1,12 Euro pro Liter Benzin

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Magdalena61
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1,12 Euro pro Liter Benzin

Beitrag von Magdalena61 »

... in China.

Offenbar hat Franziska Brandtner, laut FB- Post von Inge Steinmetz, gestern bei Markus Lanz die bekannte Mär von der "Schuld des Iran an den hohen Ölpreisen" genährt.

Aus dem Newsletter von PatriotPetition:
Der Preistreiber beim Sprit ist nicht reale Knappheit, sondern der Staat!

... ärgern Sie sich nicht auch über die exorbitant hohen Spritpreise an der Zapfsäule? Können Sie sich das Autofahren überhaupt noch leisten? Ein Liter Benzin kostete Anfang der Woche in Österreich durchschnittlich 1,91 Euro, in Deutschland sogar 2,30 Euro. Immer noch behauptet das Kartell aus etablierter Politik und Mainstream-Medien gebetsmühlenartig, das liege alleine an der Krise im Nahen Osten und blockierten Ölhäfen auf der arabischen Halbinsel. Doch ein kurzer Blick über den eigenen Tellerrand genügt, um diese Lügen zu entlarven.

PatriotPetition.org hat für Sie die Spritpreise Anfang der Woche in verschiedenen wichtigen Ländern der Welt verglichen:

Russland: 0,87 Euro pro Liter Benzin
Texas, USA: 0,88 Euro pro Liter Benzin
Indien: 0,92 Euro pro Liter Benzin
Japan: 0,95 Euro pro Liter Benzin
Alberta, Kanada: 1,01 Euro pro Liter Benzin
Brasilien: 1,10 Euro pro Liter Benzin
China: 1,12 Euro pro Liter Benzin

Wohlgemerkt, das sind keine abgeschotteten Erdöl-Staaten wie Venezuela oder der Iran die Benzin für umgerechnet zwei bis drei Cent an die eigene Bevölkerung verschenken, sondern Länder, die am regulären Welthandel teilnehmen. Es zeigt sich: Auch wenn die Preise seit Beginn der Nahost-Krise etwas angestiegen sind, kann von einer globalen Erdölknappheit keine Rede sein. Und vor allem: Keine Industrienation der Welt zockt ihre Bürger beim Sprit derart ab wie die Länder der Europäischen Union.

Rund zwei Drittel des an der Zapfsäule aufgerufenen Preises kassiert hierzulande der korrupte Staatsapparat. Die Dreistigkeit geht inzwischen so weit, sogar noch die Luft mit einem imaginären CO2-Preis zu besteuern. So etwas wäre nirgendwo anders auf der Welt möglich! Kein Volk der Welt würde sich das gefallen lassen und seine Politiker dafür noch mit fetten Diäten belohnen. Wann endlich fangen wir an, uns zu organisieren und gemeinsam zu wehren? "

Quelle: https://www.patriotpetition.org/2026/04 ... els-jetzt/
Die Petition geht an die Umweltminister in Deutschland und Österreich.

Kein Wunder, sind wir auf dem Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig.
Vorhin las ich bei t-online, der Preis für Heizöl sei auf das Doppelte gestiegen.

Wenn genügend Leute unterschreiben, müsste der Staat davon Notiz nehmen. Ich fürchte, es müssten Millionen Unterschriften sein...
LG
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Magdalena61
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Re: 1,12 Euro pro Liter Benzin

Beitrag von Magdalena61 »

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jsc
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Re: 1,12 Euro pro Liter Benzin

Beitrag von jsc »

Alle staatlichen Preisbestandteile mit Ausnahme der Mehrwertsteuer sind fixe Abgaben pro Liter. Seit dem Preissprung im Februar sind sie unverändert. Somit sinkt der staatliche Anteil am gesamten Preis pro Liter sogar 🤯
Die zitierten "rund zwei Drittel" sind also mittlerweile auf knapp 43% gesunken 🙈
Wenn der staatliche Anteil (der mit Ausnahme der Mehrwertsteuer im Februar genau gleich hoch war) jetzt auf Null sinken würde, wäre also ca. 1,30€ pro Liter fällig - und im Februar ca. 0,80€.
Die 50ct pro Liter Erhöhung sind also nahezu komplett von den Mineralölkonzernen zu verantworten. Diese vervielfältigen in dem Zeitraum ihre Milliardengewinne.

