Adam machte es sich einfach: die Frau ist schuld, sie gab mir zu essen, also ziemlich gedankenlos.Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑So 2. Mär 2025, 10:53 Die Diskussion findet zwischen der Schlange und der Frau statt. Adam sagt nichts und ich frage mich, was wohl passiert wäre, wenn sie ihn angesprochen hätte. Die Schlange macht dem Menschen bewusst, dass es neben der Möglichkeit, Gottes Anweisung zu befolgen, noch einen Weg gibt. Über die Frau steht sogar, zu welchem Schluss sie kommt. Über den Mann lediglich, dass er aß. Ich finde, er kommt in der Geschichte nicht gut weg. Es wird die Listigkeit der Schlange betont. Sie hat sich bestimmt was dabei gedacht, dass sie die Frau gewählt hat: eine, die nachdenkt und selbst wählt, anstatt einfach zu machen.
Eva gibt immerhin zu, dass sie von der Schlange dazu irregeführt wurde.
Die Schlange war listiger als die anderen Tiere, sie dachte mehr nach.
List und Nackt:
1.Mo 2,25 Und sie waren beide nackt (adj, m, pl), der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.
Nackt: עֲרוּמִּ֔ים (ᵕàrumijm). Ein interessantes Wort: עָרוֹם (ᵕarom), was von der Wortwurzel עָרַם (ᵕaram) herführt: listig, klug, um schlau zu sein, also jemand, der überlegt. Der Begriff ist an und für sich neutral:
Spr 27,12 Der Kluge עָר֤וּם (ᵕarum). sieht das Unglück und verbirgt sich; die Einfältigen gehen weiter und erleiden Strafe.
Die Schlange war עָר֔וּם (ᵕarum) listiger, schlau, vorsichtig. Mit selben Wortstamm wie „nackt“. Somit war die Schlange sicher nicht „DAS Böse“, also „Satan“.