Der Mensch - das Bild Gottes

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Helmuth
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Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 14:30 Luther hat das zu einem Wort zusammengefasst "ein Bild das uns gleich sei". Das finde ich auch gar nicht schlecht übersetzt.
Das kann man, da "d'mut" auch als Adjektiv "gleich" oder an anderen Stellen als Präposition verwendet wird. Aber wörtlich heißt es in 1 Mose 1:26 "wie unserem Gleichnis", oder "wie unserer Gleichheit" womit das Adjektiv als Nomen gebraucht wird. Das "uns gleich" hat in dem Fall auf Deutsch dieselbe Bedeutung.

Es meint keine identische Gleichheit, sondern das "ki" (wie) als Präfix zu "d'mut(enu)", zusammen "kid'mutenu" zeigt eine Ähnlichkeit, nicht aber eine Identität. Das "(e)nu" zeigt die Personalendung für 1. P. Mz. (uns) Ich denke diesen Unterschied muss man jedenfalls exegetisch vornehmen, so kann man auch "uns ähnlich" sagen. Und so ist der Mensch auch nur das Bild und nicht das Original.

Ich vergleiche das heute mit einer Fotographie. Man kann einwandfrei erkennen, wer auf dem Bild abgebildet ist, aber das Bild bleibt immer nur ein Bild. Der Mensch ist aber auch ein lebendiges Bild, das auch Geist hat. Hier endet dann der Vergleich. ;)
Zippo hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 14:30 Man könnte sich jetzt fragen, warum der Vers in der Pluralform steht, es heißt ja "Lasset uns" und "ein Bild das uns gleich sei".
Gute Frage, aber theologisch hochexplosiv wegen der üblichen Dogmensetzung. Ohne dogmatisches Denken spricht hier Gott wohl zu seiner Himmelsschar, die ihn bei der Erschaffung unterstützt hat. Damit waren sie an der Erschaffung als Helfer beteiligt.

Ein Indiz, das der Denkweise Rechnung trägt, liefert uns Jesus, der bestätigt, dass der Mensch auch "wie ein Engel" sein wird, wenn er die Aufnahme als Sohn der Auferstehung in der zukünftigen Himmelswelt finden wird:
Lk 20,35-36 hat geschrieben: Die aber für würdig erachtet werden, jener Welt teilhaftig zu sein und der Auferstehung aus den Toten, heiraten nicht noch werden sie verheiratet; denn sie können auch nicht mehr sterben, denn sie sind Engeln gleich und sind Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind.
Unser ProfVonUndZu hat noch einen wichtigen Hinweise geliefert.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 14:22 In Kolosser 1,15 und 2. Korinther 4,4 bestätigt auch Paulus, dass der Sohn Gottes und Christus das Bild Gottes ist.
Das gilt also auch für Jesus, der Erstling der Söhne Gottes der Auferstehung, aber bleiben wir allgemein. Der Mensch ist also "wie Gott gleich" und er ist auch "den Engeln gleich".

Auch hier gilt die Exegeseregel m.E. wieder so: Der Mensch ist deswegen nicht Gott und er ist auch kein Engel. Die Gleichheit bedeutet, dass Wesenszüge gleich, aber keine Identität sind. Die Wesen selbst bleiben jedes für sich auch einzigartig.
Zippo hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 14:30 Hier wird doch sicherlich zum Ausdruck gebracht, daß der Seth seinem Vater ähnlich war. Äußerlich und charakterlich.
Das findet man ja auch heutzutage, daß bestimmte Kinder ihren Eltern besonders ähnlich sind.
In der Tat, und dazu kann man auch das noch ergänzen:
1. Mo 2,22-23 hat geschrieben: Und Gott JHWH baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau, und er brachte sie zu dem Menschen. Und der Mensch sprach: "Diese ist nun Gebein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleisch; diese soll Männin heißen, denn vom Mann ist diese genommen."
Adam erkannte auch in seiner "Männin", dass sie ihm gewissermaßen "gleich" (ähnlich) ist, was wieder 1 Mose 1:27 bestätigt.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Spice
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Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Beitrag von Spice »

Helmuth hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 10:35 Der Mensch wurde aber schon zuvor im Bild Gottes geschaffen als er die Sünde noch gar nicht kannte, d.h er wurde sündlos erschaffen. Der Sündenfall machte den Menschen in dem Sinn nicht ähnlicher meine ich, sondern wieder unähnlicher, und zwar, weil Gott nicht sündigt, d.h. darin unterscheiden wir uns wieder.

