Gegen die Lehre der Inspiration

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Hoger
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Hoger »

Ziska hat geschrieben: Do 3. Apr 2025, 19:44 Du darfst gerne weiter Steine umdrehen und Zweifel sähen.
Genau das ist, was die moderne Bibelkritik, die Literatur-Kritik bewirkt = Zweifel und Glaubensabfall und Helmuth ist hier der Aktivste in dieser Sparte
Erforsche mich. Ewiger, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!
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Hoger
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Hoger »

Hier ist die Inspiration sehr Nachvollziehbar in 5 Schritten dargestellt
(Stamps-Bibel)
1Kor 2,13
Und davon reden wir, nicht mit Worten, wie menschliche Weisheit sie lehrt, sondern mit Worten, wie der Geist sie lehrt, indem wir für Geistliches geistliche Bilder brauchen.
————————
'indem wir für Geistliches geistliche Bilder' 'brauchen'; oder 'indem wir geistliche Wahrheiten' 'für geistliche Menschen auslegen'
MIT WORTEN, WIE DER GEIST SIE LEHRT.
Obwohl Paulus hier über sein Predigen schreibt - dass es von Gott kommt und vom Geist geführt ist -, so deuten Verse 9-13 auch auf die Schritte hin, wie der Heilige Geist die Bücher der Heiligen Schrift (d.h. Gottes Wort) inspiriert hat.
Schritt 1
: Gott wollte der Menschheit seine Weisheit vermitteln (V. 7-9). Bei dieser Weisheit ging es um seine Pläne und Absicht, uns durch das Leben, den Tod und die Auferstehung seines Sohnes Jesus mit sich selbst zu versöhnen, damit wir eine persönliche Beziehung zu ihm haben können (vgl. 1,30; 2,2.5).
Schritt 2: Gottes Wahrheit und Weisheit werden der Menschheit nur durch den Heiligen Geist offenbart (V. 10). Der Geist kennt Gottes Gedanken ganz und gar (V. 11), da auch er Gott ist
Schritt 3: Gottes Offenbarung wurde auserwählten Gläubigen durch die in ihnen wohnende Gegenwart des Geistes gegeben (V. 12; vgl. Röm 8,11.15).
Schritt 4: Die Verfasser der Bibel schrieben auf, was sie vom Heiligen Geist lernten (V. 13). Der Geist hat nicht nur die Gedanken der Schreiber gelenkt, sondern auch ihre Worte (vgl. Ex 24,4; Jes 51,16; Jer 1,9; 36,28.32; Ez 2,7; Mt 4,4), sodass sie genau das ausdrückten, was Gott vermitteln wollte. Gleichzeitig war die Führung des Geistes in der Vermittlung der Wahrheit Gottes jedoch nicht mechanisch oder unpersönlich; der Geist bediente sich des Wortschatzes und individuellen Stils des Schreibers.
Schritt 5: Gläubige können die von Gott inspirierte Schrift verstehen, wenn sie ihren Inhalt mit der Hilfe und Einsicht des Heiligen Geistes untersuchen (V. 14-16). Der Geist Gottes gab sowohl die Gedanken als auch die Wortwahl der Heiligen Schrift ein. Kein einziger Verfasser benutzte ein falsches Wort oder einen unpassenden Ausdruck. Der Heilige Geist hat Gottes Wort vor allen Fehlern und Unwahrheiten bewahrt
Erforsche mich. Ewiger, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!
Heinz Holger Muff
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Heinz Holger Muff »

Abischai hat geschrieben:Gott wollte, daß genau das aufgeschrieben und erhalten bleibt, was in der Bibel vorliegt
:thumbup: Gem. Jesaja 40;8 sorgt Gott nämlich dafür, dass alles was von ihm eingehaucht wurde (s.dazu 2.Petr. 1;2o,21,)für alle Zeiten auch bestehen bleibt:
8 Das Gras ist verdorrt, die Blume ist verwelkt. Aber das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit.
"Vom Vater der Himmelslichter kommen nur gute und vollkommene Gaben. Bei ihm gibt es keine Veränderung, auch nicht den Hauch eines Wechsels."
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Magdalena61
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Magdalena61 »

