Larson hat geschrieben: ↑Sa 21. Mär 2026, 15:13
Genau, keiner war dabei, und seither haben viele Menschen dazugedacht, wie es nach eigener Gesinnung passend erschien.
Mir kam eben eine ganz naive Szene in den Sinn, die einen Vergleich mit dem "Sündenfall" zu den Glaubenden heute aufzeigt, wie schnell eine Aussage in der Geschichte der Bibel verändert werden kann, von Menschen, die gerne Gebote und Verbote "erweitern".....
Gott sagte: ihr dürft von allen Bäumen alle Früchte essen - bis auf einen...von dem einen Baum dürft ihr nicht essen. Wenn ihr es doch tut, hat das Konsequenzen.
Eine deutliche Botschaft, mit scheinbar geringem Risiko, im Vergleich der großen Menge der Bäume zu dem Verbot des Einen.
Die beiden einzigen Menschen, denen das Wort galt, lebten so vor sich hin. Sie aßen und lebten so wie das Leben eben lief.
Plötzlich denkt einer der beiden Menschen: hmm ... von dem einen Baum dürfen wir nicht essen. Was bedeutet das denn? Nur der Eine ... oder ist darin noch eine versteckte Botschaft zu den anderen Bäumen und Früchten?
Sagt zum Partner: schau mal diese Früchte und diesen Baum an. Sehen die Früchte nicht fast genauso aus, wie die, welche wir nicht essen dürfen? Der Baum hat auch Ähnlichkeiten - man könnte sie fast verwechseln. Also lassen wir den am besten auch unberührt.
Mit der Zeit vervielfältigten sich die Ähnlichkeiten der Früchte und Bäume. So dass nun schon mehrere davon als unberührbar erschienen. Bis man den tatsächlichen Baum, der verboten war, gar nicht mehr erkennen konnte.
Die vielen Bäume, die jetzt unberührbar waren, wurden mehr und mehr zur Versuchung.
Und dann erinnert sich einer der beiden, dass Gott ja eigentlich nur einen Baum verboten hatte. Er sagt das seinem Partner, und dieser findet: ja stimmt. Also dürfen wir doch von allen essen. Der Eine hat dann vielleicht auch nicht wirklich die Bedeutung, dass sie gefährlich sein könnte. Sollen wir nicht mal probieren, was wirklich passiert? Wenn man erkennen kann, dass es schadet, dann können wir ja immer noch wieder diesen Baum meiden ... wenn wir den überhaupt noch erkennen, bei den Ähnlichkeiten.
Und so passierte es, dass das Risiko nicht mehr erkennbar war einerseits - und anderseits, dass das Verbot zu einem einzigen Baum unter vielen zum Fallstrick wurde. Besonders aber auch deshalb, weil zuerst das eine Gebot vervielfältigt wurde - so dass Gottes Gebot nicht mehr erkennbar war.
Ich habe in dieser Szene auch die Gefahr erkannt, die eine unverhältnisse Erweiterung der Gebote Gott zugeschoben werden. So dass die eigentliche Weisung von Gott kaum noch erkennbar war.
Klar, ist eine fiktive Geschichte. Aber passt vielleicht auch als Werdegang des Glaubens in die heutige Zeit - als Vergleich zu damals.
Glauben (an Gott) funktioniert nicht, indem man "über" den Glauben redet, sondern indem man Glauben LEBT.
Sichtbar werden die Spuren indem sie hinführen zu Gott. Denn Gott findet man nur bei Gott selbst.