Ich stimme aber zu, dass die Erkenntnisfähigkeit einen Teil des Bildes ausmacht. Das ist aber wohl nicht das einzige. Ich würde als erstes einmal die Denkfähigkeit und die damit verbundene Sprache nehmen.

Keine andere Kreatur, die Gott geschaffen, besitzt die Fähigkeit Gedanken zu bilden und sie in Worte zu fassen. Damit haben wir mit Gott, unserem Schöpfer etwas gemeinsam, was nur Gott und Mensch ausmacht.
Stimmt!
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Hoger
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Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Beitrag von Hoger »

Helmuth hat geschrieben: Mo 17. Nov 2025, 08:19 Das gilt also auch für Jesus, der Erstling der Söhne Gottes der Auferstehung, aber bleiben wir allgemein. Der Mensch ist also "wie Gott gleich" und er ist auch "den Engeln gleich".

Auch hier gilt die Exegeseregel m.E. wieder so: Der Mensch ist deswegen nicht Gott und er ist auch kein Engel. Die Gleichheit bedeutet, dass Wesenszüge gleich, aber keine Identität sind. Die Wesen selbst bleiben jedes für sich auch einzigartig.
Der Sohn Gottes gehört zu denen die sagten: "Lasset uns Menschen machen ....." - somit ist der Mensch dem Sohn gleich und ebenso sind die Engel eine eigene Schöpfung.
Als der Mensch (Adam) sich Gottes Ebenbildlichkeit widersetzte in dem er eigenes Verhalten als wichtiger als diese ansah (das Erkennen von "Gut und Böse") sonderte er sich ab - und die Sünde war geboren.
Der sündhafte Adam ist nicht mehr Wesensgleich mit Gott - deswegen musste eine neue Wesensgleichheit in Gang gesetzt werden - und das war die Menschwerdung Gottes, die Unterordnung dieses Menschen unter diese Absonderung (Sünde) ohne selbst sündhaft zu sein und die damit entstandene Errettung.

Erst der an Christus gläubige Mensch, der durch Seinen Geist wieder geboren ist kann (wieder) als Bild Gottes bezeichnet werden. der alte Adam nicht.
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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Zippo
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Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Mo 17. Nov 2025, 08:19
Zippo hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 14:30 Luther hat das zu einem Wort zusammengefasst "ein Bild das uns gleich sei". Das finde ich auch gar nicht schlecht übersetzt.
Ich vergleiche das heute mit einer Fotographie. Man kann einwandfrei erkennen, wer auf dem Bild abgebildet ist, aber das Bild bleibt immer nur ein Bild. Der Mensch ist aber auch ein lebendiges Bild, das auch Geist hat. Hier endet dann der Vergleich. ;)
Wie du sprachlich erörtert hast, geht es um Ähnlichkeit. Aber nicht von der Gestalt, sondern eine Ähnlichkeit, die durch den Geist entsteht, den der Mensch hat.
Vor kurzem habe ich gedacht, daß selbst Rachegefühle aus diesem Geist herrühren, denn Gott hat ja im AT ein Gebot gegeben, dem Rachegedanken folgt 5 Mo 19,21 , obwohl er schon im AT sagt, daß sie sich nicht selbst rächen sollen, es gab Richter und Gerichte, die man mit einer Sache konfrontieren konnte. Gott konnte und sollte auch befragt werden.
Erst recht steht im NT:
[Luther 1912: Röm. 12,19] Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: „Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.“
Es gibt also auch einiges zu überwinden, was der Geist Gottes natürlicherweise hervorbringt, Gott ist aber gegen Selbstjustiz, die ja in unserem Lande allmählich gefährlich zunimmt.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 14:30 Man könnte sich jetzt fragen, warum der Vers in der Pluralform steht, es heißt ja "Lasset uns" und "ein Bild das uns gleich sei".
Gute Frage, aber theologisch hochexplosiv wegen der üblichen Dogmensetzung. Ohne dogmatisches Denken spricht hier Gott wohl zu seiner Himmelsschar, die ihn bei der Erschaffung unterstützt hat. Damit waren sie an der Erschaffung als Helfer beteiligt.
Das Engel etwas schaffen können, das glaube ich wiederum nicht. Sie werden zwar gedanklich mit einbezogen, aber es steht ja, daß Gott die Welt ohne Gehilfen geschaffen hat. Er allein hat die schöpferische Macht.
[Luther 1912: Jes. 44,24] So spricht der HERR, dein Erlöser, der dich von Mutterleibe hat bereitet: Ich bin der HERR, der alles tut, der den Himmel ausbreitet allein und die Erde weit macht ohne Gehilfen;
Aber manche Engel, Morgensterne genannt, waren ja schon bei der Erschaffung der Erde dabei. Hiob 38,7
Es kommt ja auch bei Menschen schon mal vor, daß jemand das Wort ergreift und sagt: "Lasset uns z. Bsp einen Nationalpark gründen ganz bestimmten Pflanzen und Tieren Raum geben. " So ähnlich könnte es im Himmel gelaufen sein, als der Erstgeborene sprach und der Vater im Himmel diese Worte mit Kraft erfüllt und umgesetzt hat.
[Luther 1912: 1. Kor. 8,6] so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind und wir durch ihn.
Helmuth
[ELB-BK: Lk. 20,36] denn sie können auch nicht mehr sterben, denn sie sind Engeln gleich und sind Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind.
In der Auferstehung und Verwandlung bekommt der Mensch ein anderes Gewandt, wie Paulus in 1 Kor 15,35... beschreibt. Demzufolge müßte man eigentlich folgern, daß Engel auch nach dem Bild Gottes geschaffen sind und Ähnlichkeit mit ihm haben, obwohl sie leider, wie auch Menschen, die Freiheit haben, gegen ihren Schöpfer aufzubegehren und seine Gebote nicht mehr ernst zu nehmen.

