Die Versuchung Jesu nach Matthäus

Themen des Neuen Testaments
Hiob
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Re: Die Versuchung Jesu nach Matthäus

Beitrag von Hiob »

Helmuth hat geschrieben: Sa 21. Mär 2026, 05:42 Das ist Menschenwort, egal wie lange der überlegt hat, dann hat er eben nur nach Menscheweise überlegt. Ich folge Gottes Wort.
Ich habe Augustinus zitiert, um zu zeigen wo Deine Denken richtig ist. Es war also kein Widerspruch.

Dass Du Gottes Wort folgen willst, glaube ich Dir. Aber immer wieder: Bibelübersetzungen und eigene Interpretation des Gelesenen könne und sollen zwar mit Gottes Wort übereinstimmen, aber das ist wahrlich nicht sicher. - Ich versuche selbst den umgekehrten Weg: Geistig zu ermitteln, was mit dem Christentum gemeint ist und danach den text verstehen. Auch bei dieser Methode kann es Pannen geben. Es gibt das, was man "Gottes Wort" nennt. Aber man darf es nicht mit seinem eigenen Verständnis davon gleichsetzen
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Zippo
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Re: Die Versuchung Jesu nach Matthäus

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Fr 20. Mär 2026, 15:59
Zippo hat geschrieben: Fr 20. Mär 2026, 11:59
Magdalena61 hat geschrieben: Do 19. Mär 2026, 01:52 Das NT enthält mehr Konkretes, mehr Details... nicht etwa, weil da eine "Entwicklung der Völker" stattgefunden hätte, sondern: Die Menschen hatten Informationen aus erster Hand... seit und von Jesus Christus. Und so konnten sie die satanische Wirklichkeit besser einordnen und hielten ihre Erkenntnis auch schriftlich fest.
Das habe kch auch gedacht. Im AT gibt es schon einige Hinweise auf Satan. Manchmal ist wohl noch so gewesen, daß Gott den bösen Geist geschickt hat.
Magdalena kann ich nahezu vorbehaltlos zustimmen, aber ihre Zitatverweise sind dazu m.E. kein Beleg, weil Satan ein anderes Wort ist im AT. Es ist noch kein Name für den Teufel. Das wurde schon ausgeführt.
Es ist schon unmißverständlich, wer da gemeint ist. Und erst recht, wenn man die Erkenntnisse des NT hat, dann weiß man, wer auch im AT wider Gott und die Menschen streitet.
Wer könnte es denn sein, der mit Gott über die Treue Hiobs streitet oder auf Augenhöhe mit dem Engel des HERRN über die Wiederherstellung des Hohenprieteres debattiert Sach 3 ?
Das ist doch klar, daß es sich hierbei um eine höhere geistige Macht handelt.
Helmuth

Der böse Geist ist ein deutlich besserer Hinweis, weil hier der Geist auch als böse bezeugt wird. Etwas verwirrend ist nur die Beschreibung, dass er vom Herrn war, als hätte er ihn gesandt. Das behagt mir nicht. Dann müsste man auch bei Eva von einer "Sendung" der Schlange sprechen.

Ich bleibe bei meiner Auffassung, dass Gott nie etwas Böses plant, bewirkt oder sogar bewusst iniitiert, sondern das Böse lediglich duldet, sodass wir dessen Konsequenzen auch deutlich spüren sollten. Nachdem Gott Saul aufgegeben hatte und er seinen Geist von ihm weichen hat lassen, war quasi dr Weg frei, dass ein böser Geist zu ihm vordringen kann.
Gott plant schon auch Böses, kannst du z. Bsp. im Buch der Könige lesen:
[1. Kön 22,19-23] Ich sah den HERRN sitzen auf seinem Stuhl und alles himmlische Heer neben ihm stehen zu seiner Rechten und Linken. Und der HERR sprach: Wer will Ahab überreden, dass er hinaufziehe und falle zu Ramoth in Gilead? Und einer sagte dies, der andere das. Da ging ein Geist heraus und trat vor den HERRN und sprach: Ich will ihn überreden. Der HERR sprach zu ihm: Womit? Er sprach: Ich will ausgehen und will ein falscher Geist sein in aller seiner Propheten Munde. Er sprach: Du sollst ihn überreden und sollst’s ausrichten; gehe aus und tue also! Nun siehe, der HERR hat einen falschen Geist gegeben in aller dieser deiner Propheten Mund; und der HERR hat Böses über dich geredet.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Die Versuchung Jesu nach Matthäus

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Sa 21. Mär 2026, 12:13 Gott plant schon auch Böses, kannst du z. Bsp. im Buch der Könige lesen: [1. Kön 22,19-23] ...
Was ist daran böse? Du denkst m.E. menschlich. Wenn Gott einen Gottlosen in sein Unglück laufen lässt, sehe ich das nicht als böse. Denkst du auch so wie unser Unser Hiob? Ich hoffe nicht. Ein Mensch erhält genug Möglichkeiten im Laufe seines Lebens für seine Umkehr, ehe er aufgegeben wird wie damals König Ahab. Wie oft hatte ihn z.B. Elia gewarnt?