Helmuth hat geschrieben: Do 3. Apr 2025, 19:21 Nach dem Mehr-Zeugen-Prinzip zur Wahrheitsfindung sollten sich doch wenigstens zwei oder drei Stellen finden lassen, die zeigen, dass die Propheten und Apostel bzw. Autoren und Redakteure einen Sachverhalt per Inspiration von Gott erhalten hatten, von dem sie zuvor nichts gehört oder gelesen hatten.

Ist diese Forderung etwa zu hoch? Oder ist der Gedankengang zu hoch?
Warum suchst du nicht selbst?
2. Sam. 23,3 (LUT): Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und sein Wort ist auf meiner Zunge.
Gal. 1, 11-12 (LUT): Denn ich tue euch kund, Brüder und Schwestern, dass das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht von menschlicher Art ist. Denn ich habe es nicht von einem Menschen empfangen oder gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.
1. Kor. 2,13 (LUT): Und davon reden wir auch nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.
1. Thess. 2,13 (LUT): Darum danken wir auch Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort der göttlichen Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Wort Gottes, der in euch wirkt, die ihr glaubt.
Das hier ist wahrscheinlich der Schlüssel:
Joh. 8,47 (LUT): Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von Gott seid.
Joh. 10, 23-28 (LUT): Und Jesus ging umher im Tempel in der Halle Salomos. Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange hältst du uns im Ungewissen? Bist du der Christus, so sage es frei heraus.
Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir. Aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen. 

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
In Vers 4 sagt Jesus: ... die Schafe ... kennen seine Stimme.

Anders und auf's Thema bezogen gesagt: Die Schafe Jesu erkennen seine Stimme, wenn Er spricht. Sie erkennen die Stimme in den Testamenten, die durch den Geist Gottes inspiriert sind, welcher Menschen, die Ihm ergeben waren, führte, sie so zu schreiben, wie sie es getan haben.

Wenn jemand das nicht erkennen kann; wenn er die Stimme des Guten Hirten nicht in seinem Wort "hört", dann muss er sich schleunigst aufmachen und den Hirten suchen.
LG
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Helmuth
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Helmuth »

Magdalena61 hat geschrieben: Fr 4. Apr 2025, 01:03 Warum suchst du nicht selbst?
Das habe ich schon und wurde nicht fündig. Aber fürs erste möchte ich dir meinen ausdrücklichen Dank aussprechen, denn du bis die einzige, die auch diskutable Schriftstellen vorlegt. Nun haben wir endlich eine Gesprächsgrundlage, während andere weiter nur ihre eigenen Gedanken vortragen, und diese habe oft nicht einmal etwas mit dem Thema zu tun.

Aber dennoch tut es mir leid, ich kann deine Zeugnisse leider nicht als Beleg gelten lassen. Ich gehe aber gerne darauf ein, weil das auch der Sinn und Zweck des Themas ist als nun auch über schädliche Auswirkungen zu reden. Es geht um den Nachweis des Empfanges als in die Gedanken eingegeben oder nicht. Dazu nun meine Stellungnahmen:
2. Sam. 23,3 (LUT): Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und sein Wort ist auf meiner Zunge.
David bezeugt damit, dass er getrieben vom Heiligen Geist geredet hat, nicht wie das Wort an ihn ergangen ist. Meist waren es Propheten oder Priester, durch die er Gott befragt hatte, die zu ihm geredet haben. Getrieben vom Geist Gotte reden hoffentlich alle Christen, ansonsten hätten sie gar nichts zu verkündigen. Auf diese Weise redet der Heilige Geist auch durch uns alle. Woher haben wir die Worte Gottes? Paulus lehrt das im Römerbrief.
Gal. 1, 11-12 (LUT): Denn ich tue euch kund, Brüder und Schwestern, dass das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht von menschlicher Art ist. Denn ich habe es nicht von einem Menschen empfangen oder gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.
Paulus hatte mit Jesus persönliche Begegnungen und er erhielt weitere Gesichte bzw. besuchten ihn Engel. Dies bestätigt er teilweise auch selbst in den Briefen und bezeichent diese Begegungen als Offenbarungen, was sie m.E. auch sind.

