Die Lehre des Arian

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Zippo
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Die Lehre des Arian

Beitrag von Zippo »

Hallo zusammen,

Ich lese jetzt ca. 30 Jahre in der Bibel und stelle fest, daß sich mein Gottesverständnis dem angenähert hat, was in google KI über die Lehre des Arian gesagt wird.
Übersicht mit KI

Arian lehrte, dass Gott der Vater der einzige wahre und ewige Gott sei, der keinen Anfang habe, während der Sohn Gottes (Jesus Christus) durch den Willen des Vaters aus dem Nichts erschaffen wurde. Der Sohn sei somit nicht ewig, sondern ein Geschöpf Gottes und dem Vater untergeordnet. Diese Lehre wurde auf dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 als Häresie verurteilt und das nicänische Glaubensbekenntnis formuliert.
Hauptpunkte der arianischen Lehre über Gott:
Der Vater:
Gott der Vater ist der alleinige Ursprung, der einzige wahrhaftige Gott, der keinen Anfang hatte und ewig und unendlich ist.
Der Sohn:
Der Sohn Gottes (der Logos) wurde vom Vater aus dem Nichts durch dessen Willen gezeugt und erschaffen.
Keine Wesensgleichheit:
Vater und Sohn seien nicht vom gleichen Wesen, da dies zwei Götter bedeuten würde.
Unterordnung des Sohnes:
Der Sohn sei ein Geschöpf Gottes, wenn auch ein einzigartiges, und daher Gott untergeordnet (Subordinatianismus).
Zeitpunkt der Existenz:
Der Sohn habe nicht immer existiert, sondern es habe eine Zeit gegeben, in der er noch nicht da war.
Konflikt und Verurteilung:
Die Lehre des Arius stand im Widerspruch zur traditionellen christlichen Vorstellung der Trinität und der Wesensgleichheit von Vater und Sohn. Um diese theologische Frage zu klären und die arianische Lehre zu verurteilen, wurde 325 das Konzil von Nicäa einberufen. Das Konzil formulierte das nicänische Glaubensbekenntnis, das die Gleichheit und Wesensgleichheit des Sohnes mit dem Vater bekräftigt.
Frage an Ki : Was hat Arian gelehrt über Gott ? Das Ergebnis kann, wie ich eben festgestellt habe, kleine Unterschiede enthalten, je nachdem mit welchem Gerät gefragt wird !
Was den Inhalt angeht, bin ich mit fast allen Punkten einverstanden. Den Sohn Gottes (Jesus Christus) würde ich in diesem Zusammenhang auch als Erstgeborenen vor aller Schöpfung bezeichnen, wie er in Kol 1,15 genannt wird.

Was hat eigentlich zur Ablehnung dieser Lehre geführt ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Ziska
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Ziska »

Diese heidnischen Lehren wurden einfach von der KK christianisiert.
Wer dann Mitglied werden wollte, mußte sich im Grunde nicht von seinen unchristlichen Vorstellungen trennen.
Die Bräuche und Traditionen bekamen nur einen neuen Namen.

Und so war es einfacher viele neue Mitglieder zu bekommen, die dann für Ländereien,
Geld, Macht und Einfluss auf die jeweiligen Regierungen sorgten.

Doch seid Anfang des 20. Jahrhunderts schwindet dieser Einfluss der Kirche merklich.
Sie möchten zwar immer noch…
Liebe Grüße von Ziska
Widerspricht sich die Bibel?
Anhand von Grundregeln können vermeintliche Widersprüche aufgelöst werden!
Welche sind das? Schreib mir PN!
:wave:
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Hoger
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Hoger »

Der arianismus wurde von den germanischen völkern angenommen. Die Goten, wandalen, alemannen und all die anderen waren arianer - so wie die ZJ heute

Der arianismus hatte kein Zentrum, entwickelte kein mönchstum und blieb im Stammessystem der Germanen verankert.

Der Katholizismus war - als Staatsreligion - in allen römischen Siedlungen verankert und in Europa ausgerichtet nach Rom.

