Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

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renato23
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von renato23 »

Zippo hat geschrieben: Fr 27. Feb 2026, 11:58 Die Kreuzigung haben sich die Römer einfallen lassen, um durch eine möglichst abschreckende Bestrafung die Bevölkerung der besetzten Länder davon abzuhalten, sich gegen die römische Besatzungsmacht aufzulehnen.
Lieber Thomas, dass Pilatus alles Mögliche versuchte, Jesus frei zu lassen solltest Du eigentlich mitbekommen haben. Auch folgendes
Mk 15,10 Denn er erkannte, dass ihn die Hohenpriester aus Neid überantwortet hatten.
Wie Du hier richtig erkannt hast:
Zippo hat geschrieben:Die religiösen Führer Israels wollen doch nur einen unliebsamen Konkurrenten loswerden:
Der durch Jesus Christus offenbarte Gottesglauben und dessen opferfreien Vergebungskriterien als auch, das künftig die Liebe oberstes Gesetz ist, berührte wohl die Herzen der jüdischen Glaubensgschwister von Jesus und sie folgten IHM nach, vertrauten sich glaubensmässig seiner Führung an.
Joh 1146 Einige aber von ihnen gingen hin zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. 47 Da versammelten die Hohenpriester und die Pharisäer einen Rat und sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch tut viele Zeichen. 48 Lassen wir ihn gewähren, dann werden sie alle an ihn glauben, und dann kommen die Römer und nehmen uns Tempel und Volk. 49 Einer aber von ihnen, Kaiphas, der in diesem Jahr Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisst nichts; 50 ihr bedenkt auch nicht: Es ist besser für euch, ein Mensch sterbe für das Volk, als dass das ganze Volk verderbe.Joh
Zippo hat geschrieben:Jetzt wird durch geschickte Hetzrede ein Unschuldiger bestraft und es geschieht eine kontrolliert genau 6 stündige Kreuzigung Jesu, mit der entsprechenden Vorbehandlung. Die Demütigung und Verspottung durch die römischen Soldaten und das Auspeitschen und das Holzkreuz mußte er selbst auf den Berg schleppen, wo er gekreuzigt wurde.
Gem. Johannes trug Jesus das Kreuz, gemäss Matthäus ein Mensch aus Kyrene.
Joh 19,17 und er trug selber das Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha.
Mt 27,32 Und als sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen aus Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm sein Kreuz trug.
Jesus sah ja schon im Voraus, dass man ihn seitens starrköpfiger umkehrunwilligen AT-Gesetzeslehrer zum Töten überantworten würde. Deshalb tröstete er seine Anhänger mit den Worten....
Mt 20,19 und werden ihn den Heiden überantworten, damit sie ihn verspotten und geißeln und kreuzigen; und am dritten Tage wird er auferstehen.
Er wusste im voraus, dass er dann wiederkommt um ihnen nach Kreuzigung und Auferstehung den Missionsauftrag zu erteilen. Hinauszugehen in die Welt, alle zu seinen Jüngern machen , ihnen beizubringen was sie von ihm betr. WAHRHEIT über Gott und dessen Willen Vergebungskriterien gottseits gelernt haben.

Die Jünger taten dies, und Paulus setzte sich nachweislich intensiver dafür ein Menschen auf das Reich Gottes zuzurüsten, um ihnen zu ermöglichen durch entsprechenden Gesinnungswandel sich zu einem wahren Kind Gottes zu verändern.
Sara Funkelstein
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Sara Funkelstein »

Zippo hat geschrieben: Di 24. Feb 2026, 13:26 abgetrennt aus: Definition Evangelium

Mich beschäftigt nach wie vor die Rahmengeschichte des Evangeliums und die große Frage, die wohl jedem Betrachter irgendwann kommt: Wieso macht Gott so etwas, warum er seinem geliebten Sohn so etwas zu ?
Es ergibt keinen Sinn, nicht wahr? Vor allem nicht, da wir seit Abraham und Isaak wissen, dass der Gott Israels (der irgendwie auch mein Gott ist) gar kein Menschenopfer will. Selbst im Falle eines Tieropfers: Gibt es irgendwo eine Anweisung, dass das Tier zu leiden hat? Heute ist übrigens Freitag. D.h. es wird Challah gebacken und ein Teil des Teigs abgesondert.
Opfergaben kennen andere Kulte auch. Hier in unserem Kulturraum hat man u.a. Speisopfer zum Altar im Wald gebracht. Es gab sogar den Brauch, ein Tier (z.B. Katze oder Hund) in die Hauswand, Brückenpfeiler usw. einzumauern zum Schutz vor Schicksalsschlägen.