Ihm wurde dabei nichts eingegeben, sondern es wurde zu ihm geredet, wie das mit allen Propheten auf ähnliche Weise geschehen ist. Das klarste Zeugnis liefert Lukas aus Apg. 9:3-6. Paulus bezeugt diese Begegnung später auch selbst vor jüdischen Herrschern.
1. Kor. 2,13 (LUT): Und davon reden wir auch nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.
Dass uns der Heilige Geist lehrt ist der Wille Gottes. Dazu können wir in diesem Thread fortsetzen: Wie lehrt uns der Heilige Geist?

Dieses Lehren ist allerdings keine Eingabe! Diese Denkweise bringt viele falsche Propheten auf den Plan, die vorgeben Jesus habe zu ihnen geredet oder sie halten sich sogar für Christus selbst. Darum warnt Jesus auch eindringlich vor ihnen. Er wusste also wie sehr solche z.B. durch falsche Theologie und nicht vom Heilge Geist motivert werden.

In erster Linie sind es m.E. anfänglich übersteigerte Erlebnisse, die nicht genügend geprüft werden, sich dann aber zu einer Praxis entwicklen. In meinem Gemeindumfeld laufen immer wieder solche aufgeblasene Christen herum, welche die übrigen mit der Zeit tatsächlich für prophetisch besonders begabt halten.
1. Thess. 2,13 (LUT): Darum danken wir auch Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort der göttlichen Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Wort Gottes, der in euch wirkt, die ihr glaubt.
Paulus hat das Evangelium durch Offenbarung wie zuvor geschrieben und die durch ihn Bekehrten hatten es von ihm. Er hat ihnen nichts "eingegeben" sondern zu ihnen geredet. Dass das Evangelium nicht Menschenwort ist, wird jedem mit der Zeit gleichermaßen offenbar, wenn er die Wirkung an sich selbst erkennt, was das Evangelium aus ihm gemacht hatte. Dann hat es ihn auch der Heilige Geist gelehrt.
Joh. 8,47 (LUT): Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von Gott seid.
Sehr gute Stelle, aber eben kein Beleg. Warum nicht? Jesus spricht nicht von einer physischen Wahrnehmung, sondern über den Unterschied an Gott zu glauben oder sich das nur einzureden. Das Hören bedeutet hier kein akustisches Hören, sondern ist auf den Gehorsam bezogen. Nur wer auf Gott "hört", sprich ihm gehorsam ist, der ist aus Gott.

So versuche ich die ganze Zeit zu erklären, aber auch auf mich hört man nicht, dass Gott uns nicht so geschaffen hat. dass wir die Worte anderer, völlig egal wer, via Inspiration erhalten könnten. Wenn dem der Fall ist, dann sollte man sich untersuchen lassen, ob nicht vielleicht eine geistige Störung vorliegt oder ob dich gar Dämonen heimsuchen.
Magdalena61 hat geschrieben: Fr 4. Apr 2025, 01:03 Anders und auf's Thema bezogen gesagt: Die Schafe Jesu erkennen seine Stimme, wenn Er spricht. Sie erkennen die Stimme in den Testamenten, die durch den Geist Gottes inspiriert sind, welcher Menschen, die Ihm ergeben waren, führte, sie so zu schreiben, wie sie es getan haben.
Das würde ich nicht anders auslegen und dem stimme ich zu, bis eben auf das missverstandene "inspiriert". Doch wie redet dann der Heilige Geist zu dir? Ich bin noch nicht ausreichend darauf eingegangen, dass die schriftlich abgelegten Zeugnisse des Wort Gottes die gleiche Wirkung haben wie gesprochene Worte.

