Helmuth hat geschrieben: ↑Do 8. Okt 2026, 17:36
Zippo hat geschrieben: ↑Do 8. Okt 2026, 15:33
Das Standbild kennt nur einen Namen und der heißt Nedukadnezar und bildet das goldene Haupt.
Mir ging es bei den Namen um die Meder und Perser und um Griechenland. Namen könnnen Personen und auch Herrschaftsreiche sein. Diese genannten finden im Buch Daniel Erwähnung. Es fehlt aber der Name Rom. Wenn Gott präzise künftige Reiche mit Namen kennt, hätte er auch Rom voraussagen können.
Das hat Gott aber nicht und daher meine ich ist das nicht mit dem einst römischen Reich gleichzusetzen. Als Grund gebe ich an, dass Daniels Visionen eine eschatologische Komponente enthalten. Rom exisitiert nicht mehr, spielt daher nicht mehr mit. So höre man auf in unserer Zeit alles was noch den Namen "Rom" trägt damit zu verbinden.
Zunächst einmal ging diese Prophezeiung an Nebukadnezar, er hatte diesen Traum und Daniel legt es ihm aus. Weil sein Name genannt wird, fühlt er sich geschmeichelt und es geht sogar soweit, dass er eine Statue bauen läßt, vor der sich alle Menschen niederwerfen sollen.
Die Namen der anderen Reiche sind zunächst einmal egal.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Do 8. Okt 2026, 15:33
Alle Reiche haben etwas mit der Endzeit zu tun, das zeigt der Vergleich mit den 4 Tieren in Dan 7 und dem Tier in Off 13.
Mit dem Buch Daniel hört es gewissermaßen bei Rom auf ...
Unter der Herrschaft der Römer enstand der Neue Bund, aber die Weissagungen reichen bis ans Ende. Wie ich sagte, reicht ein Bild für eine Gesamtschau nicht aus. Und wer bitte sagt, dass uns mit den Tiervisionen überhaupt eine historische Sicht gegeben werden sollte? Diese Frage stellt sich kaum wer, und so sucht er nach Dingen, die Gott möglichweise gar nicht mitteilen wollte.
Die 4 Tierreiche haben Merkmale, die an die 4 Reiche erinnern, die nach und nach entstanden sind. Das 3 Reich z. Bsp. hat 4 Häupter, welche an die 4 Diadochenreiche erinnern, die nach der Herrschaft Alexander des Großen entstanden sind.
Bei der Beschreibung des 4 Tieres gibt es auch so manche Parallele zum römischen Reich. Und in dieser Zeit wird der Menschensohn genannt, der in den Himmel aufsteigt, um von Gott Herrschaft, Herrlichkeit und Königtum zu bekommen und alle Völker dienen ihm. Das ist doch deutlich ein Hinweis auf Reich Gottes, das der Herr Jesus auf Erden aufrichtet.
Es ist die Gemeinde Gottes, die allerdings in feindlicher Umgebung leben muß, weil die Tierreiche noch existieren und Satan , also der Geist der Tiere in diese Welt herabgeschickt wurde und den Nachfolgern Jesu das Leben nicht gerade angenehm bereitet. Off 12
Mit Rom hört die Beschreibung Daniels in den Prophetien nicht auf, es hat eine weitreichendere Bedeutung, alle Tiere bekommen eine verlängerte Lebenszeit.
Dan 7,12
Und was die übrigen Tiere betrifft: Ihre Herrschaft wurde weggenommen, aber Verlängerung des Lebens wurde ihnen gegeben bis auf Zeit und Stunde.
Erst recht das 4 Tier, das so ganz anders ist, wie die anderen bekommt eine Beschreibung, die mit dem römischen Reich nicht abgegolten ist.
