Warum ich nicht mehr für Mainstream-Medien arbeite I

Politik und Weltgeschehen
Hiob
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Re: Warum ich nicht mehr für Mainstream-Medien arbeite

Beitrag von Hiob »

Claymore hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 14:41 Kannst Du das bitte verifizieren?
In die Uni werde ich sicherlich nicht zwecks Recherche gehen - ich habe zunächst aus meinem Allgemeinwissen zitiert. Bequemerweise habe ich mal beim Chatbot nachgefragt, der sagt:
Ja, bei den Zwei-plus-Vier-Verträgen wurde vereinbart, dass die NATO keine Truppen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR stationieren wird1. Der Vertrag wurde am 12. September 1990 in Moskau unterzeichnet und trat am 15. März 1991 in Kraft1. Der Vertrag machte den Weg für die Wiedervereinigung Deutschlands frei1.
Das heißt: Nach damaligem Stand waren keine NATO-Grenzveränderungen gewollt - egal ob innerhalb Deutschlands oder sonstwo. Ab 1997 gab es dann Gespräche mit neuen NATO-Aspiranten (Tschechien, etc.), was ein Verstoß gegen eine von Russland ins Feld geführte mündliche Vereinbarung war, dass die NATO ihre Grenzen nie nach Osten verschieben würde. Diese Version wird vom Westen nicht anerkannt. Wissenschaftlich ist es schwer klärbar, weil Akten dazu unter Verschluss seien. Immerhin ist folgendes belegbar:
"Am 2. Februar 1990 traten sie <Baker und Genscher> in Washington vor die Presse. Genscher sagte: “Wir waren uns einig, dass nicht die Absicht besteht, das NATO-Verteidigungsgebiet auszudehnen nach Osten. Das gilt übrigens nicht nur in Bezug auf die DDR […], sondern das gilt ganz generell.“ (The Years of Change 1989-1991, Bundeszentrale für Politische Bildung
Allerdings wählte die erwähnte Bundeszentrale die Überschrift "NATO-Osterweiterung: Die Legende von gebrochenen westlichen Versprechen". Daraus wird man schließen dürfen: Es wurde kein juristisch bindendes Versprechen, aber eine generelle Absichtserklärung gegeben. Insofern darf man vermuten, dass der Westen mit seiner Haltung völkerrechtlich nicht anfechtbar ist, was aber nichts daran ändert, dass der De-facto-Verzicht der NATO auf seine Ausweitung auf der Wirklichkeitsebene maßgeblich für Russland ist. In anderen Worten: Russland weiß auf Wirklichkeitsebene, dass es betrogen wurde - die NATO weiß auf juristischer Ebene, dass sie kein Versprechen gegeben hat. Es ist immer schlecht, wenn Inhalt und Form über Kreuz liegen.
Claymore hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 14:41Die Pläne für das EU-Beitrittsgesuch der Ukraine, die ihm so sauer aufgestoßen sind, haben erstmal nichts mit den USA zu tun.
Es gibt eine Ebene, auf der dies nichts mit den USA zu tun hat. Aber insgesamt haben Osterweiterungspolitik und Maidan und EU-Erweiterung sehr wohl etwas mit der USA zu tun. Ich bin ziemlich sicher, dass es keine Osterweiterung gegeben hätte, wenn Frankreich und Deutschland (stellvertretend für die EU) entschieden hätten. Ich bin mir ebenfalls ziemlich sicher, dass es Russland nicht gewagt hätte, die Ukraine zu annektieren, wenn es eine Umsetze der gemeinsamen Pläne einer Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok gegeben hätte. Aber das war halt nicht im Interesse der USA. Man sollte die Sache schon global sehen.
Claymore hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 14:41Aber trotz meiner völligen Desillusionierung gegenüber Deinen Einlassungen
Ich kann Dir nicht vorschreiben, wie Aussagen zu verstehen sind - lass mich da außen vor.
Zuletzt geändert von Hiob am Mo 25. Dez 2023, 20:40, insgesamt 2-mal geändert.
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Johncom
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Re: Warum ich nicht mehr für Mainstream-Medien arbeite

Beitrag von Johncom »

Hiob hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 19:42 Man sollte die Sache schon global sehen.
Ja sicher. Und global-ökonomisch. Die Knappheit bzw der Reichtum an Ressourcen wird hochgerechnet, und die führenden Konzerne planen die Märkte der Zukunft und wollen natürlich beteiligt sein, ihre Gewinne erweitern.