Und ich glaube, dass sie sich über die Leute kaputt lachen, die glauben, dass der Staat schuld ist 😂😂😂
HSNHzczXMAAuStl.jpg
Quelle: https://pbs.twimg.com/media/HSNHzczXMAA ... ame=medium
Wissenschaft ist, wenn man seine Meinung an die Daten anpasst.
Querdenken ist, wenn man die Daten an seine Meinung anpasst.
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Magdalena61
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Re: 1,12 Euro pro Liter Benzin

Beitrag von Magdalena61 »

STAATLICHER EINFLUSS: Der Staat verdient beim Tanken durch Steuern und Abgaben mit. Zusätzlich erhöhen Regulierungen wie die Treibhausgasminderungsquote(THG) den Spritpreis. Nach Berechnungen des ADAC machten Steuern und Abgaben bei Benzin im Juli im Durchschnitt rund 57 Prozent des Tankstellenpreises aus. Eine Beispielrechnung des Branchenverbandes der Mineralölwirtschaft en2x vom 7. September bei 2,274 Euro für einen Liter Super E10 kommt auf einen staatlich verursachten Preisanteil von 57 bis 61 Prozent. Darin sind zusätzlich die Kosten der THG-Quote berücksichtigt.
https://www.onvista.de/news/2026/09-15- ... 0-26553645
15. September 2026
Wenn getankt wird, fließt ein Großteil der Kosten an der Zapfsäule direkt in den Staatshaushalt. Beim Superbenzin (E10) lag dieser Anteil laut Statistikplattform Statista im Jahr 2026 bei 54 bis 57 Prozent. Beim Dieselkraftstoff betrug der staatliche Anteil knapp die Hälfte: zwischen 46 und 47 Prozent.
...
Allein die Energiesteuer verschaffte dem Staat 2025 bei den Kraftstoffen Einnahmen von 33,3 Milliarden Euro. Die genauen Gesamteinnahmen aus Benzin und Diesel konnte das Statistische Bundesamt zunächst noch nicht ermitteln. Dazu kommen noch die Verkäufe von Heizöl und anderen Brennstoffen und Energieträgern.
...
Zweitgrößte Einnahmequelle war an den Tankstellen die Mehrwertsteuer, deren Einnahmen 2025 auf rund 16,1 Milliarden Euro geschätzt werden.
...
Neben der Mehrwertsteuer und der früheren Mineralölsteuer (die heute Energiesteuer heißt) ist seit 2021 eine CO₂-Abgabe fällig. Diese Abgabe hat sich seitdem schrittweise verteuert und lag im letzten Jahr im Durchschnitt bei 15,7 Cent pro Liter Kraftstoff. Dieser CO₂-Preis ist ein Festbetrag, der unabhängig vom Endpreis zu zahlen ist. Für 2026 werden bei Super E10 circa 17 Cent pro Liter kalkuliert und beim Diesel mit etwa 19 Cent gerechnet.
...
2026 könnte es wesentlich mehr Mehrwertsteuer sein wegen der stark gestiegenen Spritpreise. Oder es könnte auch weniger Steuer anfallen wie bei Energiesteuer- und CO₂-Abgabe, wenn weniger gefahren und getankt wird.

Dass wesentlich weniger gefahren und getankt wird, ist nicht so eindeutig. Bei Ökonomen gelten Kraftstoffpreise eher als Fixkosten, um die man nicht herumkommt. Mögliche Einsparungen beim Verbrauch könnten durch die höheren Preise mehr als wettgemacht werden. Etwas weniger Energiesteuer und CO₂-Abgabe steht ein Zuwachs bei der Mehrwertsteuer gegenüber.

https://www.br.de/nachrichten/wirtschaf ... at,VVNtGUc
16.September 2026
Was den Kunden schmerzt, könnte den Fiskus freuen: Die „Bild“-Zeitung berichtet unter Berufung auf ein Gutachten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen, dass die hohen Treibstoffkosten bis zu einer halben Milliarde Euro Mehreinnahmen für den Staat im März bedeuten könnten. Der kassiert bei jedem verkauften Liter über die Mehrwertsteuer schließlich 19 Prozent mit. Besonders deutlich lasse sich dies laut den Berechnungen des RWI-Ökonomen Manuel Frondel beim Diesel sehen.

