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Re: Pater Pio - Für und Wider

Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 14:52
von Magdalena61
Johncom hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 03:02Was ist überhaupt ein Mantra und was ist der Unterschied zu einem Gebet.
Das habe ich gerade erklärt.
50 Mal das Gleiche wiederholen innerhalb einer Gebetszeit... da schaltet Gott doch auf Durchzug. Wie würdest du es finden, wenn jemand so mit dir redet? Und dann besitzt er noch die Frechheit, gar nicht mit den Chef reden zu wollen, oder eben nur mal so nebenbei, sondern er widmet der Putzfrau, die er zur stellvertretenden Chefin erhöht, die meiste Zeit und nennt das dann "Gebet".

Den Rosenkranz würde ich als "Frömmigkeitsübung" bezeichnen... eine von dieser Sorte Kol. 2,23
Johncom hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 03:02Aus distanzierter Sicht besteht jeder christliche Gottesdienst aus Ritualen.
Wenn das Herz nicht mit dabei ist, praktiziert man tatsächlich leere Rituale; man spult ein Programm ab oder nimmt an einem solchen teil. Das ist in evangelischen Gottesdiensten aber nicht anders-- auch dann, wenn der Fokus auf der Predigt liegt. Das "Außenherum" ist ja auch standardisiert.
Luther ließ sich mit einer Rosenkranz-Gebetskette abbilden!
Ausgerechnet Luther? Hatte er das bestellt? Oder wurde da nachträglich etwas "korrigiert"?
Es macht keinen Sinn, Traditionen abzuwerten.
In diesem Sinne könnte man ja alles laufen lassen, Fehlentwicklungen inklusive.
Alle Religionen kennen Wiederholgebete, in allen praktizierenden Gemeinschaften werden Perlenketten benutzt. Buddhisten, Hindus, Muslime …. es sind betende Menschen, also Real-Gläubige und weniger die Schriftdogmatiker.
Hat Jesus den Frommen die Leviten gelesen oder den Schriftfixierten?
Jesus sagte unmißverständlich... mir scheint, ich sollte das mal zitieren, eventuell sind die Verse doch nicht so bekannt, wie ich annahm:
Matt. 6, 7-8 (LUT): Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.
Aus christlicher Sicht sind Buddhisten, Hindus und so weiter: Heiden. Und wir sollen deren religiöse Rituale nicht nachahmen.
Johncom hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 03:02Die Frage, wende ich mich an Jesus oder Maria macht sowohl Jesus als Maria zu einem Götzen, dann wendet man sich an Halbgötter und ist zurück in der heidnischen Vorstellung.
Wie bitte?
:)
Ist die Bibel nun das Fundament des jüdischen und christlichen Glaubens oder ist sie das nicht?
LG

Re: Pater Pio - Für und Wider

Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 14:55
von Hoger
Magdalena61 hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 14:50 Deren Glaube ist fundiert, sie nötigen ihre Gesprächspartner nicht, man unterhält sich gerne mit ihnen.
Sie provozieren nicht Abwehrkämpfe ohne Unterlass.
Sie nehmen Rücksicht darauf, dass Evangelikale bestimmte Glaubensinhalte nicht mittragen können und bestehen nicht darauf, von Nichtkatholiken bestätigt zu werden.
Darf ich das jetzt mal als "Sticheln und Stänkern" bezeichnen?

Die Abwehrkämpfe kommen nicht von mir und wenn man als Evangelikaler so viel Wert auf die eigenen Glaubensinhalte legt - warum darf das ein Katholik dann nicht auch

Das Forum gibt sich hier nicht als evangelikales Forum zu erkennen - von daher verstehe ich die Ausgrenzung des katholischen Glaubens nicht

Re: Pater Pio - Für und Wider

Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 15:15
von Abischai
Hoger hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 14:55 Darf ich das jetzt mal als "Sticheln und Stänkern" bezeichnen?
Wenn Dir das was gibt...

Dieses Forum ist getragen von Christen, die andern Menschen, egal wem, eine verantwortungsvolle Plattform geben, sich zu äußern und Antworten zu bekommen, und einfach auch mal "plaudern" zu können, was andernorts so nicht möglich ist. Wenn wir aber etwas sehen, was unserer Ansicht nach toxisch ist, dann weisen wir mit Nachdruck darauf hin. Täten wir das nicht, wären für Pfeifen sondersgleichen, sind wir aber nicht.

