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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Verfasst: Sa 19. Sep 2026, 01:56
von Johncom
Aus diesem Grund war Swedenborg der Ansicht, dass der Mensch seine spirituelle Führung ausschließlich aus dem göttlichen Wort (der Bibel) beziehen sollte, anstatt sich auf subjektive Offenbarungen durch Geisterwesen zu verlassen
Oder sich auf Nahtoderfahrungen und auf Astralreisende zu verlassen
Du versuchst wieder, "Offenbarungen durch Geisterwesen" mit Nahtoderfahrungen und Astralreisen zu vermischen.
Also lieber über die Liebe Gottes im NT nachlesen. :) Und sich davon nähren.
Schön fromm gesagt, aber lesen macht nicht lebendig. "Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig"
Andererseits glaube ich, dass einem nichts Besseres passieren kann, als die Liebe Gottes in so überwältigenden Weise und Qualität zu erleben, wie das in Nahtoderlebnissen geschieht.
Das sehe ich auch so, aber es wird nur wenigen geschenkt. Gottes Segen und Inspiration kann erfahren werden in ausdauerndem tiefen Gebet, das kostet kein Geld, aber Zeit und Hingabe.
Meine persönliche Meinung: Die fernöstlichen Lehren sind geradezu ein Brimborium von endlosen Lehren dazu. Die sich besonders hervortuen durch die Lehre der Reinkarnation. Und der angeblichen Notwendigkeit deshalb, sich völlig zu entpersönlichen. Ich glaube, sie wissen auch nicht mehr als Nahtoderfahrende und christliche Mystiker.
Wer weiß redet nicht, sagt das Tao Te King. Und Jesus sagt, werft keine Perlen vor die Säue.
In der indischen Belehrung, die ich auch erfahren habe, werden keine Jenseits-Visionen gesucht, es wird eher gemahnt, an schönen "Paradiesen" vorbeizugehen.

Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Verfasst: Sa 19. Sep 2026, 02:35
von Johncom
Die Lebensrückschau wie ein Foto-Album. Aber es war mehr: Jede Szene aus meinem Leben verstand ich sofort, sagt sie. Jemand anderes meint, diese Rückschau dauert nur Bruchteile ein Sekunde, es seien "Informationspakete", die geschickt wird. Uns kaum verständlich, wie man in fast keiner Zeit so viel auf einmal verarbeiten kann. Ich nehme an, der Geist, vom Körper losgelöst, hat enorme Fähigkeiten.
Diese Art von Scham, wenn man seine Fehler sieht, ist eine Art von Qual. So auch die Freude, über das eigene Gute .. dann könnte diese Rückschau seien als seien Hölle und Himmel gemeint. Beide Begriffe stehen ja als Gegensatz.
"Ich hatte das Gefühl, diese Scham war vor Gott".
Scham wird oft erwähnt von NT-Erlebenden, wenn sie einem großen liebenden Wesen gegenüberstehen.



Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Verfasst: Sa 19. Sep 2026, 05:07
von oTp
In der indischen Belehrung, die ich auch erfahren habe, werden keine Jenseits-Visionen gesucht, es wird eher gemahnt, an schönen "Paradiesen" vorbeizugehen.
Das besagt noch nichts. Die die vollständige Befreiung suchen, müssen es ja in einem irdischen Leben erreichen. Und die Realität für sie sind ja noch zahlreiche weitere Reinkarnationen. Das Leben, die Reinkarnationen sieht man als negativ.

Die Himmel zu erleben bringt dem Ziel der Entpersönlichung noch nicht viel näher. Vielleicht sieht der Adept das alles deshalb als Täuschung. Eigentlich ist es dort geradezu verlockend gefährlich. Weil der Himmel der Ort ist, wo man völlig erfüllt und deshalb wohl auch völlig zufrieden ist. Ihre Vorgabe ist ja ein völlig gottgleiches Bewußtsein.

Und wenn dieses Ziel auch eine Illusion ist ?
Es hört sich so erhaben an, andererseits auch nach Größenwahn.

Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Verfasst: Sa 19. Sep 2026, 05:45
von oTp
"Ich hatte das Gefühl, diese Scham war vor Gott".
Scham wird oft erwähnt von NT-Erlebenden, wenn sie einem großen liebenden Wesen gegenüberstehen.
Hast du hier nicht weiter gedacht, Johncom ?
Was sagt denn Sundar Singh ? Jeder im Himmel sieht die Verfehlungen eines schlechten Menschen. Da möchte man sich doch lieber verbergen. Das macht sicher schon Qualen. Und dazu kommt, dass er das Licht und die Gegenwart Gottes sowieso nicht ertragen kann.

Mit einer Lebensrückschau ist es nicht getan. Da ist eine Diskrepanz zwischen solchen Nahtoderlebnissen und der Wirklichkeit nach dem Tod. Was den Traumtänzer unter den Esoterikern ausmacht, ist seine blinde Naivität, das völlig zu ignorieren. Oder anders gesagt: Diese Nahtoderlebnisse beinhalten gravierende Täuschungen.

Das ist ja der Grund, warum ich oft darauf rumhämmere, dass es sehr ersichtlich ist, dass es Dämonen gibt. Wer das nicht ignoriert, kann es sich auch nicht erlauben, naiv zu denken, an der Höllenwelt sei nicht viel dran. Und Täuschungen und negative Folgen durch Esoterik sei nur dummes Gerede. Man selber wisse schon, was in einem vorgeht, das Böse könne einem nichts anhaben.
Das hat dann mit meiner Realität gar nichts mehr zu tun. Natürlich auch nichts mit den Erklärungen des NT, wie die Realität mit Gut und Böse aussieht.

In der fernöstlichen Religion muß man nicht viel darüber nachdenken. Im Gegenteil, man kann sich damit brüsten, alle Macht zu haben, man ist ja in Wirklichkeit gottgleich und kann alles beherrschen.

In meinem Link Fakten Geistwesen wird der Guru Sri Chimnoy dargestellt. Ich kenne ihn, weil er der Guru von John McLaughlin war, einem Gittaristen, den ich mag. Und dessen Musik ich mag.
In "Fakten Geistwesen" wird er näher beschrieben. War wirklich sehr außergewöhnlich. Und sehr anerkannt. Zu denken gibt, dass er automatisch malte. Das erinnert gut informierte Menschen an das spiritistische automatische Schreiben. Wo Botschaften von Geistern ohne eigene Mitwirkung geschrieben werden. Automatisches Malen ist also auch durch einen Geist bewirkt. Und da gibt es sogar noch automatisches Komponieren im Stil alter Meister. ( Niccolò Paganini wurde wegen seiner übermenschlichen Virtuosität, seines geheimnisvollen Aussehens und der wilden Gerüchte über einen Pakt mit dem Teufel als „Teufelsgeiger“ bezeichnet. )
Für dich bedenkenlos ?
Beim automatischen Schreibern kann es passieren, dass Derjenige völlig die Kontrolle über seinen Arm verliert und der sich bewegt, wann er will und wie er will, was schon irre aussehen muss. Wie ein Spastiker.

Erstaunliche und "höhere Fähigkeiten, für den Esoteiker Spielwiese und Experimentierfeld, kann also geistbewirkt sein und kein Ausdruck der eigenen Göttlichkeit. Diese Schrift halte ich aber bisweilen für zu übertreiben, zählt sie die meisten Nahtoderlebnisse ja auch zu den Täuschungen und Verführungen. Womit wir wieder beim Thema sind. Natürlich ist grundsätzlich alles gefährlich, was verwirrt oder irreführen kann.

Aber da wird es schon zu kompliziert für viele Menschen. Für Esoteriker bin dazu auch noch eine Spaßbremse

Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Verfasst: Sa 19. Sep 2026, 14:29
von Johncom
oTp hat geschrieben: Sa 19. Sep 2026, 05:45 Natürlich ist grundsätzlich alles gefährlich, was verwirrt oder irreführen kann.
Erstmal Zustimmung.
Nur dieses "alles", wo soll das sein? Man kann alles im Außen vermuten, dann sind es "Geister", die einen verwirren. Böse Geister. Warum sie böse sind, das weiß man nicht. Man erforscht sie auch nicht, man kann sie nicht sehen. Aber man glaubt an sie.