Nicht die Amerikaner oder die Briten (beide sind verschuldete Staaten) wollen die NATO erweitern, sondern die Geldmächtigen Investoren, die Familien, die früher bis heute die Regierungen finanzieren. Wenn sich zB Gas- und Ölreiche Länder ausklinken, werden sie in unserem Mainstream ganz plötzlich zu Diktaturen erklärt, solche Länder sollen vom bösen Tyrannen erlöst werden.
Siehe Irak, Libyen, Syrien. Afghanistan verweigerte US-Konzernen eine Pipeline, also musste das Regime weg. Kurz vorher waren die Taliban noch geachtete Gäste in Washington als mutige "Gotteskrieger" in der Presse gelobt.
Ich bin mir ebenfalls ziemlich sicher, dass es Russland nicht gewagt hätte, die Ukraine zu annektieren, wenn es eine Umsetze der gemeinsamen Pläne einer Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok gegeben hätte. Aber das war halt nicht im Interesse der USA.


Die USA (nicht ihre friedliebenden Bürger) plant und handelt im Interesse des großen Geldes, und wie der Regierungsberater George Friedman offenbart, wurden auch schon die vorigen Weltkriege geführt, um die Zusammenarbeit Westeuropas mit Eurasien zu verhindern:




Video vom 04. Februar 2015 auf der Tagung des Chicago Council on Global Affairs entstanden. ... Die bemerkenswerte Rede von George Friedman, dem Gründer und damals noch CEO von Stratfor (https://worldview.stratfor.com) sowie von Geopolitical Futures (https://geopoliticalfutures.com) ist klar und offen und bestätigt erstmalig in der Öffentlichkeit die seit über 120 Jahren angewandte Außenpolitik der USA in Form der Herzland Theorie. Aus dieser wird abgeleitet, das eine Zusammengehen von Russland und Deutschland verhindert werden muss und das ist die oberste Direktive der USA.
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Johncom
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Re: Warum ich nicht mehr für Mainstream-Medien arbeite

Beitrag von Johncom »

Hiob hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 12:41 So denkt man auch in Russland. Man kann sehr großzügig sein, wenn es um juristisch-formale Dinge geht, wird aber irgendwann wild, wenn substantiell betrogen wird. Und jetzt haben wir den Salat. Übrigens: Rhetorische Wendungen wie "Putin ist ein Arsch, also darf man ihn betrügen" oder "Es ist kein Betrug, weil Putin keine freiheitlich Grundordnung vertritt" mögen ihren Platz in den Medien haben, sollten aber nicht Eingang finden in seriöse Kreise.
In Russland ist der Normalbürger im weitesten Sinne besser informiert als die meisten hier.
Die ganzen westlichen Länder (Großbritannien an 1.Stelle) waren Imperien, welche die Welt brutal ausgebeutet haben. Dann übernahm die USA die Führung, übernahm die britische See-Überlegenheit und zog weitere westliche "Partner" in ihre Militär-Allianz.

Die Geschichte, die Strategie des Westens kriegen die Russen um die Ohren gehauen.
Die Ostdeutsch Aufgewachsenen haben wahrscheinlich dank des russisch beeinflusstem Bildungssystems einen Vorsprung gegenüber uns westlich Aufgewachsenen?

