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Das Tier in der Offenbarung

Verfasst: Fr 25. Sep 2026, 13:07
von Zippo
Hallo zusammen,

in der Offenbarung tauchen Tiergestalten auf. Z. Bsp. in Off 13:
[Off 13,1-2] Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hörner und sieben Köpfe hatte, und auf seinen Hörnern zehn Diademe, und auf seinen Köpfen Namen der Lästerung. Und das Tier, das ich sah, war wie ein Leopard, und seine Füße wie die eines Bären, und sein Maul wie eines Löwen Maul. Und der Drache gab ihm seine Macht und seinen Thron und große Gewalt.
Die Beschreibung dieses Tieres findet sich auch im 17 Kapitel der Offenbarung:
Lff 17,3
Und er führte mich im Geist weg in eine Wüste; und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, voll Namen der Lästerung, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte.
Das ist doch das gleiche Tier, wie in Off 13 ?
Es soll gewesen sein und wiederkehren:
Off 17,8
Das Tier, das du sahst, war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und ins Verderben gehen; und die auf der Erde wohnen, deren Namen nicht in dem Buch des Lebens geschrieben sind von Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, dass es war und nicht ist und da sein wird.
Es wird von vielen Auslegern als das wiederkehrende römische Reich angesehen werden, also das heutige Europa, dessen Regiment mit dem europäischen Parlament in Strasburg im Jahr 1958 seine Arbeit aufgenommen hat.
Dort steht ja auch dieses Parlamentsgebäude, daß in seinen Grundzügen an den Turm zu Babel erinnert, so , wie ihn der Maler Pieter Brueghel im Jahr 1563 gemalt hat.
Ist das eine akzeptable Auslegung oder gibt es andere Möglichkeiten ?

Das Tier in Off 17 hat 7 Häupter das sind sieben Könige bzw. 7 Berge, auf denen die Hure Babylon sitzt. 5 sollen zur Zeit des des Johannes schon da gewesen sein. Verschiedene Ausleger haben unter den Kaisern der damaligen Zeit eine Auswahl getroffen.
https://share.google/aimode/tvpmEymmqkJ8XI0IE

Ein 6 König sollte noch kommen und eine kurze Zeit bleiben. Dann kommt der 7 bzw. 8 König.

Frage : Warum findet eine solche Auswahl von Häuptern statt, was zeichnet sie aus ?

Es hat doch in der Vergangenheit genügend Tiere gegeben, das waren grausame Despoten, welche auch mit religiöser Macht zusammengearbeitet haben, um großes Elend anzurichten. Aber offensichtlich zählen nur diese 7 Könige, um das System des Tieres in der Endzeit zu beschreiben.

Was ist also das Besondere an diesen Häuptern ?

Gruß Thomas

Re: Das Tier in der Offenbarung

Verfasst: Mo 28. Sep 2026, 17:29
von Sara Funkelstein
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 13:07 Hallo zusammen,

in der Offenbarung tauchen Tiergestalten auf. Z. Bsp. in Off 13:
[Off 13,1-2] Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hörner und sieben Köpfe hatte, und auf seinen Hörnern zehn Diademe, und auf seinen Köpfen Namen der Lästerung. Und das Tier, das ich sah, war wie ein Leopard, und seine Füße wie die eines Bären, und sein Maul wie eines Löwen Maul. Und der Drache gab ihm seine Macht und seinen Thron und große Gewalt.
Hier wird offensichtlich ein Fabelwesen beschrieben. Auch der Drache ist ein Fabelwesen. Was interessant ist, ist dessen spirituelle Bedeutung.
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 13:07 Es wird von vielen Auslegern als das wiederkehrende römische Reich angesehen werden, also das heutige Europa, dessen Regiment mit dem europäischen Parlament in Strasburg im Jahr 1958 seine Arbeit aufgenommen hat.
Dort steht ja auch dieses Parlamentsgebäude, daß in seinen Grundzügen an den Turm zu Babel erinnert, so , wie ihn der Maler Pieter Brueghel im Jahr 1563 gemalt hat.
Ist das eine akzeptable Auslegung oder gibt es andere Möglichkeiten ?
Das macht keinen Sinn. Zunächst war der Turm zu Babel bereits seit Jahrhunderten eine Ruine als die Römer ihre Blütezeit hatten. Alexander der Große hat die Reste abreißen lassen. Außerdem müsstest du erklären, inwiefern du eine Verbindung der EU zum Römischen Reich siehst. :?:
Mir würde sich auch die Frage stellen, woher diese Auslegung kommt.
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 13:07 Es hat doch in der Vergangenheit genügend Tiere gegeben, das waren grausame Despoten, welche auch mit religiöser Macht zusammengearbeitet haben, um großes Elend anzurichten. Aber offensichtlich zählen nur diese 7 Könige, um das System des Tieres in der Endzeit zu beschreiben.
Ist das Tier denn nun ein System oder ein Mensch?