Unser ProfVonUndZu hat noch einen wichtigen Hinweise geliefert.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 14:22 In Kolosser 1,15 und 2. Korinther 4,4 bestätigt auch Paulus, dass der Sohn Gottes und Christus das Bild Gottes ist.
Das gilt also auch für Jesus, der Erstling der Söhne Gottes der Auferstehung, aber bleiben wir allgemein. Der Mensch ist also "wie Gott gleich" und er ist auch "den Engeln gleich".
Menschen werden den Engeln gleich sein und Gott ähnlich. Der Erstgeborene ist meiner Ansicht nach auch aus Gott hervorgegangen. Im AT war er Bestandteil der Gottesoffenbarung z. Bsp. in 2 Mo 3,1 und zu jeder Zeit, wenn der Engel des HERRN aufgetreten ist. Im NT hat sich nur das Erscheinungsbild geändert denn der Erstgeborene war in das Fleisch des Menschen Jesus hineingekommen und Gott der Vater hat sich auf diese Weise offenbart.
Auf diese Weise ist ein Abglanz bzw. Ausstrahlung von dem Herrn Jesus ausgegangen, der über den menschlichen Geist hinausging, den er auch hatte.
[ELB-BK: Heb. 1,3] der, der Abglanz seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens seiend und alle Dinge durch das Wort seiner Macht tragend, nachdem er [durch sich selbst] die Reinigung der Sünden bewirkt, sich gesetzt hat zur Rechten der Majestät in der Höhe;
Wenn der Vater in ihm redete, dann sprach Gott in Menschengestalt und es waren Werke zusehen, die der Vater ihm gezeigt hat oder wo er ihn gebeten hat.
[ELB-BK: Joh. 5,20] Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, damit ihr euch verwundert.
[ELB-BK: Joh. 11,42] Ich aber wusste, dass du mich allezeit erhörst; doch um der Volksmenge willen, die umhersteht, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.

