Helmuth hat geschrieben: ↑Mo 17. Nov 2025, 13:52
Zippo hat geschrieben: ↑Mo 17. Nov 2025, 12:41
Wie du sprachlich erörtert hast, geht es um Ähnlichkeit. Aber nicht von der Gestalt, sondern eine Ähnlichkeit, die durch den Geist entsteht, den der Mensch hat.
Der Geist ist m.E. die deutlichste Gleichheit, welcher den Menschen als Bild Gottes ausmacht. Ohne ihn wären wir nicht anders als ein Tier, d.h. wir wären lediglich eine lebendige Seele, was auch jedes Tier ist, aber damit wären wir kein Abbild Gottes.
Was unterscheidet den Menschen vom Tier ? Tiere sind auch schlau und haben Verstand, sie können Freude und Leid empfinden. Sie haben Odem bzw. Geist von Gott und werden eine lebendige Seele genannt. 1 Mo 1,30 Tiere haben eine Möglichkeit zu kommunizieren, aber es fehlt ihnen die Fähigkeit, eine höhere Sprache zu entwickeln und mit dem Schöpfer in Dialog zu treten. Das können nur Engel und Menschen. Hiob 1,6-7
[1. Mo. 3,9-10] Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich.
Ob Menschen schon damals so eine hochentwickelte Sprache hatten ? Aber die Kommunikation mit dem Schöpfer hat wohl im Garten Eden schon stattgefunden.
Helmuth
Ich gehe sogar soweit zu denken, dass unser Geist völlig gleich ist wie Gott, d.h. alles wozu unser Geist fähig ist, das ist bei Gott völlig gleich. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die uns zugeteilte Macht beschränkt ist.
Bleiben wir lieber beim "ähnlich", weil der Unterschied so gewaltig ist. Der arme Hiob hat ja auch mal gedacht, daß er wegen seines Leides mit Gott rechten könnte, aber als er vor Gott stand, wurde er wieder ganz bescheiden und sprach sich schuldig.
[Hiob 42,1-6] Und Hiob antwortete dem HERRN und sprach: Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer. „Wer ist der, der den Ratschluss verhüllt mit Unverstand?“ Darum bekenne ich, dass ich habe unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe. „So höre nun, lass mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!“ Ich hatte von dir mit den Ohren gehört; aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.
Warum sagt er, "was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe" ? Hiob empfand sich als unschuldig, wenn er mit seinen Freunden über das Leid sprach, daß ihn getroffen hatte und fühlte sich ungerecht behandelt.
Gott gibt ihm den Grund nicht preis, warum er zu leiden hatte, anstattdessen erinnert er an die Tage der Schöpfung, er wollte wohl vor Augen führen, mit wem er es da zu tun hatte. Aber er gibt Hiob schließlich recht und den Freuden sagt er, ihr habt nicht recht von mir geredet.
[Hiob 42,7] Da nun der HERR diese Worte mit Hiob diese geredet hatte, sprach er zu Eliphas von Theman: Mein Zorn ist ergrimmt über dich und über deine zwei Freunde; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.
Gott hat den Hiob leiden lassen, aber nicht weil er Böses getan hatte, und das hatten ja seine Freunde behauptet.
Helmuth
Wir sind sozusagen physisch beschränkt, indem vor allem unser Körper über ein nur begrenztes Maß jedem zugeteilter Macht verfügt. Gott selbst behält dabei über alle Menschen die Oberhand, was wir Allmacht nennen.
Ich nenne Allmacht eigentlich nur, was im Propheten Jesaja steht:
[Jes. 46,9-10] Gedenkt des Anfänglichen von der Urzeit her, dass ich Gott bin, und sonst ist keiner, dass ich Gott bin und gar keiner wie ich; der ich von Anfang an das Ende verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist; der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und all mein Wohlgefallen werde ich tun.
Gott führt seine Pläne aus, aber dazwischen gibt es Vieles, was dem Wechselspiel der Kräfte überlassen wird, die auf Erden wirken. Das sind ja hauptsächlich Menschen und Engel, die sich auch noch in zwei Lager aufteilen, weil Satan in der Himmelswelt die Vorherrschaft anstrebt. Jes 14,12-14
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Mo 17. Nov 2025, 12:41
Vor kurzem habe ich gedacht, daß selbst Rachegefühle aus diesem Geist herrühren, …
Du musst das nicht auf Rache beschränken, denn unsere Seele mit all ihrem Gefühlsumfang gehört für mich zu der Gleichheit im Bild Gottes. Gott selbst redet sehr viel über seine Seele. Daraus ziehe ich den Schluss, dass wir auch darin gleich sind.