Magdalena16 hat sehr viel herausgesucht und hier zur Begutachtung vorgelegt. Das hat was mit Verantwortung zu tun. Von Dir kommt hingegen nur liebsäuselnde Werbung, sich doch bitte kritiklos auf etwas einzulassen, was absolut tabu ist! Du findest das toll, wir finden das greulich. Das ist nicht ganz das gleiche. Aber Sticheln und Stänkern ist was anderes, das dürfte allein unser beider Disput in den letzten Tagen wohl verdeutlichen.

Re: Pater Pio - Für und Wider

Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 15:20
von Hoger
Abischai hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 15:15
Hoger hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 14:55 Darf ich das jetzt mal als "Sticheln und Stänkern" bezeichnen?
Wenn Dir das was gibt...

Dieses Forum ist getragen von Christen, die andern Menschen, egal wem, eine verantwortungsvolle Plattform geben, sich zu äußern und Antworten zu bekommen, und einfach auch mal "plaudern" zu können, was andernorts so nicht möglich ist. Wenn wir aber etwas sehen, was unserer Ansicht nach toxisch ist, dann weisen wir mit Nachdruck darauf hin. Täten wir das nicht, wären für Pfeifen sondersgleichen, sind wir aber nicht.
Steht dir zu - ebenso steht es dem zu, der als "toxisch" bewertet wird, diese Bewertung abzulehnen

Re: Pater Pio - Für und Wider

Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 15:29
von Abischai
Hoger hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 15:20 Steht dir zu - ebenso steht es dem zu, der als "toxisch" bewertet wird, diese Bewertung abzulehnen
So ist das, Du darfst das, aber die Diskussion dazu mußt Du aushalten, die können wir Dir nicht ersparen.
Wohlegemrkt geht Dich hier niemand böse an (ist mir nicht aufgefallen).
Ich bin sehr froh, daß Magdalena61 die Katholische Kirche von innen her kennt und zu differenzieren vermag, was ich in dem Ausmaß nicht kann. Daher verweise ich dann aber auch auf das, was sie beiträgt. Und wenn sie den Tonfall verschärft, gehe ich davon aus, daß das schon seine Richtigkeit hat.

Re: Pater Pio - Für und Wider

Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 15:46
von Hoger
Abischai hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 15:29 So ist das, Du darfst das, aber die Diskussion dazu mußt Du aushalten, die können wir Dir nicht ersparen.
Wohlegemrkt geht Dich hier niemand böse an (ist mir nicht aufgefallen).
Ich bin noch da Abischai (also halt ich es aus) - aber eines würde ich dir wirklich mal vor die Seele legen:
Man erntet das was man sät
Und wenn Ablehnung, die Wertung als toxisch, und der dauernde Angriff sich als Reaktion in die Seele einbrennt, könnte das für diese auch Folgen haben. Also für dich
Abischai hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 15:29 Ich bin sehr froh, daß Magdalena61 die Katholische Kirche von innen her kennt und zu differenzieren vermag, was ich in dem Ausmaß nicht kann. Daher verweise ich dann aber auch auf das, was sie beiträgt. Und wenn sie den Tonfall verschärft, gehe ich davon aus, daß das schon seine Richtigkeit hat.
Sie ist so erzogen worden, hat irgendwann mal gemerkt das ihre überzogene Marienfrömmigkeit keine Früchte bringt und wurde dann davon frei. Das ist gut und richtig. Aber das ist keine Bewertungsgrundlage für den Glauben derjenigen die diesen Glauben so praktizieren, dass er Früchte bringt.

Nein Abischai, Magdalena hat in den praktischen Glauben der heutigen Katholiken und deren Selbstverständnis nur einen verzerrten Einblick. Aber das werde ich dir nicht ausreden können.

Re: Pater Pio - Für und Wider

Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 18:07
von Magdalena61
Hoger hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 14:55
Magdalena61 hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 14:50 Deren Glaube ist fundiert, sie nötigen ihre Gesprächspartner nicht, man unterhält sich gerne mit ihnen.
Sie provozieren nicht Abwehrkämpfe ohne Unterlass.
Sie nehmen Rücksicht darauf, dass Evangelikale bestimmte Glaubensinhalte nicht mittragen können und bestehen nicht darauf, von Nichtkatholiken bestätigt zu werden.
Darf ich das jetzt mal als "Sticheln und Stänkern" bezeichnen?
Warum? Ich habe beschrieben, wie andere katholische User hier wahrgenommen werden.
DeMorgan hatte ich vergessen. Ich meine, er ist auch katholisch... aber schon lange nicht mehr aktiv.
Die Abwehrkämpfe kommen nicht von mir
Du provozierst sie, indem du ständig mit Themen daherkommst, von denen du so langsam wissen könntest, dass sie polarisieren. Gibt es denn wirklich keine anderen Themen in deiner Kirche, als solche, bei denen Evangelikale sagen müssen: Nein, da kann ich nicht mithalten?