Du kannst ja gar nichts dafür. Es ist einfach wirres Zeug.

Re: Das Tier in der Offenbarung

Verfasst: Di 29. Sep 2026, 13:30
von Zippo
Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Mo 28. Sep 2026, 17:29
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 13:07 Hallo zusammen,

in der Offenbarung tauchen Tiergestalten auf. Z. Bsp. in Off 13:
[Off 13,1-2] Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hörner und sieben Köpfe hatte, und auf seinen Hörnern zehn Diademe, und auf seinen Köpfen Namen der Lästerung. Und das Tier, das ich sah, war wie ein Leopard, und seine Füße wie die eines Bären, und sein Maul wie eines Löwen Maul. Und der Drache gab ihm seine Macht und seinen Thron und große Gewalt.
Hier wird offensichtlich ein Fabelwesen beschrieben. Auch der Drache ist ein Fabelwesen. Was interessant ist, ist dessen spirituelle Bedeutung.
Das Fabelwesen gewinnt an Gestalt, wenn man Dan 7 liest. Da werden vier Tiere beschrieben, die 4 Weltreiche bedeuten, das babylonische, das medopersische, das griechische und römische Weltreich. Das Tier in Off 13 hat Ähnlichkeit mit allen vier Weltreichen, also vermute ich, daß ähnliche Qualitäten dieser Weltreiche in diesem Weltreich zu finden sein werden, wie sie die historischen Vorbilder hatten.
Ein Löwenmaul deutet auf ein gebieterisches Reden hin, man weiß ja aus Dan 3, daß König Nebukadnezar befahl, sein goldenes Standbild anzubeten. Die gottgleiche Huldigung, die Nebukadnezar von seinen Untertanen verlangt, die fordert auch der Herrscher der aus dem 1 Tier hervorgeht, das in Off 13 beschrieben wird.
Die Bärenfüße beschreiben in Dan 7 das medopersische Reich, das bekannt für seine Standfestigkeit war. Man sprach von den unbesiegbaren Reihen der Perser, weil es sehr viele Reihen waren, die sich hintereinander her bewegten.
Dem letzten Reich wird keiner widerstehen können, wer es tut, muß es mit dem Leben bezahlen. Off 13,4-10
Der Leopard beschreibt in Dan 7 das griechische Reich, und es ist bekannt, mit welcher ungeheuren Geschwindigkeit König Alexander sein Reich entfaltet hat. Das wird in letzter Zeit wohl ähnlich sein.
Das 4 Tier aus Dan 7 ist das römische Reich und wird meines Erachtens in dem Tier aus Off 13 nur durch seine 10 Kronen abgebildet. Kronen sind ein Zeichen von Herrschaft und Macht, die das römische Reich offensichtlich gehabt hat.
Da dieses Tier in Off 13, 7 Häupter hat, von denen 5 zur Zeit des Johannes schon da waren Off 17,10, verbindet man das Tier mit seinen Häuptern insgesamt mit dem römischen Reich.
Diese 5 Häupter waren 5 Kaiser, sagt google KI und zählt sie auch auf. Und weil das Tier, das in der Zukunft sein wird, auf dem auch die Hure Babylon sitzt, schon da war und sich alle Welt darüber wundert, verbindet man das Tier mit dem römischen Reich.
[Off 17,7-8] Und der Engel sprach zu mir: Warum verwundertest du dich? Ich will dir das Geheimnis der Frau sagen und des Tieres, das sie trägt, das die sieben Köpfe und die zehn Hörner hat. Das Tier, das du sahst, war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und ins Verderben gehen; und die auf der Erde wohnen, deren Namen nicht in dem Buch des Lebens geschrieben sind von Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, dass es war und nicht ist und da sein wird.