Das mit der Rache, viel mir gerade so ein, weil es eine menschliche Regung ist, die Gott auch hat. Wir sollen sie aber nicht ausleben, sondern den Gerichten und ihm selbst überlassen, wenn er am Ende der Tage sein Gericht über die Menschheit halten will.
Natürlich gibt es viele andere Gefühlszustände und Fähigkeiten, die wir durch den Geist Gottes haben. Menschen erforschen alles, das tut Gott auch:
1 Chr 28,9
Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm mit ungeteiltem Herzen und mit williger Seele! Denn der HERR erforscht alle Herzen, und alles Gebilde der Gedanken kennt er.
Menschen wollen die Wahrheit herausfinden, sie wollen ihr Dasein verstehen, warum sie hier sind und wohin die Reise geht. Das haben sie auch dem Tier voraus, nehme ich mal an.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑So 16. Nov 2025, 14:30
Man könnte sich jetzt fragen, warum der Vers in der Pluralform steht, es heißt ja "Lasset uns" und "ein Bild das uns gleich sei".
Zwischen erschaffen und helfen liegen auch Welten. Bleiben wir beim Menschen. So wurde auch er dazu befähigt Dinge zu schaffen. Der Unterschied ist denke ich allen klar. Ich kann keine Materie erschaffen, aber ich kann aus den bestehenden Bausteinen Dinge kreieren, wie Werkzeuge und dergleichen.
Wenn du z.B. an die Telekombranche denkst, dann sind das schon gewaltige Dinge, von denen Noah noch nicht mal träumen konnte. Aber zu seiner Zeit war er bereits fähig, den ersten Ozeanriesen zu bauen, der im Gegensatz zur Titanik nicht gesunken ist.
Ich staune auch immer mal, was Menschen so können und erbaut haben. Intelligenz hatten sie schon früher, erst recht, wenn Gott sie ihnen verliehen hat. So auch bei der Stiftshütte, die sie in der Wüste gebaut haben.
Es fehlte immer nur das Wissen und das Material, um so weit zu kommen, wie wir heute sind.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Mo 17. Nov 2025, 12:41
Gott schuf den Menschen als Mann und als Frau. Das hat ja Gründe, die mit der Vermehrung zusammenhängen, aber es hat auch einen tieferen Sinn.
Zunächst hieße es korrekt, erschuf den Menschen „männlich“ und „weiblich“. Die Wörter sind keine Nomen, sondern Adjektive, das nur der Präzision und Liebe Gottes geschuldet, aber praktisch geht es um Mann und Frau und zwar als Einheit.
Mann und Frau sind die konkreten physischen Schöpfungsformen, aber diese machen nicht unser Bild aus. Es ist ein Unsinn Gott als Mann oder Frau zu identifizieren, aber das Geheimnis liegt in ihrer Gemeinschaft, von der auch Paulus redet.
In meinen Worten bezogen auf das Thema hieße das: Ihr Einsein drückt auch unser Einsein mit Gott aus und das wieder wäre eine Gleichheit. Das liefert auch den Grund, warum Gott uns überhaupt erschaffen hat, und zwar damit wir mit Gott „eins“ werden.
Zumindest ist die Ehe ein Bild für das Bündnis, daß Menschen mit Gott haben, so war es schon im alten Israel.
Von dem eins werden mit Gott spricht Joh 17,20-24.., er meint wohl die beständige Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist, die durch das Werk Jesu für alle Menschen möglich geworden ist.
Haben Mann und Frau den gleichen Geist ? Oder ist der Geist des Mannes und der Frau auf ihr Rollenspiel zugeschnitten ?
Gott hat ja den Mann zum Haupt der Frau gemacht und ihm die Rolle der Versorgers und Beschützers gegeben, der Frau hat er dagegen Fähigkeiten verliehen, sich um Familie zu kümmern, dafür zu sorgen, daß es allen gut geht und alle gut versorgt bzw. niemand benachteiligt ist usw.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.