In seriösen Kreisen sollte man wertfrei untersuchen: wie können wir in Freiheit unsere Interessen abgleichen. Und das schlimmste immer vermeiden: Krieg.
Ja, Krieg ist das schlimmste. Kinder, Mütter, jung und alt verbrennen lebendig.
Ein Freudensfest für den Teufel.

Wenn Christen andere Christen töten, und wenn Moslems andere Moslems töten ...
wer hat den Spaß daran? ..

Mit Vernunft gesagt: Niemand will Kriege. Nur die, die investiert haben und an Kriegen verdienen.

Deshalb Vorsicht mit den Mainstream-Medien. Auch die folgen den Interessen ihrer Besitzer, es sind die gleichen, die in Rüstung investiert sind.
Spice
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Re: Warum ich nicht mehr für Mainstream-Medien arbeite

Beitrag von Spice »

Johncom hat geschrieben: Di 26. Dez 2023, 04:55
Hiob hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 12:41 So denkt man auch in Russland. Man kann sehr großzügig sein, wenn es um juristisch-formale Dinge geht, wird aber irgendwann wild, wenn substantiell betrogen wird. Und jetzt haben wir den Salat. Übrigens: Rhetorische Wendungen wie "Putin ist ein Arsch, also darf man ihn betrügen" oder "Es ist kein Betrug, weil Putin keine freiheitlich Grundordnung vertritt" mögen ihren Platz in den Medien haben, sollten aber nicht Eingang finden in seriöse Kreise.
In Russland ist der Normalbürger im weitesten Sinne besser informiert als die meisten hier.
:lol: :lol: :lol: Wer soll dir diesen Unsinn glauben? Putin hat alle staatsunabhängigen Sender und Presseorgane abgeschafft und seinen größten Herausforderer Nawalny erst vergiftet und jetzt in die Verbannung, weit weg von allen Menschen geschickt. Was die Leute hören und sehen ist ausschließlich Staatspropaganda, wie in Zeiten der UdSSR!
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Re: Warum ich nicht mehr für Mainstream-Medien arbeite

Beitrag von oTp »

Ja die westlichen Bürger sind blöd, lassen sich täuschen, und die Russen können den Westen gut einschätzen und sind gut informiert. (Und das trotz Putin-Medien)

Ja, alles klar. :mrgreen: :devil:

Das ist, was man verkehrte Welt nennt. Recht wird Unrecht, Lüge zur Wahrheit, Unrecht wenns passt legitimiert. Es wird verdreht, getäuscht und gelogen.

Politik ist zweifellos kompliziert. Da kann man schon mal die klare Linie verlieren und die eigene Urteilskraft kann täuschen.
Wenn man natürlich wichtige Dinge sowieso falsch sieht...
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Hiob
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Re: Warum ich nicht mehr für Mainstream-Medien arbeite

Beitrag von Hiob »

Spice hat geschrieben: Di 26. Dez 2023, 07:29 Wer soll dir <Johncom> diesen Unsinn glauben? Putin hat alle staatsunabhängigen Sender und Presseorgane abgeschafft und seinen größten Herausforderer Nawalny erst vergiftet und jetzt in die Verbannung, weit weg von allen Menschen geschickt. Was die Leute hören und sehen ist ausschließlich Staatspropaganda, wie in Zeiten der UdSSR!
So einfach ist es nicht. Es gibt in Russland sehr viel Buschtelefon - das ist geradezu überlebensnotwendig. Mein Eindruck ist durchaus, dass der durchschnittliche Bürger in Moskau nicht weniger aufgeklärt ist als der durchschnittliche Bürger in Berlin.

Natürlich wirken staatsmedienhafte Kampagnen über Nazis in der Ukraine - aber das ist bei uns nicht viel anders, wenn ich mir überlege, dass bei uns mainstreamfremde Leute schnell medial als Nazis bezeichnet werden. Natürlich verfängt es in Russland, wenn die immer näher rückende NATO als Bedrohung dargestellt wird - aber auch dies ist umgekehrt ähnlich, wenn man bei uns meint, Putin wolle quasi Europa einnehmen.

