Seite 3 von 3

Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 18:58
von Larson
Zippo hat geschrieben: Mo 25. Mai 2026, 18:47 Das Säen und Ernten ist ein Bild, das in übertragender Weise von der Verkündigung des Evangeliums spricht. Wer es zu der Zeit annahm, der galt als Erstlingsfrucht.
Säen und Ernten ist das Bild, was der Mensch tut.
Hos 8,7 Denn Wind säen sie, und Sturm ernten sie; Halme hat es nicht, das Ausgesprosste bringt kein Mehl; wenn es auch Mehl brächte, so würden Fremde es verschlingen.
Und wenn dein Evangelium im Umdeuten der Tenach besteht, was säst du dann, oder was wirst du ernten?

Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 19:12
von Helmuth
Zippo hat geschrieben: Mo 25. Mai 2026, 18:47 Mehr fällt dir dazu nicht ein ?
Ich lass dir deine Privatdeutungen, sehe aber keinen Zusammenhang zum Pfingstfest. Was Gott dazu sagt, kann man in 3. Mose 23 nachlesen, woraus ich zitiert habe. Mehr kann ich nicht deuten.
Zippo hat geschrieben: Mo 25. Mai 2026, 18:47 Das Säen und Ernten ist ein Bild, das in übertragender Weise von der Verkündigung des Evangeliums spricht. Wer es zu der Zeit annahm, der galt als Erstlingsfrucht.
Was hat das wieder mit dem Pfingstfest zu tun? Du gehst immer mehr eigenen Gedanken nach. Das ist eine Deutung, die kontextlos Bezüge herstellt, weil es ähnliche Begriffe gibt, in etwa wie: Die USA haben 50 Bundesländer. Aha 50, das muss mit Pfingsten zu tun haben. Und was? Nun ja "pentekoste" heißt auf griechisch 50. Gut, aber was ist die Botschaft?

Es geht diese Art Auslegung, wie sie besonders Lütt praktiziert, in die Richtung der Gematrie, dass Gott mit Zahlenwerten versteckte Botschaften vermittelt. Für mich ist das Esoterik. Wenn man die Kontexte willkürlich mischt, hat das denselben Effekt.

Erarbeite erst einen Kontext durch. Die Ausgießung des Heiligen Geistes erfolgte am Tage der Pfingsten, also 50 Tage nach Passah. Wenn man schon Kontexte sucht, dann wäre das sogar naheliegender, dass Gott so 3000 Erstlinge im Geist hervorgebracht hat. Ja und nun? Was soll das nun bedeuten? Sind die 3000 auch eine versteckte Botschaft?

Einen Kontext, der mich etwas lehrt, sehe ich damit immer noch nicht. Für mich hätte die Ausgießung auch 70 Tage nach Passah kommen können. Dann würden Gematriker oder Esoteriker wieder einen Kontext zu 4 Mose 11 suchen. Man kann das alles so machen, aber was bringt das?

Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Verfasst: Di 26. Mai 2026, 09:15
von Helmuth
Isai hat geschrieben: Mo 25. Mai 2026, 13:52
Zippo hat geschrieben: Mo 25. Mai 2026, 10:48 War dieses Ereignis denn tatsächlich 50 Tage nach dem Schlachten des Passahlammes ?
Ja, sieben Wochen nach dem Passah in Ägypten.
Es waren aber mehr als sieben Wochen und ein Tag. Die Zeit der Wanderung vom Passah aus Ägypten bis zur Ankunft am Berg Horeb (bzw. Sinai) dauerte mindestens ganze zwei Monate. Hier dazu der biblische Beleg:
2. Mose 19:1 hat geschrieben: Im dritten Monat nach dem Auszug der Kinder Israel aus dem Land Ägypten, an ebendiesem Tag kamen sie in die Wüste Sinai.
Das ist ein sehr eindeutige Aussage, die man nicht umdeuten kann. Es sind also mehr als volle 2 Monate vergangen. Wenn man die Monate nach dem Mond auch mit nur 29 Tagen rechnet, sind also mindestens 58 Tage vergangen. Dann erst beginnt der 3. Monat. Und es dauerte dann noch mehrere Tage die Vorbereitung. Weitere zwei Tage sind hier dokumentiert:
2. Mose 19:11 hat geschrieben: ... und sie seien bereit auf den dritten Tag; denn am dritten Tag wird JHWH vor den Augen des ganzen Volkes auf den Berg Sinai herabsteigen.
Damit sind wir bei mindestens 60 Tagen, es waren vermutlich noch mehr. Die Rechung geht damit nicht auf. Auf Lütt-Spielchen gehe ich nicht ein und ich sehe es nicht gerne, wenn er andere damit beeinflusst.