Aber sie können niemals erst in den Gedanken in dir entstehen. Dieser These steht schlicht das Wort Gottes selbst entgegen mit mehreren 1000 Zeugnissen. Hier die Liste: https://www.csv-bibel.de/suche/Gott%20_ ... 0L%3Dreden

Was ist unser Problem? Und meines war es auch lange Zeit. Man liest die Schrift mit der von der Gemeindelehre veliehenen Brille "Alle Schrift ist inspirert" und prägt es sich ein. Ich bin nicht anders darauf eingeschworen worden und wusste es nicht besser. Doch es bleibt nur eine Brille, die den Denksinn manipuliert.

Sie hat zumeist keine schädigende Wirkung, belässt man es einfach bei der Theologie und glaubt ansonsten was die Schrift lehrt, d.h. man wendet es gar nicht an. Aber sie bewirkt bei Fehlgeleiteten, z.B. emotional leicht beeinflussbare Menschen, die denken via Inspiration Worte Gottes empfangen zu haben, und diese verführen damit andere. Sie sind gefühlsgesteuert.

So folgen dem leider auch andere Brillenträger, die auch glauben, dass Gott so zu uns sprechen kann und diese Person ist dazu nun auserwählt worden. Viele erkennen den Irrtum erst, wenn sich sektiererische Anzeichen erkennen lassen, aber andere werden so weiter manipuliert und einige fallen damit vom Glauben sogar ab. Würden sie aber besser gelehrt werden, fielen viele auf solche Scharlatanerie schon von vornherein nicht herein.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Hoger
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Hoger »

Helmuth hat geschrieben: Fr 4. Apr 2025, 08:40 Was ist unser Problem? Und meines war es auch lange Zeit. Man liest die Schrift mit der von der Gemeindelehre veliehenen Brille "Alle Schrift ist inspirert" und prägt es sich ein. Ich bin nicht anders darauf eingeschworen worden und wusste es nicht besser. Doch es bleibt nur eine Brille, die den Denksinn manipuliert.
Diese, von der Bibelkritik schon seit vielen Jahrzehnten These der Gemeindelehren, unter die deine "Brille" fällt, nennen Christen "Führung durch den Heiligen Geist". Den Bibelkritikern - wie auch dir - ist diese Führung abhanden gekommen, sie versuchen alles aus dem menschlichen Begreifen her zu erklären
10 Uns nun offenbarte es Gott durch seinen Geist. Denn der Geist ergründet alles, auch die Tiefen Gottes. 11 Denn wer von den Menschen kennt die (Dinge) des Menschen, als nur der Geist des Menschen in ihm? So weiß auch niemand die (Dinge) Gottes, außer der Geist Gottes. 12 Wir aber bekamen nicht den Geist der Welt, sondern den Geist von Gott, damit wir die uns von Gott geschenkten (Dinge) wissen, 13 von denen wir auch sprechen, nicht in von menschlicher Weisheit gelehrten Worten, sondern in vom Heiligen Geist gelehrten, Geistlichen geistliche (Dinge) erklärend

Maurice A. Robinson und William G. Pierpont, Das Neue Testament Deutsch, übers. von Peter M. Streitenberger (Ahrensburg: tredition GmbH, 2024), 1. Kor 2,10–13.
Es wird immer auffälliger Helmuth, dass du aus deinem menschlichen Geist heraus diskutierst. Du musst es mit deinem menschlichen Geist begreifen. Bibelstellen dienen zur Untermauerung deiner Lehre und werden mit dem Verstand auseinandergenommen, seziert und neu geordnet. Und die Heilige Schrift zur Baustelle deines Verstandes