Den Russen wäre es - das gehört zu ihrer DNA - am liebsten, Rohstofflieferant des Westens zu sein und vom Westen mit Technologie ausgerüstet zu werden - und kulturellen Austausch zu haben. Russland ist nicht per se aggressiv. Johncom hat durchaus recht mit seinem Hinweis auf George Friedman.
Spice
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Re: Warum ich nicht mehr für Mainstream-Medien arbeite

Beitrag von Spice »

Hiob hat geschrieben: Di 26. Dez 2023, 10:20
Spice hat geschrieben: Di 26. Dez 2023, 07:29 Wer soll dir <Johncom> diesen Unsinn glauben? Putin hat alle staatsunabhängigen Sender und Presseorgane abgeschafft und seinen größten Herausforderer Nawalny erst vergiftet und jetzt in die Verbannung, weit weg von allen Menschen geschickt. Was die Leute hören und sehen ist ausschließlich Staatspropaganda, wie in Zeiten der UdSSR!
So einfach ist es nicht. Es gibt in Russland sehr viel Buschtelefon - das ist geradezu überlebensnotwendig. Mein Eindruck ist durchaus, dass der durchschnittliche Bürger in Moskau nicht weniger aufgeklärt ist als der durchschnittliche Bürger in Berlin.
In der DDR gab es auch nur Buschtelefon. Aber was nützt das, wenn die Nachrichten, die man weiterzugeben hat, eben doch sehr beschränkt sind? Man hatte keine tiefer gehenden Bücher, keine Zeitungen und Zeitschriften, die etwas näher erläuterten. Nur Westfernsehen und Westradio. Woher sollen also Russen ihre Infos beziehen?
Russland ist nicht per se aggressiv. Johncom hat durchaus recht mit seinem Hinweis auf George Friedman.
Na, ich habe Berichte gesehen, da schlägt der Nationalismus recht hohe Wogen und hat man geradezu eine Lust den Westen mit Atomwaffen auszulöschen! Wir Deutschen werden ja neuerdings auch wieder als Nazis angesehen, wie die Ukrainer!
Hiob
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Re: Warum ich nicht mehr für Mainstream-Medien arbeite

Beitrag von Hiob »

Spice hat geschrieben: Di 26. Dez 2023, 11:34 Woher sollen also Russen ihre Infos beziehen?
Natürlich gibt es da Lücken. Andererseits: Meinst Du, dass der durchschnittliche Deutscher seine Meinung qualifizierter ermittelt als ein Russe?
Spice hat geschrieben: Di 26. Dez 2023, 11:34 Wir Deutschen werden ja neuerdings auch wieder als Nazis angesehen, wie die Ukrainer!
So wie Palästinenser als Schlächter bezeichnet werden und Russen als zurückgebliebene Pseudo-Europäer. So etwas legt sich schnell, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Claymore
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Re: Warum ich nicht mehr für Mainstream-Medien arbeite

Beitrag von Claymore »

Hiob hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 19:42
Claymore hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 14:41 Kannst Du das bitte verifizieren?
In die Uni werde ich sicherlich nicht zwecks Recherche gehen - ich habe zunächst aus meinem Allgemeinwissen zitiert.
Ich hatte den Vertrag für Dich doch extra verlinkt!
Bequemerweise habe ich mal beim Chatbot nachgefragt, der sagt:
Ja, bei den Zwei-plus-Vier-Verträgen wurde vereinbart, dass die NATO keine Truppen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR stationieren wird1. Der Vertrag wurde am 12. September 1990 in Moskau unterzeichnet und trat am 15. März 1991 in Kraft1. Der Vertrag machte den Weg für die Wiedervereinigung Deutschlands frei1.
Das heißt: Nach damaligem Stand waren keine NATO-Grenzveränderungen gewollt - egal ob innerhalb Deutschlands oder sonstwo.
Diese Chatbots haben es nicht so sehr mit den Details, denn sie wurden ja mit dem ganzen Halbwissen des Internets gefüttert und plappern dieses unkritisch wieder nach.