Mich würde mal interessieren, wer dieses Thema abgetrennt hat. Du hast es nicht selbst erstellt?
Zippo hat geschrieben: Di 24. Feb 2026, 13:26 Für mich gilt als erwiesen, daß Satan vor allem die Oberen des Volkes Israel angestachelt hat, den Gesalbten Jesus zu demütigen und umzubringen. 1 Mo 3,15
An der genannten Stelle kommen weder ein Satan noch ein Jesus vor. Der Satan ist eine Figur aus der jüdischen Tradition. Ich wünsche mir, dass eine Bibelstelle genannt wird, in der der Satan direkt zu den Oberen des Volkes Israel spricht in der Absicht, diese zum Mord an Jesus anzustacheln.
Zippo hat geschrieben: Di 24. Feb 2026, 13:26 Wie kam es zu dieser Entscheidung Gottes, sich so grausam behandeln zu lassen, um daraus ein Evangelium abzuleiten, das Menschen aus der Anklage Satans herausnimmt
Dich scheint er ja sehr oft anzufechten. Zeit für eine echte Antwort.
Zippo hat geschrieben: Di 24. Feb 2026, 13:26 Liegt die Antwort nicht auch darin begründet, daß Gott in Satan eigentlich seinen eigenen Feind sieht, dem er aufgrunddessen auch selber entgegentreten will und ihm nicht einfach die Menschen überlassen möchte ?
Gott hat keinen Feind und sieht den Satan auch nicht als solchen. Er hat die Schöpfung als gut befunden. Engel sind eingesetzt als Beschützer über die Schöpfung. Der Satan beobachtet uns als Mitglied von Gottes Hof auch und stellt den Glauben auf die Probe. Mir stellt sich die Frage, was ein Glaube wert ist, der nie geprüft wird, der sich nie bewähren muss.

Ich denke, dass die Geschichte vom sogenannten Sündenfall von christlicher Seite sehr abweichend von der eigentlichen Intention interpretiert wird. Deswegen macht auch die darauf folgenden Erzählungen über Jesus und sein vermeintliches Opfer keinen Sinn. Du/ihr stellt den Tod/das Sterben in den Mittelpunkt: Wer vom Baum des Wissens isst, stirbt am gleichen Tage und interpretiert das als Fluch, der gebrochen werden muss durch ein Blutopfer (Jesus).
--> Ist das wirklich die Kernaussage der Geschichte? Hier muss man noch mal ansetzen. Ich verstehe die moralische Unterscheidungsfähigkeit des Menschen zwischen gut und böse, zu werden wie Gott, als die wichtigste Aussage. Gott selbst weist darauf hin. Es geht um unsere Entwicklung, um unser Wachstum.

Der Text gibt auch nicht her, dass der Mensch zuvor unsterblich war. Im Gegenteil, Gott will hinterher nicht, dass der Mensch ewig lebt, weshalb er den Zugang zum Baum des Lebens versperrt.
Außerdem gab es die Anweisung, dass wir uns vermehren sollen und Gott schuf für Adam die Frau. Wenn Adam nur einsam war, hätte Gott einfach einen zweiten Mann schaffen können. Nein, es ging um Nachwuchs. Wozu Nachwuchs, wenn sie unsterblich gewesen wären?
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Magdalena61 »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 27. Feb 2026, 14:01 Mich würde mal interessieren, wer dieses Thema abgetrennt hat. Du hast es nicht selbst erstellt?
viewtopic.php?p=623824#p623824

Warum ist das wichtig?
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Magdalena61 »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 27. Feb 2026, 14:01
Zippo hat geschrieben: Di 24. Feb 2026, 13:26Wieso macht Gott so etwas, warum er seinem geliebten Sohn so etwas zu ?
Es ergibt keinen Sinn, nicht wahr? Vor allem nicht, da wir seit Abraham und Isaak wissen, dass der Gott Israels (der irgendwie auch mein Gott ist) gar kein Menschenopfer will.
Es wurde nicht "irgendein Mensch" geopfert.
Opfergaben kennen andere Kulte auch. Hier in unserem Kulturraum hat man u.a. Speisopfer zum Altar im Wald gebracht. Es gab sogar den Brauch, ein Tier (z.B. Katze oder Hund) in die Hauswand, Brückenpfeiler usw. einzumauern zum Schutz vor Schicksalsschlägen.
Lebendig.
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Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 27. Feb 2026, 14:01Ich wünsche mir, dass eine Bibelstelle genannt wird, in der der Satan direkt zu den Oberen des Volkes Israel spricht in der Absicht, diese zum Mord an Jesus anzustacheln.
Joh. 8,44 muss reichen.
Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 27. Feb 2026, 14:01Gott hat keinen Feind und sieht den Satan auch nicht als solchen.
Wer sind dann die "Feinde" aus Apg. 2, 34-35? Oder in 2. Sam. 12,14? Nahum 1,2? Mt. 13,39? Ps. 68,2 u.v.a.
Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 27. Feb 2026, 14:01Er hat die Schöpfung als gut befunden.
Das war VOR dem Sündenfall.
Ich denke, dass die Geschichte vom sogenannten Sündenfall von christlicher Seite sehr abweichend von der eigentlichen Intention interpretiert wird. Deswegen macht auch die darauf folgenden Erzählungen über Jesus und sein vermeintliches Opfer keinen Sinn.
Den Bibeltext selbst stellst du aber nicht in Frage? Oder hältst du 1. Mose 3 für nicht authentisch?
Du/ihr stellt den Tod/das Sterben in den Mittelpunkt: Wer vom Baum des Wissens isst, stirbt am gleichen Tage und interpretiert das als Fluch, der gebrochen werden muss durch ein Blutopfer (Jesus).
Du bezweifelst also, was geschrieben steht?
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Magdalena61 »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 27. Feb 2026, 14:01Ich verstehe die moralische Unterscheidungsfähigkeit des Menschen zwischen gut und böse, zu werden wie Gott, als die wichtigste Aussage.
Es geht nicht um die "Erkenntnis von Gut und Böse", wie wir sie verstehen. Diese Unterscheidungsfähigkeit hatten die Menschen bereits, bevor sie die Frucht vom "Baum der Erkenntnis" aßen; sonst hätten sie sich nicht, nachdem sie gesündigt hatten, bedeckt und vor Gott versteckt.