Auch hier gilt die Exegeseregel m.E. wieder so: Der Mensch ist deswegen nicht Gott und er ist auch kein Engel. Die Gleichheit bedeutet, dass Wesenszüge gleich, aber keine Identität sind. Die Wesen selbst bleiben jedes für sich auch einzigartig.
Zippo hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 14:30 Hier wird doch sicherlich zum Ausdruck gebracht, daß der Seth seinem Vater ähnlich war. Äußerlich und charakterlich.
Das findet man ja auch heutzutage, daß bestimmte Kinder ihren Eltern besonders ähnlich sind.
In der Tat, und dazu kann man auch das noch ergänzen:
1. Mo 2,22-23 hat geschrieben: Und Gott JHWH baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau, und er brachte sie zu dem Menschen. Und der Mensch sprach: "Diese ist nun Gebein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleisch; diese soll Männin heißen, denn vom Mann ist diese genommen."
Adam erkannte auch in seiner "Männin", dass sie ihm gewissermaßen "gleich" (ähnlich) ist, was wieder 1 Mose 1:27 bestätigt.
Gott schuf den Menschen als Mann und als Frau. Das hat ja Gründe, die mit der Vermehrung zusammenhängen, aber es hat auch einen tieferen Sinn. Eph 5, 25-33
Aber zuvor wird in Eph 5,22-24 die göttliche Schöpfungsordnung vorgestellt. Der Mann wird als Haupt der Frau genannt , ist also auch der verantwortliche Teil der Ehegemeinschaft.
Außerdem hat Gott sowohl dem Mann und auch der Frau ein gewisses Rollenspiel zudedacht. Männer sollen die Beschützer und Versorger sein, Frauen sollen sich um die Kinder und das Wohlbefinden der Familie kümmern.
Werden diese Ordnungen nicht durch die Gleichberechtigung und das streben der Frau in jeden Beruf mißachtet ?
Die Forderungen sind doch oft Kinderlosigkeit oder Kinder werden schlecht versorgt. In manchen Berufen sind Männer auch die bessere Wahl, die Bibel spricht von Lehrämtern und auch z. Bsp. in der Politik wünsche ich mir manchmal mehr die Versorger- und Beschützerrolle und weniger das Talent, es allen recht machen zu wollen und Wohlfühlatmosphäre zu schaffen.

Gruß Thomas
Zuletzt geändert von Zippo am Mo 17. Nov 2025, 15:21, insgesamt 1-mal geändert.
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mo 17. Nov 2025, 12:41 Wie du sprachlich erörtert hast, geht es um Ähnlichkeit. Aber nicht von der Gestalt, sondern eine Ähnlichkeit, die durch den Geist entsteht, den der Mensch hat.
Der Geist ist m.E. die deutlichste Gleichheit, welcher den Menschen als Bild Gottes ausmacht. Ohne ihn wären wir nicht anders als ein Tier, d.h. wir wären lediglich eine lebendige Seele, was auch jedes Tier ist, aber damit wären wir kein Abbild Gottes.

Ich gehe sogar soweit zu denken, dass unser Geist völlig gleich ist wie Gott, d.h. alles wozu unser Geist fähig ist, das ist bei Gott völlig gleich. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die uns zugeteilte Macht beschränkt ist.

Wir sind sozusagen physisch beschränkt, indem vor allem unser Körper über ein nur begrenztes Maß jedem zugeteilter Macht verfügt. Gott selbst behält dabei über alle Menschen die Oberhand, was wir Allmacht nennen.
Zippo hat geschrieben: Mo 17. Nov 2025, 12:41 Vor kurzem habe ich gedacht, daß selbst Rachegefühle aus diesem Geist herrühren, …
Du musst das nicht auf Rache beschränken, denn unsere Seele mit all ihrem Gefühlsumfang gehört für mich zu der Gleichheit im Bild Gottes. Gott selbst redet sehr viel über seine Seele. Daraus ziehe ich den Schluss, dass wir auch darin gleich sind.
Zippo hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 14:30 Man könnte sich jetzt fragen, warum der Vers in der Pluralform steht, es heißt ja "Lasset uns" und "ein Bild das uns gleich sei".
Zwischen erschaffen und helfen liegen auch Welten. Bleiben wir beim Menschen. So wurde auch er dazu befähigt Dinge zu schaffen. Der Unterschied ist denke ich allen klar. Ich kann keine Materie erschaffen, aber ich kann aus den bestehenden Bausteinen Dinge kreieren, wie Werkzeuge und dergleichen.