Dessen Preis stieg im vergangenen Monat von 1,73 Euro auf 2,29 Euro je Liter, was einer Verteuerung von 32,4 Prozent entspricht. Dadurch kletterte auch die Mehrwertsteuer von 27,6 Cent auf 36,6 Cent je Liter, also um neun Cent. Bei einem täglichen Verbrauch von rund 100 Millionen Litern ergibt das laut „Bild“ zusätzliche Einnahmen von mehr als zwölf Millionen Euro pro Tag und somit über 360 Millionen Euro im Monat. Für Benzin kommt der Ökonom auf Mehreinnahmen von rund 130 Millionen Euro. Insgesamt ergibt das ein Plus von 490 Millionen Euro.
...
Das Bundesfinanzministerium wollte sich damals auf Anfrage von WELT zu möglichen Mehreinnahmen durch die rasant gestiegenen Preise nicht äußern. „Konkrete Zahlen zu den Auswirkungen der gestiegenen Kraftstoffpreise auf die Steuereinnahmen liegen nicht vor“, teilte das Ministerium von Lars Klingbeil (SPD) mit.
https://www.welt.de/wirtschaft/article6 ... ahmen.html April 2026
usw. Eine halbe Milliarde Mehreinnahmen pro Monat ist doch gar nicht übel.
Warum sind die Spritpreise in Nachbarländern günstiger? Die sind doch auch in der EU.

Wie kriegen China und andere Industrieländer, die im Text der Petition erwähnt werden hin, dass Sprit nur etwa halb so viel oder sogar weniger als das kostet als bei uns? Die kaufen doch auch auf dem Weltmarkt ein? Gibt es in diesen Ländern keine "Grünen"? Keine Klimaschützer, die der Bevölkerung abtrainieren wollen, zu fahren und zu heizen?

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Re: 1,12 Euro pro Liter Benzin

Beitrag von oTp »

Wenn die internationalen Ölkonzern sich nun eine goldene Nase verdienen, ihre Gewinne verdoppeln bis vervierfacht, ist das Ausbeutung.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
jsc
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Re: 1,12 Euro pro Liter Benzin

Beitrag von jsc »

Also wenn ich ein Mineralölkonzern wär, der gerade seine Milliardengewinne vervielfacht, würde ich auch hunderte Millionen in eine Desinformationskampagne stecken um den Leuten zu erzählen, dass der Staat ja durch die höheren Preise über die Mehrwertsteuer mit einen Anteil von 19% profitiert. Dadurch merken die meisten gar nicht, dass 81% sehr viel mehr vom Kuchen ist 🤣🤣🤣
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Re: 1,12 Euro pro Liter Benzin

Beitrag von Aslan »

oTp hat geschrieben: Do 17. Sep 2026, 01:47 Wenn die internationalen Ölkonzern sich nun eine goldene Nase verdienen, ihre Gewinne verdoppeln bis vervierfacht, ist das Ausbeutung.
Ja, aber das scheint sich ja offensichtlich größtenteils nur auf Deutschland zu beschränken.
Du musst dir mal die Spritpreise in den umliegenden Ländern anschauen. Die sind zwar auch gestiegen, keine Frage, aber nicht so exorbitant wie in Deutschland.

Die Spritpreise bestehen zum größten Teil aus Steuern.
Die Bundesregierung kann sich ja gerne aussuchen, welche Art von Steuer sie reduzieren wollen: Die Mineralölsteuer oder die CO2-Ökosteuer...
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd
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Re: 1,12 Euro pro Liter Benzin

Beitrag von oTp »

Ja, ich dachte auch, diese Angaben könnten sich auf unser Land beschränken.

Wann klopft unser Staat den ausbeutenden Olkonzernen, die auch dreckig zu nennen sind wegen der verschmutzenden Ölgewinnung, mal gebührlich auf die Finger ?
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Re: 1,12 Euro pro Liter Benzin

Beitrag von jsc »

https://energy.ec.europa.eu/data-and-an ... ulletin_en

Hier kann man nachschauen, ob man richtig ratet oder nicht.
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Re: 1,12 Euro pro Liter Benzin

Beitrag von Magdalena61 »

https://www.benzinpreis.de/de/international/europa

Etwas mühsam zu lesen... aber informativ.

LG
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