Ich will nicht, dass ein Geist der Esoterik meine Brüder und Schwestern erfasst, darum meine versuchte Aufklärung. Nicht jede Auslegung ist sinnvoll. In dem Fall treffen nicht einmal die historischen Daten zu. Unser TE sagt eingangs:
Zippo hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 12:14 zeitlich gesehen gibt es eine klare Verbindung von Pfingsten mit dem Wochenfest, das 50 Tage nach dem Passahfest gefeiert wurde.
Er setzt die Verbindung schon voraus, aber er findet sie eigentlich nicht, sondern versucht sich auf Deutungen. Da bin ich in meiner Denkweise präziser. Die Tatsache allein, dass das Wochenfest kalendarisch mit der Ausgießung des Heiligen Geistes zusammenfällt, schafft noch keine klare Verbundung. Gott muss sie auch geben.

Man kann eine suchen, aber von Gott geoffenbart finde ich keine, sonst wäre das schon längst tradiert worden. So ist es eben thelogisches Deuten, wie es Juden wir Christen tun, nicht aber, dass Gott etwas dazu konkret gesagt hätte. Und Fakt ist für mich, dass es so auch keine unmittelbare Verbindung zum Bundesschluss am Sinai schafft.

Wenn Jesus sagt, dass wer sucht auch findet, dann meint er das sicher nicht auf eine Weise, dass du nach etwas suchen sollst, dass es gar nicht gibt. Ansonsten würde uns jeder Eigenwille erfüllt werden, also auch esoterisches Wunschdenken. Der Wille Gottes muss dazu schon weiter im Vordergrund stehen.

Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Verfasst: Di 26. Mai 2026, 09:20
von Corona
Es steht ja nicht 'nach drei Monaten' sondern im dritten Monat. Ganz genau am Neumond des dritten Monats.

Nissan/Iyar/Sivan

Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Verfasst: Di 26. Mai 2026, 09:26
von Zippo
Isai hat geschrieben: Mo 25. Mai 2026, 13:52
Zippo hat geschrieben: Mo 25. Mai 2026, 10:48 War dieses Ereignis denn tatsächlich 50 Tage nach dem Schlachten des Passahlammes ?
Ja, sieben Wochen nach dem Passah in Ägypten.
Mit dem Schlachten des Passahlammes in Ägypten begann für Israel eine neue Zeitrechnung. 2 Mo 12,2.... Am 15 Tage des 2 Monats, das sind etwa 5 Wochen bzw. 50 Tage, kam Israel in die Wüste Sin 2 Mo 16,1. Sie hatten gerade das Meer überquert und fingen an zu murren, daß sie nun in der Wüste verderben würden. Da versprach Gott Brot vom Himmel regnen zu lassen, damit Israel in der Wüste leben kann.
Das hat auch einen Bezug zu dem Herrn Jesus:
[Joh 6,32-33] Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahrhaftige Brot aus dem Himmel. Denn das Brot Gottes ist der, der aus dem Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt.
Aber mit dem Bundesschluß vom Sinai hat das noch nichts zu tun. Der kam erst im 3 Monat nach dem Auszug aus Ägypten. 2 Mo 19,1-8

Es gibt zwar eine heilsgeschichtliche Parallele zwischen den Ereignissen der ersten und der zweiten Bundesschließung, das beweist ja 1 Kor 10,1... , aber zeitlich gesehen paßt das Wochen- bzw. Pfingstfest nicht zu der Zeit, wo der Bund vom Sinai geschlossen wurde. Da vergingen 3 Monate, seit des Auszugs aus Ägypten.

Das Wochenfest war ein Fest, wo Erstlinge geopfert wurden, vor allem vom Weizen und das hat eigentlich mehr eine Beziehung zu der Ausgießung des Heiligen Geistes. Da gab es ja auch Erstlinge. Der Herr Jesus war ein Erstling, der sagte, daß er einem Weizenkorn gleich sterben müße, damit er viel Frucht bringt.
[1. Kor 15,23-24] Jeder aber in seiner eigenen Ordnung: Der Erstling, Christus; dann die, die des Christus sind bei seiner Ankunft; dann das Ende, wenn er das Reich dem Gott und Vater übergibt, wenn er weggetan haben wird alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht.
Und diese Frucht kam dann auch, nachdem der Heilige Geist seine Tätigkeit aufgenommen hatte.
Jak 1,18
Nach seinem eigenen Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit gezeugt, damit wir eine gewisse Erstlingsfrucht seiner Geschöpfe seien.
Es gab auch regionale Erstlinge:
1 Kor 16,15
Ich ermahne euch aber, Brüder: Ihr kennt das Haus des Stephanas, dass es der Erstling von Achaja ist...
Der Erstling bzw. die Erstgeburt hat bei Gott eine ganz besondere Bedeutung. Warum mußte schon im AT von den Erstlingen dem HERRN geopfert werden ? 1 Mo 4,4