Wenn du z.B. an die Telekombranche denkst, dann sind das schon gewaltige Dinge, von denen Noah noch nicht mal träumen konnte. Aber zu seiner Zeit war er bereits fähig, den ersten Ozeanriesen zu bauen, der im Gegensatz zur Titanik nicht gesunken ist. ;)
Zippo hat geschrieben: Mo 17. Nov 2025, 12:41 Gott schuf den Menschen als Mann und als Frau. Das hat ja Gründe, die mit der Vermehrung zusammenhängen, aber es hat auch einen tieferen Sinn.
Zunächst hieße es korrekt, erschuf den Menschen „männlich“ und „weiblich“. Die Wörter sind keine Nomen, sondern Adjektive, das nur der Präzision und Liebe Gottes geschuldet, aber praktisch geht es um Mann und Frau und zwar als Einheit.

Mann und Frau sind die konkreten physischen Schöpfungsformen, aber diese machen nicht unser Bild aus. Es ist ein Unsinn Gott als Mann oder Frau zu identifizieren, aber das Geheimnis liegt in ihrer Gemeinschaft, von der auch Paulus redet.

In meinen Worten bezogen auf das Thema hieße das: Ihr Einsein drückt auch unser Einsein mit Gott aus und das wieder wäre eine Gleichheit. Das liefert auch den Grund, warum Gott uns überhaupt erschaffen hat, und zwar damit wir mit Gott „eins“ werden.
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Hoger
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Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Beitrag von Hoger »

Helmuth hat geschrieben: Mo 17. Nov 2025, 13:52 Der Geist ist m.E. die deutlichste Gleichheit, welcher den Menschen als Bild Gottes ausmacht. Ohne ihn wären wir nicht anders als ein Tier, d.h. wir wären lediglich eine lebendige Seele, was auch jedes Tier ist, aber damit wären wir kein Abbild Gottes.
Auch wenn du es nicht wahrhaben willst; ruach und nemesch sind vor allem Kraft, Wind und Bewegung.
Der Hauch Gottes, die Ruach die die Schöpfung in Bewegung brachte ist nur die schaffende Kraft in Gott und das ist bei uns der Wille.
Als Gott den Menschen aus stofflichen Leib (adamah) und Lebensodem (neschamah) machte, da wurde durch den Lebensodem die Seele, das innere Leben des Menschen geschaffen.
Gott hat keinen körperlichen Leib (außer bei den Mormonen) und von daher schon ist der "Geist" (also die innere bewegende Kraft) des Menschen nicht mit der Gottes vergleichbar.
Erst als durch die Auferstehung des alten Adam der neue Adam entstand, konnte dieser auch den Geist senden, der uns Gott gleich macht.
Aber das ist nicht der menschliche Geist - sonder derjenige Gottes.

Du als natürlicher Mensch bist gefallen und nicht mehr im Bilde Gottes
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Beitrag von Helmuth »

Holger, mit Verlaub, deine Sichtweise verstehe ich nicht einmal, auch wenn ich mich bemühe. Ich kann sie daher nicht miteinbeziehen. Du müsstest dazu auch vielmehr die Grundlage durch die Schrift bringen. Dann erst, denke ich, habe ich einen Handhabe darauf zu antworten.

Nimm die ein Beispiel an Zippo. Wir denken auch nicht gleich, haben aber eine gemeinsame Grundlage, die für uns gleichermaßen bindend ist, woraus er aus der Schrift zitiert und worauf jeder seine Gedanken aufbaut.
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Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Beitrag von Hoger »

Helmuth hat geschrieben: Mo 17. Nov 2025, 15:44 Holger, mit Verlaub, deine Sichtweise verstehe ich nicht einmal, auch wenn ich mich bemühe. Ich kann sie daher nicht miteinbeziehen. Du müsstest dazu auch vielmehr die Grundlage durch die Schrift bringen. Dann erst, denke ich, habe ich einen Handhabe darauf zu antworten.
Das ist einfach nur traditionelle christliche Lehre, die du in allen Kirchen finden wirst = dass du darauf nicht antworten kannst kommt wahrscheinlich davon, dass du dich nicht damit beschäftigen willst.