Mir scheint es so, Helmuth, dass du die Führung und den Glauben durch den Heiligen Geist verloren hast
Dir scheint - so wie Magdalena schreibt - der Hirte abhanden gekommen zu sein
Erforsche mich. Ewiger, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!
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Kingdom
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration - Schlussplädoyer

Beitrag von Kingdom »

Helmuth hat geschrieben: Do 3. Apr 2025, 07:09 Jesus bestätigt, dass die Entlassungsregeung von Mose gegeben wurde.
Das er der Überbringer ist, wird bestätigt aber nicht das er eigenmächtig Gesetze erliess. Das lesen wir weder im Tenach oder eben von Jesus. Der Grund warum das Gesetz so gegeben/überbracht wurde steht dort und nicht mehr!

Es gab JHWH oder Mose, der dazu von JHWH autorisiert war.
Mose war Prophet und er erhielt die Weisung direkt von JHWE, es steht nirgends das er selber Gesetze erlassen hat, bezüglich Stiftshütte, Opferdienst oder was auch immer, er tat das was ihm beauftragt wurde.
Daher sollte einleuchten, dass er kein einziges Wort durch Eingebung erhalten hatte.
So steht es aber nicht im Tenach. Propheten sind nicht Könige, die hören immer was Gott dazu meint und Mose hatte immer diesen direkten Draht nach oben. Sein Fehler ist bekannt. Das er eigenmächtig Gebote erlassen hat dafür hat ihn Gott nicht gerügt und auch Jesus nicht. Deine Aussagen sind so was von falsch und nun ist schon alles von Ihm selbst? Die Plagen und das er zum Pharo ging, hat er das auch selbst erdacht?
Dazu hatte er offensichtlich nicht Gott befragt, und dieser hätte unmöglich gegen seine eigenen Gebote etwas erlassen.
Es war die Schöpfungs Ordnung im Pardies. Wenn man den Weg schaut von Noah, Abraham, Mose bis hin zu Jesus sehen wir das auch Abraham nicht einfach alles als Gebot auferlegt wurde, was im Paradis Schöpfungs Ordung war und das da ein Weg war, Schritt für Schritt in der Heiligung. Vom zieh aus aus UR, bis hin eben zu den Geboten am Sinai, bis eben zu dem was Jesus lehrte und durch sein Wirken kam. Bei Noah das sie assen sie Fleisch und nicht so wie im Pardies die Ordnung war, das sie nur Planzen assen. Der Herr berücksichtigte den Weg des Menschen, beim Erlass von Ordnungen.

Das ist mir bewusst, aber warum vergleichst meine Art mit Atheisten? Bin ich etwa einer? Ich beurteile keine Sache so, dass ich das Kinde mit dem Bade ausschütte. Wenn aber etwas uneingeschränkt gilt, das also auf "alle Schrift" zwingend seine Anwendung finden muss, dann ist bereits ein einziges Gegenbeispiel Beleg genug, dass diese These nicht stimmt.
Nun deine Argumentation ist auf jeden Fall gleich. Der einzige Unterschied ist, der Atheist verwirft gleich die ganze Bibel wenn er etwas nicht versteht, du gefühlt schon fast die Halbe wenn nicht mehr, mit deinen Auslegungen.
Abgesehen von dieser Tatsache gibt es den existentiellen Prozess einer Eingebung nun mal nicht.
Sicher ist die Schrift von Gott inspiriert und eben von Geist inspirierten eben bestätigt und eben seit jeher gibt es solche die das leugnen, weil sie die Heiligkeit des gesamten Werkes nicht verstehen, das uns gegeben wurde.

