieder mußten auch gesungen werden.

Kann man als überzeugter Christ, die Kindestaufe anerkennen ? Das ist sicher kein evangelistisches Thema. Die evangelisch freikirchlichen Gemeinden haben die Anerkennung der Taufe nicht unterschrieben. Ist das übertrieben hartherzig ?
Magdalena
Man muss ja nun nicht gerade überflüssige Lektionen erteilen, das kostet nur Zeit und verwirrt den Zuhörer. Weniger Unruhe gibt es, wenn man sich auf "kircheneigenes" Lehrmaterial beruft, zum Beispiel auf den Katechismus der Katholischen Kirche. Bibelstellen sind da genug drin, und was die Errettung und so weiter anbelangt, ist das alles astrein erklärt.
Youcat ist auch ziemlich gut.

Man muss nicht so tun, als verkündigt man ein "anderes Evangelium". Wenn Grundlagen da sind, dann kann man darauf aufbauen, nachdem man den Kern ausgepackt und von unnützem Beiwerk befreit hat.
Ja, was im Katechismus zu lesen ist, das fand ich nicht schlecht, Hoger hat ja mal Kostproben gegeben. Da wurde vielleicht noch nie richtig drin gelesen und vielleicht besteht ein Vertrauen zu dieser Lektüre.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Zippo
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Zippo »

Magdalena61 hat geschrieben: Mo 23. Feb 2026, 15:27
Zippo
Also wenn ich mir diese Bemühungen ansehe, die Bibel in ein alltäglicheres Deutsch zu übersetzen, dann bin ich meistens nicht zufrieden.
Denkst du, Gott will, dass wir, wenn wir anderen das Evangelium nahebringen wollen, in altertümlichen Sprachen sprechen?
Oder nicht doch erst einmal "ganz normal"?
Was ist normal ?
Magdalena
Zippo
Das Lutherdeutsch habe ich bis auf einzelne Worte immer verstanden,
Die 1984 und 2017 revidierte Lutherbibel ist doch kaum noch wiederzuerkennen! Sie liest sich wie eine kommunikative Übersetzung. Ich habe noch einige ältere Ausgaben. Persönlich ziehe ich diese vor, weil ich es gelernt habe, sie zu verstehen.
Aber für Neueinsteiger sind die angepassten Ausgaben "in heutigem Deutsch" wohl besser geeignet. So lange, bis Interessenten damit etwas vertrauter geworden sind.
Man gewöhnt sich an den Wortlaut der ersten Übersetzung, die man gelesen hat. Bei mir war es die LÜ84 in der Thompson Studienbibel.
Magdalena
Das Smartphone ist eigentlich auch eine gute Hilfe.
Das trage ich nicht mit mir herum. Außerdem habe ich kein Internet auf dem Smartphone, nur WLAN, wenn ich zu Hause bin.
Das Aldi Jahrespaket ist nicht teuer und reicht in der kleinsten Ausführung.
Magdalena
Zippo
Und wer Vertrauen zu KI hat, kann das auch nutzen.
Die KI redet so viel Mist... lass das lieber. :)
Das kann ich nicht bestätigen. Ich bin nach wie vor sehr begeistert, was google alles weiß und kann mit den Antworten immer was anfangen.

Gruß Thomas
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Helmuth
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Helmuth »

Magdalena61 hat geschrieben: Mo 23. Feb 2026, 14:50:D Bingo.
Ja passt schon, aber du könntest wissen, dass ich diese Art Beifallklatsch nicht schätze, da er nicht einmal mit irgendeinem Wort begründet wird. Aber sei's d'rum, die Krankheit Stolz befällt mich nicht mehr so wie andere ständig davon Fieber bekommen. ich bin auf ein Wort gestoßen, das unser beider Arbeit beschreibt. Vielleicht hilft es ja weiter.
Joh 4,37-38 hat geschrieben: Denn hierin ist der Spruch wahr: Einer ist es, der sät, und ein anderer, der erntet. Ich habe euch gesandt zu ernten, woran ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten.
Sehen wir uns dazu noch ein Pauluswort an, dass den Sachverhalt sehr ähnlich beschreibt:
1. Kor 3,6-8 hat geschrieben: Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben. Also ist weder der pflanzt etwas noch der begießt, sondern Gott, der das Wachstum gibt. Der aber pflanzt und der begießt, sind eins; jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen nach seiner eigenen Arbeit.
Diese Worte beschreiben aus meiner Sicht sehr gut auch den Unterschied zwischen deinem und meinem Charisma. Die einen leisten Vorarbeit, worüber ich schon einige Beiträge abgehandelt habe, und die anderen treten darin ein, um z.B. zu gießen oder später auch zu ernten, wovon Jesus in seinem Sprichwort redet. Kannst in in etwa erkennen, worauf ich hinaus will? Ansonsten muss ich nicht weiter fortsetzen.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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