Gib dir einfach mal Mühe, frag nach, und versuche einfach mal auch die Meinung andere wahrzunehmen.
Was du hier treibst ist wirklich nur der Versuch den geistigen Hoheitsanspruch über ein ganzes Forum zu erreichen

Was verstehst du denn an der christlichen Sicht der Erbsünde nicht?
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Zippo
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Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Mo 17. Nov 2025, 13:52
Zippo hat geschrieben: Mo 17. Nov 2025, 12:41 Wie du sprachlich erörtert hast, geht es um Ähnlichkeit. Aber nicht von der Gestalt, sondern eine Ähnlichkeit, die durch den Geist entsteht, den der Mensch hat.
Der Geist ist m.E. die deutlichste Gleichheit, welcher den Menschen als Bild Gottes ausmacht. Ohne ihn wären wir nicht anders als ein Tier, d.h. wir wären lediglich eine lebendige Seele, was auch jedes Tier ist, aber damit wären wir kein Abbild Gottes.
Was unterscheidet den Menschen vom Tier ? Tiere sind auch schlau und haben Verstand, sie können Freude und Leid empfinden. Sie haben Odem bzw. Geist von Gott und werden eine lebendige Seele genannt. 1 Mo 1,30 Tiere haben eine Möglichkeit zu kommunizieren, aber es fehlt ihnen die Fähigkeit, eine höhere Sprache zu entwickeln und mit dem Schöpfer in Dialog zu treten. Das können nur Engel und Menschen. Hiob 1,6-7
[1. Mo. 3,9-10] Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich.
Ob Menschen schon damals so eine hochentwickelte Sprache hatten ? Aber die Kommunikation mit dem Schöpfer hat wohl im Garten Eden schon stattgefunden.
Helmuth

Ich gehe sogar soweit zu denken, dass unser Geist völlig gleich ist wie Gott, d.h. alles wozu unser Geist fähig ist, das ist bei Gott völlig gleich. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die uns zugeteilte Macht beschränkt ist.
Bleiben wir lieber beim "ähnlich", weil der Unterschied so gewaltig ist. Der arme Hiob hat ja auch mal gedacht, daß er wegen seines Leides mit Gott rechten könnte, aber als er vor Gott stand, wurde er wieder ganz bescheiden und sprach sich schuldig.
[Hiob 42,1-6] Und Hiob antwortete dem HERRN und sprach: Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer. „Wer ist der, der den Ratschluss verhüllt mit Unverstand?“ Darum bekenne ich, dass ich habe unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe. „So höre nun, lass mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!“ Ich hatte von dir mit den Ohren gehört; aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.
Warum sagt er, "was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe" ? Hiob empfand sich als unschuldig, wenn er mit seinen Freunden über das Leid sprach, daß ihn getroffen hatte und fühlte sich ungerecht behandelt.
Gott gibt ihm den Grund nicht preis, warum er zu leiden hatte, anstattdessen erinnert er an die Tage der Schöpfung, er wollte wohl vor Augen führen, mit wem er es da zu tun hatte. Aber er gibt Hiob schließlich recht und den Freuden sagt er, ihr habt nicht recht von mir geredet.
[Hiob 42,7] Da nun der HERR diese Worte mit Hiob diese geredet hatte, sprach er zu Eliphas von Theman: Mein Zorn ist ergrimmt über dich und über deine zwei Freunde; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.
Gott hat den Hiob leiden lassen, aber nicht weil er Böses getan hatte, und das hatten ja seine Freunde behauptet.
Helmuth
Wir sind sozusagen physisch beschränkt, indem vor allem unser Körper über ein nur begrenztes Maß jedem zugeteilter Macht verfügt. Gott selbst behält dabei über alle Menschen die Oberhand, was wir Allmacht nennen.
Ich nenne Allmacht eigentlich nur, was im Propheten Jesaja steht:
[Jes. 46,9-10] Gedenkt des Anfänglichen von der Urzeit her, dass ich Gott bin, und sonst ist keiner, dass ich Gott bin und gar keiner wie ich; der ich von Anfang an das Ende verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist; der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und all mein Wohlgefallen werde ich tun.
Gott führt seine Pläne aus, aber dazwischen gibt es Vieles, was dem Wechselspiel der Kräfte überlassen wird, die auf Erden wirken. Das sind ja hauptsächlich Menschen und Engel, die sich auch noch in zwei Lager aufteilen, weil Satan in der Himmelswelt die Vorherrschaft anstrebt. Jes 14,12-14
Helmuth
Zippo hat geschrieben: Mo 17. Nov 2025, 12:41 Vor kurzem habe ich gedacht, daß selbst Rachegefühle aus diesem Geist herrühren, …
Du musst das nicht auf Rache beschränken, denn unsere Seele mit all ihrem Gefühlsumfang gehört für mich zu der Gleichheit im Bild Gottes. Gott selbst redet sehr viel über seine Seele. Daraus ziehe ich den Schluss, dass wir auch darin gleich sind.
Das mit der Rache, viel mir gerade so ein, weil es eine menschliche Regung ist, die Gott auch hat. Wir sollen sie aber nicht ausleben, sondern den Gerichten und ihm selbst überlassen, wenn er am Ende der Tage sein Gericht über die Menschheit halten will.
Natürlich gibt es viele andere Gefühlszustände und Fähigkeiten, die wir durch den Geist Gottes haben. Menschen erforschen alles, das tut Gott auch:
1 Chr 28,9
Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm mit ungeteiltem Herzen und mit williger Seele! Denn der HERR erforscht alle Herzen, und alles Gebilde der Gedanken kennt er.
Menschen wollen die Wahrheit herausfinden, sie wollen ihr Dasein verstehen, warum sie hier sind und wohin die Reise geht. Das haben sie auch dem Tier voraus, nehme ich mal an.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: So 16. Nov 2025, 14:30 Man könnte sich jetzt fragen, warum der Vers in der Pluralform steht, es heißt ja "Lasset uns" und "ein Bild das uns gleich sei".
Zwischen erschaffen und helfen liegen auch Welten. Bleiben wir beim Menschen. So wurde auch er dazu befähigt Dinge zu schaffen. Der Unterschied ist denke ich allen klar. Ich kann keine Materie erschaffen, aber ich kann aus den bestehenden Bausteinen Dinge kreieren, wie Werkzeuge und dergleichen.