Der Drachen ist ein Bild für Satan und er wird das Tier mit Geist und Macht ausstatten:
[Off 12,7-9] Und es entstand ein Kampf in dem Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel; und sie siegten nicht ob, auch wurde ihre Stätte nicht mehr in dem Himmel gefunden. Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.
SF
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 13:07 Es wird von vielen Auslegern als das wiederkehrende römische Reich angesehen werden, also das heutige Europa, dessen Regiment mit dem europäischen Parlament in Strasburg im Jahr 1958 seine Arbeit aufgenommen hat.
Dort steht ja auch dieses Parlamentsgebäude, daß in seinen Grundzügen an den Turm zu Babel erinnert, so , wie ihn der Maler Pieter Brueghel im Jahr 1563 gemalt hat.
Ist das eine akzeptable Auslegung oder gibt es andere Möglichkeiten ?
Das macht keinen Sinn. Zunächst war der Turm zu Babel bereits seit Jahrhunderten eine Ruine als die Römer ihre Blütezeit hatten. Alexander der Große hat die Reste abreißen lassen. Außerdem müsstest du erklären, inwiefern du eine Verbindung der EU zum Römischen Reich siehst. :?:
Mir würde sich auch die Frage stellen, woher diese Auslegung kommt.
Der Turmbau zu Babel hat eine symbolische Bedeutung für Unsinnigkeit eines Bauvorhabens bekommen, die Gott auch wieder zerschlagen hat. 1 Mo 1,11.. Der Architekt war wohl von der Idee und der Absicht des europäischen Gedankens nicht ganz überzeugt.
Das ist ja auch nicht ganz unberechtigt, denn Europa ist zunehmend im Zerfall begriffen, die Staaten haben keine Einigkeit und wollen sich auch nicht von einer Führungsspitze gängeln lassen. Sie sind eher gemeinsam schwach, als gemeinsam stark. Es ist insgesamt ein Zusammenhalt aus Eisen und Ton, wie es bei dem 4 Tier beschrieben wird, welches das römische Reich symbolisiert.
SF
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 13:07 Es hat doch in der Vergangenheit genügend Tiere gegeben, das waren grausame Despoten, welche auch mit religiöser Macht zusammengearbeitet haben, um großes Elend anzurichten. Aber offensichtlich zählen nur diese 7 Könige, um das System des Tieres in der Endzeit zu beschreiben.
Ist das Tier denn nun ein System oder ein Mensch?
Es ist beides, es ist ein Reich und damit auch ein System, aber es gehen auch bestimmte Herrscher daraus hervor.
Aber zwischen den ersten Häuptern und dem letzten Haupt ist eine zeitliche Lücke. Die Prophetie des Daniel ist ja dem Volk Israel gegeben. Für das irdische Volk Israel war die Prophetie mit dem Erscheinen des Messias Jesus zunächst einmal beendet. Aber seit einigen Jahrzehnten scheint die Prophetie für das Volk Israel weiterzugehen. Das würde die zeitliche Lücke erklären.
[Hos 3,4-5] Denn die Kinder Israel werden viele Tage ohne König bleiben und ohne Fürsten, und ohne Schlachtopfer und ohne Bildsäule und ohne Ephod und Teraphim. Danach werden die Kinder Israel umkehren und den HERRN, ihren Gott, und David, ihren König, suchen; und sie werden sich zitternd wenden zu dem HERRN und zu seiner Güte am Ende der Tage.
Wird mit diesem Erwachen Israels auch wieder an die politische Zeit angeknüpft, die Israel zur Zeit seines Niedergangs erlebt hat ? Ist das heutige Europa mit dem römischen Reich vergleichbar ?