Du hast mir keine Bibelstelle vorgelegt. Darum habe ich aber gebeten, ansonsten müht ihr euch unnötigerweise ab. Das gilt gleichermaßen für mich, nur lege ich für meine Sichtweisen auch schrfitliche Grundlagen vor, wie zuvor Jesu Aussagen über den Scheidebrief. Bringt bitte Stellen, die zeigen, ein Wort Gottes wurde nach eurer Vorstellung eingegeben, widrigenfalls glaubt ihr nur an eine These.
Doch und es gibt unzählige davon, hier noch eine:
2Mo 33:11 Jahwe redete direkt mit Mose, so, wie ein Mann mit seinem Freund redet.
Es steht im ganzen AT wie Gott zu seinen Propheten redete und das Mose eben nicht eigene Gesetze erlassen hat und sowohl Opferdienst und Stiftshütte in allen Details, nicht einfach eine Errfindung Moses war, wo er selber Gesetze und Gebote erliess.

Mose musste auch nicht sich selbst bestätigen, sondern alles was ihm der Herr gab, wurde bestätigt durch das direkte wirken Gottes und die welche im widerstrebten, ist bekannt wie Gott sie schlug, als direkte Folge des widerstreben.

Segen und Fluch, war die die Bestätigung. Der Geist Gottes der die Stiftshütte weihte, war die direkte Bestätigung und auch dort empfing Mose Weisung von Gott bins ins feinste Detail.
5Mo 30:15 Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Böse.
Er hat es vorgelegt, nicht selber entschieden und ja hier ging es ums ganze Gesetz um alle Gebote von den Jesus sagte, kein Strichlein wird fallen.

Jesus hat nicht gesagt, Mose hätte eigene Gesetze erlassen. Das ist und bleibt deine Auslegung.

Es steht lediglich das ein Gebot um der Hartherzigkeit der Herzen willen gegeben wurde und nicht das es eine erfindung Mose war und das es im Pardies, so war wie Jesus es erklärte.

Die Diskussion war ja warum lehrst Du Jesus anders als das Gesetz und Jesus sagte lediglich warum es so gegeben wurde durch Mose und das er von dem spricht, was wieder sein wird und eben einmal war im Paradies.

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Helmuth
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration - Schlussplädoyer

Beitrag von Helmuth »

Kingdom hat geschrieben: Fr 4. Apr 2025, 12:08 Nun deine Argumentation ist auf jeden Fall gleich. Der einzige Unterschied ist, der Atheist verwirft gleich die ganze Bibel wenn er etwas nicht versteht, du gefühlt schon fast die Halbe wenn nicht mehr, mit deinen Auslegungen.
Ich würde sagen wir legen nur unterschiedlich aus. Aber ja, ich priorisiere das Wort. Petrus Wort drei Hütten für den Herrn zu bauen halte ich nicht gerade für geistlich sehr relevant, ist aber nach deiner Prämise auch das"inspirierte" Wort Gottes. Wer brachte Petrus auf den Gedanken? Der Heilige Geist? Oder nehmen wir diese Stelle, wo Jesus zu ihm so geredet hatte:
Mk 8,33 hat geschrieben: Er aber wandte sich um, und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: "Geh hinter mich, Satan! Denn du sinnst nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist."
Jesu Wort ist unbestritten getrieben vom Heilgen Geist gesprochen, aber auch die Worte des Petrus? Sie stehen aber in der Bibel. Ich weiß, dass damit die Niederschrift gemeint ist, nicht was Petrus gesagt hatte. soviel Grips besitze ich noch, aber es ist derselbe Unsinn, wenn man genauer nachdenkt, und vor allen hat es Konsequenzen. Davon rede ich.

Ist dir schon mal bewusst geworden, wenn mal solche Prämissen erstellt, dass man sie dann auch über die gesamte Schrift stellt, und zwar dass damit solche zu Dogmen erhöhten Aussagen einen höheren Rang als jedes einzelne Wort Gottes haben? Es diktiert wie ausgelegt werden muss und ersetzt die Aufgabe des Heiligen Geistes, die eigentlich seine wäre.