Wenn du z.B. an die Telekombranche denkst, dann sind das schon gewaltige Dinge, von denen Noah noch nicht mal träumen konnte. Aber zu seiner Zeit war er bereits fähig, den ersten Ozeanriesen zu bauen, der im Gegensatz zur Titanik nicht gesunken ist. ;)
Ich staune auch immer mal, was Menschen so können und erbaut haben. Intelligenz hatten sie schon früher, erst recht, wenn Gott sie ihnen verliehen hat. So auch bei der Stiftshütte, die sie in der Wüste gebaut haben.
Es fehlte immer nur das Wissen und das Material, um so weit zu kommen, wie wir heute sind.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: Mo 17. Nov 2025, 12:41 Gott schuf den Menschen als Mann und als Frau. Das hat ja Gründe, die mit der Vermehrung zusammenhängen, aber es hat auch einen tieferen Sinn.
Zunächst hieße es korrekt, erschuf den Menschen „männlich“ und „weiblich“. Die Wörter sind keine Nomen, sondern Adjektive, das nur der Präzision und Liebe Gottes geschuldet, aber praktisch geht es um Mann und Frau und zwar als Einheit.

Mann und Frau sind die konkreten physischen Schöpfungsformen, aber diese machen nicht unser Bild aus. Es ist ein Unsinn Gott als Mann oder Frau zu identifizieren, aber das Geheimnis liegt in ihrer Gemeinschaft, von der auch Paulus redet.

In meinen Worten bezogen auf das Thema hieße das: Ihr Einsein drückt auch unser Einsein mit Gott aus und das wieder wäre eine Gleichheit. Das liefert auch den Grund, warum Gott uns überhaupt erschaffen hat, und zwar damit wir mit Gott „eins“ werden.
Zumindest ist die Ehe ein Bild für das Bündnis, daß Menschen mit Gott haben, so war es schon im alten Israel.
Von dem eins werden mit Gott spricht Joh 17,20-24.., er meint wohl die beständige Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist, die durch das Werk Jesu für alle Menschen möglich geworden ist.