Bei König Saul war es so, dass er schon den Heiligen Geist erhalten hatte und dann von Herrn wieder abgefallen ist. Eines Tages reichte es Gott und es reute ihn Saul zum König gemacht zu haben. Auch er lief dann in sein Unglück. Und nun soll auf einmel Gott der Böse sein? Welche Liebe sollte denn das sein, wenn das schon geplant war?

Icr finde es daher verwegen und sogar gottlos zu sagen, unser Vater hätte daran irgendetwas geplant. Zuerst macht er Saul zum König, um ihn dann geplant davon abzusetzen und zu verwerfen? Wäre es dann nicht besser erst gar nicht erwählt worden zu sein? Es steht hier auch etwas anderes:
1. Sam 13,13 hat geschrieben: Und Samuel sprach zu Saul: Du hast töricht gehandelt, du hast das Gebot JHWH's, deines Gottes, das er dir geboten hat, nicht beachtet; denn jetzt hätte JHWH dein Königtum über Israel bestätigt bis in Ewigkeit.
Wenn wir also von einem Plan Gottes sprechen, dann war es dieser. Durch seinen Ungehorsam brachte sich Saul nicht nur um das Königtum, er wurde später, als Gott sozusagen die Schnauze voll hatte, von Gott verworfen. Vielleicht er hätte immer noch umkehren können, aber ich denke, als dann der böse Geist über ihn kam, war sein Schicksal besiegelt. Nur war das niemals Gottes Plan.

Mein Fazit: Es sind die Menschen mit ihren falschen und gottlosen Haltungen, ihren eigenwilligen Eintscheidung und Lebensführungen, die sie in den Sheol bringen. Gott hatte daran aber nie Gefallen, wie er sagt:
Hes 18,23 hat geschrieben: Habe ich etwa Gefallen am Tod des Gottlosen?, spricht der Herr JHWH, nicht vielmehr daran, dass er von seinen Wegen umkehre und lebe?
Dazu ist Jesus gesandt worden, um die Menschen, die von ihren gottlosen Wegen umkehren, aus ihrer Sünde zu erlösen, um ihnen den Gang in den ewigen Sheol zu ersparen. Stattdessen sollen sie leben.

Das nenne ich einen Plan! Und es gilt auch rückwirkend, da Jesus das Lamm Gottes für alle Menschen ist, das die Sünde der Welt tilgt, wenn sie im GLauben ihr Leben gelebt haben wie z.B. Abraham und viele andere. Jesus starb auch für sie.

Der Teufel versuchte auch das Werk Jesu zu zerstören um Jesus zu einer Sünde zu verleiten. Es hätte eine gereicht. Hätte er das geschafft, wäre sein Opfer nicht mehr rein gewesen in Gottes Augen. Na, Gott sei Dank hat er dem allen widerstanden.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Larson
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Re: Die Versuchung Jesu nach Matthäus

Beitrag von Larson »

Otto hat geschrieben: Do 19. Mär 2026, 00:06
Larson hat geschrieben: Mi 18. Mär 2026, 08:25
Otto hat geschrieben: Di 17. Mär 2026, 21:15 Ich vergleiche den Versuch mal so: Man nehme die Mona Lisa des Leonardo, ist der festen Überzeugung Leonardo hatte damals was ganz anderes im Sinn, fängt an zu retuschieren und oh du Wunder! Ein farbenfroher Sonnenuntergang in 3d Ausführung sogar! Armer Leonardo….. :shock:
Wolltest du was sagen? Oder warst du gar bei der Versuchung Jesu dabei?
Ich habe gesagt was ich sagen wollte, fürs verstehen bin ich nicht zuständig. Und: Keiner von uns war zu irgendeine Szene der Bibel dabei. Dafür gibt es den Glauben. :)
Genau, keiner war dabei, und seither haben viele Menschen dazugedacht, wie es nach eigener Gesinnung passend erschien.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Larson
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Re: Die Versuchung Jesu nach Matthäus

Beitrag von Larson »