Im arianismus wurde zwar die Bibel in die Volkssprache übersetzt aber eigentlich nur Teile des NT ( siehe wulfila Bibel)

Dass du die ganze Bibel hast, dafür ist die katholische Kirche verantwortlich
Die segnende Seele wird fettgemacht - und wer tränkt wird selber getränkt / Spr 11,25
oTp
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von oTp »

Zippo, wir Menschen bauen uns immer Brücken zum Verständnis von allem, was wir sowieso unmöglich verstehen können.
Ich denke, es bringt mich nicht weiter, mich da festzulegen. Gott ist so unerklärlich und es genügt, wenn ich weiß, Jesus ist wie ein Teil Gottes, von glleichartigem Wesen. Aber eben nicht mehr so unerklärlich und unfassbar wie Gott selber.
Wie Sundar Singh sagt: Gott begreifen wir noch nicht mal im Himmel, aber Jesus ist sozusagen begreifbar für uns. Wir können ihn dort erleben. Und zwar jerder in der Herrlichkeit, die wir selber ertragen können, zu sehen.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
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Zippo
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Zippo »

Ziska hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 09:28 Diese heidnischen Lehren wurden einfach von der KK christianisiert.
Wer dann Mitglied werden wollte, mußte sich im Grunde nicht von seinen unchristlichen Vorstellungen trennen.
Die Bräuche und Traditionen bekamen nur einen neuen Namen.

Und so war es einfacher viele neue Mitglieder zu bekommen, die dann für Ländereien,
Geld, Macht und Einfluss auf die jeweiligen Regierungen sorgten.

Doch seid Anfang des 20. Jahrhunderts schwindet dieser Einfluss der Kirche merklich.
Sie möchten zwar immer noch…
Heidnische Lehren ? Ich bin sicher, Arian konnte seine Glaubensüberzeugung auch mit den Schriften belegen die er kannte. Ob es zu dem Zeitpunkt schon einen vollständigen Bibelkanon gab weiß ich nicht. Es muß ja um 300 n. Chr. entstanden sein, um Kaiser Konstantin in der Lehre der Christen unterrichten.

Mir schwebte vor, daß man sich die genannten Punkte mal vorknöpft um in einer biblischen Betrachtung, die Aussagen zu bestätigen oder zu widerlegen.

z. Bsp.
Gott:
Der Vater:
Gott der Vater ist der alleinige Ursprung, der einzige wahrhaftige Gott, der keinen Anfang hatte und ewig und unendlich ist.
Wie denkst du darüber, Ziska ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Hoger
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Hoger »

Der Arianismus war lange Zeit in einigen Gemeinden anerkannt und gelehrt. Wulfila der Missionar der Goten stammte aus dieser Lehrtradition

Konstantin wurde von einem arianischen Bischof getauft (auf dem Totenbett) und in der Nachfolge war der Arianismus lange Zeit der dominierende Part.

Es ist ein alter Streit - der immer wieder aufflammte.
Die segnende Seele wird fettgemacht - und wer tränkt wird selber getränkt / Spr 11,25
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Hoger
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Hoger »

[youtube][/youtube]
Zippo hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 11:09 Wie denkst du darüber, Ziska ?
Die ZJ sind Arianer und an ihre Lehren gebunden = dagegen sind die Katholiken und ihr synodaler weg das reinste freiheisparadies

Aber die RKK verurteilen - das ist so daneben
Die segnende Seele wird fettgemacht - und wer tränkt wird selber getränkt / Spr 11,25
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Lena
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Lena »

Zippo hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 08:56 Ich lese jetzt ca. 30 Jahre in der Bibel...
Und hast noch immer nicht erkannt wer der Herr Jesus Christus ist!
A chli Patschifig
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Helmuth
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mo 25. Aug 2025, 08:56 Was hat eigentlich zur Ablehnung dieser Lehre geführt ?
Das hatte Athanasius, ein erbitterter Ariusgegener erklärt, der gerade durch ihn zu einem Machtkampf unter den Bischöfen wurde. Die Lösung wurde politisch im Konzil zu Nicäa gefunden, auf dem Kaiser Konstantin ein Ende des Streites befohlen und auf Einigkeit gedrängt hatte.