Gruß Thomas

Re: Das Tier in der Offenbarung

Verfasst: Mi 30. Sep 2026, 09:50
von Helmuth
Zunächst befinde ich den Titel "Das Tier in der Offenbarung" nicht aufschlussreich, denn es gibt viele Tiergestalten in der Offenbarung und stehen damit nicht nur für eine Sache. Dazu nun mein erster Beitrag.
Zippo hat geschrieben: ↑Di 29. Sep 2026, 13:30 Diese 5 Häupter waren 5 Kaiser, sagt google KI und zählt sie auch auf. Und weil das Tier, das in der Zukunft sein wird, auf dem auch die Hure Babylon sitzt, schon da war und sich alle Welt darüber wundert, verbindet man das Tier mit dem römischen Reich.
Grundsätzlich wäre ich auch dafür, damit das damalige römische Reich zu identifizieren, lege dafür aber nicht meine Hand ins Feuer, d.h. Ich verstricke mich nicht darin alle Details auszulegen. Hier gebe ich einfach zu, ich habe dazu keinen Einblick und das trotz langjähriger Bibelerforschung. Ich halte es da mit Mose:
5. Mose 29:28 hat geschrieben: Das Verborgene ist JHWH's (Sache), unseres Gottes; aber das Offenbarte ist unser und unserer Kinder in Ewigkeit, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun.
Wenn ich damit keine klaren Autrag zu tun sehe, dann ist es für mich nicht wichtig. Vielleicht haben andere einen besseren Druurchblick. Was ich aber bislang kenne, sind viele haltlose Spekulationen, die oft schon nach einem Satz oft widerlegt werden können, weil das Wort Gottes selbst keine Widersprüche zulässt.


Vielleicht ein paar Grundsätze zur Herangehensweise als Exegese-Hinweise (aus meiner Sicht):

Bei den Tierbildern darf man nicht, wie ich das sehe, alles in einen Topf werfen. Es werden verschiedenste Bilder gezeigt. Ähnlichkeit bedeutet nicht zwingend Identität. So kann man schnell in eine falsche Richtung laufen.

So bedeutetet z.B., dass die Vision Daniel 7 nicht ident mit Offenbarung 13 sein muss, denn es werden unterschiedliche Tiere genannt. In beiden ist das 4. Tier außergewöhnlich und unterscheidet sich von den vorigen. Auch das macht es nicht ident. So auch nicht Offenb. 13 und 17. Die Darstellungen sind unterschiedlich und können demnach ganz unterschiedliche Dinge ansprechen.

Verfehlt halte ich auch die Zusammenführung von Daniel 2, das ein Standbild mit 4 Körperteilen zeigt, mit Daniel 7, das 4 Tiere zeigt. Also die Ähnlichkeit, dass es "vier" Dinge sind, macht die damit angesprochenen Reiche nicht ident. Weiters muss man die zeitliche Perspektive von der endzeitlichen differenzieren. Darin verwischen sich die Bilder.

So zeigen Daniel 2 und auch Offenbarung 13 zeitlich historisch abgegrenzte und auch eschatologische Zeitabschnitte. Und auch diese Ähnlichkeit macht es damit nicht sofort ident, auch wenn die geistliche Bedeutung für das letzte Ende auf dasslebe hinausläuft, dass am Ende das Reich Gottes über alles obsiegen wird.

Ich lasse vieles offen, weil ich es in vielen Fällen für nichtig befinde, welche irdischen Dinge damit angesprochen werden. Ich für mich unterscheide nach dem Geist, der wirkt. Nur was geoffenbart ist, kann man klar auslegen. Wenn z.B. konkrete Namen genannt werden, dann wird die Sache damit auch konkretisiert.

Man verrennt sich ansonsten in einem Auslegungsdschungel, den man sich selbst zusammenstrickt, und glaubt es sogar fest. Doch nur eine falsche Prämisse macht alles zunichte. Man kann so auch verführt worden sein. Ist es nun wirklich wichtig alles auslegen zu können? Oder fragen wir anders: Wen hätte Jesus damit beauftragt alles auslegen zu können? So setze ich Prioritäten.

Ich meine, vieles wird erst dann geoffenbart, wenn die die Zeit dazu gekommen ist. Damit wird gegenwärtige Auslegerei zum Unding. Was uns betrifft, so sind die Endzeitereden Jesu im Vergleich dazu Klartext und Warnung genug, sich mit der Welt bzw. mit den Weltmächten nicht mehr als notwendig einzulassen.