[Dan 7,23-26] Ein viertes Königreich wird auf der Erde sein, das von allen Königreichen verschieden sein wird; und es wird die ganze Erde verzehren und sie zertreten und sie zermalmen. Und die zehn Hörner: Aus jenem Königreich werden zehn Könige aufstehen; und ein anderer wird nach ihnen aufstehen, und dieser wird verschieden sein von den vorigen und wird drei Könige erniedrigen. Und er wird Worte reden gegen den Höchsten und die Heiligen der höchsten Örter vernichten; und er wird darauf sinnen, Zeiten und Gesetz zu ändern, und sie werden für eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit in seine Hand gegeben werden. Aber das Gericht wird sich setzen; und man wird seine Herrschaft wegnehmen, um sie zu vernichten und zu zerstören bis zum Ende.
Man könnte bei diesen Zeilen an den jüdischen Krieg denken, der insgesamt 7 Jahre gedauert hat und in dessen Mitte der jüdische Tempel zerstört wurde.
Wenn nicht in der Offenbarung eine ähnliche Zeit genannt wird und von einem Tler die Rede ist, das gegen den Höchsten redet und gegen die Heiligen. Eigentlich muß man doch davon ausgehen, daß die 7 jährige Zeit, die in der Offenbarung beschrieben wird, noch nicht passiert ist.
Der Mensch, der in Off 13 beschrieben wird und der sich ausgibt, als wenn er Gott wäre, der in das wirtschaftliche Leben eingreift und mit seinem falschen Propheten eine Huldigung bekommt, die ihm nicht zusteht der war noch nicht da. Die technische Vorraussetzung war ja noch gar nicht da, um beispielsweise ein Bild zu schaffen, das reden kann.
Helmuth
Wenn wir schon eine Gesamtperspektive haben wollen, dann können wir uns eine weitere Weissagung von Daniel ansehen. Dazu der erste Teil:
Daniel 7:24-25 hat geschrieben: 70 Wochen sind über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um die Übertretung zum Abschluss zu bringen und den Sünden ein Ende zu machen und die Ungerechtigkeit zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen und Gesicht und Propheten zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben. So wisse und verstehe: Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis auf den Messias, den Fürsten, sind 7 Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wiederhergestellt und gebaut werden, und zwar in Drangsal der Zeiten.
Bie dieser Schau greift Gott zu keinen Tiergestalten zwecks Illustrierung, und damit werden gewissermaßen nicht Geister angesprochen. Stattdessen spricht das Wort konkret über historische Fixpunkte. Deuten wir mal das, denn das denke ich lässt sich auch rein historisch einordnen ohne eine geistliche Ebene beachten zu müssen.
Hier hast du dich wohl im Kapitel geirrt, diese Zeilen stehen in Dan 9 und da ist von 70 Jahrwochen die Rede. Ich bringe mal den Rest.
[Dan 9,26-27] Und nach den 62 Wochen wird der Messias weggetan werden und nichts haben. Und das Volk des kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum zerstören, und das Ende davon wird durch die überströmende Flut sein; und bis ans Ende: Krieg, Festbeschlossenes von Verwüstungen. Und er wird einen festen Bund mit den Vielen schließen für eine Woche; und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen. Und wegen der Beschirmung der Gräuel wird ein Verwüster kommen, und zwar bis Vernichtung und Festbeschlossenes über das Verwüstete ausgegossen werden.
Das Volk des kommenden Fürsten könnte man auf die Römer beziehen, denn die haben Jerusalem und den Tempel zerstört.
Die 69 Wochen laßen sich rechnerisch genau auf das Erscheinen des Messias Jesus beziehen. Von dem Zeitpunkt der göttlichen Botschaft an das Volk Israel, daß Jerusalem wieder aufgebaut Esra 1,1... werden soll bis zum Erscheinen des Messias sind 62 + 7 = 69 Jahrwochen = 69 x7 = 483 Jahre.
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Interessant für die eschatologische Sicht der Tierreiche bzw. des Tiers in Off 13 ist die letzte Jahrwoche. Dazwischen wäre eine prophetische Pause, weil Gottes Prophetie und Handeln an dem irdischen Volk Israel pausiert hat.
Gruß Thomas