Zu Zeit des Wochenfestes gab es jedenfalls auch Erstlinge und sie werden nicht eben zufällig mit der Weizenernte verglichen. Aber es verlagert sich wieder auf die geistige Ebene.
Hier zeigt sich auch, wie der Heilige Geist das Gesetz beleuchtet, der eben nicht nur die Weizenernte, sondern auch schattenhaft die Frucht vorwegnimmt, die er nach seinem Erscheinen in Jerusalem bewirkt.

Gruß Thomas

Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Verfasst: Di 26. Mai 2026, 10:19
von Corona
Wann ist Neumond des dritten Monats? Wieviele Tage nach Auszug aus Ägypten? 15 + 30.

Dann Neumondfest, Reinigung .....

Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Verfasst: Di 26. Mai 2026, 10:42
von Helmuth
Vorweg: Alter Beitrag gelöscht und nun korrigert:
Corona hat geschrieben: Di 26. Mai 2026, 09:20 Es steht ja nicht 'nach drei Monaten' sondern im dritten Monat. Ganz genau am Neumond des dritten Monats.
Das war nicht das Problen, denn ich rechnete auch nur mit 2 Monaten, aber es gibt dennoch bei mir einen Rechenfehler, weshalb ich mich nun korrigiere. Und zwar ist der erste Monat nur ein halber Monat, da die Wanderung erst am 15. begann. Mea cupla! 8-)

Also ca. 14 Tage der Wanderung fielen auf den ersten Monat und 29 für den zweiten ergeben dann 43 Tage + 2 Tage für die Vorbereitung sind dann 45. Es wäre also möglich, wenn die Ankunft am Monatsbeginn erfolgte. Mein Beitrag an Isai ist damit hinfällig. Was aber zeigt das? Wer sich irrt, der irrt sich auch richtig und ist mir damit passiert.

Es ist also theoretisch möglich, dass die Gesetzgebung am 50. Tag erfolgte. Aber ist es nun Zufall oder göttliche Fügung? Es bleibt an sich weiter mein Denkansatz, dass wir keine willkürliche Paralle schaffen können. Gott muss das tun druch sein Wort. Und dazu finde ich keines.

Ich lege das so aus, dass ein direkter Zusammenhang von Gott auch gegeben worden wäre. Welches Torah-Wort wäre das? Oder ging es verloren? Und so kommen wir in das Feld der Spekulation, was ich ablehne.

Wenn Gott Dinge wichtig sind, dann redet er auch dazu. Er lässt uns seinen Willen nicht erraten oder überlässt das unserem von Sünde geprägtem Denken. Gott redet von einem Erstlings-Fest. Was hat das mit dem Bundesschluss zu tun? dieselbe Frage stelle ich auch bezüglich der Ausgießung des Heiligen Geistes. Für mich ist das Fakt, aber welcher Bezug besteht zum Erntedankefest?

Ich hätte dazu einen viel pragmatischeren Ansatz. Es waren zu dem Zeitpunkt mehrere 100.000 Juden in der Stadt Jerusalem, weil jeder Jude (korrekt Israelit) nach dem Gesetz zum Wochenfest pilgern soll, wie es Mose angeordnet hatte. So erreichte der Heilige Geist durch die erste Predigt des Apostels Petrus damit gleich etwa 3.000 Herzen an einem Tag:
Apg.2-37-41 hat geschrieben: Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder? Petrus aber spricht zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele irgend der Herr, unser Gott, herzurufen wird. Und mit vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie, indem er sagte: Lasst euch retten von diesem verkehrten Geschlecht! Die nun sein Wort aufnahmen, wurden getauft; und es wurden an jenem Tag etwa dreitausend Seelen hinzugetan.
Gott weiß schon was er tut, sage ich immer. Gematrische Spielchen sind es aber nicht.

Re: Pfingsten-Wochenfest-Fest der Erstlinge

Verfasst: Di 26. Mai 2026, 11:35
von Corona
Früher gab es keinen festen Kalender wie heute, sondern der Mond musste gesehen werden von zwei Zeugen. Je nach Wetter ist nicht klar ob es 29 oder spätestens 30 Tage waren für einen Monat.

תורה שבעל פה ist umfangreicher und detaillierter als תורה שבכתב