Hier ist eine Erklärung:
Magdalena61 hat geschrieben: Di 10. Jan 2023, 00:57
Erkenntnis: wörtlich Erkenntnis des Guten und Schlechten. Gemeint ist nicht die Fähigkeit, zu unterscheiden, was sittlich gut oder böse ist, sondern ein umfassendes Wissen von allem, was für das menschliche Leben nützlich oder schädlich ist.

Ein solches Wissen kann den Menschen zu der Meinung verführen, sein Leben in eigener Regie führen zu können. Das würde
ihn überfordern und die ihm anvertraute Schöpfung zerstören, weil er der Versuchung zum Missbrauch der damit gegebenen Möglichkeiten nicht gewachsen ist (vgl.4,1-8.23; 6,5; 11,1-9 sowie Ez 28,1-19).
Quelle: Fußnote zu 1. Mose 2,17 in der GNB
Sie hatten sich von Gott losgesagt. Sie hatten Gott als ihren Herrn und oberste Autorität verworfen und handelten vorsätzlich gegen dessen Willen, der ihnen bekannt war.
Das ist der Zustand der Menschheit insgesamt. Und diese Selbstverwaltung bewirkt immer wieder unendliches Leid und Elend und bedroht letztlich das Leben auf der Erde überhaupt.
Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 27. Feb 2026, 14:01Der Text gibt auch nicht her, dass der Mensch zuvor unsterblich war.
Nach dem Sündenfall waren sie es jedenfalls. 1. Kor. 15, 21
Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 27. Feb 2026, 14:01Im Gegenteil, Gott will hinterher nicht, dass der Mensch ewig lebt, weshalb er den Zugang zum Baum des Lebens versperrt.
Vom Baum des Lebens hätten sie ja vor dem Sündenfall essen können... jederzeit... aber sie wählten den anderen Baum. Der Baum des Lebens wird mit Jesus Christus in Verbindung gebracht. Nach dem Sündenfall war es ausgeschlossen, dass der gefallene, sündige Mensch bedingungslosen Anteil hat am Baum des Lebens. Zuerst musste eine Zugangsberechtigung erarbeitet werden. Diese ist Thema dieses Threads.

Wir befinden uns im Bibelforum. Was du geäußert hast, ist Bibelkritik.
Ich bitte darum, diese hier nicht auszuweiten, sondern, falls erforderlich, solche im kritischen Forum anzubringen.
LG
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Sara Funkelstein
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Sara Funkelstein »

Magdalena61 hat geschrieben: Fr 27. Feb 2026, 17:19 Wir befinden uns im Bibelforum. Was du geäußert hast, ist Bibelkritik.
Ich bitte darum, diese hier nicht auszuweiten, sondern, falls erforderlich, solche im kritischen Forum anzubringen.
Das machst du ja geschickt. Schreibst mir 3 Antworten, aber ich soll nun nicht darauf eingehen? Dann bitte ich dich, diese unsere Beiträge entsprechend zu verschieben, damit mir eine Stellungnahme möglich ist. :wave:
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Sunbeam
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Sunbeam »

Magdalena61 hat geschrieben: Fr 27. Feb 2026, 17:19
Das ist der Zustand der Menschheit insgesamt. Und diese Selbstverwaltung bewirkt immer wieder unendliches Leid und Elend und bedroht letztlich das Leben auf der Erde überhaupt.
Du willst damit sagen, das sich die Menschheit von Gott "verwalten" lassen soll?
Wie soll das geschehen, auf welche Art und Weise?

Ein so genannter Gottesstaat? Oder wie meinst du, soll sich das von Gott verwalten lassen gestalten?
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Magdalena61
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Magdalena61 »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 27. Feb 2026, 17:27 Das machst du ja geschickt. Schreibst mir 3 Antworten, aber ich soll nun nicht darauf eingehen?
Nicht im Bibelforum. Das richtige Forum hatte ich verlinkt.
Dann bitte ich dich, diese unsere Beiträge entsprechend zu verschieben, damit mir eine Stellungnahme möglich ist. :wave:
Die Technik des Zitierens ist für dich kein Problem, wie aus deinen Beiträgen ersichtlich wird. Alles perfekt, auch dann, wenn du ein Zitat teilst.

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