Und dann kommen gewisse Leute sogar auf den Plan anderen den Heiligen Geist abzusprechen. Mach dir mal bewisst, was Theologie so alles anrichtet! Man könnte hier sagen, dass es vom Teufel ist. Wobei ich wieder betonen möchte: Die These rein mal nur so anzunehmen, ist nicht das Problem, denn darin lenkt uns schon der Geist, aber sie gegen andersdenkende Brüder einzusetzen um sie abzuwerten ist für mich wider die gebotene Bruderliebe.
Kingdom hat geschrieben: Fr 4. Apr 2025, 12:08 Doch und es gibt unzählige davon, hier noch eine:
2Mo 33:11 Jahwe redete direkt mit Mose, so, wie ein Mann mit seinem Freund redet.
An dem Beispiel demonstrierst du für mich 1:1, wie nun zum Tragen, dass wir wohl beide an das Wort glauben (ich denke du glaubst das nicht anders als ich), aber wir legen Dinge unterschiedlich aus. Und es betrifft nicht einmal das Wort Gottes, das ist auch das Teuflische an der Sache, dass Sachverhalte durcheinander geworfen werden.

Du sagst unzählige und es sind vermutlich die Stellen, die ich schon als Liste vorgelegt habe. Diese Aussage ist darin jedenfalls enthalten. Was nun ist der Unterschied? Ich setzt keine Brille auf, wenn ich das Wort lese, dass ich dieses Wort für "inspiriert halte", denn ich lese, dass es gesprochen wurde. Ich kann ja lesen.

D.h in dem Fall definiert man lediglich den Begriff "sprechen" auf "eingeben" um. Wenn ich Begriffe anders setze, dann ändert das zwar an ihrem Sinn nichts, nur wird eine Auslegung auch in eine andere Richtung geführt, eben weil Theologie darübergestüpt wird, die ohne Berücksichtung des Heiligen Geistes, was er dir sagen will, dir andere Dinge einredet, die gar nicht das Wort selbst betreffen. Es zählt aber dann wie die Theologie darüber urteilt und nicht mehr was Gott sagt.

Und nun ist die Bedeutung des Begriffes "eingeben" doch eine andere und damit kein Beleg, denn es steht geschrieben: "Jahwe redete ...". Die Bedeutung "reden" hat der Begriff nach der Setzung eben nicht.

Oder erkennst du nicht, dass uns die Theologie immer wieder nur einen Bären aufbindet? Sie will dir, was unser Thema betrifft, einreden, dass historische Ereignisse keine Seele beobachtet haben musste, es bedürfte demnach nicht eines einzigen Zeugen, denn dem Autor wurden bei der Niederschrift alle historischen Abläufe Wort für Wort "eingegeben" und das zu 100% fehlerlos. Nun, wer's glaubt soll damit selig werden. ;)

Es maßt sich die Theologie immer wieder an gelehrter als der Heilige Geist zu sein und alles besser zu wissen, in unserem Fall wie es historisch tatsächlich zur Niederschrift gekommen ist.

Dazu meine vereinfachte These: "gesprochen --> gehört -- > geschrieben". Der Autor, der Sachverhalte niederschreibt, muss demnach über entsprechend zuverlässige Zeugen verfügt haben, ansonsten schreibt er nur eine Dichtung oder eine Legende.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration - Schlussplädoyer

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Helmuth hat geschrieben: Fr 4. Apr 2025, 15:02 Jesu Wort ist unbestritten getrieben vom Heilgen Geist gesprochen, aber auch die Worte des Petrus? Sie stehen aber in der Bibel. Ich weiß, dass damit die Niederschrift gemeint ist, nicht was Petrus gesagt hatte. soviel Grips besitze ich noch, aber es ist derselbe Unsinn, wenn man genauer nachdenkt, und vor allen hat es Konsequenzen. Davon rede ich.
Der Heilige Geist schenkt uns in dieser Mitteilung über Petrus Wunsch, einen Einblick in eine Ausnahmesituation der geistigen Erfahren und die Möglichkeit dabei zu versagen.

Ich finde es hilfreich dass dieser Text in der Heiligen Schrift steht.

Und wir daraus lernen können
Erforsche mich. Ewiger, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!
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