Haben Mann und Frau den gleichen Geist ? Oder ist der Geist des Mannes und der Frau auf ihr Rollenspiel zugeschnitten ?
Gott hat ja den Mann zum Haupt der Frau gemacht und ihm die Rolle der Versorgers und Beschützers gegeben, der Frau hat er dagegen Fähigkeiten verliehen, sich um Familie zu kümmern, dafür zu sorgen, daß es allen gut geht und alle gut versorgt bzw. niemand benachteiligt ist usw.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Re: Der Mensch - das Bild Gottes

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Di 18. Nov 2025, 12:24 Was unterscheidet den Menschen vom Tier ?
Der Geist sage ich, die seelische Komponente alleine schafft noch keine Gleichheit mit Gott. Der Körper selbst trägt dazu nichts bei, denn Gott verbietet auch sich irgendein Bildnis oder Gleichnis aus unserer Schöpfung zu machen. So kann unser Ebenbild nur geistlicher Natur sein.
Zippo hat geschrieben: Di 18. Nov 2025, 12:24 Bleiben wir lieber beim "ähnlich", weil der Unterschied so gewaltig ist.
Das ist auch korrekt so. Aber man kann sagen, in qualitativer Hinsicht macht unser Geist keinen Unterschied, in quantitativer Hinsicht sind wir aber unterlegen. Damit meine ich, dass z.B. unsere Intelligenz nicht anders ist als Gottes, dass Gott allerdings einen IQ von 10 hoch X (Ich weiß nicht wie viel) hat. Ich denke, man kann diese Zahl nicht berechnen. Er steht einfach haushoch über uns. Das drückt dieses Wort aus:
Jes 55,8-9 hat geschrieben: "Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege", spricht JHWH. "Denn wie der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken."
Hier wird bestätigt, dass wir Gedanken haben, was ja selbst festzustellen nicht schwer ist, dass diese aber in ihrer Denkleistung beschränkt sind. Als Grund sehe ich, dass wir unter der Kontrolle Gottes stehen, die zu unserem eigenen Schutz auch unbedingt notwendig ist.
Zippo hat geschrieben: Di 18. Nov 2025, 12:24 Das mit der Rache, viel mir gerade so ein, weil es eine menschliche Regung ist, die Gott auch hat.
Auch hier meine ich, in qualitativer Hinsicht ist das ein und dasselbe. Von einem Größenunterschied kann man hier aber nicht reden, aber jeder kennt die Unterschiede zwischen einem leichten Ärger und schwerem Zorn voll Grimm und Wut.

Und es gibt noch die Sinne. Gott kann sehen, hören, riechen, schmecken und tasten, was uns durch die Sinnesorgane ebenso ermöglicht wird. Die Beschränkung besteht hier in pyhsischer Weise, wozu unsere Organe schöpfungsbedingt befähigt worden sind.

Wissenschafltich nennt man es die Physiologie der Sinne, die auch gut erforscht ist. Gott kann diese Funktionen auch ausschalten, dann sind wir z.B. blind oder taub, oder er kann sie erweitern. Dazu nehme ich immer gerne dieses Beispiel.
2. Kön 6,17 hat geschrieben: Und Elisa betete und sprach: "JHWH, tu doch seine Augen auf, dass er sehe!" Da tat JHWH die Augen des Knaben auf; und er sah: Und siehe, der Berg war voll feuriger Pferde und Wagen, rings um Elisa her.
Mir gefällt diese Passage. Sie zeigt, dass Gott unsere physiologisch bedingte Beschränktheit jederzeit auch erweitern kann. Dann sehen wir einfach mehr als andere und derart sind vermutlich die Visionen der Propheten.
Zippo hat geschrieben: Di 18. Nov 2025, 12:24 Haben Mann und Frau den gleichen Geist ? Oder ist der Geist des Mannes und der Frau auf ihr Rollenspiel zugeschnitten ?
Wieder sage ich qualitativ, dem Wesen nach ist es ein und derselbe Geist, aber nicht in einem identischen Sinne, sondern jeder hat seinen individuell eigenständigen Geist. Und das ist ja bei Gott ebenfalls der Fall. Jeder Geist ist ein einzigartiges Individuum. Im Falle von Menschen reden wir von der individuellen Person bzw. seiner eigenen Persönlichkeit.

Die Rolle sehe ich davon unabhängig, denn jeder spielt seine eigene Rolle, Gott seine, der Mann seine und die Frau ihre und das ist dem Wesen nach eine Sache des Willens, indem aber Gott seinen Willen vorgibt. Der Wille selbst gehört auch zum Ebenbild.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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