Johncom hat geschrieben: ↑So 28. Dez 2025, 00:15
Jakobgutbewohner hat geschrieben: ↑Sa 27. Dez 2025, 09:29
Johncom hat geschrieben: ↑Sa 27. Dez 2025, 00:54
Wir alle haben (sind) das göttliche Sein, aber wird sind alle nicht Gottgleich. Im Innersten lebt dennoch die göttliche Identität, in jedem.
Das also wieder, wozu ich z.B. bereits die Frage aufwarf, ob es da wirklich etwas ginge, das Teil des Geschöpfs wäre oder eher etwas, das beim Geschöpf wäre.
Geschöpf, das sind wir. Wir sind Schöpfung, oder?
Ich bezog mich auf dein "(in) jedem" (und "wir alle", "wir sind"). Was meintest du damit? Soetwas wie dich und daneben auch mich? Ja, ich betrachte uns als Geschöpfe.
Ich würde sagen, in der Stille geschieht etwas wie Selbstreflektion.
Ja, das ist oft so. Aber da endet es nicht, wenn die Stille tiefer würde.
Näher zu Gott kommen ist nicht nötig, Gott ist in uns und um uns. Gott wahrnehmen, indem die ich-bezogene Traumwelt ziehen gelassen wird. Ins Nichts schauen nennen andere, der Fülle gewahr werden.
Und hier geht es auch um solche von dir bevorzugten Beschreibungen. Wie würde ich dies mit meinen Worten ausdrücken? Steckt auf deiner Seite ein eigenes Erleben dahinter? Oder gibst du da dogmatische Lehrformulierungen wieder, von deren Weisheit, Richtigkeit du entsprechend überzeugt bist?
Über Jesus Christus sich dem Vater öffnen.
Gewissermaßen schon. Ich halte diesen "Vater"-Begriff des NT ja für eine Benennung eben des Geistwesens, aus dem ein Geschöpf als Seele belebt wird. "Vater" und "Sohn" wären demnach Begriffe der Stellung in einer seelischer Beziehung.
Manche bleiben dann an der Personenvorstellung hängen: ich-Person, Jesus-Person, Vater-Person.
Und "Person" würde da für dich was genau bedeuten? Was wäre "Jesus-Person"? Die irdische Identität des Menschen "Jesus"? Dessen jenseits dessen liegende ganze geschöpflich-individuelle Form (als ewiges Exemplar oder besonderes Wesen mit seiner eigenen Form), die z.B. laut dem seligen (laut Kanonisierung durch den Vatikan) Heinrich Seuse
wie zitiert ewig wäre? Ich schätze das haben wir bisher noch nicht genügend umrissen?
Da ginge es also wieder um den Begriff "Person"? Dazu wäre noch zu klären, wie du ihn genauer abgrenzt. Steht er für dich für jegliche Individualität, auch eine nichtverkörperte von Gott erfüllte?
Die Begriffe Person (persona = die Maske) und Individuum (das Unteilbare, wörtlich das nicht Sichtbare) bilden eigentlich Gegensätze.
Wenn eine menschliche Seele als Individuum verstanden würde? Als eine Einheit, die eben neben anderen solchen Seeleneinheiten existiert. Die aber nicht die "Person" sein würde, wie sie sich aufgrund weiterer äußerer Umstände so oder so ausbilden könnte, bei gleichen grundlegenden seelischen Voraussetzungen?
Ich würde sagen, das Sein, das Ich Bin, ist das, von woher wir kommen, was wir auch jetzt unbewusst sind, in das, wohin wir zurück gehen. Jeder.
Ich verstehe es so, daß keine seelische Lebendigkeit ist, das nicht letztlich aus Gott kommt. Aber es gäbe eben reinere innere Nähe zum himmlischen Vater oder unreine, mittelbare (durch Beziehung auf anderes Geschöpfliches) oder auch sehr verfinsterte Restbelebtheit (die nur noch wenig wahrhaft individuell und frei wäre).
Wir alle sind das Eine im Sein.
Und zugleich auch nicht als ewige geschöpfliche Formen.
Wenn ich Gott in meinem Herzen erkenne, dann wächst dieses Mitempfinden mit allen anderen Wesen ganz von selbst.
Agapeliebe dürfte derart erleben. Sie wünscht sich seelisches Heil auch für andere Individuen.