Helmuth hat geschrieben: Sa 21. Mär 2026, 14:13 Dazu ist Jesus gesandt worden, um die Menschen, die von ihren gottlosen Wegen umkehren, aus ihrer Sünde zu erlösen, um ihnen den Gang in den ewigen Sheol zu ersparen.
Nein, dazu ist Jesus nicht gekommen, hat auch nichts mit dem Thema zu tun. Du solltest nicht die Theologie in den Juden Jesu pressen, der meinte, dass man von der Lehre der Tenach, also dem Gesetz und der Propheten kein Strichlein anders lehren soll.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
Hiob
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Re: Die Versuchung Jesu nach Matthäus

Beitrag von Hiob »

Larson hat geschrieben: Sa 21. Mär 2026, 15:13 Genau, keiner war dabei, und seither haben viele Menschen dazugedacht, wie es nach eigener Gesinnung passend erschien.
Stimmt. - Das gehört zur Heilsgeschichte: Trial and Error.
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Lea
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Re: Die Versuchung Jesu nach Matthäus

Beitrag von Lea »

Larson hat geschrieben: Sa 21. Mär 2026, 15:13 Genau, keiner war dabei, und seither haben viele Menschen dazugedacht, wie es nach eigener Gesinnung passend erschien.
Mir kam eben eine ganz naive Szene in den Sinn, die einen Vergleich mit dem "Sündenfall" zu den Glaubenden heute aufzeigt, wie schnell eine Aussage in der Geschichte der Bibel verändert werden kann, von Menschen, die gerne Gebote und Verbote "erweitern".....

Gott sagte: ihr dürft von allen Bäumen alle Früchte essen - bis auf einen...von dem einen Baum dürft ihr nicht essen. Wenn ihr es doch tut, hat das Konsequenzen.
Eine deutliche Botschaft, mit scheinbar geringem Risiko, im Vergleich der großen Menge der Bäume zu dem Verbot des Einen.

Die beiden einzigen Menschen, denen das Wort galt, lebten so vor sich hin. Sie aßen und lebten so wie das Leben eben lief.
Plötzlich denkt einer der beiden Menschen: hmm ... von dem einen Baum dürfen wir nicht essen. Was bedeutet das denn? Nur der Eine ... oder ist darin noch eine versteckte Botschaft zu den anderen Bäumen und Früchten?

Sagt zum Partner: schau mal diese Früchte und diesen Baum an. Sehen die Früchte nicht fast genauso aus, wie die, welche wir nicht essen dürfen? Der Baum hat auch Ähnlichkeiten - man könnte sie fast verwechseln. Also lassen wir den am besten auch unberührt.

Mit der Zeit vervielfältigten sich die Ähnlichkeiten der Früchte und Bäume. So dass nun schon mehrere davon als unberührbar erschienen. Bis man den tatsächlichen Baum, der verboten war, gar nicht mehr erkennen konnte.

Die vielen Bäume, die jetzt unberührbar waren, wurden mehr und mehr zur Versuchung.
Und dann erinnert sich einer der beiden, dass Gott ja eigentlich nur einen Baum verboten hatte. Er sagt das seinem Partner, und dieser findet: ja stimmt. Also dürfen wir doch von allen essen. Der Eine hat dann vielleicht auch nicht wirklich die Bedeutung, dass sie gefährlich sein könnte. Sollen wir nicht mal probieren, was wirklich passiert? Wenn man erkennen kann, dass es schadet, dann können wir ja immer noch wieder diesen Baum meiden ... wenn wir den überhaupt noch erkennen, bei den Ähnlichkeiten.

Und so passierte es, dass das Risiko nicht mehr erkennbar war einerseits - und anderseits, dass das Verbot zu einem einzigen Baum unter vielen zum Fallstrick wurde. Besonders aber auch deshalb, weil zuerst das eine Gebot vervielfältigt wurde - so dass Gottes Gebot nicht mehr erkennbar war.

Ich habe in dieser Szene auch die Gefahr erkannt, die eine unverhältnisse Erweiterung der Gebote Gott zugeschoben werden. So dass die eigentliche Weisung von Gott kaum noch erkennbar war.

Klar, ist eine fiktive Geschichte. Aber passt vielleicht auch als Werdegang des Glaubens in die heutige Zeit - als Vergleich zu damals.
Glauben (an Gott) funktioniert nicht, indem man "über" den Glauben redet, sondern indem man Glauben LEBT.
Sichtbar werden die Spuren indem sie hinführen zu Gott. Denn Gott findet man nur bei Gott selbst.
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