Im Vordergrund stand m.E. nicht länger die theologische Klärung, wie es die Apostel und Vorsteher im 1. Jh. getan hätten, die der Heilige Geist geleitet hatte, sondern wer den stärkeren poltischen Einfluss ausüben konnte. Allem Anschein nach hatte den die Anhängerschaft des Athanasius. Für mich war das ein Kampf unter Antichristen, vor denen schon der 1. Joh. Brief gewarnt hatte:
1. Joh 2,18-19 hat geschrieben: Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen geworden; daher wissen wir, dass es die letzte Stunde ist. Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so würden sie wohl bei uns geblieben sein; aber damit sie offenbar würden, dass sie alle nicht von uns sind.
Die Bischöfe dieses Disputes sind m.E. Vertreter dieses Antichristentums, wobei Arius noch etwas weniger als Athanasius von der Lehre ersten Urchristen abwich, wie sie noch gelehrt worden sind, aber Tendenzen sind ebenfalls schon erkennbar.

Die Lehre des Arius war in mehreren Punkten auch schon nicht mehr konform mit der Lehre der Apostel und Lehrer des 1. Jh., also derer, von denen wir die heutige Bibel haben, aber zumindest lehnte er die ewige Präexistenz bzw. den Trinitarismus ab.

Die damals wahren Christen beteiligten sich an dem Disput nicht, weil es so auch der Heilige Geist lehrt. Wären nicht auch vom Geist geleitete Christen in der Welt gewesen, so hätten wir heute gar keine gültige Bibel. Der sich allmählich bildende Klerus hatte die Traditionspflege der Schriften durch aufrechte Christen (darunter waren vermutlich viele Mönche) zwar gewürdigt, aber letztenlich okkupiert und eigenmächtig kanonisch festgelegt.

Ich denke, dass in Zuge dieser Kanonisierung auch einiges eingefügt worden ist, was nicht von den Orignaltexten stammt, womit die Lehre des Athanasius bzw. das, was später als katholisch gelten sollte, sich als biblisch begründen lässt. So ist die heutige Lehre immer noch eine Vermischung aus wahrer Erkenntnis und antichristlichen Einflüssen seit Nicäa. Es beeinflusst seither auch vom Heiligen Geist geleitete Nachfolger, darum auch heute die ständige Uneinigkeit.

NIcht ohne Grund stellte man das Mt-Ev an die erste Stelle des NT und tradiert es seither so. Auf deren finalen Texten begründen sich die meisten katholischen Dogmen. Wenn du das Mt-Ev herausnehmen würdest, dann zerbröckelt das ganze katholische Gebäude.

Ein weiteres Kennzeichen sind dogmatisch vorgenommene Übersetzungen an mehreren Stellen des gesamten NT, die das trinitarische bzw. präexistente Denken, wie es Athanasius begründet hat, weiter fördern.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Ziska
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Re: Die Lehre des Arian

Beitrag von Ziska »

Um die Lehre der Dreieinigkeit biblisch zu begründen, wurden Verse hinzugefügt.

In einigen älteren Bibelübersetzungen kann man in 1. Johannes 5:7 Folgendes lesen:
im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins.“

Zuverlässige alte Bibelhandschriften zeigen jedoch,
dass diese Worte im ursprünglichen Bibeltext nicht vorhanden waren,
sondern später eingefügt wurden.

Darum ist diese Einfügung in verlässlichen, neuen Übersetzungen nicht enthalten.

Auch das Umschreiben des Namens Gottes, das Ersetzen mit dem Titel Herr,
ist nicht ohne Absicht vorgenommen worden.
So weiß der Leser nicht, wer genau gemeint ist. Entweder Jehova/Jahwe/JHWH oder Jesus.
Zuletzt geändert von Ziska am Di 26. Aug 2025, 08:29, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße von Ziska
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