Ich finde, dass du die Randerscheinungen überbetonst.
Nimm als Beispiel die Liturgie einer Heiligen Messe, das Aushängeschild; die Visitenkarte der RKK.
Über die Eucharistiefeier kann man geteilter Meinung sein.
Ich kann sie so stehen lassen, wie sie ist. Und mir wäre es lieber, auf einem Niveau wie diesem zu diskutieren, anstatt auf der untersten Stufe auf "der katholische Glaube wird unterdrückt" reagieren zu müssen.

Insgesamt steht die Liturgie erfreulich fest auf biblischem Fundament. Viele der darin enthaltenen Gebete erinnern an Psalmen. Für jeden Bibelfan ein Genuß. Maria kommt nur am Rande vor, die Gebete richten sich in der für gewöhnlich verwendeten Fassung nicht an sie.
und wenn man als Evangelikaler so viel Wert auf die eigenen Glaubensinhalte legt - warum darf das ein Katholik dann nicht auch
Was du glaubst, das ist deine Sache.

Was hier im Forum öffentlich zu lesen ist, dafür trägt die Leitung eine Verantwortung- vor Gott und den Menschen. Ich kann es nicht verantworten, wenn Menschen in diesem Forum lesen und dann anfangen, einen vermeintlichen Schutzengel herumzukommandieren, "weil Pater Pio, der sogar heilig gesprochen wurde, es ja auch tat und die Gläubigen dazu ermunterte, gleiches zu tun".
Das Forum gibt sich hier nicht als evangelikales Forum zu erkennen - von daher verstehe ich die Ausgrenzung des katholischen Glaubens nicht
So pauschal gesagt stimmt das nicht. Hier wird nicht "der katholische Glaube" ausgegrenzt, denn dieser ist ja mit dem "evangelischen Glauben" in den meisten Fragen identisch. Differenzen gibt es, "katholisch spezial" betreffend; also die "Randerscheinungen" wie Marienkult, Gebete zu Heiligen und so weiter.

viewtopic.php?p=346880#p346880

Re: Pater Pio - Für und Wider

Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 18:11
von Hoger
Magdalena61 hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 18:07 So pauschal gesagt stimmt das nicht. Hier wird nicht "der katholische Glaube" ausgegrenzt, denn dieser ist ja mit dem "evangelischen Glauben" in den meisten Fragen identisch.
Nein - und solange du das nicht wahrnimmst, wirst du den katholichen Glauben, so wie er in der RKK praktiziert wird, immer ausgrenzen.

Re: Pater Pio - Für und Wider

Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 18:18
von Magdalena61
Hoger hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 15:46 Sie ist so erzogen worden, hat irgendwann mal gemerkt das ihre überzogene Marienfrömmigkeit keine Früchte bringt und wurde dann davon frei.
Nein, diese Darstellung ist nicht zutreffend, so habe ich das auch nicht geschrieben.

Mein erster Ansprechpartner war Gott. Immer.
Stoßgebete und so weiter sowieso. Das wurde auch im katholischen Religionsunterricht nicht anders gelehrt.

Aber dann ist halt noch "Maria mit dabei". Für uns war es normal, wenn wir z.B. mit der Großmutter die Gräber pflegten, an jedem Grab (mit ihr zusammen) ein Vaterunser und ein "Gegrüßet seist du Maria" zu sprechen. Sie sagte dann noch "Herr, gib XX die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihm/ihr... lass ihn/ sie ruhen in Frieden."
Wir sprachen das halt mit, weil Oma das so erwartete.

Verwandte nahmen mich einmal mit auf ein Treffen der Schönstadt- Familie. Pater Kentenich. Eine sehr wohltuende, freundliche Atmosphäre, für ein Kind überzeugend. Dort kam ich in Bezug zu dieser Novene... ein kleines Heft war das ... da war ich ein Kind-- in der Wohnung, in der ich den Marienaltar aufbaute, wohnten wir von 1971 bis 1973, also war ich wahrscheinlich 10 oder 11 Jahre alt. -
Mein spiritueller Fleiß in Sachen Maria trug nicht die erhofften Früchte, das sagte ich schon. Und wenn etwas nichts nützt, dann kann man es auch lassen.

Re: Pater Pio - Für und Wider

Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 18:19
von Magdalena61
Hoger hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 18:11 wirst du den katholichen Glauben, so wie er in der RKK praktiziert wird, immer ausgrenzen.
Wenn du den "katholischen Glauben" auf "katholisch spezial" (= fragwürdig) reduzierst, ist das dein Problem und nicht unseres.