Ich denke, der Mensch selbst ist sozusagen böse, zwar nicht nur aber er kennt das Böse in sich selbst. Es wurde ihm gesagt, das ist nicht gut, dass du Böses in dir hast. Dann lebt man im Konflikt, man will das Böse nicht.
Ich mach es kurz: das Böse in sich selbst erkennen, das heißt man bekennt sich, und in diesem Bekennen kann Erlösung geschehen. Sich selbst als sündig bekennen. So kann die Seele ins Heil kommen, da wo sie ursprünglich her kommt. Gott ist nicht fremd.

Solange man alles, Gott, sich selbst, die Schöpfung im Außen sieht, ist man selbst in der "Sünde". Man weiß es unbewusst und man hat Angst. Die Angst ums Ich. Nur das Ich, das nach Außen fixierte Ego, will nicht sterben. Das innerste Ich ist "Ich bin", es war immer, war nie weg.

Im Grunde gibt es nichts Gefährliches. Nur was man hat, was man glaubt zu besitzen, kann einem genommen werden.
Da gab es mal das Buch: Haben oder Sein. Im Sein gibt es keine Gefahren. Niemand kann mir was nehmen. Nur was ich glaube, zu haben, ist in Gefahr. Und das, was ich habe, das muss ich ja schützen vor anderen, die so böse sind, das haben zu wollen, was ich habe. Das ist der gefallene Mensch, der in der Natur überleben muss und ständig auf der Hut ist vor bösen Anderen, die genauso böse sind wie er selbst.

Ja, Verwirrung tut weh: Kein Frieden, keine Liebe. Eine Sorge jagt die andere.
In der persönlichen Selbstaufgabe kann ein Segen erfahren werden, den die Welt nicht geben kann. Man ist nicht mehr "von der Welt". Alles kann sie einem nehmen, aber nicht das Sein. Ich bin "in Gott", alles andere könnt ihr euch holen. Viel Spaß damit, es ist nur wertloses Zeug.

Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Verfasst: Sa 19. Sep 2026, 15:08
von Johncom
oTp hat geschrieben: Sa 19. Sep 2026, 05:45 ( Niccolò Paganini wurde wegen seiner übermenschlichen Virtuosität, seines geheimnisvollen Aussehens und der wilden Gerüchte über einen Pakt mit dem Teufel als „Teufelsgeiger“ bezeichnet. )
Für dich bedenkenlos ?
Ja, ich mache mir keine Gedanken um jeden Pups, den irgendjemand in der Presse schreibt. Der eine als Teufelsgeiger, der andere als Gitarren-Gott. Clapton is god! ... Die Musikindustrie freut sich über noch höhere Einnahmen. Der Musiker kennt das, er gibt sich ganz hin, spielt sich in Ekstase. Die Fans wollen dabei sein, und zahlen riesige Eintrittspreise um mal eine kurze Zeit sich selbst zu vergessen. Energien, die auch für missionarische Veranstaltungen gebraucht werden. Menschen wollen was erleben und der Markt weiß, wie man solche Events gestalten kann.

Dann gibt es übermenschliches Erleben zB völlig unerwartet in solchen Situationen, in denen dieser Körper verlassen wird. Und auch wenn spirituelle Praxis geübt wird, kann es zu Erleben der Übermenschlichkeit kommen. Entrückung ist ein interessantes Wort. Dieses Leben ist "nur" dieses Leben, es ist vergänglich, es hat nichts Ewiges.

Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Verfasst: Sa 19. Sep 2026, 18:16
von Johncom
oTp hat geschrieben: Sa 19. Sep 2026, 05:07
In der indischen Belehrung, die ich auch erfahren habe, werden keine Jenseits-Visionen gesucht, es wird eher gemahnt, an schönen "Paradiesen" vorbeizugehen.
Die Himmel zu erleben bringt dem Ziel der Entpersönlichung noch nicht viel näher. Vielleicht sieht der Adept das alles deshalb als Täuschung. Eigentlich ist es dort geradezu verlockend gefährlich. Weil der Himmel der Ort ist, wo man völlig erfüllt und deshalb wohl auch völlig zufrieden ist. Ihre Vorgabe ist ja ein völlig gottgleiches Bewußtsein.
Ja, eine völlige Zufriedenheit ist ein völliger Frieden. Reine Seligkeit. Aber das sind nur Worte, die nur darauf deuten, was wir erahnen können. Die Begegnung mit dem Himmlischen ist verlockend, aber nicht gefährlich. Wer ständig Gefahr erwartet, der kommt aus seiner persönlichen Hölle nicht raus. Seine Ängste, sein Ich loslassen, kann eine Ahnung geben vom Himmlischen. Die Unio Mystica ist (auch nur) ein anderes Wort, ein äußerlicher Begriff. Wer erlebt, das sein begrenztes Ich frei wird, erfährt einen Hauch von Frieden, den es hier nicht gab, zumindest nicht bewusst. Man weiß, man hat es nicht selbst geschafft, es war die Gnade von oben. Man hat sich vielleicht bemüht, aber dann kam es doch anders.
Christus zu folgen heißt irgendwann, auch die Anbetung seiner Form zu lassen, so werden wie er: einswerden mit dem Vater.
Und wenn dieses Ziel auch eine Illusion ist ?
Es hört sich so erhaben an, andererseits auch nach Größenwahn.
Deshalb entstand irgendwann die Zen-Schule.

Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Verfasst: So 20. Sep 2026, 08:16
von oTp
John Ankerberg und John Weldon schreiben ja von christlicher Seite recht viel kritisch über Nahtoderfahrungen, und alles über dämonische Einflussnahme. Sie sind jedenfalls gut informiert über das, wovon sie schreiben Die meisten Nahtoderfahrungen halten sie für dämonische Vorspiegelungen. . Besonders auch dann, wenn es in Nahtoderlebnissen zu Begegnungen mit (wie sie meinem angeblich) verstorbenen Verwandten kommt. Das habe ich allerdings noch zu ungenau herausgelesen. Deshalb müsste ich mehr lesen von ihnen um zu verstehen, wie sie denken.

Das habe ich mir schon gedacht:
Ki
Die christlichen Apologeten John Ankerberg und John Weldon betrachten die Arche Noah und die Sintflut als ein historisch reales und wörtliches Ereignis. Sie lehnen die Sichtweise ab, dass es sich dabei lediglich um einen Mythos oder eine reine Metapher handelt
Ankerberg bot wiederholt Plattformen für Diskussionen zwischen Kurzzeit-Kreationisten (die von einer strikt globalen Flut ausgehen, die alle geologischen Schichten formte) und Langzeit-Kreationisten wie Dr. Hugh Ross (die argumentieren, die Flut sei zwar anthropologisch universell – betraf also alle Menschen –, aber geografisch lokal begrenzt gewesen)
Ein Kompromiss mit geologischen Fakten ?
Dann ist allerdings die Wahrscheinlichkeit gering, dass es alle Menschen betraf.

Aber es bleibt jedenfalls dabei, "Nahtodberichte" kritisch betrachten zu müssen. Und auch Sundar Singhs Erlebnisse wären reine Esoterik, weil er ja etliche Verstorbene beobachtet hat.
Die angeblich auftretenden Geister Verstorbener können nicht wirkliche Tote sein, denn nach der Bibel sind die unerlösten Toten gefangen und nicht in der Lage, die Lebenden zu erreichen, während die erlösten Toten bei Christus sind (2.Petrus 2,9; Lukas 16,19–31; Apostelgeschichte 1,25; 2.Korinther 5,8; Philipper 1,23)
Aus:
Fakten
über das Leben nach dem Tod
Eine Klarstellung über Wahrheit und Irrtum
John Ankerberg und John Weldon

Aus dieser Sicht kann Sundar Singh nur ein umfangreich getäuschter Esoteriker gewesen sein.
Obwohl er der Hölle den richtigen Stellungswert gibt.

Für mich urteilen die beiden zu pauschal . Das wird sich vielleicht zeigen bei ihrer Kritik an den Katholiken. Denn die reden nichts von unerreichbar Toten.

Alle Schriften kann man mit etwas Geschick als PDF downloaden. Und sind sie "typisch evangelikal ?