Ich habe den Vertrag daher mal durchgelesen, und was Dir der Chatbot leider nicht verrät, ist, dass deutsche NATO-Truppen in Ostdeutschland stationiert werden dürfen. Das wird explizit erlaubt:
Zwei-plus-Vier-Vertrag, Artikel 5 Absatz 3 hat geschrieben:Nach dem Abschluß des Abzugs der sowjetischen Streitkräfte vom Gebiet der heutigen Deutschen Demokratischen Republik und Berlins können in diesem Teil Deutschlands auch deutsche Streitkräfteverbände stationiert werden, die in gleicher Weise militärischen Bündnisstrukturen zugeordnet sind wie diejenigen auf dem übrigen deutschen Hoheitsgebiet, allerdings ohne Kernwaffenträger.
Der Zusammenhang zwischen "ausländische Truppen dürfen nicht in Ostdeutschland stationiert werden" und "es gab Zugeständnisse, dass die NATO keine Staaten östlich von Deutschland aufnimmt" ist noch unklarer als wenn NATO-Truppen generell in Ostdeutschland verboten gewesen wären.

Aber ja, vielleicht haben sie in ihrer Hybris nicht geglaubt, dass die Sowjetunion so schnell zusammenbrechen könnte. Es war halt eine Art unreformierter Kolonialstaat (wie Russland heute immer noch), der viele Ethnien unterdrückte (man denke an die Verbrechen Stalins gegen sie, die nie aufgearbeitet und einfach geleugnet wurden) und von der Legende lebte, diese hätten sich in freiem Willen angeschlossen.
Claymore hat geschrieben: Mo 25. Dez 2023, 14:41Die Pläne für das EU-Beitrittsgesuch der Ukraine, die ihm so sauer aufgestoßen sind, haben erstmal nichts mit den USA zu tun.
Es gibt eine Ebene, auf der dies nichts mit den USA zu tun hat. Aber insgesamt haben Osterweiterungspolitik und Maidan und EU-Erweiterung sehr wohl etwas mit der USA zu tun. Ich bin ziemlich sicher, dass es keine Osterweiterung gegeben hätte, wenn Frankreich und Deutschland (stellvertretend für die EU) entschieden hätten. Ich bin mir ebenfalls ziemlich sicher, dass es Russland nicht gewagt hätte, die Ukraine zu annektieren, wenn es eine Umsetze der gemeinsamen Pläne einer Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok gegeben hätte. Aber das war halt nicht im Interesse der USA. Man sollte die Sache schon global sehen.
Eurasianismus würde nur funktionieren mit Führern, die globaler denken, ja, und nicht kleinlich irgendwelchen revanchistischen Ideologien anhängen, die große Einheit - die es in Wirklichkeit nie gab - wiederherzustellen. Die Finger hatte Putin bei den Nachfolgestaaten auch schon vor 15 Jahren drin, um sie zu destabilisieren.
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Johncom
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Re: Warum ich nicht mehr für Mainstream-Medien arbeite

Beitrag von Johncom »

Spice hat geschrieben: Di 26. Dez 2023, 07:29 Putin hat alle staatsunabhängigen Sender und Presseorgane abgeschafft und seinen größten Herausforderer Nawalny erst vergiftet und jetzt in die Verbannung, weit weg von allen Menschen geschickt.
Über die Presse-Zensur in Russland weiß ich wenig, aber auf Telegram tobt die Meinungsfreiheit.

Eine sehr starke Emotion im Westen wurden von Julian Assange ausgelöst und von Edward Snowden.
Der letztere hatte das Glück, in Russland gelandet zu sein.

Nawalny ist in Russland nicht gerade populär. Seine Äußerungen in Russland wären hier in Deutschland Volksverhetzung.
Nawalny vergiftet? Der Weihnachtsmann auch. Kam gestern im Fernsehen.
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